Dienstag, 3. Februar 2026
Es regnet. Das ist so stimmig. Momentan ist mein Wach-Schlaf-Rhythmus etwas außer Takt, er nähert sich ohne zeitliche Verpflichtungen immer meiner Eulen-Natur an. Doch mit der Traurigkeit obendrauf machts das in Summe irgendwie schwerer.

Heute verbiete ich meinem Körper zu weinen. Wie hart das klingt, wenn ich das grad lese. Aber die Erschöpfung ist so groß. Nachdem ich gestern Abend etwas unerwartet von einer großen Trauerwelle überspült wurde, wachte ich morgens auf als hätte ich einen Kater. Mein Körper arbeitet so hart in dieser Trauer. Für meine Selbsterfahrung, die immer noch offen ist (meine reguläre Therapie zählt nicht, haha, 10 Jahre TP Therapie wird nicht als Selbsterfahrung angerechnet, aber naja), möchte ich jemanden suchen, der auch körperorientiert arbeitet. Ansonsten muss ich das extra zahlen, aber ich denke, es ist wichtig. Das Thema schwebt seit der Akutklinik vor 4 Jahren rum.

Organisatorisch heute vor allem mit dem Foto für die Trauerfeier beschäftigt. Man kuckt das so an, nach Farben und Rahmen, und



ja.

Ja dann fehlen mir da einfach die Worte. Nie wieder wird sie mich so ansehen.

Ihre Augen. Wenn ich in den Spiegel sehe, sind da ihre Augen. Das war direkt nach ihrem Versterben so merkwürdig. Vor allem, weil ich in den letzten Minuten in dieses eine geöffnete Auge blickte. Immer wenn ich in den Tagen danach in den Spiegel geschaut habe, waren da ihre Augen, ihr Gesicht. Ich sehe ihr so ähnlich, dass es weh tut. Früher fand ich das furchtbar. Heute ist es irgendwie schön und schmerzhaft zugleich.


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