Sonntag, 5. Juli 2026
Auf dem Weg.
okavanga, 22:06h
1. - 2. Januar 2026 [Dezember 2025]
Mitternacht und die ersten Stunden des neuen Jahres verschlafe ich, ich bin einfach zu groggy und so sehr ich die Kinder mag, es ist mir irgendwann alles zuviel und so böllert Berlin ohne mich ins neue Jahr.
Der Glückskeks am morgen berichtet von Glück und Sorgen.

Im Verlauf dieses ersten Tages im neuen Jahr werden mein Bruder und ich darüber informiert, dass meine Mutter Fieber hat, kränkelt, vermutlich einen Infekt hat. Ich fühle mich überfordert, was ich tun soll. Für den 2. Januar habe ich ein Zugticket zurück nach Mannheim gebucht. Rückblickend und von außen betrachtet mutet es komisch an, dass ich nicht sofort wusste, dass ich einfach sofort in die Heimat fahren muss und will. Umso dankbarer bin ich N., dass sie mich regelrecht dazu gedrängt hat, das Ticket nach Mannheim sausen zu lassen.
Ich habe eben im Chat mit meinem Bruder nachgelesen.
Nach meinem Gespräch mit N. schreibe ich ihm im späten Nachmittag: "Ich werde morgen wohl nach [Heimat] fahren."
Er: "Ok...."
Ich: "Klingt ja nicht unwahrscheinlich dass es lang nicht mehr dauert"
Er: "Kann das gar nciht richtig verstehen. Morgen soll ja noch ein Arzt hin".
Ich: "Ja aber ich glaub da jetzt nicht mehr an ein Wunder"
Krass, ich wusste nicht mehr, dass ich es eigentlich schon wusste. Vielleicht aber auch nicht. Manche Entscheidung hätte ich vermutlich anders getroffen, wenn ich es so RICHTIG gewusst hätte, auch, wie schnell es gehen wird. Verstehen konnte ich es genauso wenig wie mein Bruder. Er war zu dem Zeitpunkt seit einigen Tagen bei der Familie seiner Frau in Oberbayern, also auch nicht in der Heimat. Er bietet mir dann an, dass ich bei ihnen zuhause in der Einliegerwohnung bleiben kann, weil ich nicht schon wieder bei meinem Vater und seiner Frau sein will.
Meinem Patenkind J. hatte ich versprochen, dass wir am 1. Januar am frühen Abend ins Kino gehen. N meint, ich könne das wirklich auch canceln. Aber ich finde, dass neben all dem das Leben stehen muss, und an dem Tag käme ich eh nicht mehr mit dem Zug in die Heimat. Also gehen J. und ich ins Kino. Schon der Weg dahin ist für mich aufregend. Wie selbstverständlich er sich in dieser großen Stadt bewegt. In den Öffis, auf den Straßen. Ich erzähle ihm, dass allein der Bezirk Steglitz-Zehlendorf beinahe so viele Einwohner hat wie Mannheim. Das kann er kaum glauben.
Im Kino gibts "Anaconda" und als Nervennahrung das gute Zeug, dafür hab ich mir das ok geholt.

Es macht mich froh da neben J zu sitzen und ihn den ganzen Heimweg über in seiner Aufregung und Lebendigkeit zu erleben. Atemlos erzählt er immer und immer wieder Szenen aus dem Film. Zuhause seinen Eltern und Geschwistern, bis wir irgendann im Bett sind.
Am 2. Januar fahre ich in die Heimat. Währenddessen ist der Arzt bei meiner Mutter, gemeinsam mit ihrem Betreuer, der uns auch auf dem laufenden hält. Wir haben seit einigen Tagen eine Whatsapp Gruppe, die nach meiner Mutter benannt ist, damit wir drei, also mein Bruder, der Betreuer und ich, uns besser austauschen können. Der Arzt sagt, sie muss in ein CT, was ja schon den ganzen Dezember immer wieder diskutiert wurde, sie sich aber jedes mal wieder entlassen hat sobald sie irgendwo aufgenommen wurde. Mehr Details erinnere ich nicht, was diese Arztvisite bei ihr angeht. Der Arzt geht jedenfalls wieder und meine Mutter bleibt mit hohem Fieber im Seniorenwohnheim.
Ich nehme mir fest vor nach meiner Ankunft direkt zu Mama ins Seniorenwohnheim zu fahren. Und ich kann es kaum tippen, aber an dem Tag ist die Deutsche Bahn mal wieder ganz sie selbst und ich bin dermaßen erledigt als ich abends ankomme, dass ich nur bei meinem Vater das Auto hole und mir sage, ich kucke direkt am nächsten Morgen nach ihr.
Bis gerade eben wusste ich nicht, wie sehr ich noch an diesem Punkt hänge. Ich hatte gar nicht mehr daran gedacht. Erst jetzt, als ich diese Tage rekapituliere, kreischt es in mir. Wie Fingernägel auf der Tafel.
In der Küche meines Bruders begrüßt mich Leo. Cheerio, 2026.

~ Maneesh de Moor - Kande Bo Yóyó
An den Abenden des 1.1. und 2.1.26 schon wieder jeweils die da. Kraft schöpfen und Heilkräfte aktivieren verfolgen mich in dieser Zeit.

Mitternacht und die ersten Stunden des neuen Jahres verschlafe ich, ich bin einfach zu groggy und so sehr ich die Kinder mag, es ist mir irgendwann alles zuviel und so böllert Berlin ohne mich ins neue Jahr.
Der Glückskeks am morgen berichtet von Glück und Sorgen.

Im Verlauf dieses ersten Tages im neuen Jahr werden mein Bruder und ich darüber informiert, dass meine Mutter Fieber hat, kränkelt, vermutlich einen Infekt hat. Ich fühle mich überfordert, was ich tun soll. Für den 2. Januar habe ich ein Zugticket zurück nach Mannheim gebucht. Rückblickend und von außen betrachtet mutet es komisch an, dass ich nicht sofort wusste, dass ich einfach sofort in die Heimat fahren muss und will. Umso dankbarer bin ich N., dass sie mich regelrecht dazu gedrängt hat, das Ticket nach Mannheim sausen zu lassen.
Ich habe eben im Chat mit meinem Bruder nachgelesen.
Nach meinem Gespräch mit N. schreibe ich ihm im späten Nachmittag: "Ich werde morgen wohl nach [Heimat] fahren."
Er: "Ok...."
Ich: "Klingt ja nicht unwahrscheinlich dass es lang nicht mehr dauert"
Er: "Kann das gar nciht richtig verstehen. Morgen soll ja noch ein Arzt hin".
Ich: "Ja aber ich glaub da jetzt nicht mehr an ein Wunder"
Krass, ich wusste nicht mehr, dass ich es eigentlich schon wusste. Vielleicht aber auch nicht. Manche Entscheidung hätte ich vermutlich anders getroffen, wenn ich es so RICHTIG gewusst hätte, auch, wie schnell es gehen wird. Verstehen konnte ich es genauso wenig wie mein Bruder. Er war zu dem Zeitpunkt seit einigen Tagen bei der Familie seiner Frau in Oberbayern, also auch nicht in der Heimat. Er bietet mir dann an, dass ich bei ihnen zuhause in der Einliegerwohnung bleiben kann, weil ich nicht schon wieder bei meinem Vater und seiner Frau sein will.
Meinem Patenkind J. hatte ich versprochen, dass wir am 1. Januar am frühen Abend ins Kino gehen. N meint, ich könne das wirklich auch canceln. Aber ich finde, dass neben all dem das Leben stehen muss, und an dem Tag käme ich eh nicht mehr mit dem Zug in die Heimat. Also gehen J. und ich ins Kino. Schon der Weg dahin ist für mich aufregend. Wie selbstverständlich er sich in dieser großen Stadt bewegt. In den Öffis, auf den Straßen. Ich erzähle ihm, dass allein der Bezirk Steglitz-Zehlendorf beinahe so viele Einwohner hat wie Mannheim. Das kann er kaum glauben.
Im Kino gibts "Anaconda" und als Nervennahrung das gute Zeug, dafür hab ich mir das ok geholt.

Es macht mich froh da neben J zu sitzen und ihn den ganzen Heimweg über in seiner Aufregung und Lebendigkeit zu erleben. Atemlos erzählt er immer und immer wieder Szenen aus dem Film. Zuhause seinen Eltern und Geschwistern, bis wir irgendann im Bett sind.
Am 2. Januar fahre ich in die Heimat. Währenddessen ist der Arzt bei meiner Mutter, gemeinsam mit ihrem Betreuer, der uns auch auf dem laufenden hält. Wir haben seit einigen Tagen eine Whatsapp Gruppe, die nach meiner Mutter benannt ist, damit wir drei, also mein Bruder, der Betreuer und ich, uns besser austauschen können. Der Arzt sagt, sie muss in ein CT, was ja schon den ganzen Dezember immer wieder diskutiert wurde, sie sich aber jedes mal wieder entlassen hat sobald sie irgendwo aufgenommen wurde. Mehr Details erinnere ich nicht, was diese Arztvisite bei ihr angeht. Der Arzt geht jedenfalls wieder und meine Mutter bleibt mit hohem Fieber im Seniorenwohnheim.
Ich nehme mir fest vor nach meiner Ankunft direkt zu Mama ins Seniorenwohnheim zu fahren. Und ich kann es kaum tippen, aber an dem Tag ist die Deutsche Bahn mal wieder ganz sie selbst und ich bin dermaßen erledigt als ich abends ankomme, dass ich nur bei meinem Vater das Auto hole und mir sage, ich kucke direkt am nächsten Morgen nach ihr.
Bis gerade eben wusste ich nicht, wie sehr ich noch an diesem Punkt hänge. Ich hatte gar nicht mehr daran gedacht. Erst jetzt, als ich diese Tage rekapituliere, kreischt es in mir. Wie Fingernägel auf der Tafel.
In der Küche meines Bruders begrüßt mich Leo. Cheerio, 2026.

~ Maneesh de Moor - Kande Bo Yóyó
An den Abenden des 1.1. und 2.1.26 schon wieder jeweils die da. Kraft schöpfen und Heilkräfte aktivieren verfolgen mich in dieser Zeit.


