Dienstag, 14. April 2026
okavanga, 18:13h
In mir steckt die Traurigkeit, als wäre sie bis tief in die Knochen durchgesickert. Sie fühlt sich an wie ein Teil meiner DNA. Es ist schwer zu differenzieren, ob es der Verlust meiner Mutter ist, oder der ganze Umbruch, der anstehende Umzug nach so vielen Jahren hier, der neue Job, die Weltlage, oder überhaupt all das der letzten Jahre. Vielleicht ist es aber auch alles, und über unter hinter vor allem doch einfach der Verlust meiner Mutter und der Versuch die letzten Jahre und unsere Beziehung zu verarbeiten. Ich fühle mich jeden Tag unendlich müde, kränklich. Wanke zwischen funktionieren/ organisieren und irgendwo da Raum für die Trauer zu schaffen. Das fällt mir schwer. Ich war schon immer gut im Verdrängen, oder darin eben den anderen Dingen Vorrang zu geben. Gipfelte dann damit, mir mit Anfang 40 einige Dinge stationär anzuschauen. Da (zu diesem latent suizidalen Zustand) mag ich nicht mehr hin. Und gleichzeitig wäre ich gerade nirgendwo anders lieber als in dieser Klinik. Mit Zeit und Raum für das, was in mir los ist. Das muss doch aber irgendwie auch anders gehen? Wie macht man sowas im Alltag?
Es fühlt sich völlig absurd an, dass ausgerechnet ich ab Mai Patient:innen mit psychischen Erkrankungen behandeln soll. Ich fühle mich selbst wie eine Patientin.
Neulich bin ich bei Fräulein Samojede auf dieses Lied gestoßen, "Niemand" von Kapa Tult. "Und niemand redet jemals von sich aus über dich mit mir".
Es fühlt sich völlig absurd an, dass ausgerechnet ich ab Mai Patient:innen mit psychischen Erkrankungen behandeln soll. Ich fühle mich selbst wie eine Patientin.
Neulich bin ich bei Fräulein Samojede auf dieses Lied gestoßen, "Niemand" von Kapa Tult. "Und niemand redet jemals von sich aus über dich mit mir".
Seelenheil
... comment

