Sonntag, 2. Februar 2014
Reisekatze?!
Hab jetzt mal gekuckt wo die so hin will. Kannse ihren Rucksack allein tragen. Die spinnt ja, die O.


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Mails abrufen. Das ist wie Russisches Roulette, nur mit voller Trommel, also ganz anders. Keine Antwort, eine bösartige, oder eine liebevolle. Jeder Schuss ein Treffer. Und so halte ich jedes mal die Luft an und habe Angst vor einer und keiner neuen Mail, und dass nun wirklich alles so ist, wie wir es entschieden haben.

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Freitag, 31. Januar 2014
Durch die Nacht.
Wenn sie schon keine Rassekatze ist. Dacht ich mir. Frag ich die Katze, ob sie sich vorstellen kann doch wohl wenigstens eine Reisekatze zu sein. Schaut sie mich skeptisch an. "Mit Rucksack und so", erkläre ich ihr.

Blinzelt sie müde und bettet ihr Haupt auf ihre Pfoten. Ich glaub, das war ein Nein.

Zieh ich mit Wein und Weinen weiter auf dem Sofa durch die Nacht und meinen Träumen hinterher. Bis nach Genua und noch viel weiter. Wo die Katze am Absatz des Stiefels zur gestiefelten Katze wird.


~ Philipp Poisel - Durch die Nacht

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Mittwoch, 29. Januar 2014
Am Arsch.


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Dienstag, 28. Januar 2014
Ertappe mich dabei, dass ich meine Geburtstagsfeier wieder absagen will. Weil ich nicht weiß was ich feiern soll. Weil ich mich schäme für das, was ich bin, und für das, was ich lebe, und für das, was ich nicht lebe, und weil mein Leben tatsächlich sehr ... so ist, wie ich es nie leben wollte. Es erscheint mir von Tag zu Tag weniger lebenswert. Und für diese Gedanken schäme ich mich dann noch mehr. Denke mir, dass ich früher vielleicht verpeilter, unruhiger und unklarer war. Mehr getrunken, mehr geraucht und mehr gezogen habe. Vielleicht genauso viel nachgedacht, aber nicht so viel von mir selbst verstanden habe. Aber ich war öfters unterwegs. Bin mehr gereist. Habe viel gesehen, viele Menschen getroffen und viel erlebt. War unkonventioneller, mutiger, wilder, intensiver. Ich hatte das Gefühl, ich lebe. Mit Höhen und Tiefen, aber nicht ganz so verzweifelt wie heute. Und da gab es wenigstens ein Himmelhochjauchzend dazwischen. Jetzt ist alles überlagert oder unterlegt von Skepsis und Kummer. Sie wummern wie eine Baseline über den Subwoofer, immerwährend, subtil aber deep. Und wenn man die Höhen rausnimmt, bleibt nur noch der alles hinfortfegende Bass. Der alte Schlamm ist nach oben gespült und hat sich dort über mich gelegt. In mir, unentdeckt, als ein zu erahnender Schatten, war er mir lieber.

Die Leute sagen, es ist toll, allein zu sein, man muss das können (wer kann das denn überhaupt?) und sich selbst lieben lernen (wer tut das denn überhaupt?), und in Therapie zu sein, und alte Scheisse aufzuarbeiten. Ach ja, ist das so? Mir ging es besser als die Scheisse zumindest auch von sehr vielen - und seien sie manchmal auch vorgegaukelt oder erdrogt gewesen - lustigen und wilden und intensiven Situationen unterbrochen wurde. Jetzt habe ich ständig nur Angst, überhaput nur einen Schritt in irgendeine Richtung zu tun. Seit ich mich selbst suche, weiß ich leider, dass ich mich nicht finde. Vorher wusste ich nicht, dass ich mich nicht habe.

Nein, ich weiß nicht was ich feiern soll. Absolut überhaupt gar nicht.

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Dienstag, 28. Januar 2014
Identitätskrisen im Hause O.
Ob auch die Katze bald von einer Identitätskrise erfasst wird? Nenne sie öfters "Mäuschen" oder "Kleiner Hase". Oder "Kleine Möhre".