Dienstag, 17. März 2026
Eine Stellenausschreibung gefunden, die ich gut finde. Ich formuliere das Anschreiben und suche dann die Ansprechperson. Ich stutze. Das ist eine Frau, bei der meine Mutter öfters war. Als ich vor einigen Monaten meiner Mutter davon erzählte, dass ich Stellen suche für die praktische Tätigkeit, erwähnte sie diese Frau explizit, sie zeigte sich ganz begeistert von ihr.

Manchmal höre und sehe ich meine Mutter so deutlich vor mir. Es tut sehr weh. Und es tut auch weh, warum sie so oft Kontakt mit dieser Person hatte. Diese furchtbare Krankheit.

Mimi meinte neulich, sie habe eine Patientin Anfang 30, die eine Mutter mit Schizophrenie hat. Nach einer weiteren Stunde mit der Patientin fragte Mimi mich, ob wir da nicht mal eine Intervision machen können. Die Patientin habe so heftig geweint und Mimi machte sich Vorwürfe, dass sie die Stunde nicht gut abgerundet hatte. Ich sagte ihr, das mache nichts, am Ende sind wir erwachsen und das Thema ist einfach immer da. Ich muss auch weinen wenn ich an diese junge Frau denke, auch wenn ich sie nicht kenne. Auch sie hat den Kontakt zu ihrer Mutter momentan abgebrochen. Diese Erkrankung ist einfach ein riesen Haufen Scheisse.

Mama, du fehlst mir. Das was war, und das was nicht war.

Seelenheil ~ ... link (0 Kommentare)   ... comment