Dienstag, 6. Januar 2026
Trauer ist ein komisches Ding. Momentan hat sie mich mit einem Gewicht von mindestens 1000 Tonnen auf einen Meeresgrund gezogen. Ständig gibt es viel zu organisieren und zu tun. Heute Vormittag mussten wir ihr zum Beispiel ihr Zimmer im Heim ausräumen. Zu viel zu schnell, aber so ist das. Seit ich nach Sylvester aus Berlin zurück in die Heimat gefahren bin, also am 2.1., wohne ich in der Einliegerwohnung bei meinem Bruder. Heute Nachmittag gehe ich in mein Zimmer, als ein befreundetes Paar meines Bruders kommt. Ich kann gerade nicht reden mit Menschen die mir nicht nahe sind. Im Zimmer ordne ich, es sieht aus als hätte eine Bombe eingeschlagen, in den letzten Tagen war es ein hinwerfen und rausziehen. Dann liege ich im Bett. Lausche der Stille. Irgendwann höre ich, wie mein Vater und seine Frau kommen. Es sind nun 6 Erwachsene und 2 Kinder im Wohnzimmer. Nach einer Weile versuche ich, mich dazuzugesellen. Doch schon im Flur höre ich soviel Reden, dass ich sofort wieder umkehre.

Das waren jetzt ganz schön viele Wörter. Und keins davon beschreibt angemessen wie traurig ich bin.

Seelenheil ~ ... link (2 Kommentare)   ... comment