Freitag, 10. Juli 2026
Ich kann nicht glauben, was da heute Zustimmung im Deutschen Bundestag gefunden hat. Und hier etwas zu den möglichen Folgen. Dass auch keiner dieser kapitalistischen Fratzen die künftigen gesamtgesellschafltichen Kosten sieht - erbärmlich. Es macht mich einfach nur noch fassungslos. Auch ich habe Mails an Abgeordnete geschrieben, Petitionen unterschrieben, Informationen geteilt.

Es macht mich aus jeder erdenklichen Perspektive so wütend. Aus der einer Patientin, aus der einer Angehörigen, aus der einer Psychotherapeutin in Ausbildung. Der Mensch als Melkmaschine. Wenn er dabei kaputt geht - Pech gehabt. Kannste obdachlos werden oder einfach sterben. Außer die, die Kohle haben. Die lassen wir besser in Ruhe.

Es wird weiter nach rechts kippen. Ich kann die Wut und den Abfuck der Menschen verstehen. Ich verstehe nicht, wieso sie ausgerechnet nach rechts und damit Öl ins Feuer kippen. Aber auch ich bin hart abgefuckt. Kann mir immerhin sagen, ich hab das nicht gewählt, weder rechts noch diese amtierende Scheissregierung. Aber was hilfts? Betroffen bin ich trotzdem von deren unsäglicher Politik.

Ich kann das alles nicht mehr.

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Ein bisschen hilft Nachrichtenfasten.
Ansonsten können wir uns vornehmen, alles zu unternehmen in unserer kleinen Welt, was geht.
Ansonsten ist wie es ist.

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@croco: ja, Nachrichten werde ich jetzt auch erstmal fasten, jetzt ist das Ding durch. Und grundsätzlich stimme ich dir zu, ja, es ist wie es ist. Mir stellen sich da nur sehr konkrete und existenzielle Fragen. Ich bin in einer Ausbildung, die etwa 60.000 Euro kostet, mit dem Ziel in einen Beruf zu gehen, der gerade abgeschafft wird in der Form. Auch wenn ich die Ausbildung liebe - das wäre schon ein teures Hobby, nur für die eigene Persönlichkeitsentwicklung. Und bisher bin ich davon ausgegangen, dass sich diese ganze prekäre Situation, dass ich die kommende PT1 vermutlich auch für 1000 Euro brutto arbeiten muss, nach der Zwischenprüfung verbessert. Da startet die ambulante Phase. Das bedeutet, wir müssen 600 Behandlungsstunden absolvieren, und parallel dazu 150 Stunden Supervision haben. Wird nun bei der ambulanten Psychotherapie gekürzt, und das ist ja das, was beschlossen wurde, ist völlig unklar wie wir in dieser Zeit bezahlt werden. Wenn das alles budgetiert ist, kann es weiterhin sein, dass ich von den Einnahmen nicht mal die Ausbildungskosten decken kann, wo eben noch die teure Supervision zu den sowieso schon hohen Kosten kommt. Im Oktober vor zwei Jahren habe ich in der Annahme begonnen, dass es ab da anfangen sollte sich zu refinanzieren.
Ich muss mir also überlegen was ich mache. Mache ich das weiter? Es strengt so an, diese ständige Unsicherheit und das Leben in prekären finanziellen Verhältnissen.

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Ja, es sieht so aus, als ob alles schlimmer und schlimmer wird. Ich kenne das gut.
Hab Vertrauen, dass es gut wird. Es genügt ja eine einzige Chance für Dich, die eine Tür. Und sie wird da sein und sich öffnen.
Ein Gericht hat heute ja die Senkung vorläufig gestoppt.

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@croco: ja, das hoffe ich. Danke dass du mich immer wieder an das Vertrauen erinnerst <3 Mein Vater spricht immer vom freien Parkplatz, daran musste ich bei deiner Tür denken :)

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