Samstag, 26. Juni 2010
Festival des Deu*tschen Fi*lms in Lud*wigshafen am Rheinufer. Es ist wirklich wunderschön dort. Und sehr hübsch gemacht, ohne etwas zu sehr zu wollen. Angenehm, zwanglos, entspannt.

Weinselig schauen wir in Kinozelt 1 "Wie Matrosen", und in mir stellen sich eben jene Berliner Gefühle ein, die ich meistens habe, wenn ich im Zug zurück nach Mannheim sitze. Kurios. Interessant. Melancholisch. Berlin geht nie spurlos an mir vorbei. Der Film - ich weiß nicht.

Danach die Seele baumeln lassen bei Weißwein, der Rhein hat Hochwasser, der Mond dekoriert die späte Abenddämmerung orangegelb über den Bäumen. Frachtschiffe passieren. Menschen reden und lachen, und BeFee und ich, wir haben uns und einen Abend, an dem ich mich endlich mal wieder fallen lassen kann, in die Leichtigkeit und die Schönheit, und jetzt - ins Bett. Traumhafte Sommernacht.

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Freitag, 25. Juni 2010
Gestern, der Sitznachbar im ICE. Hat vermutlich am Vorabend bei dem hässlichen D-Spiel eine Bekanntschaft gemacht und diese angerufen. Die ging nicht ans Telefon und rief kurz darauf zurück. Namen sind verfälscht ;-)

Sitznachbar: "Ja, der Matthias hier, ich wollte mich mal melden."

Bekanntschaft: "<unverständlich, wohl eine Frage..>"

Sitznachbar: "Meier?!"

Bekanntschaft: "<unverständlich... wohl eine Frage..>"

Sitznachbar: "Der von gestern?!......................................... Hallo? Hallo?"

Tja...

Aufgeschnappt ~ ... link (0 Kommentare)   ... comment





Donnerstag, 24. Juni 2010
Ständig was anderes, es passiert soviel, komm mit dem Schreiben nicht hinterher. Dabei würd ich alles gerne mal festhalten. Vielleicht auch anhalten. Pause wär gut.






Donnerstag, 10. Juni 2010
Capetown everywhere.
"Mi*chael Mit*termeier in Kapstadt" ist eine der schönsten Reportagen, die ich bisher über diese Gegend gesehen habe. Ganz ohne Sensationsgeilheit, leise, vielseitig, authentisch und mit wunderschöner Musik spiegelt sie das wieder, was ich selbst auch empfunden habe. Es hat mich mitten im Herz berührt.

Reisefieber ~ ... link (0 Kommentare)   ... comment





Mittwoch, 9. Juni 2010
"Was machen die Männer, Frau Oka?"
Ja, was machen die eigentlich. Das frag ich mich auch. Fast jeden Tag fragt mich mein Projektleiterchen. Und meint dann: "Ich verstehs gar nicht. Du bist so witzig! Der Menschheit entgeht was!" Ja, ich weiß das, sag ich dann immer nur. Und er lacht. Und meint dann: im Ernst, ich verstehs nich. Du siehst super aus, und bist so lustig.

Tja. Ich glaub ich hab die Hoffnungen begraben und erwarte nix mehr. Es ist zu lang her. Ich rechne grad nicht mehr damit.

Der Klavierlehrer geht mir auf den Geist.
Weil ich die Zeit mit ihm so sehr genieße. Egal ob beim Klavierunterricht, in der Theatergruppe, oder sogar bei der Wieder-Hassdisziplin Joggen, oder im Fiti, oder in der Sauna, oder beim Weizenbiertrinken, oder in der Strandbar. Egal wo. Wie. Wann.

Weil ich fast wahnsinnig werde, wenn er mich, während ich in meinen verschwitzten Joggingsachen vor meiner Sporttasche knie, von hinten umarmt und auf den Hals küsst.

Weil ich wie elektrisiert bin, wenn er beim TV sehen meinen Rücken streichelt (und ich bei der Berührung so erschrecke, dass er die Hand wegzieht).

Weil er dann schreibt, dass er mich nicht nerven wollte, sondern einfach nur eine extreme Lust auf mich hatte.

Weil es mich jedes mal eine perverse Überwindung kostet, ihn abzuweisen, nicht bei ihm zu übernachten, mich nicht mehr hinzugeben.

Weil es nicht mehr geht. Ich mag ihn zu sehr. In diesem Stadium mischt man keinen Sex mehr mit rein. Da heißt es eigentlich, nimm die Beine in die Hände und lauf. Außer man steht auf Schmerzen.


Dann, während ich vorhin gegenüber vom Hotel im Dunkel auf einer Mauer sitze und eine rauche, kommt ein Igel den Gehweg entlanggeflitzt. Raschelt sich leise heran, und vorbei, und dann um die Ecke.

Und einen Igel, den hab ich auch schon ewig nicht mehr gesehen. Aber er war da. Und er kam echt unerwartet.