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Donnerstag, 10. Mai 2018
Vertraut.
okavanga, 02:39h
Als ich ihm schreibe dass ich auf dem Weg bin und mich beeile, überträgt es die Nachricht nicht. Er hat sein Handy aus, denke ich, pennt und hat es vielleicht vergessen.
Dabei scheine ich vergessen zu haben, dass er mich nicht vergisst. Auf dem Gehweg vor dem Haus riecht es streng nach Kiffe. Ich kette mein Fahrrad an. Drehe mich um. Er steht über mir auf einem Balkon, winkt und sagt etwas, das ich nicht verstehe weil ich noch die Kopfhörer im Ohr habe, das Set von Gabriel Ananda laut aufgedreht. Warte, rufe ich hoch, ich kann dich noch nicht hören, die Musik ist so laut. Er geht rein in die Wohnung. Kurz darauf summt die Tür und ich kann sie aufdrücken.
Wir drücken uns. Er hat graue Haare im Bart. Dünn ist er. Kiffedunst in der Wohnung. Auf dem Wohnzimmertisch qualmt eine Tüte im Aschenbecher, daneben steht ein großes Glas mit dem obligatorischen Wodka-Bull. Billig Wodka und billig Bull, aber immer mit Eis. Ich muss lächeln. Es ist so schön ihn zu sehen. So unendlich vertraut.
Wir unterhalten uns. Über alles mögliche, den Tod seines Vaters, Thailand, sein Leben, mein Leben. Aber eher sein Leben. Ich war schon einmal in dieser Wohnung, ein einziges mal. F. und ich saßen auf dem Sofa, sein Vater schräg gegenüber im Sessel und motzte über F.'s (Finanz-) Chaos, und ich musste leider beipflichten. Danach soll sein Vater zu ihm gesagt haben: "die ist nichts für dich. Sie hätte sonst zu dir gestanden und für dich Partei ergriffen." Das tut mir bis heute leid. Es ist schwer zu dem zu stehen, was F. so verbockt. Nicht nur finanziell Und ich bin froh dass mich das alles nichts angeht und ich ihn inzwischen einfach so annehmen kann wie er nun mal ist. Weil Distanz zwischen uns ist.
Einige schöne Stücke kann ich mir gut vorstellen, aber ich möchte erst ausmessen bevor ich mich festlege.
Beim Verabschieden 2 Stunden später drücken wir uns länger, fester. Ich hab ihn sehr sehr unfassbar gern.
Dabei scheine ich vergessen zu haben, dass er mich nicht vergisst. Auf dem Gehweg vor dem Haus riecht es streng nach Kiffe. Ich kette mein Fahrrad an. Drehe mich um. Er steht über mir auf einem Balkon, winkt und sagt etwas, das ich nicht verstehe weil ich noch die Kopfhörer im Ohr habe, das Set von Gabriel Ananda laut aufgedreht. Warte, rufe ich hoch, ich kann dich noch nicht hören, die Musik ist so laut. Er geht rein in die Wohnung. Kurz darauf summt die Tür und ich kann sie aufdrücken.
Wir drücken uns. Er hat graue Haare im Bart. Dünn ist er. Kiffedunst in der Wohnung. Auf dem Wohnzimmertisch qualmt eine Tüte im Aschenbecher, daneben steht ein großes Glas mit dem obligatorischen Wodka-Bull. Billig Wodka und billig Bull, aber immer mit Eis. Ich muss lächeln. Es ist so schön ihn zu sehen. So unendlich vertraut.
Wir unterhalten uns. Über alles mögliche, den Tod seines Vaters, Thailand, sein Leben, mein Leben. Aber eher sein Leben. Ich war schon einmal in dieser Wohnung, ein einziges mal. F. und ich saßen auf dem Sofa, sein Vater schräg gegenüber im Sessel und motzte über F.'s (Finanz-) Chaos, und ich musste leider beipflichten. Danach soll sein Vater zu ihm gesagt haben: "die ist nichts für dich. Sie hätte sonst zu dir gestanden und für dich Partei ergriffen." Das tut mir bis heute leid. Es ist schwer zu dem zu stehen, was F. so verbockt. Nicht nur finanziell Und ich bin froh dass mich das alles nichts angeht und ich ihn inzwischen einfach so annehmen kann wie er nun mal ist. Weil Distanz zwischen uns ist.
Einige schöne Stücke kann ich mir gut vorstellen, aber ich möchte erst ausmessen bevor ich mich festlege.
Beim Verabschieden 2 Stunden später drücken wir uns länger, fester. Ich hab ihn sehr sehr unfassbar gern.
Dienstag, 8. Mai 2018
okavanga, 00:16h
Viel los. Viele Besuche, Veranstaltungen, Begegnungen. Menschen Menschen Menschen.
Die F. hat den Kontakt zu mir abgebrochen, dazu vielleicht demnächst mal mehr. Vielleicht aber auch nicht.
Der F. und ich sehen uns am Mittwoch wg. Möbeln aus der Wohnung seines Vaters, der verstorben ist.
Nicht zu verschweigen ist die dritte 1,0. YEAH! Das neue Semester läuft dafür zäh an weil... das Leben dazwischen kommt.
Die F. hat den Kontakt zu mir abgebrochen, dazu vielleicht demnächst mal mehr. Vielleicht aber auch nicht.
Der F. und ich sehen uns am Mittwoch wg. Möbeln aus der Wohnung seines Vaters, der verstorben ist.
Nicht zu verschweigen ist die dritte 1,0. YEAH! Das neue Semester läuft dafür zäh an weil... das Leben dazwischen kommt.
Samstag, 5. Mai 2018
okavanga, 00:16h
Frage mich schon seit ein paar Tagen was eigentlich los ist. Komisch dass ichs nich früher gerafft hab. Die Käseglocke ist wieder da.
Freitag, 4. Mai 2018
Begegnung.
okavanga, 01:27h
Heute Abend war ich verabredet mit jemandem. Es war unser 4. Treffen. Wir saßen vor einem Restaurant, als zwei Männer zu uns an den Tisch kamen, schätzungsweise 4-5 Jahre jünger als ich, und fragten, ob sie sich dazusetzen könnten. Klar und gerne. Sie nahmen auf der anderen Seite des Tisches Platz und vertieften sich in ihr Gespräch, wir weiter in unseres. Dennoch waren die irgendwie mit einem Ohr bei uns und wir mit einem Ohr bei denen, wir kommentierten und lachten. Irgendwann waren wir alle 4 miteinander im Gespräch. Dabei zeigte sich, dass die beiden in genau jenem Berufsfeld aktiv sind, in das ich langfristig wechseln möchte. Der eine ist nun seit 1,5 Jahren hier niedergelassen. Der andere ist gegen Ende seiner Ausbildung in Hamburg, kommt aber ursprünglich aus dem Frankenland.
Es entspann sich ein halbes Fachgespräch über das Berufsfeld, ich bin immer sofort Feuer und Flamme wenn ich endlich mal Menschen begegne, die solche Berufe ausüben und genauso leidenschaftlich in der Thematik sind wie ich. Leider vergaß ich dabei ein bisschen meine Verabredung - der einzige am Tisch, der völlig fachfremd war.
Derweil spürte ich, dass der Mann mir schräg gegenüber (der nun in HH ansässige Franke mit übrigens ganz wunderbarem und so gut passendem Vornamen) und ich einen echten Draht zueinander hatten. Seine Blicke, Gestik und Kommentare bestätigten das. Dezent, wirklich. Aber doch so dass ich mich peinlich berührt fragte, ob denn nicht jeder andere am Tisch ebenfalls merkte, dass zwischen uns echt Energie floss.
Ich bemühte mich um Zurückhaltung, auch der andere versuchte verstärkt meine Verabredung einzubeziehen. Aber ich war und blieb fasziniert.
Irgendwann schlug der Freund dem HH-Franken vor weiterzuziehen. Als wir uns verabschiedeten, gab dieser Mann erst meiner Verabredung und dann mir die Hand. Er schaute mir fest die Augen. Und dann waren sie weg.
Den Rest des Abends musste ich mich immer wieder zusammenreissen weil meine Gedanken wanderten. Überlegte wie ich den wiederfinden und kontaktieren könnte, aber HH und überhaupt... was soll ich da jetzt? Ich hatte ein schlechtes Gewissen der Verabredung gegenüber, weil ich mir insgeheim wünschte, ich hätte den weiteren Abend mit dem HH-Franken verbringen können.
Dieser Mann ging mir richtig ran. Und dabei bin ich mir fast sicher, dass das kein Ich-träume-direkt-vom-Liebeskummerdesaster-Vollidiot war.
Das ist mir lang nicht mehr passiert. Das war.. schön.
Es entspann sich ein halbes Fachgespräch über das Berufsfeld, ich bin immer sofort Feuer und Flamme wenn ich endlich mal Menschen begegne, die solche Berufe ausüben und genauso leidenschaftlich in der Thematik sind wie ich. Leider vergaß ich dabei ein bisschen meine Verabredung - der einzige am Tisch, der völlig fachfremd war.
Derweil spürte ich, dass der Mann mir schräg gegenüber (der nun in HH ansässige Franke mit übrigens ganz wunderbarem und so gut passendem Vornamen) und ich einen echten Draht zueinander hatten. Seine Blicke, Gestik und Kommentare bestätigten das. Dezent, wirklich. Aber doch so dass ich mich peinlich berührt fragte, ob denn nicht jeder andere am Tisch ebenfalls merkte, dass zwischen uns echt Energie floss.
Ich bemühte mich um Zurückhaltung, auch der andere versuchte verstärkt meine Verabredung einzubeziehen. Aber ich war und blieb fasziniert.
Irgendwann schlug der Freund dem HH-Franken vor weiterzuziehen. Als wir uns verabschiedeten, gab dieser Mann erst meiner Verabredung und dann mir die Hand. Er schaute mir fest die Augen. Und dann waren sie weg.
Den Rest des Abends musste ich mich immer wieder zusammenreissen weil meine Gedanken wanderten. Überlegte wie ich den wiederfinden und kontaktieren könnte, aber HH und überhaupt... was soll ich da jetzt? Ich hatte ein schlechtes Gewissen der Verabredung gegenüber, weil ich mir insgeheim wünschte, ich hätte den weiteren Abend mit dem HH-Franken verbringen können.
Dieser Mann ging mir richtig ran. Und dabei bin ich mir fast sicher, dass das kein Ich-träume-direkt-vom-Liebeskummerdesaster-Vollidiot war.
Das ist mir lang nicht mehr passiert. Das war.. schön.
Dienstag, 1. Mai 2018
Frieden machen.
okavanga, 19:37h
Oder auch Frieden finden. Hmmmm.
Mein Bruder war da, von gestern bis heute. Heute Radtour nach Worms. Gerade ist er abgereist. Und was bleibt is obenstehender Gedanke. Nächste Woche kommen mein Vater und seine Frau mal vorbei. Ich bin gespannt, einen Funken skeptisch und vorsichtig, verhalten optimistisch. Aber Dinge sind in Bewegung, und das ist gut so.
Mein Bruder war da, von gestern bis heute. Heute Radtour nach Worms. Gerade ist er abgereist. Und was bleibt is obenstehender Gedanke. Nächste Woche kommen mein Vater und seine Frau mal vorbei. Ich bin gespannt, einen Funken skeptisch und vorsichtig, verhalten optimistisch. Aber Dinge sind in Bewegung, und das ist gut so.
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