Donnerstag, 16. August 2018
Kernphase
in der Therapie. Er kommt an mich ran. Wir haben uns viel Zeit gelassen, aber die Basis (insb. die Stabilität und das Vertrauen) haben wir, habe ich gebraucht um an dem Punkt weiterzumachen, an den wir nun gekommen sind. Schmerzhaft. Anstrengend. "Aber wird ja auch mal Zeit", sagt Meister Yoda.

Er hat mich an den Eiern gepackt, letztes mal. Zum ersten mal seit ich überhaupt bei ihm bin, habe ich das zugelassen. Ich glaube, es sind tatsächlich schon 3 Jahre. Was hatte ich einen Hass auf ihn. Die Therapie canceln wollte ich, sofort. Ihm ins Gesicht schlagen, die Augen auskratzen.

Das Gefühl, wenn jemand an deinen Kern gekommen ist und du das zulassen kannst. Unbeschreiblich, in jeglicher Hinsicht.

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Dienstag, 7. August 2018
Sonderbare Zeit.

Heute wieder ein richtig schlechter schlechter schlechter Tag. Schlecht. Keine Ahnung wo das hingehen soll. Schlecht. Richtig richtig schlecht.

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Mittwoch, 1. August 2018
Schöpfung.
Kopfhörer rauf, Eulberg an, auf dem Rücken im Gras. Vögel, Blätter und Wolken tanzen am Himmel. Der Boden strahlt Hitze aus. Zarter Wind kühlt den Schweiß auf der Haut. Grillen Zirpen, Bäume rauschen.

Ich meine in seinen Sets die Liebe zur Schöpfung (im nichtreligösen Sinne, aber mir fällt kein besseres Wort ein für die Wunder die uns umgeben) zu hören, und damit transportiert er all das, was das Leben für mich lebenswert macht. Wenn ich das nicht mehr sehe, ist er Trapez, oft unerwartet obwohl ich es längst besser wissen müsste. Aber immer wieder schön, von diesen Emotionen überrascht zu werden.

Die Arme ausbreiten, das Gefühl zu fallen und getragen zu werden. Leuchtendes Glück im Herz für den Moment, und eine verstohlene Träne der Dankbarkeit im Auge.


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Freitag, 20. Juli 2018
Nach einer relativ entspannten und positiven Wochen heute ein großes Tief. Vielleicht angetriggert durch die gestrige Thera-Stunde. Schiebe ich ständig etwas weg? Das Gefühl nicht dazuzugehören, so grundsätzlich nicht dazuzugehören? Einsamkeit? Den Wunsch geliebt zu werden? Werde ich arm im Herz? Bin ich schon arm im Herz? Ist das Selbstmitleid? Oder was?

Dicke Krokodilstränen und Scham, dass ich nicht einfach zufrieden sein kann.

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Donnerstag, 28. Juni 2018
Pandora's Box.
Ströme an Erinnerungen, Jahre, Menschen, Begebenheiten, Gefühle.

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Donnerstag, 28. Juni 2018
Trapez.
Hinter mir die üppigen Strauchtomaten, so wild wuchernd dass ich sie in meinen Haaren spüre. Vor mir der Blick auf Gaura, Lavendel, Basilikum, Verbene, Minze, alles buschig, unbändig, strotzend vor Leben. Darüber der Vollmond. Geborgenheit im freien Fall.

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Mittwoch, 27. Juni 2018
Quinten und der kleine Herr Professor.
Irgendwie meinte ich mich zu erinnern, dass ich hier schon mal davon geschrieben hatte, wie Träume vom kleinen Professor als Stressbarometer fungieren. Aber ich habe es nicht gefunden. Es ist ein paar mal vorgekommen, dass ich von ihm träume wenn ich mit dem Arsch auf die Büsch zumach, wie der Franke sagt. Da fühlt sich nicht bedrohlich an, oder so. Es sind keine unangenehmen Träume. Aber er symbolisiert irgendwie einen Stressor. Zwei Nächte hintereinander von ihm geträumt, in der dritten Nacht, auf gestern, eins der wenigen male von Quinten. Die letzten Wochen, naja eigendlich Monate, waren beruflich und somit auch Gesamtlebenstechnisch (weil nun mal begrenzt Zeit und eigentlich Teilzeit etc) grenzwertig. Vier Wochenenden hintereinander mindestens 1 Tag flachgelgen wegen migräneartigen Kopfschmerzen. So auch diesmal. Heute Morgen fragt mich eine sehr angenehme Kollegin, zu der ich aber eigentlich kein innigeres Verhältnis habe: Wie geht es dir? So wie sie es fragt klingt es, als würde zum ersten mal seit Wochen jemand wirklich wissen wollen, wie es mir geht, und ich fange sofort an zu weinen. Was mich übrigens selbst sehr erschreckt.

Am Ende des Tages ein paar Punkte geklärt. Bleibt abzuwarten wie sich das auswirkt. Der Druck bleibt noch, auch wenn mein Chef mir die Lizenz zum gelegentlichen Füßehochlegen ("geh einfach wenn du raus musst, geh nach Hause oder an den Se, entspann dich, tu nichts") gegeben hat. Gibt da aber noch andere Themen, die mich umtreiben. Irgendwie hab ich phasenweise das Vertrauen ins Bloggen verloren, deswegen behalt ich viel für mich.

Sieht so aus, als hätte der kP einen Stressor-Kollegen bekommen. Manchmal würde ich ihn gerne mal treffen, n Bier trinken. Aber dann stell ichs mir eine Sekunde lang vor und denk mir: rauchen willste ja auch nie wieder.

Is grad fast Vollmond, fällt mir ein. Jaja. Die Vollmondreisen. Und doch. Manche Dinge sind einfach erst gut, wenn man sie nicht mehr im Leben hat.

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Sonntag, 3. Juni 2018
Herzensbruder.
Heute das zweite Treffen abseits der neuen Welt mit dem Lieblingskollegen. Ich habe ihn inzwischen sehr in mein Herz geschlossen. Vorhin, bei Wein, überteuertem Sashimi und Geschichten über unser Leben:

"If we'd met before, in London, we would sit there in rehab. Drug addicts." er lacht wie ein kleiner Teufel
"Yes. No. Maybe. Yeah." Ich trinke einen Schluck Wein.
"Okavanga, I honestly have to say, that you're one of the nicest people i've met so far in Mann*heim." Seit 8 Jahren lebt er hier nun, einen Großteil davon unglücklich. "It's that... you don't fit into 'normal'. You are 'boo-haaaa'... and I really really like that!"
"Not sure if that's a compliment now...", ich lächel ihn an.

Klar ist es eins, für ihn, für uns, in unserer Welt. Nur so schade, dass wir ziemlich selten unseresgleichen treffen. Umso schöner, dass wir uns getroffen haben. Dass wir uns treffen. Es ging mir die letzten zwei Tage ziemlich beschissen, migräne-artige Kopfschmerzen, Müdigkeit, Halsschmerzen, Lebenszweifel. Ob es an ihm liegt, fragte er vorhin, als ich immer öfter gähnte. Nein, sagte ich. Eigentlich ist es vielmehr so, dass das hier das Highlight meiner letzten drei Tage ist. Und so meine ich das auch, und lasse dabei den Wunsch ausgesprochen, danach mit zu ihm zu gehen, mich neben ihm zusammenzurollen, meinen Kopf in seiner Armbeuge. Einfach weil ich mich wohlfühle bei ihm, wie bei einem Bruder im Herzen.

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Samstag, 5. Mai 2018
Frage mich schon seit ein paar Tagen was eigentlich los ist. Komisch dass ichs nich früher gerafft hab. Die Käseglocke ist wieder da.

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Dienstag, 1. Mai 2018
Frieden machen.
Oder auch Frieden finden. Hmmmm.

Mein Bruder war da, von gestern bis heute. Heute Radtour nach Worms. Gerade ist er abgereist. Und was bleibt is obenstehender Gedanke. Nächste Woche kommen mein Vater und seine Frau mal vorbei. Ich bin gespannt, einen Funken skeptisch und vorsichtig, verhalten optimistisch. Aber Dinge sind in Bewegung, und das ist gut so.

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