Sonntag, 7. November 2010
okavanga, 14:57h
Manchmal packen mich die Zweifel, ob das alles so richtig wäre. Ich wäre dann soviel näher an zu Hause, und all die Menschen, die mich auffangen wenn die Sache, die das "zu Hause" mit sich bringt, mich überschwemmt, die sind dann nicht mehr bei mir. Jedenfalls nicht mehr unmittelbar. Kein: komm doch kurz vorbei. Aber vielleicht werden dann die Kilometer doch zu einem "kurz", und es ist egal, hauptsache, man ist dort.
Und dann fragt der F., was machst du gerade, und ich sag ihm, ein bisschen weinen, denn mit um Mütter weinen, da kennt er sich aus. Und er sagt: ich will nicht, dass du weinst, das tut mir weh. Und ich sage ihm: es ist alles okay, es geht mir gut im großen und ganzen, aber das leben ist kein ponyhof und die ein oder andere baustelle gehört dazu. Und er meint: dann will ich dein Bagger sein.
Irgendwann gehen wir mal ins Mi*ram*ar und lassen die Mütter Mütter sein.
Und dann fragt der F., was machst du gerade, und ich sag ihm, ein bisschen weinen, denn mit um Mütter weinen, da kennt er sich aus. Und er sagt: ich will nicht, dass du weinst, das tut mir weh. Und ich sage ihm: es ist alles okay, es geht mir gut im großen und ganzen, aber das leben ist kein ponyhof und die ein oder andere baustelle gehört dazu. Und er meint: dann will ich dein Bagger sein.
Irgendwann gehen wir mal ins Mi*ram*ar und lassen die Mütter Mütter sein.
Donnerstag, 21. Oktober 2010
okavanga, 00:11h
Ich krieg diese Entscheidung einfach nicht gebacken. Meine Träume sind mal wieder intensiv, lebendig. Ich schlafe schlecht.
Träume von geheimnisvollen Seen und Wäldern, fremden Afrikanern, die ich aufsuchen soll, obwohl ich Angst davor habe, aber jemand rät mir, es zu tun. Und der Weg zu ihnen ist so gruselig wie die Wälder und die Steine am Fluss, nachts bei Ronja, die Räubertochter.
Von einem Tornado, der auf uns zustürmt, mein Vater uns seine Frau weit hinter mir, und mein Bruder, sie werden als erstes vom Tornado geschluckt, in dem Moment, in dem ich mich zu ihnen umdrehe und sage: ich liebe euch. Ich sehe, dass sie fort sind und der Tornado sich weiter auf all die Menschen um mich und eine Freundin von mir zukommt. Und dann werden wir geschluckt, inklusive dem Wissen: jetzt stirbst du.
Von meiner Mutter, die in einem neuen Haus wohnt (sie zieht tatsächlich bald um), und dort wieder ein anderes Gesicht von sich zeigt. Das uneinsichtige. Das garstige. Gefühllose. Egoistische. Du willst doch eh gar nicht wirklich zum Notar wegen der Betreuung. Sie lächelt mich an und zuckt mit den Schultern und sagt nein. Sie ist so gleichgültig mir gegenüber.
Genug der Träume.
Bis Anfang November muss ich mich entschieden haben. Zurück ins Frankenland, zu einem super Job. Bei dem dann allerdings die Frau meines Vaters meine Cheffin wird. Und zu einer neuen Stadt.
Oder im Job hier verharren, der mich oft genug angekotzt hat in der Vergangenheit, und es immer noch tut, aber in der Stadt, die mein Zuhause geworden ist. Die Stadt, bei der mir jede Körperfaser weh tut, wenn ich daran denke sie zu verlassen.
Alles spricht für den Wechsel, für eine Veränderung, für einen neuen, tollen, abwechslungsreichen, spanneden, kreativen Job, bei dem ich neben wesentlich besserem Einkommen auch eine lange Leine habe, und enormen Rückhalt. Ich muss nur Ja sagen. Das ist alles.
Aber das Herz, das schreit ganz laut nein. Meine Freunde hier, meine Theatergruppe, mein Klavierlehrer und Sportpartner. Die Kollegen, die ich ganz unabhängig vom Job sehr schätze und liebgewonnen habe. Meine liebe M. Der J. Und: LeSchwe. Es wäre der Abschied von so vielem, von einem so wichtigen Abschnitt. Irgendwie auch von der Therapie, auch wenn sie schon abgeschlossen ist. Wie die Kiste mit dem kleinen Professor. Mannheim ist so prägend. Intensiv. Hat mich bisher so entwickelt. Gefördert und Gefordert.
Wieder bei Null anfangen?
Ich kann mich nicht durchringen. Zu keinem Ja, und zu keinem Nein. Und muss es doch. Manchmal wünschte ich, sie hätte mir den Job gar nicht erst angeboten. Scheiss Spiel.
Träume von geheimnisvollen Seen und Wäldern, fremden Afrikanern, die ich aufsuchen soll, obwohl ich Angst davor habe, aber jemand rät mir, es zu tun. Und der Weg zu ihnen ist so gruselig wie die Wälder und die Steine am Fluss, nachts bei Ronja, die Räubertochter.
Von einem Tornado, der auf uns zustürmt, mein Vater uns seine Frau weit hinter mir, und mein Bruder, sie werden als erstes vom Tornado geschluckt, in dem Moment, in dem ich mich zu ihnen umdrehe und sage: ich liebe euch. Ich sehe, dass sie fort sind und der Tornado sich weiter auf all die Menschen um mich und eine Freundin von mir zukommt. Und dann werden wir geschluckt, inklusive dem Wissen: jetzt stirbst du.
Von meiner Mutter, die in einem neuen Haus wohnt (sie zieht tatsächlich bald um), und dort wieder ein anderes Gesicht von sich zeigt. Das uneinsichtige. Das garstige. Gefühllose. Egoistische. Du willst doch eh gar nicht wirklich zum Notar wegen der Betreuung. Sie lächelt mich an und zuckt mit den Schultern und sagt nein. Sie ist so gleichgültig mir gegenüber.
Genug der Träume.
Bis Anfang November muss ich mich entschieden haben. Zurück ins Frankenland, zu einem super Job. Bei dem dann allerdings die Frau meines Vaters meine Cheffin wird. Und zu einer neuen Stadt.
Oder im Job hier verharren, der mich oft genug angekotzt hat in der Vergangenheit, und es immer noch tut, aber in der Stadt, die mein Zuhause geworden ist. Die Stadt, bei der mir jede Körperfaser weh tut, wenn ich daran denke sie zu verlassen.
Alles spricht für den Wechsel, für eine Veränderung, für einen neuen, tollen, abwechslungsreichen, spanneden, kreativen Job, bei dem ich neben wesentlich besserem Einkommen auch eine lange Leine habe, und enormen Rückhalt. Ich muss nur Ja sagen. Das ist alles.
Aber das Herz, das schreit ganz laut nein. Meine Freunde hier, meine Theatergruppe, mein Klavierlehrer und Sportpartner. Die Kollegen, die ich ganz unabhängig vom Job sehr schätze und liebgewonnen habe. Meine liebe M. Der J. Und: LeSchwe. Es wäre der Abschied von so vielem, von einem so wichtigen Abschnitt. Irgendwie auch von der Therapie, auch wenn sie schon abgeschlossen ist. Wie die Kiste mit dem kleinen Professor. Mannheim ist so prägend. Intensiv. Hat mich bisher so entwickelt. Gefördert und Gefordert.
Wieder bei Null anfangen?
Ich kann mich nicht durchringen. Zu keinem Ja, und zu keinem Nein. Und muss es doch. Manchmal wünschte ich, sie hätte mir den Job gar nicht erst angeboten. Scheiss Spiel.
Donnerstag, 30. September 2010
29.09.2010
okavanga, 00:50h
Ganz schön viele News für einen Abend. Das von vorhin, was einen Ortswechsel bedeuten würde. Und dann noch ein Chat mit einer Uralt-Affäre, den ich schon Ewigkeiten nicht mehr gesprochen habe. Und dann noch das.
Ganz schön komisch. Wenn Freude von tiefstem Herzen und Kummer so nah beieinander liegen. Ich freue mich sehr für sie. Und doch war sie irgendwie immer die magische Schallmauer. Und jetzt ist sie durchbrochen. Und ich denke mir: jetzt kannst du es vergessen, Oka, für dich gibts sowas einfach nich.
Ich freue mich wirklich aufrichtig und ganz irrsinnig, ich gönne es ihr so sehr und fieber heimlich schon lange dem Moment entgegen, in dem sie mir das sagt, was sie mir heute gesagt hat. Meine längste, engste, vertrauteste Freundin. Ich sehe uns noch in der Krabbelgruppe, im Sandkasten. In der Grundschule. Auf dem Gymmi. Auf Parties. Auf Toiletten über den Lines. Auf Ibiza. An ihrem Küchentisch in Berlin. So viel gemeinsamer Weg, so viele Erinnerungen. Und jetzt werde ich Patentante des kleinen Würmchens, das so zart in ihr wächst.
Ich habe Angst vor dem, was auf uns, unsere Freunschaft zukommt. Und ich fühle mich zurückgelassen. Wie "die Letzte". Die, die keiner in seinem Team haben will; die, die beim Völkerball immer als letzte gewählt wird. Die war ich übrigens wirklich immer. Ich selbst will ja gar kein Kind. Das ist es nicht. Aber ich will einfach mal einen Mann, der nicht weglaufen würde, wenn es doch passiert.
"Alles richtig gemacht?", fragt mich die Ex-Affäre, als wär unsre Lebensumstände austauschen. Scheiss timing hat er da.
Thomas Newman - Any other name
Ganz schön komisch. Wenn Freude von tiefstem Herzen und Kummer so nah beieinander liegen. Ich freue mich sehr für sie. Und doch war sie irgendwie immer die magische Schallmauer. Und jetzt ist sie durchbrochen. Und ich denke mir: jetzt kannst du es vergessen, Oka, für dich gibts sowas einfach nich.
Ich freue mich wirklich aufrichtig und ganz irrsinnig, ich gönne es ihr so sehr und fieber heimlich schon lange dem Moment entgegen, in dem sie mir das sagt, was sie mir heute gesagt hat. Meine längste, engste, vertrauteste Freundin. Ich sehe uns noch in der Krabbelgruppe, im Sandkasten. In der Grundschule. Auf dem Gymmi. Auf Parties. Auf Toiletten über den Lines. Auf Ibiza. An ihrem Küchentisch in Berlin. So viel gemeinsamer Weg, so viele Erinnerungen. Und jetzt werde ich Patentante des kleinen Würmchens, das so zart in ihr wächst.
Ich habe Angst vor dem, was auf uns, unsere Freunschaft zukommt. Und ich fühle mich zurückgelassen. Wie "die Letzte". Die, die keiner in seinem Team haben will; die, die beim Völkerball immer als letzte gewählt wird. Die war ich übrigens wirklich immer. Ich selbst will ja gar kein Kind. Das ist es nicht. Aber ich will einfach mal einen Mann, der nicht weglaufen würde, wenn es doch passiert.
"Alles richtig gemacht?", fragt mich die Ex-Affäre, als wär unsre Lebensumstände austauschen. Scheiss timing hat er da.
Thomas Newman - Any other name
Herzschmerz.
okavanga, 21:09h
Wenn ich dran denk, dass ich mal vielleicht eventuell höchstwahrscheinlich aus Man*nheim wegziehen müsste. Tut ganz schön weh.
Samstag, 28. August 2010
Never give up.
okavanga, 03:02h
Meine Seele ist krank, und ich weiß, wieso. [Edit: eigentlich wollte ich hier schreiben, ich weiss nicht, wieso. Und ich frag mich, wieso dabei rauskam, dass ich es wüsste.]
Ob es an der Arbeit liegt, den Abwesenheiten von zu Hause unter der Woche. Der zumeist späten Rückkehr am Donnerstag Abend, zu oft um Mitternacht.
Oder an meiner Mama und all den Dingen, die mich im Zuge dessen seit Anfang des Jahres bewegen.
Oder daran, dass ich noch keinen Urlaub hatte dieses Jahr.
Oder daran, dass ich alleine bin.
Ich weiß es nicht. Was ich weiß ist, dass die Zeit mit J. heilt. Dass sie mich so froh macht, dass ich jedes mal traurig bin, wenn er geht, oder wir uns trennen. Ich genieße seine Gesellschaft dermaßen. Er ist wundervoll. Egal ob ernsthafte Gespräche, witzige Exkursionen, kuriose Zustände, entspannte Nachmittage.
Was mich krank macht, sind die Fahrten nach Bonn. Abende ohne Ansprache. Tagsüber Druck im Projekt, das die Aufmerksamkeit dieses Landes auf sich zieht und dementsprechend belastet. Strohhalme wie zwei Kollegen, die nun ebenfalls ab und an in Bonn sind. Vollgestopfte Wochenenden, weil unter der Woche weder Zeit noch Raum sind. Und dass es nach wie vor so aussieht, als wäre eine frühzeitige Rückkehr am Donnerstag unmöglich, so dass eine Selbsthilfegruppe für Angehörige psychisch Kranker, meine letzte Hoffnung, flach fällt. Das Gefühl, dass alle an mir zerren, alle etwas wollen, Erwartungen an mich stellen. Und der PC. Vor allem die PC Arbeit. Die Arbeit die ich tue. Wozu. Zu welchem Preis. Die Arbeit als Konstrukt, das sich der Mensch geschaffen hat, um "vorwärts" zu kommen, während er sich Tag um Tag mehr von sich entfremdet.
Gestern kam ich spät nach Mannheim zurück, betrank mich mit dem Klavierlehrer, und schlief mit ihm. Und es ging mir auf, dass er es genießt mit mir zu schlafen. Der Sex war die Suche nach Nähe und das gierige, verzweifelte Verlangen nach Befriedigung, Erfüllung.
Ich bin ratlos und so müde. Außer in der Zeit mit J.
Verlieb ich mich? Nicht in ihn, bitte.. bitte.
Hurts - Wonderful life
Ob es an der Arbeit liegt, den Abwesenheiten von zu Hause unter der Woche. Der zumeist späten Rückkehr am Donnerstag Abend, zu oft um Mitternacht.
Oder an meiner Mama und all den Dingen, die mich im Zuge dessen seit Anfang des Jahres bewegen.
Oder daran, dass ich noch keinen Urlaub hatte dieses Jahr.
Oder daran, dass ich alleine bin.
Ich weiß es nicht. Was ich weiß ist, dass die Zeit mit J. heilt. Dass sie mich so froh macht, dass ich jedes mal traurig bin, wenn er geht, oder wir uns trennen. Ich genieße seine Gesellschaft dermaßen. Er ist wundervoll. Egal ob ernsthafte Gespräche, witzige Exkursionen, kuriose Zustände, entspannte Nachmittage.
Was mich krank macht, sind die Fahrten nach Bonn. Abende ohne Ansprache. Tagsüber Druck im Projekt, das die Aufmerksamkeit dieses Landes auf sich zieht und dementsprechend belastet. Strohhalme wie zwei Kollegen, die nun ebenfalls ab und an in Bonn sind. Vollgestopfte Wochenenden, weil unter der Woche weder Zeit noch Raum sind. Und dass es nach wie vor so aussieht, als wäre eine frühzeitige Rückkehr am Donnerstag unmöglich, so dass eine Selbsthilfegruppe für Angehörige psychisch Kranker, meine letzte Hoffnung, flach fällt. Das Gefühl, dass alle an mir zerren, alle etwas wollen, Erwartungen an mich stellen. Und der PC. Vor allem die PC Arbeit. Die Arbeit die ich tue. Wozu. Zu welchem Preis. Die Arbeit als Konstrukt, das sich der Mensch geschaffen hat, um "vorwärts" zu kommen, während er sich Tag um Tag mehr von sich entfremdet.
Gestern kam ich spät nach Mannheim zurück, betrank mich mit dem Klavierlehrer, und schlief mit ihm. Und es ging mir auf, dass er es genießt mit mir zu schlafen. Der Sex war die Suche nach Nähe und das gierige, verzweifelte Verlangen nach Befriedigung, Erfüllung.
Ich bin ratlos und so müde. Außer in der Zeit mit J.
Verlieb ich mich? Nicht in ihn, bitte.. bitte.
Hurts - Wonderful life
Freitag, 20. August 2010
okavanga, 02:53h
Filme berühren mich selten, immer seltener.
Aber jener hier, "Frühling, Sommer, Herbst, Winter und... Frühling", der berührte mich ganz tief. Als hätten die stillen Bilder einen Kokon aus unsichtbaren Seidenfäden um mich gesponnen, und mich dabei im Kern leise und doch nachhaltig erschüttert. Nein nicht erschüttert. Zum Klingen gebracht.
Aber jener hier, "Frühling, Sommer, Herbst, Winter und... Frühling", der berührte mich ganz tief. Als hätten die stillen Bilder einen Kokon aus unsichtbaren Seidenfäden um mich gesponnen, und mich dabei im Kern leise und doch nachhaltig erschüttert. Nein nicht erschüttert. Zum Klingen gebracht.
Freitag, 13. August 2010
BindeGlied.
okavanga, 03:35h
Seit 6 Jahren treffen wir uns hin und wieder, alle Jahre, oder manchmal auch weniger selten. Mir fällt gerade auf, es sind fast auf den Tag genau 6 Jahre. Am 10.8.2004 hatte ich den Rückflug nach Deutschland.
T.-T. und ich. So wie heute. Nachträglich bringt er mir Champus zum 30. Wir sitzen in meiner Küche, hören Elektro, reden über das Jetzt. Wollen Nachschub von der Tanke, erfahren vom Alkoholverbot nach 22 Uhr in BW. Was für ein bescheuertes Bundesland. Der Typ im Nelson hat davon noch nichts hört, also kaufen wir uns den Nachschlag dort.
Knutschen. Fummeln. Und reden von früher. Manchmal ficken wir auch. Diesmal nicht. "Du bist müde", sagt er. Küsst mich ein letztes mal, und geht.
Er ist der einzige, mit dem ich noch Kontakt habe, von damals. Er, der Berliner. Dort kennengelernt, so weit weg von hier, als meine damalige Beziehung noch heil war, und mit ihm in die Kiste gestiegen, als sie dann kaputt war.
T.-T. Sentimentalität pur. Leidenschaft, vergessene Träume. Mein einziges Bindeglied zu Südafrika.
T.-T. und ich. So wie heute. Nachträglich bringt er mir Champus zum 30. Wir sitzen in meiner Küche, hören Elektro, reden über das Jetzt. Wollen Nachschub von der Tanke, erfahren vom Alkoholverbot nach 22 Uhr in BW. Was für ein bescheuertes Bundesland. Der Typ im Nelson hat davon noch nichts hört, also kaufen wir uns den Nachschlag dort.
Knutschen. Fummeln. Und reden von früher. Manchmal ficken wir auch. Diesmal nicht. "Du bist müde", sagt er. Küsst mich ein letztes mal, und geht.
Er ist der einzige, mit dem ich noch Kontakt habe, von damals. Er, der Berliner. Dort kennengelernt, so weit weg von hier, als meine damalige Beziehung noch heil war, und mit ihm in die Kiste gestiegen, als sie dann kaputt war.
T.-T. Sentimentalität pur. Leidenschaft, vergessene Träume. Mein einziges Bindeglied zu Südafrika.
Donnerstag, 22. Juli 2010
Ziemlich durch.
okavanga, 00:20h
Ich hab mich schon lang nicht mehr so alleine und zerrissen gefühlt. Letztes Wochenend, bevor ich "geflogen bin", habe ich endlich einen Finanzcheck gemacht, und das Resultat war so erschreckend, dass ich mit J. ein bisschen fliegen musste. 30 und so hoch verschuldet, ohne Haus, ohne Auto.
Ich seh schon bald gar keinen Ausweg mehr. Hab zwar nun einen Plan, aber Angst es nicht zu schaffen.
Hab so sehr die Schnauze voll von all dem was einem ständig abverlangt wird. Leben nennt mein Vater das. Und steck nicht den Kopf in den Sand, das hilft ja nichts. Ich kann aber nicht mehr anders. Seit Anfang des Jahres recke ich meinen Kopf in lauter schwindelerregenden Scheiss. Ohne wegzusehen. Tue was man mir sagt. Bin stark, für meine Mutter, meinen Bruder, meinen Job, und jetzt dann wohl auch für mein Geld.
Ich bin so dermaßen fertig. Eigentlich wollte ich mit Rini und ihrer kleinen Tochter von Freitag bis Montag nach Holland. Ihr Mann zahlt die Unterkunft. Aber ich bin dieses andere zahlen lassen leid. Und mit dem mir nun gestatten Tagespensum an Geld kommt man in Holland nicht weit. Aber kann ich das jetzt noch absagen, wenn ich keine Freundin verlieren will?
Ich will nicht mehr nach Holland. Ich will nach Hause. In mein zu Hause, und mich vergraben, am besten mit ganz viel "Fliegen". Einfach nicht mehr hier sein. Sondern dort, dort, wo eben nicht hier ist. So für ein halbes Jahr. Das wär ok.
Kleiner Professor. Du warst so sehr mein Spiegel. Du hast einfach gelebt, was ich mir so sehr wünsche.
Ich seh schon bald gar keinen Ausweg mehr. Hab zwar nun einen Plan, aber Angst es nicht zu schaffen.
Hab so sehr die Schnauze voll von all dem was einem ständig abverlangt wird. Leben nennt mein Vater das. Und steck nicht den Kopf in den Sand, das hilft ja nichts. Ich kann aber nicht mehr anders. Seit Anfang des Jahres recke ich meinen Kopf in lauter schwindelerregenden Scheiss. Ohne wegzusehen. Tue was man mir sagt. Bin stark, für meine Mutter, meinen Bruder, meinen Job, und jetzt dann wohl auch für mein Geld.
Ich bin so dermaßen fertig. Eigentlich wollte ich mit Rini und ihrer kleinen Tochter von Freitag bis Montag nach Holland. Ihr Mann zahlt die Unterkunft. Aber ich bin dieses andere zahlen lassen leid. Und mit dem mir nun gestatten Tagespensum an Geld kommt man in Holland nicht weit. Aber kann ich das jetzt noch absagen, wenn ich keine Freundin verlieren will?
Ich will nicht mehr nach Holland. Ich will nach Hause. In mein zu Hause, und mich vergraben, am besten mit ganz viel "Fliegen". Einfach nicht mehr hier sein. Sondern dort, dort, wo eben nicht hier ist. So für ein halbes Jahr. Das wär ok.
Kleiner Professor. Du warst so sehr mein Spiegel. Du hast einfach gelebt, was ich mir so sehr wünsche.
Sonntag, 18. Juli 2010
fly fly fly...
okavanga, 23:29h
und dann frag ich mich, woher die geile musik kommt, und merke.. das ist der deepmix livestream den ich vorhin angeklickt habe.
hach fliegen. nur für ein paar stunden. himmelreich voraus. gerade dort, zwischen den wolken. in dem spalt blau. genau da.
hach fliegen. nur für ein paar stunden. himmelreich voraus. gerade dort, zwischen den wolken. in dem spalt blau. genau da.
Sunny afternoon...
okavanga, 23:13h
... und dem auf dem Balkon gegenüber ist der Schlauch geplatzt, und er fragt uns, ob wir Erfahrung damit haben. Und das fragt er uns in unserer Hochlaune..
nach vier Jahren richtet der Nachbar gegenüber zum ersten mal sein Wort an mich, nachdem er mich neulich, als ich auch dem Balkon stand und Ruhe eingefordert habe, nur im Unterhemdchen, ja, wirklich nur imHemdchen!, bekleidet.
Man sind wir dicht. Herrlich. Ich liebe die Tage mit J.
The Kinks - Sunny Afternoon
nach vier Jahren richtet der Nachbar gegenüber zum ersten mal sein Wort an mich, nachdem er mich neulich, als ich auch dem Balkon stand und Ruhe eingefordert habe, nur im Unterhemdchen, ja, wirklich nur imHemdchen!, bekleidet.
Man sind wir dicht. Herrlich. Ich liebe die Tage mit J.
The Kinks - Sunny Afternoon
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