Samstag, 21. März 2026
okavanga, 21:47h
Irgendwie geht es mir gar nicht gut.
Seelenheil ~
... link
Dienstag, 17. März 2026
okavanga, 14:34h
Eine Stellenausschreibung gefunden, die ich gut finde. Ich formuliere das Anschreiben und suche dann die Ansprechperson. Ich stutze. Das ist eine Frau, bei der meine Mutter öfters war. Als ich vor einigen Monaten meiner Mutter davon erzählte, dass ich Stellen suche für die praktische Tätigkeit, erwähnte sie diese Frau explizit, sie zeigte sich ganz begeistert von ihr.
Manchmal höre und sehe ich meine Mutter so deutlich vor mir. Es tut sehr weh. Und es tut auch weh, warum sie so oft Kontakt mit dieser Person hatte. Diese furchtbare Krankheit.
Mimi meinte neulich, sie habe eine Patientin Anfang 30, die eine Mutter mit Schizophrenie hat. Nach einer weiteren Stunde mit der Patientin fragte Mimi mich, ob wir da nicht mal eine Intervision machen können. Die Patientin habe so heftig geweint und Mimi machte sich Vorwürfe, dass sie die Stunde nicht gut abgerundet hatte. Ich sagte ihr, das mache nichts, am Ende sind wir erwachsen und das Thema ist einfach immer da. Ich muss auch weinen wenn ich an diese junge Frau denke, auch wenn ich sie nicht kenne. Auch sie hat den Kontakt zu ihrer Mutter momentan abgebrochen. Diese Erkrankung ist einfach ein riesen Haufen Scheisse.
Mama, du fehlst mir. Das was war, und das was nicht war.
Manchmal höre und sehe ich meine Mutter so deutlich vor mir. Es tut sehr weh. Und es tut auch weh, warum sie so oft Kontakt mit dieser Person hatte. Diese furchtbare Krankheit.
Mimi meinte neulich, sie habe eine Patientin Anfang 30, die eine Mutter mit Schizophrenie hat. Nach einer weiteren Stunde mit der Patientin fragte Mimi mich, ob wir da nicht mal eine Intervision machen können. Die Patientin habe so heftig geweint und Mimi machte sich Vorwürfe, dass sie die Stunde nicht gut abgerundet hatte. Ich sagte ihr, das mache nichts, am Ende sind wir erwachsen und das Thema ist einfach immer da. Ich muss auch weinen wenn ich an diese junge Frau denke, auch wenn ich sie nicht kenne. Auch sie hat den Kontakt zu ihrer Mutter momentan abgebrochen. Diese Erkrankung ist einfach ein riesen Haufen Scheisse.
Mama, du fehlst mir. Das was war, und das was nicht war.
Montag, 9. März 2026
okavanga, 19:11h
Es ist so gut, diesen (mit)trauernden Bruder zu haben.
Wie schön es ist, diese Trauer zu teilen.
Diese Trauer um unsere Mutter.
Um das was nicht war.
Um das was war.
<3
Wie schön es ist, diese Trauer zu teilen.
Diese Trauer um unsere Mutter.
Um das was nicht war.
Um das was war.
<3
Mittwoch, 4. März 2026
Happy Birthday, Muse
okavanga, 21:55h
Das erste mal ohne Mutter. Tat dann doch mehr weh als gedacht.
Donnerstag, 19. Februar 2026
Cousin und Cousine
okavanga, 22:15h
"Ich kann sicher nicht mit meiner
Cousine schlafen
Obwohl ich gerne würde, aber
ich trau mich nicht"
~ Wanda - Bologna
Es ist schon erstaunlich, was ich aus meinen Begegnungen mit Männern über die Jahre vergesse. Gut, dass ich diesmal direkt nachlese. Dass mein Cousin mir scheinbar die Liebe gestanden hatte, das hab ich ja echt sowas von in den allerhintersten Teil meines Bewusstseins gepackt. Und auch andere Stories rund um ihn. Irre was ich da gerade im eigenen Blog nachlesen konnte, das will jetzt auch nicht alles verlinkt werden. Manchmal glaub ich kaum, dass das alles in meinem Leben stattgefunden hat. Also langweilig wars echt nie.
Ein bisschen unangenehm an dieser Stelle zuzugeben, dass diese Spannungen mit dem Cousin auch fast 10 Jahre später noch bestehen (insgesamt also nun gute 30 Jahre). Er kam überraschend zur Trauerfeier meiner Mutter. Eigentlich wollte er mich dann einige Tage später treffen, aber nach der Weiberfastnacht, die ich sowieso schon angeschlagen bestritten hatte, hat es mich komplett flachgelegt. Also ES, nicht ER. Ein Virus, oder was weiß ich, ich kämpfe heute noch damit. So musste ich ihm absagen. Wir telefonierten stattdessen, und obwohl es nie explizit wird, da ist unterschwellig eine Energie, da brennt echt die Leitung. Jetzt versucht er irgendwie in Kontakt zu bleiben, aber ach ach ich will lieber alle 10 Jahre so eine nette Energie spüren. Denn er als Person ist in vielerlei Hinsicht echt problematisch. Ich will keinen Alltag mit ihm teilen, auch nicht freundschaftlich.
Momentan ist emotional echt ganz schön was los bei mir. Seit Montag bin ich wieder in Mannheim. Morgen gehts dann ans Institut.
Es bleibt spannend.
~ Wanda - Bologna
Cousine schlafen
Obwohl ich gerne würde, aber
ich trau mich nicht"
~ Wanda - Bologna
Es ist schon erstaunlich, was ich aus meinen Begegnungen mit Männern über die Jahre vergesse. Gut, dass ich diesmal direkt nachlese. Dass mein Cousin mir scheinbar die Liebe gestanden hatte, das hab ich ja echt sowas von in den allerhintersten Teil meines Bewusstseins gepackt. Und auch andere Stories rund um ihn. Irre was ich da gerade im eigenen Blog nachlesen konnte, das will jetzt auch nicht alles verlinkt werden. Manchmal glaub ich kaum, dass das alles in meinem Leben stattgefunden hat. Also langweilig wars echt nie.
Ein bisschen unangenehm an dieser Stelle zuzugeben, dass diese Spannungen mit dem Cousin auch fast 10 Jahre später noch bestehen (insgesamt also nun gute 30 Jahre). Er kam überraschend zur Trauerfeier meiner Mutter. Eigentlich wollte er mich dann einige Tage später treffen, aber nach der Weiberfastnacht, die ich sowieso schon angeschlagen bestritten hatte, hat es mich komplett flachgelegt. Also ES, nicht ER. Ein Virus, oder was weiß ich, ich kämpfe heute noch damit. So musste ich ihm absagen. Wir telefonierten stattdessen, und obwohl es nie explizit wird, da ist unterschwellig eine Energie, da brennt echt die Leitung. Jetzt versucht er irgendwie in Kontakt zu bleiben, aber ach ach ich will lieber alle 10 Jahre so eine nette Energie spüren. Denn er als Person ist in vielerlei Hinsicht echt problematisch. Ich will keinen Alltag mit ihm teilen, auch nicht freundschaftlich.
Momentan ist emotional echt ganz schön was los bei mir. Seit Montag bin ich wieder in Mannheim. Morgen gehts dann ans Institut.
Es bleibt spannend.
~ Wanda - Bologna
Freitag, 6. Februar 2026
okavanga, 23:29h
.
Seelenheil ~
... link
Donnerstag, 5. Februar 2026
okavanga, 23:02h
Morgen ist die Trauerfeier. Ich freue mich. Wir haben uns so viele Gedanken gemacht und finde, wir haben etwas Würdiges, Liebevolles gestaltet, ohne Heuchelei. Ich habe Angst. Und ich bin froh wenn das geschafft ist.
--
So froh bei meinem Bruder zu sein, so krass wie nahe uns das alles bringt. Auch spannend wie ähnlich wir ticken, manchmal denke ich was, und er sprichts in der nächsten Sekunde aus, und umgekehrt. Ich hätte nie gedacht dass es sich so selbstverständlich und richtig und tröstlich anfühlt mit ihm zu sein, in unser beider Trauer.
--
So froh bei meinem Bruder zu sein, so krass wie nahe uns das alles bringt. Auch spannend wie ähnlich wir ticken, manchmal denke ich was, und er sprichts in der nächsten Sekunde aus, und umgekehrt. Ich hätte nie gedacht dass es sich so selbstverständlich und richtig und tröstlich anfühlt mit ihm zu sein, in unser beider Trauer.
Mittwoch, 4. Februar 2026
okavanga, 09:06h
Nebel. In Mannheim und in mir. Kaum geschlafen. Zustand desolat. Der Zug hat schon vor Abfahrt knapp 30 Mn Verspätung. So müde. Die ca 380 km von West nach Ost sind immer Tagesreisen. Heute kotzt mich das noch mehr an als sonst.
Dienstag, 3. Februar 2026
okavanga, 14:07h
Es regnet. Das ist so stimmig. Momentan ist mein Wach-Schlaf-Rhythmus etwas außer Takt, er nähert sich ohne zeitliche Verpflichtungen immer meiner Eulen-Natur an. Doch mit der Traurigkeit obendrauf machts das in Summe irgendwie schwerer.
Heute verbiete ich meinem Körper zu weinen. Wie hart das klingt, wenn ich das grad lese. Aber die Erschöpfung ist so groß. Nachdem ich gestern Abend etwas unerwartet von einer großen Trauerwelle überspült wurde, wachte ich morgens auf als hätte ich einen Kater. Mein Körper arbeitet so hart in dieser Trauer. Für meine Selbsterfahrung, die immer noch offen ist (meine reguläre Therapie zählt nicht, haha, 10 Jahre TP Therapie wird nicht als Selbsterfahrung angerechnet, aber naja), möchte ich jemanden suchen, der auch körperorientiert arbeitet. Ansonsten muss ich das extra zahlen, aber ich denke, es ist wichtig. Das Thema schwebt seit der Akutklinik vor 4 Jahren rum.
Organisatorisch heute vor allem mit dem Foto für die Trauerfeier beschäftigt. Man kuckt das so an, nach Farben und Rahmen, und
ja.
Ja dann fehlen mir da einfach die Worte. Nie wieder wird sie mich so ansehen.
Ihre Augen. Wenn ich in den Spiegel sehe, sind da ihre Augen. Das war direkt nach ihrem Versterben so merkwürdig. Vor allem, weil ich in den letzten Minuten in dieses eine geöffnete Auge blickte. Immer wenn ich in den Tagen danach in den Spiegel geschaut habe, waren da ihre Augen, ihr Gesicht. Ich sehe ihr so ähnlich, dass es weh tut. Früher fand ich das furchtbar. Heute ist es irgendwie schön und schmerzhaft zugleich.
Heute verbiete ich meinem Körper zu weinen. Wie hart das klingt, wenn ich das grad lese. Aber die Erschöpfung ist so groß. Nachdem ich gestern Abend etwas unerwartet von einer großen Trauerwelle überspült wurde, wachte ich morgens auf als hätte ich einen Kater. Mein Körper arbeitet so hart in dieser Trauer. Für meine Selbsterfahrung, die immer noch offen ist (meine reguläre Therapie zählt nicht, haha, 10 Jahre TP Therapie wird nicht als Selbsterfahrung angerechnet, aber naja), möchte ich jemanden suchen, der auch körperorientiert arbeitet. Ansonsten muss ich das extra zahlen, aber ich denke, es ist wichtig. Das Thema schwebt seit der Akutklinik vor 4 Jahren rum.
Organisatorisch heute vor allem mit dem Foto für die Trauerfeier beschäftigt. Man kuckt das so an, nach Farben und Rahmen, und
ja.
Ja dann fehlen mir da einfach die Worte. Nie wieder wird sie mich so ansehen.
Ihre Augen. Wenn ich in den Spiegel sehe, sind da ihre Augen. Das war direkt nach ihrem Versterben so merkwürdig. Vor allem, weil ich in den letzten Minuten in dieses eine geöffnete Auge blickte. Immer wenn ich in den Tagen danach in den Spiegel geschaut habe, waren da ihre Augen, ihr Gesicht. Ich sehe ihr so ähnlich, dass es weh tut. Früher fand ich das furchtbar. Heute ist es irgendwie schön und schmerzhaft zugleich.
Samstag, 31. Januar 2026
okavanga, 14:09h
Heute ist die Traueranzeige in der Zeitung. Sie haben ein 'e' ergänzt. In einem Zitat. Es mag klein sein. Aber so hat sie es eben nie gesagt.
... nächste Seite

