Donnerstag, 30. August 2018
okavanga, 19:48h
Heute wurde es so unangenehm, dass ich irgendwann fragte: "Wielang haben wir noch?" In der Stille zählte ich gedanklich von 100 an rückwärts, um nichts anderes in mir hören zu müssen. Nach einer Weile: "Kann ich nicht einfach gehen?"
"Er provoziert dich schon ziemlich heftig. Ich hab das Gefühl, er will dich mit aller Macht hinter dem Ofen vorlocken, und um dich hinter dem Ofen hervorzulocken, da muss man schon schwere Geschütze auffahren. N. hat recht, schätze ich.
"Es ist so unangenehm für Sie, dass Sie es kaum ertragen. So unangenehm, dass Sie raus wollen."
Wie passend, dachte ich mir. Wie passend. In jeder Hinsicht.
"Er provoziert dich schon ziemlich heftig. Ich hab das Gefühl, er will dich mit aller Macht hinter dem Ofen vorlocken, und um dich hinter dem Ofen hervorzulocken, da muss man schon schwere Geschütze auffahren. N. hat recht, schätze ich.
"Es ist so unangenehm für Sie, dass Sie es kaum ertragen. So unangenehm, dass Sie raus wollen."
Wie passend, dachte ich mir. Wie passend. In jeder Hinsicht.
Samstag, 25. August 2018
Projektionen.
okavanga, 20:43h
Meister Yoda erzählte neulich, dass Söhne, deren Väter im 2. Weltkrieg kämpften, Phantomschmerzen an den gleichen Körperstellen empfanden, an denen ihre Väter im Krieg Schussverletzungen erlitten hatten. Das sind wohl unbewusste psychologische Identifikationsprozesse. Sie wollten sich mit eben jenen Vätern identifizieren um sich ihnen nah zu fühlen, da diese Väter psychisch/ emotional ja oft nicht verfügbar waren für diese Söhne wenn sie aus dem Krieg zurückkehrten.
Es wäre gelogen wenn ich behaupten würde, dass mir das alles gerade keine Angst macht, v.a. wenn ich an die Schizophrenie meiner Mutter denke.
Vermutlich nicht der beste Zeitpunkt mir "3 Tage in Quiberon" auf dem Filmfestival anzusehen - gerade sehr schräg auf einer Leinwand in mehrerlei Hinsicht überdimensional das Gefühl eines fehlenden Zuhauses mit einhergehender Leere projiziert zu bekommen. Wie sehr Romy mich an sie erinnert. Oder an mich? Oder an das was.. ? Es ist kompliziert mit der Projektion.
Herbstlich ist es geworden.

Es wäre gelogen wenn ich behaupten würde, dass mir das alles gerade keine Angst macht, v.a. wenn ich an die Schizophrenie meiner Mutter denke.
Vermutlich nicht der beste Zeitpunkt mir "3 Tage in Quiberon" auf dem Filmfestival anzusehen - gerade sehr schräg auf einer Leinwand in mehrerlei Hinsicht überdimensional das Gefühl eines fehlenden Zuhauses mit einhergehender Leere projiziert zu bekommen. Wie sehr Romy mich an sie erinnert. Oder an mich? Oder an das was.. ? Es ist kompliziert mit der Projektion.
Herbstlich ist es geworden.

Freitag, 24. August 2018
okavanga, 12:13h
Meister Yoda sagt Dinge, die mich überfordern und die ich nicht begreife. Große Abwehr.
"Aber vielleicht muss ich Ihnen da jetzt einfach vertrauen."
"Vielleicht sagen Sie das jetzt, weil Sie mir inzwischen tatsächlich ein Stück weit vertrauen. Vor einem halben Jahr wäre das vielleicht nicht möglich gewesen. Da hätten Sie das [was er zuvor gesagt hatte] für irgendein Wunderding der Psychotherapie gehalten. Mit Pyrotechnik! Und allem drum und dran."
Sehr wahrscheinlich.
"Aber vielleicht muss ich Ihnen da jetzt einfach vertrauen."
"Vielleicht sagen Sie das jetzt, weil Sie mir inzwischen tatsächlich ein Stück weit vertrauen. Vor einem halben Jahr wäre das vielleicht nicht möglich gewesen. Da hätten Sie das [was er zuvor gesagt hatte] für irgendein Wunderding der Psychotherapie gehalten. Mit Pyrotechnik! Und allem drum und dran."
Sehr wahrscheinlich.
Donnerstag, 16. August 2018
Kernphase
okavanga, 19:35h
in der Therapie. Er kommt an mich ran. Wir haben uns viel Zeit gelassen, aber die Basis (insb. die Stabilität und das Vertrauen) haben wir, habe ich gebraucht um an dem Punkt weiterzumachen, an den wir nun gekommen sind. Schmerzhaft. Anstrengend. "Aber wird ja auch mal Zeit", sagt Meister Yoda.
Er hat mich an den Eiern gepackt, letztes mal. Zum ersten mal seit ich überhaupt bei ihm bin, habe ich das zugelassen. Ich glaube, es sind tatsächlich schon 3 Jahre. Was hatte ich einen Hass auf ihn. Die Therapie canceln wollte ich, sofort. Ihm ins Gesicht schlagen, die Augen auskratzen.
Das Gefühl, wenn jemand an deinen Kern gekommen ist und du das zulassen kannst. Unbeschreiblich, in jeglicher Hinsicht.
Er hat mich an den Eiern gepackt, letztes mal. Zum ersten mal seit ich überhaupt bei ihm bin, habe ich das zugelassen. Ich glaube, es sind tatsächlich schon 3 Jahre. Was hatte ich einen Hass auf ihn. Die Therapie canceln wollte ich, sofort. Ihm ins Gesicht schlagen, die Augen auskratzen.
Das Gefühl, wenn jemand an deinen Kern gekommen ist und du das zulassen kannst. Unbeschreiblich, in jeglicher Hinsicht.
Dienstag, 7. August 2018
okavanga, 00:53h
Sonderbare Zeit.
Heute wieder ein richtig schlechter schlechter schlechter Tag. Schlecht. Keine Ahnung wo das hingehen soll. Schlecht. Richtig richtig schlecht.
Heute wieder ein richtig schlechter schlechter schlechter Tag. Schlecht. Keine Ahnung wo das hingehen soll. Schlecht. Richtig richtig schlecht.
Seelenheil ~
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Mittwoch, 1. August 2018
Schöpfung.
okavanga, 00:48h
Kopfhörer rauf, Eulberg an, auf dem Rücken im Gras. Vögel, Blätter und Wolken tanzen am Himmel. Der Boden strahlt Hitze aus. Zarter Wind kühlt den Schweiß auf der Haut. Grillen Zirpen, Bäume rauschen.
Ich meine in seinen Sets die Liebe zur Schöpfung (im nichtreligösen Sinne, aber mir fällt kein besseres Wort ein für die Wunder die uns umgeben) zu hören, und damit transportiert er all das, was das Leben für mich lebenswert macht. Wenn ich das nicht mehr sehe, ist er Trapez, oft unerwartet obwohl ich es längst besser wissen müsste. Aber immer wieder schön, von diesen Emotionen überrascht zu werden.
Die Arme ausbreiten, das Gefühl zu fallen und getragen zu werden. Leuchtendes Glück im Herz für den Moment, und eine verstohlene Träne der Dankbarkeit im Auge.
Ich meine in seinen Sets die Liebe zur Schöpfung (im nichtreligösen Sinne, aber mir fällt kein besseres Wort ein für die Wunder die uns umgeben) zu hören, und damit transportiert er all das, was das Leben für mich lebenswert macht. Wenn ich das nicht mehr sehe, ist er Trapez, oft unerwartet obwohl ich es längst besser wissen müsste. Aber immer wieder schön, von diesen Emotionen überrascht zu werden.
Die Arme ausbreiten, das Gefühl zu fallen und getragen zu werden. Leuchtendes Glück im Herz für den Moment, und eine verstohlene Träne der Dankbarkeit im Auge.
Freitag, 20. Juli 2018
okavanga, 14:05h
Nach einer relativ entspannten und positiven Wochen heute ein großes Tief. Vielleicht angetriggert durch die gestrige Thera-Stunde. Schiebe ich ständig etwas weg? Das Gefühl nicht dazuzugehören, so grundsätzlich nicht dazuzugehören? Einsamkeit? Den Wunsch geliebt zu werden? Werde ich arm im Herz? Bin ich schon arm im Herz? Ist das Selbstmitleid? Oder was?
Dicke Krokodilstränen und Scham, dass ich nicht einfach zufrieden sein kann.
Dicke Krokodilstränen und Scham, dass ich nicht einfach zufrieden sein kann.
Donnerstag, 28. Juni 2018
Pandora's Box.
okavanga, 03:32h
Ströme an Erinnerungen, Jahre, Menschen, Begebenheiten, Gefühle.
Donnerstag, 28. Juni 2018
Trapez.
okavanga, 01:34h
Hinter mir die üppigen Strauchtomaten, so wild wuchernd dass ich sie in meinen Haaren spüre. Vor mir der Blick auf Gaura, Lavendel, Basilikum, Verbene, Minze, alles buschig, unbändig, strotzend vor Leben. Darüber der Vollmond. Geborgenheit im freien Fall.
Mittwoch, 27. Juni 2018
Quinten und der kleine Herr Professor.
okavanga, 01:35h
Irgendwie meinte ich mich zu erinnern, dass ich hier schon mal davon geschrieben hatte, wie Träume vom kleinen Professor als Stressbarometer fungieren. Aber ich habe es nicht gefunden. Es ist ein paar mal vorgekommen, dass ich von ihm träume wenn ich mit dem Arsch auf die Büsch zumach, wie der Franke sagt. Da fühlt sich nicht bedrohlich an, oder so. Es sind keine unangenehmen Träume. Aber er symbolisiert irgendwie einen Stressor. Zwei Nächte hintereinander von ihm geträumt, in der dritten Nacht, auf gestern, eins der wenigen male von Quinten. Die letzten Wochen, naja eigendlich Monate, waren beruflich und somit auch Gesamtlebenstechnisch (weil nun mal begrenzt Zeit und eigentlich Teilzeit etc) grenzwertig. Vier Wochenenden hintereinander mindestens 1 Tag flachgelgen wegen migräneartigen Kopfschmerzen. So auch diesmal. Heute Morgen fragt mich eine sehr angenehme Kollegin, zu der ich aber eigentlich kein innigeres Verhältnis habe: Wie geht es dir? So wie sie es fragt klingt es, als würde zum ersten mal seit Wochen jemand wirklich wissen wollen, wie es mir geht, und ich fange sofort an zu weinen. Was mich übrigens selbst sehr erschreckt.
Am Ende des Tages ein paar Punkte geklärt. Bleibt abzuwarten wie sich das auswirkt. Der Druck bleibt noch, auch wenn mein Chef mir die Lizenz zum gelegentlichen Füßehochlegen ("geh einfach wenn du raus musst, geh nach Hause oder an den Se, entspann dich, tu nichts") gegeben hat. Gibt da aber noch andere Themen, die mich umtreiben. Irgendwie hab ich phasenweise das Vertrauen ins Bloggen verloren, deswegen behalt ich viel für mich.
Sieht so aus, als hätte der kP einen Stressor-Kollegen bekommen. Manchmal würde ich ihn gerne mal treffen, n Bier trinken. Aber dann stell ichs mir eine Sekunde lang vor und denk mir: rauchen willste ja auch nie wieder.
Is grad fast Vollmond, fällt mir ein. Jaja. Die Vollmondreisen. Und doch. Manche Dinge sind einfach erst gut, wenn man sie nicht mehr im Leben hat.
Am Ende des Tages ein paar Punkte geklärt. Bleibt abzuwarten wie sich das auswirkt. Der Druck bleibt noch, auch wenn mein Chef mir die Lizenz zum gelegentlichen Füßehochlegen ("geh einfach wenn du raus musst, geh nach Hause oder an den Se, entspann dich, tu nichts") gegeben hat. Gibt da aber noch andere Themen, die mich umtreiben. Irgendwie hab ich phasenweise das Vertrauen ins Bloggen verloren, deswegen behalt ich viel für mich.
Sieht so aus, als hätte der kP einen Stressor-Kollegen bekommen. Manchmal würde ich ihn gerne mal treffen, n Bier trinken. Aber dann stell ichs mir eine Sekunde lang vor und denk mir: rauchen willste ja auch nie wieder.
Is grad fast Vollmond, fällt mir ein. Jaja. Die Vollmondreisen. Und doch. Manche Dinge sind einfach erst gut, wenn man sie nicht mehr im Leben hat.
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