... newer stories
Donnerstag, 29. Oktober 2020
okavanga, 12:45h

Katze ankucken hilft immer.

Gelesen in der ZEIT online: Die Antwort muss nun umfassender sein
Vielleicht versuche ich mich auch mal an einem Tagebuch zur Sache. Es bleibt das Gefühl in der Öffentlichkeit nicht ohne Stigmatisierung sagen zu dürfen, als wie problematisch ich die Situation empfinde. Ich glaube, das war auch der Grund warum ich das Blog dicht gemachte habe. Das Gefühl, hier nicht schreiben zu können was ich wirklich denke und fühle. Und das hat gar nix mit Verschörungstheorien oder sonstiger Scheisse zu tun: ich bin großer Befürworter aller Hygienemaßnahmen, finde die Maske trotz massiver NNH-Probleme völlig unproblematisch und trage sie konsequent, habe die App installiert und nutze sie auch. War auf keinen Geburtstagen oder sonstigen größeren privaten Veranstaltungen und habe zur Verwunderung der Familie auch die Taufe meines Neffens vermieden (ich war wiederum verwundert, wieso man sowas bedenkenlos feiert am 17.10., in Kirche und Wohnung, mit Familie aus der Heimat, Rosenheim und Berlin). Sondern es hat eben einfach nur damit zu tun, als wie schwierig ich die Pandemie empfinde und mit dem Eindruck, dass das nicht als legitim betrachtet wird, weil das alles nun mal notwendig ist und es immer auch anderen schlechter geht. Wie soll man unter einem solchen Eindruck dann formulieren, dass es einem nicht gut geht? Und damit meine ich jetzt wieder NICHT, wie Corona-Leugner und Co, dass wir keine Meinungsfreiheit hätten. Sondern eben, vielleicht gerade in diesem Blogger-Milieu, der Eindruck, von Menschen umgeben zu sein, für die das alles gar kein Problem ist, deren Verständnis für alle Maßnahmen grenzenlos und für Menschen die das hinterfragen (weil die Maßnahmen einfach für einen selbst wie auch andere auch große Probleme bedeuten) sehr begrenzt zu sein scheint.
Mittwoch, 28. Oktober 2020
okavanga, 22:05h
Ein seltener Moment, in dem ich den Mannheimer Morgen mal feier: ausgerechnet heute Abend ist die erste Nachricht auf der Online-Seite nichts zum f*cking Virus, sondern kultureller Natur: der Film "Und morgen die ganzen Welt" wird deutscher Oscar-Beitrag. Das freut mich sehr, nicht nur, weil er in Mannheim und dort primär in Jungbusch und Peer 23 gedreht wurde.
Gerade auf der Seite der Filmtage entdeckt, dass der Film nur bis zum 25.10. online verfügbar war. Wie schade, wollte gerne nochmal darauf hinweisen. Wirklich sehenswert.
Julia von Heinz und ein Teil des Casts. Coronaconform.

Gerade auf der Seite der Filmtage entdeckt, dass der Film nur bis zum 25.10. online verfügbar war. Wie schade, wollte gerne nochmal darauf hinweisen. Wirklich sehenswert.
Julia von Heinz und ein Teil des Casts. Coronaconform.

okavanga, 18:45h
Bei allem Verständnis, ich kotze.
(also ich gehe davon aus, dass es nicht bei 4 Wochen bleibt. aber wer will jetzt schon kommunizieren, dass das schwierig wieder zu lockern ist über den gesamten Winter? schwer vorstellbar, dass in 4 Wochen die Maßnahmen rückgängig gemacht werden)
Kultur: nö. Kirche: ja
Hauptsache ora et labora, wa.
Ich kotze. Sagte ich das schon.
---
Es erstaunt mich selbst, was das alles in mir auslöst. Bisher fühlte ich eine große Solidarität und den Willen dazu beizutragen, dass wir gut durch die Zeit kommen. Erst durch die erneute Verschärfung wird mir bewusst, wie belastet ich aus den ersten Monaten raus bin. Ich freue mich für alle, die sich psychisch dazu in der Lage sehen, mit der Situation umzugehen. Für mich ist es schwierig alleinstehend und mit Tendenz zu Depressionen auf Kontakte in Arbeit, Sport und Freizeit zu verzichten, insbesondere, da es aus meiner Sicht nicht absehbar ist. Und in der Arbeit war ich sowieos nur einmal in der Woche (jetzt soll es wieder ganz gestrichen werden). Dazu kommt die Dunkelheit der Jahrezeit. Ich wünschte, ich könnte daran glauben, dass es bei 4 Wochen bleibt. Das wäre OK. Aber vor meinem inneren Auge liegen 4-5 lange Monate.
Ich verstehe nicht, wieso Gottesdienste kein Problem sind, Kulturveranstaltungen hingegen schon. Es mag sein, dass inzwischen nicht mehr nachvollziehbar ist bei einer großen Menge an Infektionen, woher sie kommen. Zu Beginn war jedoch nie von Infektionen in Kino & Co zu hören, durchaus aber von Gottesdiensten. Bei den Hofer Filmtagen beispielsweise wurde so hart auf das Einhalten sämtlicher Maßnahmen geachtet, inklusive der Maskenpflicht am Platz, Turbo Lüftungsanlage, allgegenwärtiges Desinfektionsmittel, riesig viel Platz um die reservierten Plätze (weit mehr als 1,5 Meter). Es fällt mir schwer zu glauben, dass hier das Infektionsrisiko höher ist als in der Kirche. Oder bei Ausstellungen, im Rahmen der einander-Aktionstage in Mannheim fanden tolle Veranstaltungen statt, bei denen so wenige Leute waren mit so riesigem Abstand und ständigem Tragen der Maske - es fällt mir auch hier schwer.
Wieso sind Kantinen weiterhin möglich, weitere Gastronomie aber nicht.
Es schreit für mich so sehr danach, dass wir hauptsache alle bitte schön leitungsfähig bleiben (was aus psychischen Gründen allerdings fraglich bleibgt) und leisten, aber mehr bitte auch nicht. Und das macht mich wütend.
Mir blutet das Herz, für alle Kulturschaffenden, für Gastronomen und Clubbetreiber. Mir blutet das Herz.
Ich will keine Corona-Demo-Frau werden, wirklich nicht. Aber es fällt mir gerade wirklich schwer mich völlig zu den Maßnahmen zu committen, bei aller Solidarität, und ja, ich halte mich für einen solidarischen Menschen.
(also ich gehe davon aus, dass es nicht bei 4 Wochen bleibt. aber wer will jetzt schon kommunizieren, dass das schwierig wieder zu lockern ist über den gesamten Winter? schwer vorstellbar, dass in 4 Wochen die Maßnahmen rückgängig gemacht werden)
Kultur: nö. Kirche: ja
Hauptsache ora et labora, wa.
Ich kotze. Sagte ich das schon.
---
Es erstaunt mich selbst, was das alles in mir auslöst. Bisher fühlte ich eine große Solidarität und den Willen dazu beizutragen, dass wir gut durch die Zeit kommen. Erst durch die erneute Verschärfung wird mir bewusst, wie belastet ich aus den ersten Monaten raus bin. Ich freue mich für alle, die sich psychisch dazu in der Lage sehen, mit der Situation umzugehen. Für mich ist es schwierig alleinstehend und mit Tendenz zu Depressionen auf Kontakte in Arbeit, Sport und Freizeit zu verzichten, insbesondere, da es aus meiner Sicht nicht absehbar ist. Und in der Arbeit war ich sowieos nur einmal in der Woche (jetzt soll es wieder ganz gestrichen werden). Dazu kommt die Dunkelheit der Jahrezeit. Ich wünschte, ich könnte daran glauben, dass es bei 4 Wochen bleibt. Das wäre OK. Aber vor meinem inneren Auge liegen 4-5 lange Monate.
Ich verstehe nicht, wieso Gottesdienste kein Problem sind, Kulturveranstaltungen hingegen schon. Es mag sein, dass inzwischen nicht mehr nachvollziehbar ist bei einer großen Menge an Infektionen, woher sie kommen. Zu Beginn war jedoch nie von Infektionen in Kino & Co zu hören, durchaus aber von Gottesdiensten. Bei den Hofer Filmtagen beispielsweise wurde so hart auf das Einhalten sämtlicher Maßnahmen geachtet, inklusive der Maskenpflicht am Platz, Turbo Lüftungsanlage, allgegenwärtiges Desinfektionsmittel, riesig viel Platz um die reservierten Plätze (weit mehr als 1,5 Meter). Es fällt mir schwer zu glauben, dass hier das Infektionsrisiko höher ist als in der Kirche. Oder bei Ausstellungen, im Rahmen der einander-Aktionstage in Mannheim fanden tolle Veranstaltungen statt, bei denen so wenige Leute waren mit so riesigem Abstand und ständigem Tragen der Maske - es fällt mir auch hier schwer.
Wieso sind Kantinen weiterhin möglich, weitere Gastronomie aber nicht.
Es schreit für mich so sehr danach, dass wir hauptsache alle bitte schön leitungsfähig bleiben (was aus psychischen Gründen allerdings fraglich bleibgt) und leisten, aber mehr bitte auch nicht. Und das macht mich wütend.
Mir blutet das Herz, für alle Kulturschaffenden, für Gastronomen und Clubbetreiber. Mir blutet das Herz.
Ich will keine Corona-Demo-Frau werden, wirklich nicht. Aber es fällt mir gerade wirklich schwer mich völlig zu den Maßnahmen zu committen, bei aller Solidarität, und ja, ich halte mich für einen solidarischen Menschen.
Dienstag, 27. Oktober 2020
okavanga, 13:54h
kinokino extra, eine Sendung des BR, berichtet über die 54. Internationalen Hofer Filmtage.
Samstag, 24. Oktober 2020
Aware
okavanga, 17:04h
Sehr eindrucksvolle Dokumentation: Aware - Reise in das Bewusstsein.
https://festival.hofer-filmtage.com/de_DE/films/aware-reise-in-das-bewusstsein.15593
Bisher mein Festival Highlight.
https://festival.hofer-filmtage.com/de_DE/films/aware-reise-in-das-bewusstsein.15593
Bisher mein Festival Highlight.
Mittwoch, 21. Oktober 2020
Eine Bitte
okavanga, 13:26h
**************************************
Bitte besuchen Sie die Hofer Filmtage!
Zum ersten Mal können alle Filme auch on demand gestreamed werden, bis zum 1.11.
Es sind starke Filme im Programm.
Die Veranstalter:innen freuen sich in diesem schwierigen Jahr über jeden Euro.
Bereits für Sie getestet: den Eröffnungsfilm „und morgen die ganze Welt.“ Schauen Sie auch den gerne an.
Danke.
**************************************
Edit: keine Ahnung warum der Link nicht geht :-(
https://hofer-filmtage.com/
Bitte besuchen Sie die Hofer Filmtage!
Zum ersten Mal können alle Filme auch on demand gestreamed werden, bis zum 1.11.
Es sind starke Filme im Programm.
Die Veranstalter:innen freuen sich in diesem schwierigen Jahr über jeden Euro.
Bereits für Sie getestet: den Eröffnungsfilm „und morgen die ganze Welt.“ Schauen Sie auch den gerne an.
Danke.
**************************************
Edit: keine Ahnung warum der Link nicht geht :-(
https://hofer-filmtage.com/
... older stories

