Freitag, 25. Juli 2025
Das Leben schreibt Geschichten, die niemand verfilmen würde, weil "ach komm, übertreib doch!"

So eine wilde Woche. Bräuchte ne Kur.

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Montag, 21. Juli 2025
Der Wecker hat mich eben aus einem Albtraum geholt. Der alb-Teil des Traums begann damit, dass ich zwei mir unbekannten Frauen begegnete, mit denen irgendwie ins Gespräch kam und eine von beiden irgendwann meinte: mal schauen ob uns die nukleare Katastrophe heute noch verschont. Ich war ganz irritiert, klar, die Situation ist angespannt, aber so akut? Ich wollte die Nachrichten checken, doch da bahnte sich plötzlich ein riesiges... ich weiß nicht was... Wesen aus Metall, also wie eine Mischung aus Raumschiff und Roboter... den Weg durch die Menschenmenge. Um das Teil herum waren seltsame Lasernetze zu sehen, und wir alle wussten, dass das Atom Laser sind. Keine Ahnung ob es so etwas wirklich gibt. Gleichzeitig wurde jedes Gesicht, jede Bewegung im Umfeld des Teiles gescannt. Aus dem Teil kam die Stimme vom dem kranken Präsidenten jenseits des Teichs. Sie ordnete an, man solle sich in diesem einen Raum treffen, dort würde man weiteres erfahren.

Die Menschen strömten zu diesem Raum, es war wie ein großer dunkler Bunker. Da drin wurde klar, dass man nun Gefolgschaft schwören sollte. Wer das nicht tue, gelte als verfolgt. Die Angst im Raum war spürbar. Für mich kam scheinbar nicht in Frage zu lügen, ich hatte Angst sofort vernichtet zu werden. Gefolgschaft aber auch nicht. Also verdrückte ich mich aus dem Raum, so wie auch noch eine andere Frau. Uns war irgendwie schon bewusst, dass genau registriert wurde, wer ging, dass es so etwas wie Verstecken oder Heimlichkeit ab sofort nicht mehr gab. Es folgte eine lange Traumsequenz des Versteckens. An wirklich skurrilen Orten, mit skurrilen Menschen. z.B. unter den Patientenliegen, die normalerweise in Notarztwägen sind, zwei davon standen völlig random in einem dunklen Gang, mit darauf festgeschnallten Patienten die auf Behandlung warteten. Die zwei Typen schienen etwas irre zu sein, aber signalisierten, ich sei da vorübergehend safe.

Die ganze Zeit über hatte ich unglaubliche Angst gefunden zu werden. Nie wusste ich, welche Haltung die Personen haben, denen ich begegnete. Denunzieren war an der Tagesordnung. Es wurde viel geflüstert, viel getuschelt. Irgendwann begegnete ich der anderen geflüchteten Frau. Und während wir sprachen kam so ein seltames Kommando daher, mit dubiosen Typen, und wir wurden durch eine Tür geschleust. Dann kam der Wecker. Das war wohl ganz gut so.

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Freitag, 18. Juli 2025
Oh, habe ich über einen Monat nichts mehr geschrieben? Es ist schade, dass ich selten über innere Prozesse oder Freudiges schreibe. Ich glaube manchmal wäre es gut später nochmal etwas nachzuvollziehen.

Jetzt wollte ich sagen: normalerweise habe ich erwachsene Patient:innen. Aktuell aber zwei Minderjährige, im Teenageralter. Es macht das, was ich bisher immer kognitiv entschieden habe, spürbar: ich kann keine Kinder- und Jugendpsychologin sein. Sie berühren mich zu sehr, gehen mir zu nah. Ich nehme sie mit nach Hause. Den einen aufgrund seines physischen Schicksals. Die andere aufgrund ihres psychischens. Gleichzeitig merke ich, dass ich es vielleicht könnte, also fachlich. Das Mädchen öffnet sich inzwischen sehr, hat vertrauen gefasst. Der Junge hat mich zumindest nicht gleich wieder weggeschickt, damit hatte ich eigentlich gerechnet, und ich darf am Montag wiederkommen.

Bis dahin muss ich sie irgendwie aus meinem System kriegen. Es ist das erste mal, dass ich Patient:innen in dieser Form mit nach Hause nehme. Und ich denke, das ist eben aufgrund ihres Alters. Ich hab ein riesen Herz für sie. Ein zu großes. Das ist schön, aber auch schade.

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Dienstag, 3. Juni 2025
Angefangen alte Tagebücher zu lesen, weil ich mich erinnern und verstehen will. 1998, 1999. Von emotional nicht verfügbaren Männern verlassen werden. Story of my life.

Ich hoffe, irgendwo noch die Tagebücher aus meiner Grundschulzeit und meiner Pubertät zu finden, auch wenn die jüngeren schon weh genug tun. Geschrieben habe ich, seit ich schreiben kann. Manchmal ein bisschen schade, dass ich das seit fast 20 Jahren nur noch hier mache. In den alten Tagebüchern sind Zeichnungen, Kino- und Konzertkarten, (Liebes)Briefe die ich bekommen habe, Fotos, Notizen, manchmal zerstörte Seiten - wieviel besser kann man Wut im Tagebuch ausdrücken, eingeklebte Ergänzungen, Reisetickets. Es fühlt sich lebendig an, das zu lesen. Auch wenn da sehr viel von Leere steht, und sehr viel von Drogen, Alkohol und Männern, mit denen ich diese Leere zu füllen versuchte. Immer zwischen himmelhoch-jauchzend und zu-Tode-betrübt. Es hat sich viel getan seitdem, zum Glück. Doch manche Sätze, darin sehe ich mein 45-Jähriges Ich genauso wie mein 18-Jähriges.

Was das schlaue EA Büchlein heute sagt:

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Montag, 2. Juni 2025
Setz die Segel.
Also, es besteht wohl die Möglichkeit, dass er auch diesmal in einer Beziehung war.

Jetzt muss mal Schluss sein damit, dass ich immer wieder in dieser Wunde pople. Ich hätte nie gedacht, wie heftig das Bedürfnis sein kann bei Ghosting nach einer Erklärung, einer Antwort zu suchen. Aber ich finde eh keine. Stattdessen nur weitere Fragen und Schmerz. Es ist jetzt mal gut.

Das Wochenende war toll, mit F. und seinem Cousin segeln auf dem Altrhein am Freitag Nachmittag und Samstag Nachmittag, festen Umarmungen, Grill, und einem Sonntag mit Tanz bei Vä*th.
[Edit] Ah, hier muss nachträglich ein Meilenstein erwähnt werden: es war das erste mal überhaupt in seinem ganzen Leben, dass der F. ohne Chemie feiern war. Und er hatte Spaß! Dass ich das erlebe, hätte ich nie gedacht. Ich bin stolz auf ihn.[/Edit]

Schritt für Schritt, Tröpfchen für Tröpfchen. Das wird schon wieder. Mantra: bei mir bleiben, bei mir bleiben.























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