Samstag, 3. Januar 2026
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Es ist erschreckend vertraut auf der Intensivstation zu sein, wenn auch diesmal nicht als Psychologin sondern als Tochter. Die Station ist hell, modern. Im Zimmer ist es friedlich. Ein riesen Fenster, vor dem sie theoretisch verschneite Bäume sehen könnte, und einen Himmel der sich nicht so recht zwischen Sonnenschein und Schneefall entscheiden kann. All die Geräte und Geräusche, so vertraut. Nur dass sie da liegt, das ist neu und tut weh. Nicht so wie vor zwei Jahren, anders, aber eben weh. Influenza A trifft auf völlig entkräftete Person. Selbst wenn sie verlegt werden könnte, ich vermute im Bestfall palliativ in ihrem Heim.

Und doch ist diese Intensivstation so anders. Diese Klinik. So still. Ich weiss nicht, ob mir nicht ein bisschen das lebendige Treiben "meiner" Klinik fehlt.

Es ist Schichtwechsel, deswegen warte ich und schreibe. Eigentlich Besuch erst ab 15, aber bin dankbar dass ich vorhin zu ihr durfte, als sie kam. Sie ist nicht ansprechbar. Schläft. Ich saß lange da, streichelte sie, erzählte leise und summte.

Die Patienteverfügung regelt relativ ausführlich, und die Ärztin scheint mir ok. Das entlastet. Meine Mutter hat nur das "angemessene" verfügt, und Schmerzfreiheit. Ich habe ihr vorhin gesagt, es ist ihre Entscheidung. Es ist ok wenn sie bleiben mag. Es ist ok wenn sie gehen will.

 
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danke

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