Samstag, 6. Juli 2013
Wie fasst man das zusammen?
okavanga, 03:58h
Nach so ein paar Tagen ohne Kontakt, da weiß ich dann auch nicht, warum ich überhaupt über ihn nachdenke. Und ich denke oft an ihn. Morgens. Und Abends. Und dazwischen. Aber es ist okay. Und doch mit ein bisschen Sehnsucht.
Die depressive Episode hat nun von Sonntag bis zum gestrigen Donnerstag angehalten. Das war wirklich eine scheiße, wie wieder mitten in der Depression. Körper und Seele fühlen sich wund, bloß und entzündet an. Müdigkeit in allen Gliedern. Unproduktiv, unmotiviert, irgendwie durch den Tag kommen. Ausgelöst vom kleinen Ben. Weiß doch der verfickte Teufel. Ich kann nicht genug fluchen um diesen abartigen und absolut nicht wünschenswerten Zustand zu beschreiben. Zum kotzen.
Allein G. und T. in der Arbeit verdanke ich es, dass es mir langsam besser geht. Die zwei haben mich gestern zufällig und ganz ohne es zu wissen langsam und allmählich zurück ins Leben gespackt. Und mit G. reifte die Aussicht auf einen chemie- und tanzlastigen Juli. Ich freue mich, scheiß drauf. Ich brauchs grad. Vielleicht wirds dann gar heil, vorläufig. Ohne scheints jedenfalls auch nicht besser.
Der gemeinsame Bekannte, über den B. und ich uns kennengelernt haben, erzählt mir (völlig ahnungslos, er weiß anscheinend wirklich gar nichts von B. und mir - auch ein scheiß Spiel) gerade am Telefon davon, wie sie gemeinsam joggen, und dass sie heute lange telefoniert haben, wie B. erzählt hat, dass morgen die Party seiner Frau ist, die 40 wird, und sie haben sich darüber unterhalten welche Leute kommen und [bla bla waber waber bla bla blub waber waber]
"Oka? Oka? Du schläfst doch gleich ein!"
"Nein nein... ich höre dir nur zu und lache". Ich wische mir die Tränen aus den Augenwinkeln.
"Oka, du bist jetzt irgendwie so anders. Was ist denn los?"
"Nichts nichts, alles ok, ist auch schon halb eins."
"Hm das mag sein. Hm. Was hat dich denn jetzt so komisch drauf gebracht?"
"Alles ok, ehrlich." Ich lächel, und höre, dass er glaubt, dass ich wirklich lächel.
"Wir sollten einfach schlafen..."
"Ja, das sollten wir."
"Gute Nacht, und schlaf gut und bis ganz bald!!!
"Gute Nacht..."
Wie soll das gehen.
~Alanis Morissette - Uninvited // Hands Clean
Die depressive Episode hat nun von Sonntag bis zum gestrigen Donnerstag angehalten. Das war wirklich eine scheiße, wie wieder mitten in der Depression. Körper und Seele fühlen sich wund, bloß und entzündet an. Müdigkeit in allen Gliedern. Unproduktiv, unmotiviert, irgendwie durch den Tag kommen. Ausgelöst vom kleinen Ben. Weiß doch der verfickte Teufel. Ich kann nicht genug fluchen um diesen abartigen und absolut nicht wünschenswerten Zustand zu beschreiben. Zum kotzen.
Allein G. und T. in der Arbeit verdanke ich es, dass es mir langsam besser geht. Die zwei haben mich gestern zufällig und ganz ohne es zu wissen langsam und allmählich zurück ins Leben gespackt. Und mit G. reifte die Aussicht auf einen chemie- und tanzlastigen Juli. Ich freue mich, scheiß drauf. Ich brauchs grad. Vielleicht wirds dann gar heil, vorläufig. Ohne scheints jedenfalls auch nicht besser.
Der gemeinsame Bekannte, über den B. und ich uns kennengelernt haben, erzählt mir (völlig ahnungslos, er weiß anscheinend wirklich gar nichts von B. und mir - auch ein scheiß Spiel) gerade am Telefon davon, wie sie gemeinsam joggen, und dass sie heute lange telefoniert haben, wie B. erzählt hat, dass morgen die Party seiner Frau ist, die 40 wird, und sie haben sich darüber unterhalten welche Leute kommen und [bla bla waber waber bla bla blub waber waber]
"Oka? Oka? Du schläfst doch gleich ein!"
"Nein nein... ich höre dir nur zu und lache". Ich wische mir die Tränen aus den Augenwinkeln.
"Oka, du bist jetzt irgendwie so anders. Was ist denn los?"
"Nichts nichts, alles ok, ist auch schon halb eins."
"Hm das mag sein. Hm. Was hat dich denn jetzt so komisch drauf gebracht?"
"Alles ok, ehrlich." Ich lächel, und höre, dass er glaubt, dass ich wirklich lächel.
"Wir sollten einfach schlafen..."
"Ja, das sollten wir."
"Gute Nacht, und schlaf gut und bis ganz bald!!!
"Gute Nacht..."
Wie soll das gehen.
~Alanis Morissette - Uninvited // Hands Clean
Montag, 1. Juli 2013
Scherbenpark.
okavanga, 01:44h
"Letztendlich
geht es doch darum:
dass wir
so viele schöne Momente
wie möglich
sammeln
bis wir sterben."
~ Theraonkel
Am Freitag fahre ich mit der Gewissheit von meinem Theraonkel weg, dass ich B. auf jeden Fall sagen will, wie sehr er wieder nachschwingt. Denn: wenn Dinge weh tun könnten, dann könnte man sie natürlich immer vermeiden. Das führt aber dazu, dass man nicht einmal die schönen Momente hat, nach denen es vielleicht (!) weh tut. Und wohin hat mich mein Vermeidungsverhalten, meine destruktiven Gedankenkreise und meine permanenten Unterstellungen gegenüber anderen Menschen bisher gebracht?
B.'s Antwort überrascht mich. Auch das möchte ich gerne für mich behalten, weil es so wunderschön ist. Das, was er schreibt, fühlt sich so intensiv und nahe an, dass mir warme Schauer über das Herz laufen. Es bleibt dabei, dass ich nichts erwarte, und viel bekomme, für den Moment. Und vielleicht geht es ja wirklich nur um eben diesen.
---
Samstag. Karo*tte wird auf Sonntag verschoben. "Soll ich heute Abend trotzdem zu dir kommen?" fragt der kleine Benjamin. "Hm was machen wir denn da dann?", entgegne ich. Der kleine Ben schreibt: "Wie meinstn du das?" Und ich beeile mich zu sagen: ja ne, haste recht, war ne blöde Frage. Es ist und bleibt eben nur das eine.
Am Abend hole ich ihn ab, zum ersten mal dort wo er wohnt. Im Odenwald. Mein Vater sang meinem Bruder und mir, als wir ca. 7 und 6 waren, vor: "Im Odenwald im Odenwald, da wurden ihm die Hoden kalt." Diesmal wurden erst mir die Hoden kalt. Es ist nämlich das erste mal, dass wir uns treffen, wenn ich vollkommen nüchtern bin. Und so stelle ich mich auch an. Schüchtern. So schüchtern. Es ist aber auch komisch. Da steigt jemand bei Ihnen ins Auto, und Sie fühlen sich wie so ein kleiner Freier. Fahren mit diesem jemand zu sich nach Hause, und Sie wissen genau - der jemand wills jetzt aber auch wissen. Sehr gewöhnungsbedürftig für mich, ganz nüchtern, und in dieser Konsequenz.
Als ich endlich in Fahrt bin und auf ihm sitze, dauert es keine 2 Minuten. Dann ist es vorbei. Ich schaue blöd. Denke mir: wars das jetzt? Dafür bin ich in den Odenwald gefahren??? Er spürt mein
Am nächsten morgen kassiert der kleine Pascha noch ein Frühstück bei seiner Freierin. Ja, es schmeckt. Na das freut mich. Ich bin leicht pissed. Und ziehe ihn deswegen heran zu Schadensersatz für die letzte Nacht. Das gleiche Szenario. Ich bin fassungslos und versuche es mir nicht zu sehr anmerken zu lassen, weil ich merke, dass es Ben wirklich peinlich ist und er gerne im Erdboden versinken möchte. Er will nach Hause. Hm. Ich fahre ihn. Wir haben uns nie viel zu sagen, so ist das auch im Auto, schon beim Holen. Wir sind einfach null auf einer Wellenlänge - außer im Bett, und da hats diesmal echt... -
Witzig war, als er mir eine Abkürzung zeigen wollte und meinte: "Ich zeig dir wie es schneller geht"... es hat mich zerrissen. Ihn dann auch.
---
Auf dem Heimweg kommt die Einsamkeit. Der wunderschöne Odenwald zieht an mir vorbei, soviel Grün, so schöne Hügel, eine Idylle mit Pferden und Wäldern. Und mittendrin mein kleiner Druffi Benjamin. Der nicht versteht, warum ich nicht RTL2 auf Favoritenplatz 1 habe, sondern ZDF Doku, Einsfestival und Co. Der nicht versteht wenn ich versuche etwas Privates zu erfahren, und der kaum versteht, wenn ich Privates erzähle. An einer Baustelle meinte er, als der vor uns eine komplette Grünphase verpasst: "Ich hasse dumme Menschen!" Ich versuche nicht gemein zu sein, lache nicht und spare mir die Frage: "Das sagst du?!" Die Arroganz würde mir sowieso im Hals stecken bleiben. Vermutlich tue ich ihm unrecht. Er kann ja auch so unglaublich süß sein, und doch...
... wäre er nie ein Mann für mich. Deswegen verstehe ich nicht, wieso die Einsamkeit ihre Krallen nach mir ausstreckt und über das Herz kratzt. Warum ich mir wünsche, er würde sich mehr für mich - also MICH - interessieren. Fragen stellen. Mich mehr umwerben. Sich in mich verlieben.
Ich versuche, wie schon öfters in den letzten 12 Stunden, an die Worte meines Therapeuten zu denken, um nicht wieder in einen Gedankenkreisel zu geraten. .. Schön... Moment... Was höre ich... was sehe ich... der Moment... Da ist jemand der mich begehrt... Ich will doch selbst auch nicht mehr... alles ist gut... genieße den Moment...
---
Freunde gehen nicht ans Telefon oder haben keine Lust. Ich habe allerdings noch zwei Freikarten mit freier Filmauswahl für das Festival des Deutschen Films, das mit diesem Wochenende enden soll. Ich fühle mich einsam... Mag mich denn keiner..

Moment... Schön... Wetter Sonne..
Vom Hafenstrand wehen Kar*ottes Klänge... Wegbeamen? Aber allein? Allein...
Mit wehem Herzen fahre ich um halb fünf zum Filmfestival. Weil ich weiß (und fühle!), dass das besser für mich ist. Die Frau an der Kasse rät mir von allen für den heutigen Tag anstehenden Filmen zu Scherbenpark. Ich mag Ulrich Noethen, und den Film letztendlich auch.
Er entbehrt nicht einer gewissen Komik. Leider bekomme ich den Original Dialog nicht mehr hin. Sinngemäß: Das Mädchen Sascha entjungfert den Sohn des Redakteurs. Er kommt noch schneller als Ben. Sie kuckt enttäuscht. "Wie, schon vorbei?" Er: "Na.. wielang sollte sowas denn dauern?" Sie: "Naja.. irgendwie länger." Dabei schmecke ich Ben in meinem Mund und rieche ihn an meinen Fingern, ich lache und mein Herz auch ein bisschen, und ich freue mich, dass ich alleine zum Filmfestival und in genau diesen Film gegangen bin.
Moment... schön... Zufrieden.. Sonne... Wasser... Alles gut...
Weil ich ja nun noch eine Karte übrig habe, hat mir die Kassenfrau für morgen einen weiteren Film empfohlen. Morgen weil: LU war dieses Jahr etwas vom Unglück verfolgt. Erst das Hochwasser, das Umsiedeln des Festivals, dann der Lagerbrand. So wird ein Montag rangehängt und es werden die Filme von vor einer Woche, dem Brandsamstag, wiederholt.
---
Zu Hause. Die Sonne schein. Und Kar*otte klingt so gut. Ich nehme mir ein Bier aus dem Kühlschrank und setze mich an den Kanal um mein Gesicht in die Sonne zu halten und zumindest so den Sound zu genießen. Telefoniere mit J., der mir von seiner neuen Beziehung erzählt.

Alles gut... soll doch... Kanal.. Sonne... Gräser im Wind... gute Musik.... Wegbeamen wär schön.
Plötzlich steht F. vor mir. Drauf wie Lotte, und mit einem mir völlig unsympathischen Kumpel. Deswegen beschließe ich, mich den beiden nicht für ein aktives Abzappeln mit allem drum und dran für die letzten zwei Stunden Hafen anzuschließen, sondern gehe nach Hause und koche. Auch, weil F. extrem kurz angebunden ist. Neulich habe ich ihm von Ben erzählt. Und auch, dass er bedeutungslos für mein Leben ist. F. war ganz sprachlos: "Warum schläfst du mit jemandem, der für dich bedeutungslos ist, aber nicht mit jemandem, der dich mag, und den du magst? Warum schläfst du nicht mit mir? Warum lehnst du das so sehr ab?" "Weil wir uns endlich gut verstehen, mit Sex würde wieder alles ganz komisch und wir würden uns zerstreiten und Monate nicht miteinander reden... alles von vorne..." Aber seine Worte klingen nach. Auch heute noch. Es gibt immer wieder kleine Momente, in denen sie hochpoppen. Danach hat F. das erste mal nicht mit mir in einem Bett geschlafen, obwohl ich es frisch beziehen wollte. Er hat alleine auf dem Sofa im Wohnzimmer geschlafen. Mir hat das wehgetan. Aber das Drumherum ihm vermutlich noch mehr, deswegen schluckte ich meine Verletztheit. Es ist komisch mit uns.
Im hier und jetzt.... Wegbeamen wär so schön... Sonne... Hach legt der gut auf... Moment.... muss doch alles irgendwie gut sein......
Beim Kochen spüre ich den Kloß im Hals. Papa ruft an. Und alle Dämme brechen. Ich erzähle ihm von B. und Ben und meinen Gefühlen und dass ich so bin wie ich bin und warum ich da nicht rauskomme aus dieser Traurigkeit, von der ich gar nicht weiß warum sie da ist. Und dass ich doch schon versuche, dann mir Gutes zu tun. Mit Film. Und Hafen. Denn es geht nicht um Ben, auch wenn er das nun erstaunlicherweise ausgelöst hat. Und auch nicht um B. Es ist etwas in mir, ganz tief und allumfassend und alt und völlig unabhängig von Ort, Zeit und Mann.
Dann bin ich ruhiger. Und ich schreibe das hier. Im Herz ein kleiner Scherbenpark, einen, wie ich ihn schon oft gespürt habe, von dem ich aber weiß, dass er mit heute und gestern nichts zu tun hat, sondern dass er ein Teil von mir ist. Wenn ich nur wüsste, wie ich ihn loskriege. Oder endlich annehme. Ben rieche ich immer noch.
Freitag, 28. Juni 2013
Applaus Applaus.
okavanga, 03:27h
Das mit den verheirateten Männern scheint mir eher etwas für die Hartgesottenen unter uns zu sein. Und nein, damit meine ich nicht mich.
Es hätte heute alles passieren können, ich hatte allerdings zwei Vorsätze: keinerlei körperlicher Kontakt, und keine Übernachtung.
Gleich vorweg: ich habe mich an meine Vorsätze gehalten, auch wenn es ist mir unglaublich schwer gefallen ist. Ihm wohl auch, ich denke, er hätte gerne hier geschlafen, er hat das auch so durchklingen lassen als er schon von seiner Parkplatzsuche erzählt hatte.
Ich hatte gehofft, dass ich ihn sehe und mir denke: igitt. Ich hatte gehofft, dass wir uns nichts zu sagen haben. Ich hatte gehofft, dass er arrogant oder widerlich ist, oder vielleicht herrisch oder dumm. Ich hatte gehofft, dass ich ihn unsympathisch finde und nie wieder sehen will.
Aber er ist keine 5 Minuten aus der Tür, und ich möchte am liebsten anrufen und sagen: ich will dich sehen. Ich möchte wieder in seine grünen Augen kucken und seine Lachfältchen anhimmeln. Möchte seinen schmalen athletischen Körper, der sich durch das weiße T-Shirt und die Jeans abzeichnet, bewundern. Und sein schönes gesundes Gesicht mit dem schönen Mund und den weißen Zähnen. Möchte seiner Stimme lauschen, wie sie mir aus seinem Leben erzähl. Wir haben so viele ähnliche Ansichten und Gedanken, Vorlieben und Ängste. Ich falle fast in Ohnmacht wie er mir vom Holzhacken erzählt, davon wie er Natur betrachtet, von Grüntönen, von Zweigen, von Flugangst, von der Liebe zu Büchern statt eBooks, davon, dass ich irgendwelche richtigen Knöpfe gedrückt hätte, so dass er nicht mehr rauchen und noch mehr Sport machen mag, und ...
... wie er jeden morgen die gleiche Platte "steht auf und zieht euch an" für seine Kinder auflegt. Wie er das erzählt... mein Herz geht auf - und schreit. Er berichtet von seiner Ehe und den Kindern. Ich fühle mich schlecht, und es tut weh. Ja, scheiße, ich weiß auch nicht warum, aber es tut tatsächlich weh, und das ist wohl auch der Grund, warum ich an meinen Vorsätzen festhalte.
So deutlich tue ich meine Gefühle nicht kund, aber ich wachse insofern über mich hinaus als dass ich ihm sage, dass ich einfach auf mich selbst aufpassen muss und dass ich nicht glaube, dass es so gut ist wenn ich mich öfters mit verheirateten Männern treffe. Er meint zuerst, ich hätte ein schlechtes Gewissen und dass das ja für meinen Charakter sprechen würde. "Nein", antworte ich, für mich ungewöhnlich klar und offen, "das ist reiner Selbstschutz." Er nickt. "Deswegen hast du auch nicht auf die SMS mit der Schnurrkatze geantwortet?" Er nickt weiter vor sich hin. " Du hättest es nach dem Samstag wirklich ausschleichen lassen, oder?" "Ja, das hätte ich.." sage ich leise. "Ich finde es trotzdem sehr nett hier heute Abend mit dir", meint er, "es klingt komisch weil ich dich kaum kenne, aber du hast mich irgenwie besonders beeindruckt."
Irgendwann geht er. Es zerreisst mich fast. Bravo, denk ich mir, Bravo, Oka. Was für eine Scheiße. Ich habe keine Ahnung wie er mich so schnell mitten im Herz treffen konnte. Ich habs schon längst verloren, so unfassbar es auch klingt, und so wie es sich anfühlt kann ich kaum glauben, dass Vorsätze und Grundregeln so gute Ideen sind.
Es hätte heute alles passieren können, ich hatte allerdings zwei Vorsätze: keinerlei körperlicher Kontakt, und keine Übernachtung.
Gleich vorweg: ich habe mich an meine Vorsätze gehalten, auch wenn es ist mir unglaublich schwer gefallen ist. Ihm wohl auch, ich denke, er hätte gerne hier geschlafen, er hat das auch so durchklingen lassen als er schon von seiner Parkplatzsuche erzählt hatte.
Ich hatte gehofft, dass ich ihn sehe und mir denke: igitt. Ich hatte gehofft, dass wir uns nichts zu sagen haben. Ich hatte gehofft, dass er arrogant oder widerlich ist, oder vielleicht herrisch oder dumm. Ich hatte gehofft, dass ich ihn unsympathisch finde und nie wieder sehen will.
Aber er ist keine 5 Minuten aus der Tür, und ich möchte am liebsten anrufen und sagen: ich will dich sehen. Ich möchte wieder in seine grünen Augen kucken und seine Lachfältchen anhimmeln. Möchte seinen schmalen athletischen Körper, der sich durch das weiße T-Shirt und die Jeans abzeichnet, bewundern. Und sein schönes gesundes Gesicht mit dem schönen Mund und den weißen Zähnen. Möchte seiner Stimme lauschen, wie sie mir aus seinem Leben erzähl. Wir haben so viele ähnliche Ansichten und Gedanken, Vorlieben und Ängste. Ich falle fast in Ohnmacht wie er mir vom Holzhacken erzählt, davon wie er Natur betrachtet, von Grüntönen, von Zweigen, von Flugangst, von der Liebe zu Büchern statt eBooks, davon, dass ich irgendwelche richtigen Knöpfe gedrückt hätte, so dass er nicht mehr rauchen und noch mehr Sport machen mag, und ...
... wie er jeden morgen die gleiche Platte "steht auf und zieht euch an" für seine Kinder auflegt. Wie er das erzählt... mein Herz geht auf - und schreit. Er berichtet von seiner Ehe und den Kindern. Ich fühle mich schlecht, und es tut weh. Ja, scheiße, ich weiß auch nicht warum, aber es tut tatsächlich weh, und das ist wohl auch der Grund, warum ich an meinen Vorsätzen festhalte.
So deutlich tue ich meine Gefühle nicht kund, aber ich wachse insofern über mich hinaus als dass ich ihm sage, dass ich einfach auf mich selbst aufpassen muss und dass ich nicht glaube, dass es so gut ist wenn ich mich öfters mit verheirateten Männern treffe. Er meint zuerst, ich hätte ein schlechtes Gewissen und dass das ja für meinen Charakter sprechen würde. "Nein", antworte ich, für mich ungewöhnlich klar und offen, "das ist reiner Selbstschutz." Er nickt. "Deswegen hast du auch nicht auf die SMS mit der Schnurrkatze geantwortet?" Er nickt weiter vor sich hin. " Du hättest es nach dem Samstag wirklich ausschleichen lassen, oder?" "Ja, das hätte ich.." sage ich leise. "Ich finde es trotzdem sehr nett hier heute Abend mit dir", meint er, "es klingt komisch weil ich dich kaum kenne, aber du hast mich irgenwie besonders beeindruckt."
Irgendwann geht er. Es zerreisst mich fast. Bravo, denk ich mir, Bravo, Oka. Was für eine Scheiße. Ich habe keine Ahnung wie er mich so schnell mitten im Herz treffen konnte. Ich habs schon längst verloren, so unfassbar es auch klingt, und so wie es sich anfühlt kann ich kaum glauben, dass Vorsätze und Grundregeln so gute Ideen sind.
Samstag, 27. April 2013
okavanga, 00:21h
Große Erleichterung.
<other stuff>
Müde.
<other stuff>
Müde.
Donnerstag, 25. April 2013
Schlendern bei Vollmond.
okavanga, 00:28h
Ich persönlich mag den Klopp ja. Und Borussia. Kann am Kalle Riedle liegen, damals, Sie wissen das vielleicht. Mein Bruder würde sich nun erinnern.
Beim Grillen mit Musical-Menschen gewesen. Zur Halbzeit nach Hause geschlendert, denn allein mir fehlte ein Antihistaminikum.
In Gedanken bin ich hier und dort. Vor allem bei N., deren Mama einen Kno*ten an der Leber hat. Wir harren der Dinge, am Freitag sind wir schlauer. Das kalte Grauen, das einen packt bei kranken Eltern, ich kann es ihr zu gut nachfühlen. Und es ist wirklich kaltes Grauen. Das wurde mir bewusst, als ich mit N. sprach. Ich konnte all die Angst, das Entsetzen, die Hilflosigkeit und Ohnmacht nie wirklich gut in Worte packen. Doch "das kalte Grauen" trifft es auf den Punkt. Wie eine eisige Kralle ums Herz, die in Wellen zudrückt, mal mehr, mal weniger, mal aus dem nichts, mal absehbar.
Sie sagte einen Satz, der ebenfalls ehr gut das widerspiegelt, was ich damals dachte (krass, ich spreche, als wäre es vorbei, dabei wird es das nie sein außer mit dem Tod), ohne dass ich jemals dafür einen Ausdruck gefunden hätte. "Ich fühle mich noch viel zu klein, als dass meine Mama jetzt sterben könnte." Es geht mir alles sehr nahe. Aber sie sagte auch: "Ich kann sie doch nicht jetzt schon so beweinen, als wäre sie tot." Damit wäre dazu vorerst alles gesagt.
Und dann frage ich mich, ob es eigentlich Tage gibt, an denen ich nicht an den kP denke. Nie im Sinne von "du fehlst mir", sondern einfach ein Streifen in Gedanken. Bei Musik, ob er die wohl mögen würde. Bei Klamotten. Bei Frauen. In der Arbeit. Bzgl. SharePoint. Bei manchen witzigen Dingen. Nicht tief, meist unterbewusst, aber omnipräsent, der Kerl. Ich kann damit leben, auch wenn es mich irgendwie wundert, weil ich nicht weiß, ob mir das etwas sagt, was ich nicht sehen will. Und ich frage mich, ob es ihm auch so geht, obwohl ich die Antwort gut erahnen kann und sie auch gar nicht wirklich wissen muss/will.
Seit beinahe 8 Monaten, seit dieser völlig verrückten Nacht mit diesen drei so unterschiedlichen Männern, bin ich quasi ungevögelt. Witzig, bei Frau Overloaded (ich finde den Beitrag mit den entsprechenden Kommentaren leider gerade nicht) laß ich neulich das, was ich mir zu dem Thema Sex und Beziehung oder Beziehung oder Sex, oder weiß der Teufel, auch in etwa denke. Das Problem ist, ich raste bald aus. Es ist Frühling! Ich mache viel Sport! Ich schütte Endorphine und Adrenalin aus wie eine Bekloppte! Ich fühle mich sexy und will es los werden! Ich.. versuche selbst, der Sache gerecht zu werden - ich werde es nicht! Herrgott. Ich lebe in der ständigen Angst, meine Bürohosen mal zu durchnässen. Mich treibt das in den absoluten Wahnsinn! Notfalls muss ich den kleinen Benj*amin wieder bemühen. Damn it. Oder macht das dann mein Beziehungskarma kaputt? Auch schon scheißegal, tut sich ja eh nix. Was meinste, Frau Overloaded?
Und sonst? Vielleicht ein andermal. Aber hören Sie sich mal den Track an. Ganz laut.
Alternativ auch den:
Oder dieses Brett:
p.s.: ich habe eine unglaubliche lust mich in diesem sommer zu verlieben.
Beim Grillen mit Musical-Menschen gewesen. Zur Halbzeit nach Hause geschlendert, denn allein mir fehlte ein Antihistaminikum.
In Gedanken bin ich hier und dort. Vor allem bei N., deren Mama einen Kno*ten an der Leber hat. Wir harren der Dinge, am Freitag sind wir schlauer. Das kalte Grauen, das einen packt bei kranken Eltern, ich kann es ihr zu gut nachfühlen. Und es ist wirklich kaltes Grauen. Das wurde mir bewusst, als ich mit N. sprach. Ich konnte all die Angst, das Entsetzen, die Hilflosigkeit und Ohnmacht nie wirklich gut in Worte packen. Doch "das kalte Grauen" trifft es auf den Punkt. Wie eine eisige Kralle ums Herz, die in Wellen zudrückt, mal mehr, mal weniger, mal aus dem nichts, mal absehbar.
Sie sagte einen Satz, der ebenfalls ehr gut das widerspiegelt, was ich damals dachte (krass, ich spreche, als wäre es vorbei, dabei wird es das nie sein außer mit dem Tod), ohne dass ich jemals dafür einen Ausdruck gefunden hätte. "Ich fühle mich noch viel zu klein, als dass meine Mama jetzt sterben könnte." Es geht mir alles sehr nahe. Aber sie sagte auch: "Ich kann sie doch nicht jetzt schon so beweinen, als wäre sie tot." Damit wäre dazu vorerst alles gesagt.
Und dann frage ich mich, ob es eigentlich Tage gibt, an denen ich nicht an den kP denke. Nie im Sinne von "du fehlst mir", sondern einfach ein Streifen in Gedanken. Bei Musik, ob er die wohl mögen würde. Bei Klamotten. Bei Frauen. In der Arbeit. Bzgl. SharePoint. Bei manchen witzigen Dingen. Nicht tief, meist unterbewusst, aber omnipräsent, der Kerl. Ich kann damit leben, auch wenn es mich irgendwie wundert, weil ich nicht weiß, ob mir das etwas sagt, was ich nicht sehen will. Und ich frage mich, ob es ihm auch so geht, obwohl ich die Antwort gut erahnen kann und sie auch gar nicht wirklich wissen muss/will.
Seit beinahe 8 Monaten, seit dieser völlig verrückten Nacht mit diesen drei so unterschiedlichen Männern, bin ich quasi ungevögelt. Witzig, bei Frau Overloaded (ich finde den Beitrag mit den entsprechenden Kommentaren leider gerade nicht) laß ich neulich das, was ich mir zu dem Thema Sex und Beziehung oder Beziehung oder Sex, oder weiß der Teufel, auch in etwa denke. Das Problem ist, ich raste bald aus. Es ist Frühling! Ich mache viel Sport! Ich schütte Endorphine und Adrenalin aus wie eine Bekloppte! Ich fühle mich sexy und will es los werden! Ich.. versuche selbst, der Sache gerecht zu werden - ich werde es nicht! Herrgott. Ich lebe in der ständigen Angst, meine Bürohosen mal zu durchnässen. Mich treibt das in den absoluten Wahnsinn! Notfalls muss ich den kleinen Benj*amin wieder bemühen. Damn it. Oder macht das dann mein Beziehungskarma kaputt? Auch schon scheißegal, tut sich ja eh nix. Was meinste, Frau Overloaded?
Und sonst? Vielleicht ein andermal. Aber hören Sie sich mal den Track an. Ganz laut.
Alternativ auch den:
Oder dieses Brett:
p.s.: ich habe eine unglaubliche lust mich in diesem sommer zu verlieben.
Montag, 15. April 2013
Wirklich?!?
okavanga, 02:23h
Faszinierend wie unterschiedlich zwei Abende mit dem gleichen Stück sein können. Und wie unterschiedlich es wahrgenommen wird - von denen hinter der Bühne, und von denen davor.
Für mich persönlich lief es nicht wirklich optimal, aber anscheinend ist das nicht aufgefallen. Auch gut.
Was mich aber wirklich trifft, sind die Reaktionen meiner Freunde. M. und ihr Mann haben Karten gekauft. LeSchwe und F. habe ich die zwei verfügbaren Gästelistenplätze gegeben. F. hat nämlich eh nie Geld, und irgendwie dachte ich, dass er sich freuen würde, wenn ich ihn einlade. Er mosert immer, ich würde ihn nicht wirklich in mein Leben integrieren. Wie ich im letzten Beitrag erwähnte, war das mit der Freude ja anscheinend nicht ganz so. Aber er war da heute. Das hat mich erstaunt. Alles andere hätte ihn auch wirklich disqualifiziert ür weitere Integrationsaktivitäten. Allerdings sagte er nach der Vorstellung erst einmal gar nichts (während LeSchwe mit weit geöffneten Armen auf mich zukam und mich gedrückt und mit mir geredet und gelacht hat).
Irgendwann fragte ich dann, wie es ihnen gefallen hat. F. meinte, dass das nicht sein Ding sei. Und das fegen im 1. Teil, das hätte er auch hinbekommen. Und wieso man sich so wenig gesehen hätte? Ok...
M. und ihr Mann meinten heute Mittag, als ich telefonisch nach einem Leihfön fragte, ob es wohl auffallen würde, wenn sie nicht kommen würden. Das hat mich total schockiert. Ich fragte, warum? Und sie meinten, es sei so schönes Wetter, und Sonntag Abend, und überhaupt. Als ich antwortete, dass sie mir das nicht antun könnten, sagte M., ja, sie verstehe, und bis später.
Ich weiß nicht. Wie hätten Sie sich gefühlt nach dieser Szene? Ich mich ziemlich scheiße. Vielleicht sollte ich auch mal fragen "Ach ja eure Hochzeit.. ob das wohl auffällt wenn ich nicht komme? Es ist so schönes Wetter heute.. ich würde lieber radeln"..
Nach der Vorstellung sagten sie nicht viel. Und als ich nach dem Gefallen fragte, sagte M. "Interessant". "Das gleiche wie nach dem Watzmann", meinte ich. Und M. erwiderte: "nein nein, schon viel viel schöner und besser." [A.d.R. im Watzmann habe ich keine Aktien, aber zu diesem Stück meine Vereins habe ich M. vor einigen Monaten eingeladen, und sie konnte damit gar nichts anfangen]. Ich weiß, dass ich nicht perfekt war. Aber ein "hey das hast du super gemacht" hätte mir gut getan. Es hätte mich gefreut. Oder selbst wenn keiner etwas gesagt , aber mir einfach ein Gefühl vermittelt hätte von: danke dass wir dabei sein durften, schön dass du das machst. Wir unterstützen dich.
Erwarte ich zuviel?
Also unterm Strich bin ich stinksauer und echt enttäuscht. Ich freue mich bei jedem kleinen Scheiss für meine Freunde mit, und das heute scheint dann zuviel erwartet zu sein?!
Ich habe keine Verlobungsfeiern, keine Pärchenabende, keine Hochzeiten, keine Kinder, keine Taufen. Verdammte scheiße. Kann man sich denn nicht mal mit mir für die mir wichtigen Events freuen? Mir stößt das so sauer auf, dass anstelle der gestrigen Euphorie heute nur ein ganz schaler und bitterer Nachgeschmack bleibt. Und das macht mich eigentlich am meisten wütend. Dass ich das zulasse. Aber ich finde, wenn es mich kalt lassen würde, wäre das auch sehr bedenklich und würde nicht meinem Verständnis von Freundschaft entsprechen.
Also habe ich außer bei LeSchwe das Gefühl, dass alle ihre Pflicht getan haben. Ich musste mir sehr das weinen verkneifen, bis ich zu Hause war. Also.. wirklich, Leute?!?
Für mich persönlich lief es nicht wirklich optimal, aber anscheinend ist das nicht aufgefallen. Auch gut.
Was mich aber wirklich trifft, sind die Reaktionen meiner Freunde. M. und ihr Mann haben Karten gekauft. LeSchwe und F. habe ich die zwei verfügbaren Gästelistenplätze gegeben. F. hat nämlich eh nie Geld, und irgendwie dachte ich, dass er sich freuen würde, wenn ich ihn einlade. Er mosert immer, ich würde ihn nicht wirklich in mein Leben integrieren. Wie ich im letzten Beitrag erwähnte, war das mit der Freude ja anscheinend nicht ganz so. Aber er war da heute. Das hat mich erstaunt. Alles andere hätte ihn auch wirklich disqualifiziert ür weitere Integrationsaktivitäten. Allerdings sagte er nach der Vorstellung erst einmal gar nichts (während LeSchwe mit weit geöffneten Armen auf mich zukam und mich gedrückt und mit mir geredet und gelacht hat).
Irgendwann fragte ich dann, wie es ihnen gefallen hat. F. meinte, dass das nicht sein Ding sei. Und das fegen im 1. Teil, das hätte er auch hinbekommen. Und wieso man sich so wenig gesehen hätte? Ok...
M. und ihr Mann meinten heute Mittag, als ich telefonisch nach einem Leihfön fragte, ob es wohl auffallen würde, wenn sie nicht kommen würden. Das hat mich total schockiert. Ich fragte, warum? Und sie meinten, es sei so schönes Wetter, und Sonntag Abend, und überhaupt. Als ich antwortete, dass sie mir das nicht antun könnten, sagte M., ja, sie verstehe, und bis später.
Ich weiß nicht. Wie hätten Sie sich gefühlt nach dieser Szene? Ich mich ziemlich scheiße. Vielleicht sollte ich auch mal fragen "Ach ja eure Hochzeit.. ob das wohl auffällt wenn ich nicht komme? Es ist so schönes Wetter heute.. ich würde lieber radeln"..
Nach der Vorstellung sagten sie nicht viel. Und als ich nach dem Gefallen fragte, sagte M. "Interessant". "Das gleiche wie nach dem Watzmann", meinte ich. Und M. erwiderte: "nein nein, schon viel viel schöner und besser." [A.d.R. im Watzmann habe ich keine Aktien, aber zu diesem Stück meine Vereins habe ich M. vor einigen Monaten eingeladen, und sie konnte damit gar nichts anfangen]. Ich weiß, dass ich nicht perfekt war. Aber ein "hey das hast du super gemacht" hätte mir gut getan. Es hätte mich gefreut. Oder selbst wenn keiner etwas gesagt , aber mir einfach ein Gefühl vermittelt hätte von: danke dass wir dabei sein durften, schön dass du das machst. Wir unterstützen dich.
Erwarte ich zuviel?
Also unterm Strich bin ich stinksauer und echt enttäuscht. Ich freue mich bei jedem kleinen Scheiss für meine Freunde mit, und das heute scheint dann zuviel erwartet zu sein?!
Ich habe keine Verlobungsfeiern, keine Pärchenabende, keine Hochzeiten, keine Kinder, keine Taufen. Verdammte scheiße. Kann man sich denn nicht mal mit mir für die mir wichtigen Events freuen? Mir stößt das so sauer auf, dass anstelle der gestrigen Euphorie heute nur ein ganz schaler und bitterer Nachgeschmack bleibt. Und das macht mich eigentlich am meisten wütend. Dass ich das zulasse. Aber ich finde, wenn es mich kalt lassen würde, wäre das auch sehr bedenklich und würde nicht meinem Verständnis von Freundschaft entsprechen.
Also habe ich außer bei LeSchwe das Gefühl, dass alle ihre Pflicht getan haben. Ich musste mir sehr das weinen verkneifen, bis ich zu Hause war. Also.. wirklich, Leute?!?
Sonntag, 14. April 2013
Mein erstes Mal.
okavanga, 06:01h
Das war heute meine erste Bühnenerfahrung. Mit einer Mischung aus unendlicher Müdigkeit (aufgrund einer aufregenden Woche inkl. Hardcore-Probenwochenende letzte Woche und eines anstrengenden heutigen Aufbautages) und abartiger Nervosität (hey.. mein erstes mal!).
Aber es kickt. Morgen dann der zweite Auftritt. Da werden dann auch Freunde im Publikum sein. LeSchwe und F., M. und ihr Mann.
LeSchwe erklärte ich, dass es mich sehr trifft, dass F. erst einmal meinte, er wisse nicht ob er kommt, weil er am Wochenende feiern gehen will. Für mich ist das etwas sehr Intimes, dieses Bühnending. Ja, es ist öffentlich, und ja, jeder darf/kann es sehen. Und doch lade ich selbst nur Leute ein, denen ich vertraue. Denn es kann rein theoretisch passieren, dass ich mich bis auf die Knochen blamiere.
Für mich war der Weg bis hierher sehr lang, auch wenn ich erst vor zwei Wochen wieder richtig aktiv in die Gruppe eingestiegen bin. Aber allein das letzte Wochenende, nein nicht nur das, jeder Probentermin, jeder Termin mit Leuten aus der Gruppe, ist für mich ein einziger Alptraum. Diese ganze Geschichte adressiert all meine größten Ängste. Soziophobie, Interaktion in der Gruppe, Angst nicht akzeptiert, nicht anerkannt zu werden. Die riesige Angst, nichts wirklich zu können, zu blöd zu sein, (die besteht auch noch ganz akut), nicht dazuzugehören. Bald merken sicher alle, dass ich nichts kann. Bald merken sicher alle, dass ich nicht intellektuell bin. Bald kommen mir alle auf die Schliche.
Dann die Angst davor, zu versagen. Beim Auftritt. Nicht zu reichen. Nicht zu genügen. Und das vor dem Hintergrund, dass ich probe mit den oben genannten Problemen. Es ist ein einziger Stresstest für meine Psyche, für mich selbst. Aber ich bin froh, dankbar, dass ich mich traue, so schwer es auch ist.
Ich könnte stolz auf mich sein, für heute. Auch wenn der Abend nicht so ausging, wie ich es mir gewünscht hätte. Auch wenn ich verletzt bin, persönlich. Wegen dem Klavierengel. Und wegen einem ganz anderen. Aber nicht weil... Auch wenn.. Immerhin werde ich langsam ehrlich, zu mir selbst, und manchmal auch gegenüber anderen.
Aber meistens sollte man alle "auch wenns" einfach nach hinten schieben. Fickt euch, ihr "auch wenns". Ich sollte stolz auf mich sein. Und verdammt noch mal. Ein bisschen traue ich mich auch, es zu sein.
Aber es kickt. Morgen dann der zweite Auftritt. Da werden dann auch Freunde im Publikum sein. LeSchwe und F., M. und ihr Mann.
LeSchwe erklärte ich, dass es mich sehr trifft, dass F. erst einmal meinte, er wisse nicht ob er kommt, weil er am Wochenende feiern gehen will. Für mich ist das etwas sehr Intimes, dieses Bühnending. Ja, es ist öffentlich, und ja, jeder darf/kann es sehen. Und doch lade ich selbst nur Leute ein, denen ich vertraue. Denn es kann rein theoretisch passieren, dass ich mich bis auf die Knochen blamiere.
Für mich war der Weg bis hierher sehr lang, auch wenn ich erst vor zwei Wochen wieder richtig aktiv in die Gruppe eingestiegen bin. Aber allein das letzte Wochenende, nein nicht nur das, jeder Probentermin, jeder Termin mit Leuten aus der Gruppe, ist für mich ein einziger Alptraum. Diese ganze Geschichte adressiert all meine größten Ängste. Soziophobie, Interaktion in der Gruppe, Angst nicht akzeptiert, nicht anerkannt zu werden. Die riesige Angst, nichts wirklich zu können, zu blöd zu sein, (die besteht auch noch ganz akut), nicht dazuzugehören. Bald merken sicher alle, dass ich nichts kann. Bald merken sicher alle, dass ich nicht intellektuell bin. Bald kommen mir alle auf die Schliche.
Dann die Angst davor, zu versagen. Beim Auftritt. Nicht zu reichen. Nicht zu genügen. Und das vor dem Hintergrund, dass ich probe mit den oben genannten Problemen. Es ist ein einziger Stresstest für meine Psyche, für mich selbst. Aber ich bin froh, dankbar, dass ich mich traue, so schwer es auch ist.
Ich könnte stolz auf mich sein, für heute. Auch wenn der Abend nicht so ausging, wie ich es mir gewünscht hätte. Auch wenn ich verletzt bin, persönlich. Wegen dem Klavierengel. Und wegen einem ganz anderen. Aber nicht weil... Auch wenn.. Immerhin werde ich langsam ehrlich, zu mir selbst, und manchmal auch gegenüber anderen.
Aber meistens sollte man alle "auch wenns" einfach nach hinten schieben. Fickt euch, ihr "auch wenns". Ich sollte stolz auf mich sein. Und verdammt noch mal. Ein bisschen traue ich mich auch, es zu sein.
Donnerstag, 11. April 2013
Leise Töne ganz laut.
okavanga, 01:56h
Ich trage die Haare so lang und unbändig wie noch nie, es fühlt sich wild und frei an, ich trage sie gern, und lasse ihnen Wildfanglauf, vorhin, bei Bosse. Und seiner überraschend beeindruckenden Vorband.
Bosse entführt uns, die LeSchwe und mich, in eine bezaubernde Welt mit Gänsehaut. Ich wünsche ihm noch viele bayerische Juchizer auf seiner Tour. Ich mag es wie du mit uns sprichst. Wie du auf uns eingehst. Man kann nicht laut genug für dich gröhlen. Deine Musik ist ganz wunderbar. Sie berührt mich, und das tun nicht viele. Bei dir ist man nicht im Wartesaal, sondern mitten drin, du kommst bei uns an, und wir tanzen mit dir durch den Abend. Du hast mich sehr voll gemacht heute, mit ganz vielem, das nur ich wissen muss. Danke dafür.
Dass ich ausgerechnet heute hier wieder schreiben kann, ist ohne Grund. Wirklich? Aber es fühlt sich richtig an.
Es ist eine unglaublich intensive Zeit, die ganzen letzten Monate, seit ich umgezogen bin. Die Zeit mit Mama, obwohl es sich in den letzten Wochen wieder etwas verschlechtert, ist so unglaublich, dass mir die letzten Jahre vorkommen wie ein perverser Alptraum. Bin sehr froh und dankbar. Auch wieder über vieles, das nur ich wissen muss.
Ich fühle viel, so viel, dass ich überlaufe, und zwar von allen Gefühlen, den überwältigend wunderschönen wie den abgrundtief traurigen. Sie alle haben einen Platz und fallen nicht ins Leere, deswegen treffen sie mich. Mitten drin. Mal mehr, mal weniger vorbereitet. Mal mehr mal weniger akzeptiert. Mal mehr mal weniger gemocht. Aber sie bekommen einen Platz. Manchmal auch widerwillig, voller Scham. Verzweiflung. Hoffnungslosigkeit.
Aber ich liebe meine Haare. Die so sind wie sie sind. Wild. Unzähmbar. Manchmal unausstehlich. Wie ich. Und das ist doch ein Anfang.
Bosse entführt uns, die LeSchwe und mich, in eine bezaubernde Welt mit Gänsehaut. Ich wünsche ihm noch viele bayerische Juchizer auf seiner Tour. Ich mag es wie du mit uns sprichst. Wie du auf uns eingehst. Man kann nicht laut genug für dich gröhlen. Deine Musik ist ganz wunderbar. Sie berührt mich, und das tun nicht viele. Bei dir ist man nicht im Wartesaal, sondern mitten drin, du kommst bei uns an, und wir tanzen mit dir durch den Abend. Du hast mich sehr voll gemacht heute, mit ganz vielem, das nur ich wissen muss. Danke dafür.
Dass ich ausgerechnet heute hier wieder schreiben kann, ist ohne Grund. Wirklich? Aber es fühlt sich richtig an.
Es ist eine unglaublich intensive Zeit, die ganzen letzten Monate, seit ich umgezogen bin. Die Zeit mit Mama, obwohl es sich in den letzten Wochen wieder etwas verschlechtert, ist so unglaublich, dass mir die letzten Jahre vorkommen wie ein perverser Alptraum. Bin sehr froh und dankbar. Auch wieder über vieles, das nur ich wissen muss.
Ich fühle viel, so viel, dass ich überlaufe, und zwar von allen Gefühlen, den überwältigend wunderschönen wie den abgrundtief traurigen. Sie alle haben einen Platz und fallen nicht ins Leere, deswegen treffen sie mich. Mitten drin. Mal mehr, mal weniger vorbereitet. Mal mehr mal weniger akzeptiert. Mal mehr mal weniger gemocht. Aber sie bekommen einen Platz. Manchmal auch widerwillig, voller Scham. Verzweiflung. Hoffnungslosigkeit.
Aber ich liebe meine Haare. Die so sind wie sie sind. Wild. Unzähmbar. Manchmal unausstehlich. Wie ich. Und das ist doch ein Anfang.
Mittwoch, 18. Juli 2012
okavanga, 01:27h
Annähernd das Gefühl von "meine Mitte" erahnen.
Freitag, 29. Juni 2012
Alles bombe.
okavanga, 02:25h
Ja, das war ein tragischer Abend. Aber es gibt viele Italiener in Mannheim, die machen ein Trara, da kann man sich fast einbilden, die deutsche Mannschaft hätte gewonnen.
Ja, ich bin seit einer Woche nur am rotieren. Keine ruhige Minute, außer man sieht das Spiel heute Abend als ruhige Minute. Alte Wohnung putzen, Boden schamponieren, neue Wohnung putzen, Lebensmittelmotten bekämpfen, auspacken, tragen, abstauben, umstellen, sägen, bohren, umbauen, Baumärkte besuchen, nochmal Autowerkstatt.
Ja, ich hab schon jetzt die erste Einladung für ein Meeting von 18 bis 20 Uhr an meinem ersten Arbeitstag. Und es ist nicht das, was ich mir wünsche.
Ja. Es ist alles bewegt. Und doch: bombe! Allein schon, mit den Leuten das Spiel zu sehen in der Al*ten Fe*uerwache. Bombe. Bombe bombe bombe.
Alles bombe!
Ja, ich bin seit einer Woche nur am rotieren. Keine ruhige Minute, außer man sieht das Spiel heute Abend als ruhige Minute. Alte Wohnung putzen, Boden schamponieren, neue Wohnung putzen, Lebensmittelmotten bekämpfen, auspacken, tragen, abstauben, umstellen, sägen, bohren, umbauen, Baumärkte besuchen, nochmal Autowerkstatt.
Ja, ich hab schon jetzt die erste Einladung für ein Meeting von 18 bis 20 Uhr an meinem ersten Arbeitstag. Und es ist nicht das, was ich mir wünsche.
Ja. Es ist alles bewegt. Und doch: bombe! Allein schon, mit den Leuten das Spiel zu sehen in der Al*ten Fe*uerwache. Bombe. Bombe bombe bombe.
Alles bombe!
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