Donnerstag, 17. Februar 2011
1 Karton gepackt, und schon hallt das Zimmer.


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Dienstag, 15. Februar 2011
Sie haben mir ein Fotoalbum geschenkt, und wir waren alle sehr gerührt. Der Kirschkuchen und die Brownies waren ratzifatzi weggefuttert. Sie werden mir sehr fehlen.

Mein Chef hat sich nicht von mir verabschiedet. Der HaGa. Nach all der Zeit. Das letzte was ich von ihm las war "alles", auf meine Frage ob er die Reisekosten von Freitag auch freigegeben habe.

Ob mich das trifft? Unbeschreiblich.


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Mittwoch, 9. Februar 2011
Geschenke.
Ich glaube, ich habe es in den letzten 4,5 Jahren, in denen ich nun bei meiner Firma bin, versäumt, über meinen Lieblingskollegen T. zu schreiben. Sehr schade. Andererseits hat dieses Arschloch auch wirklich nicht allzu viele Worte verdient.

T. ist Anfang 30, der kleine Professor behauptete immer, er sei deswegen so ekelhaft zu mir, weil er mit mir vögeln wolle. Ob das so ist, weiß ich nicht, aber die Vorstellung finde ich extrem abstoßend.

T. hat mich in den letzten Jahren öfters hintergangen, ist mit Fehlinformationen über meine vermeintliche Inkompetenz zu meinem Chef (Geschäftsführer 1) und nach Diskussionen mit mir zu seinem 'Daddy' (Geschäftsführer 2) petzen gerannt, weil er wohl nicht in der Lage ist, die Auseinandersetzung mit mir selbst zu klären. Unerklärlicherweise genießt T. den uneingeschränkten Rückhalt von GF 2, was nicht nur mir ein Rätsel ist. Wie schön, dass ich die Dinge dank meiner Dokumentationen immer klarstellen konnte, aber es blieb jedes mal ein hässlicher Geschmack auf der Zunge.

T. ist leider sehr kurz mit einem Klischee zu beschreiben: großes Auto - kleiner Schwanz kleines Ego. Also immer schön aufplustern.

Jetzt hat T. mir nach all den Jahren das schönste Abschiedsgeschenk gemacht, das ich mir nicht mal hätte erträumen können. Und das kam so:

Kollege M. leitete mir eine Mail weiter mit einem Angebot, das an den Kunden ging, und schrieb mir: seit wann unterschreibst du T.'s Angebote? Pulsbeschleuniger. Ruhig, dachte ich mir, ruhig. Ich machte das Angebot auf, und tatsächlich hatte dieser Vollhorst meine digitale Signatur unter sein Angebot gepackt als Zweitunterschrift. So etwas unterliegt bei uns strengen Regeln:
1. So etwas geschieht nie ohne Rücksprache mit dem Betroffenen
2. Liest der Zweitunterschreiber QS.

Ich war in der glücklichen Lage, dass weder 1 noch 2 erfolgt waren, also tat ich folgendes: ich las das Angebot QS. Und es war verheerend. Für T.!

Noch nie habe ich eine Mail mit soviel Genuss geschrieben. Ich bedauerte die fehlende Rücksprache, dokumentierte mit Screenshots die gravierenden Fehler (angefangen damit, dass die Angebotsnummer doppelt vergeben war, was zu riesen Problemen bei der Abrechnung führen wird, über eine komplett falsche Angebotsvorlage mit falscher Kundennummer, bis dahin, dass er sogar seine eigene Handynummer falsch in das Angebot geschrieben hatte. Weitere Details erspare ich Ihnen an dieser Stelle). Abschließend wies ich in meiner Rolle als Account Assistenz auf die Notwendigkeit der Verwendung von korrekten Vorlagen hin, und erbat mir persönlich, dass niemals meine Unterschrift ohne Rücksprache verwendet wird, auch nach meinem Ausscheiden aus der Firma nicht.

Ich versendete diese liebevoll ausformulierte e-Mail an T., GF 1 und GF 2, und wartete.

Es war ein Fest. Können Sie sich vorstellen, dass ich auch heute, nach einer Woche, immer noch feier? T. hat dermaßen eine eingeschenkt bekommen, dass ihm wohl heute noch der Schädel dröhnt.

Das zweite Geschenk mach ich mir dann selbst, zum Valentinstag: den letzten Arbeitstag. Ich zähle die Stunden.






Sonntag, 6. Februar 2011
Der Schwan.

The future's in my hands
I hold it in my palms
Engrave it in the leylines running
Right down her arms

Speak in silent tongues
Lies reflect the times
The ghost and the shadows fill
The living scene

Don't want to talk
All I hear is noise
Don't want to talk

Empire of the sun - Standing on the shore


Tut doch die Frau im Spiegel weg. Wer ist sie überhaupt? Ich kenn sie nicht. Sie ist in den letzten zwei Monaten mehr gealtert als in den letzten zwei Jahren. Sie hat Augenringe, Falten unter den Augen. Eine unruhige Haut. Sie hasst sich.

Die Klaviernoten sind runter gefallen. Liegen auf der Tastatur. Der Schwan.

Ich bin nicht mit ins L*ft gegangen. Es war schon so schwierig, bis 23 durchzuhalten. Ihr Geburtstag. Meine beste Freundin hier.

Habe heute Abend einem Vermieter meine Anmietung ab dem 1.3. zugesagt.

Ich finde die Stadt hässlich.

Vergewaltige ich mich? Es ist alles wie ein schlechter Traum. Was tue ich.

Schwan. Du wirst mir so sehr fehlen. Mein Herz schreit. Wann ist etwas richtig. Dann doch nicht. Wann dann?

Frau W. Frau W Frau W Frau W.

ICH
KANN
NICHT
loslassen.

Will nicht. Warum.

So oft werde ich geweckt von Emp*ire of t*he sun. Soviel loslassen. Mich loslassen. Ich will das nicht. Aber verpiss dich doch endlich. Ich bin so zerrissen.

Alles fühlt sich falsch an.

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Donnerstag, 3. Februar 2011
Zermürbend.
So eine Wohnungssuche. Und das in Franken. Ich hätts nie für möglich gehalten. Wohnung in spe, zeig dich endlich! Ich hab keinen Bock mehr!

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