Samstag, 23. Mai 2026
okavanga, 23:50h
Die Mutter der kurdischen Familie im Erdgeschoss trotzt jedes Jahr dem kleinen bisschen Erde neben unserer Haustür so liebevoll Leben ab. Wunderschöne Rosen und andere Pflanzen. Einmal hab ich sie darauf angesprochen, das war ein schönes Gespräch, sie hat sich so über das Interesse gefreut. Die Menschen hier fehlen mir. Die Diversität. Der Geruch von Stadt im Sommer. Ja, es nervt mich immer noch die blöde Baustelle und die Poser. Aber ich liebe es. Es ist Zuhause. Jetzt, gute 24 Stunden nach Ankunft, habe ich das erste mal seit 3 Wochen das Gefühl, dass mein Nervensystem sich etwas runterreguliert hat. Ich denke darüber nach, die Vermietung vielleicht nicht durchzuziehen. Dann kann ich in meine geliebte Höhle wann ich will. Das ist allerdings eine teure Option. Aber soviel Veränderung dieses Jahr. Ich sehne mich nach Halt. Naja mal sehen.

