Freitag, 23. Januar 2026
okavanga, 09:35h
Wieder ein Traum. Ich war bei einer früheren Arbeitskollegin und langjährigen Bekannten meiner Mutter, Anlass unklar, aber klar, dass meine Mutter verstorben ist. Wir sitzen nebeneiander. Die Bekannte erhält einen Anruf. Das Gespräch ist so laut, dass ich es mithören kann. Meine Mutter begrüßt die Bekannte auf ihre ganz typische Art und Weise, wie sie es gemacht hat, wenn sie Menschen lange nicht gesehen oder gesprochen hat und sich nun sehr über den Kontakt freut. "Jaa Mensch <Naaamee>", dabei dehnt und singt sie die Worte auf ganz bestimmte Art. Ich sitze daneben und verstehe nicht, wie das sein kann, und wann diese Person aus dem Handy denn endlich aufklären wird, wie das geht oder wer sie eigentlich ist. Dann spielt sie "Stand by me" ab und ich fange an furchtbar zu weinen, beuge meinen Oberkörper nach vorne, umarme meine Beine, und versinke in Schmerz und Dunkelheit.
~ Ben E. King - Stand By Me
~ Ben E. King - Stand By Me
Seelenheil
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croco,
Freitag, 23. Januar 2026, 14:02
Du hast schon sehr eindrückliche Träume!
Das Waisenkind ist jetzt einfach sehr traurig. Das Begreifen dauert seine Zeit.
Aber schön, dass ihre Stimme noch bei Dir ist, egal was war.
Das Waisenkind ist jetzt einfach sehr traurig. Das Begreifen dauert seine Zeit.
Aber schön, dass ihre Stimme noch bei Dir ist, egal was war.
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okavanga,
Freitag, 23. Januar 2026, 21:03
@croco: das stimmt. Habe ja schon immer viel und intensiv geträumt, aber das jetzt...
Ja, es wummst rein. Und das mit der Stimme, das finde ich auch. Wir haben keine Video- oder Tonaufnahmen von ihr, außer die Sprachaufnahme, die ich am "letzten" Abend vor dem Termin für den assistierten Suizid aufgezeichnet und nie wieder angehört hatte. Ich hatte es aufgenommen, weil es so vollkommen absurd war, dass ich dachte, ich glaube mir selbst sonst nie wieder, dass das wirklich stattgefunden hat. Mein Bruder fand das damals extrem schräg/seltsam von mir, hahaha, ich lache gerade laut, während ich das tippe. Neulich hat er mich um die Aufnahme gebeten und mal für 10 Minuten reingehört. Er meinte, er sei mir sehr dankbar, dass ich das gemacht habe. Ich glaube, er hat genauso Angst vor dem Vergessen wie ich .
Ja, es wummst rein. Und das mit der Stimme, das finde ich auch. Wir haben keine Video- oder Tonaufnahmen von ihr, außer die Sprachaufnahme, die ich am "letzten" Abend vor dem Termin für den assistierten Suizid aufgezeichnet und nie wieder angehört hatte. Ich hatte es aufgenommen, weil es so vollkommen absurd war, dass ich dachte, ich glaube mir selbst sonst nie wieder, dass das wirklich stattgefunden hat. Mein Bruder fand das damals extrem schräg/seltsam von mir, hahaha, ich lache gerade laut, während ich das tippe. Neulich hat er mich um die Aufnahme gebeten und mal für 10 Minuten reingehört. Er meinte, er sei mir sehr dankbar, dass ich das gemacht habe. Ich glaube, er hat genauso Angst vor dem Vergessen wie ich .
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croco,
Freitag, 23. Januar 2026, 22:38
Wie soll man seine Mutter vergessen? Das wird nicht geschehen, keine Sorge.
Die Erinnerungen werden durch Dein weiteres Leben wabern, ob Du willst oder nicht. Sie werden nur nicht mehr so schmerzen sondern eben freundliche Begleiter sein. Irgendwann.
Die Erinnerungen werden durch Dein weiteres Leben wabern, ob Du willst oder nicht. Sie werden nur nicht mehr so schmerzen sondern eben freundliche Begleiter sein. Irgendwann.
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