Dienstag, 22. Februar 2011
okavanga, 02:17h
Ist bisher bei dem einen Karton geblieben. Ich krieg mich nicht überwunden, endlich zu packen.
Dieses Wochenende war aber auch zu verrückt. Wieso zum Teufel kehre ich dieser Stadt den Rücken.
Dieses Wochenende war aber auch zu verrückt. Wieso zum Teufel kehre ich dieser Stadt den Rücken.
Donnerstag, 17. Februar 2011
okavanga, 01:40h
1 Karton gepackt, und schon hallt das Zimmer.
Dienstag, 15. Februar 2011
okavanga, 02:28h
Sie haben mir ein Fotoalbum geschenkt, und wir waren alle sehr gerührt. Der Kirschkuchen und die Brownies waren ratzifatzi weggefuttert. Sie werden mir sehr fehlen.
Mein Chef hat sich nicht von mir verabschiedet. Der HaGa. Nach all der Zeit. Das letzte was ich von ihm las war "alles", auf meine Frage ob er die Reisekosten von Freitag auch freigegeben habe.
Ob mich das trifft? Unbeschreiblich.
Mein Chef hat sich nicht von mir verabschiedet. Der HaGa. Nach all der Zeit. Das letzte was ich von ihm las war "alles", auf meine Frage ob er die Reisekosten von Freitag auch freigegeben habe.
Ob mich das trifft? Unbeschreiblich.
Sonntag, 6. Februar 2011
Der Schwan.
okavanga, 01:16h
The future's in my hands
I hold it in my palms
Engrave it in the leylines running
Right down her arms
Speak in silent tongues
Lies reflect the times
The ghost and the shadows fill
The living scene
Don't want to talk
All I hear is noise
Don't want to talk
Empire of the sun - Standing on the shore
Tut doch die Frau im Spiegel weg. Wer ist sie überhaupt? Ich kenn sie nicht. Sie ist in den letzten zwei Monaten mehr gealtert als in den letzten zwei Jahren. Sie hat Augenringe, Falten unter den Augen. Eine unruhige Haut. Sie hasst sich.
Die Klaviernoten sind runter gefallen. Liegen auf der Tastatur. Der Schwan.
Ich bin nicht mit ins L*ft gegangen. Es war schon so schwierig, bis 23 durchzuhalten. Ihr Geburtstag. Meine beste Freundin hier.
Habe heute Abend einem Vermieter meine Anmietung ab dem 1.3. zugesagt.
Ich finde die Stadt hässlich.
Vergewaltige ich mich? Es ist alles wie ein schlechter Traum. Was tue ich.
Schwan. Du wirst mir so sehr fehlen. Mein Herz schreit. Wann ist etwas richtig. Dann doch nicht. Wann dann?
Frau W. Frau W Frau W Frau W.
ICH
KANN
NICHT
loslassen.
Will nicht. Warum.
So oft werde ich geweckt von Emp*ire of t*he sun. Soviel loslassen. Mich loslassen. Ich will das nicht. Aber verpiss dich doch endlich. Ich bin so zerrissen.
Alles fühlt sich falsch an.
Montag, 3. Januar 2011
okavanga, 22:32h
„Für jetzt bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; doch am größten unter ihnen ist die Liebe.“ (1 Kor 13,13,EU)
Das war für 2010. Und letztendlich galt es wohl, diese Lektion zu lernen. Liebe ist das, was mich auffängt, wenn ich den Glauben verliere und die Hoffnung aufgebe. Und das war in 2010 öfters der Fall. Die Liebe kommt von so vielen Seiten, und danke auch euch allen für eure Mails und Kommentare, ich werde mich auf jeden Fall noch bei euch melden.
Mein Sylvester war das unspektakulärste und langweiligste seit einigen Jahren. Aber ich war mit denen, die ich liebe, in Berlin, und deswegen war alles gut.
Als ich vorhin nach Hause kam und auf den Was*serturm zugefahren bin, dachte ich mir: ganz schön bescheuert. Das zweite Jahr in Folge, dass ich nach den Weihnachtsfeiertagen und Sylvester zurückkehre, und nichts ist mehr wie es wenige Tage zuvor war.
Nächstes Jahr fliege ich vielleicht einfach weg. Oder verlasse mein dann-zuhause (wo auch immer es sein mag) gar nicht erst.
Und Weihnachten? 'Mutti' ist unterm Weihnachtsbaum ausgetickt. Mein Bruder und ich vermuten die nächste Einweisung in naher Zukunft. Nachdem ich die Situation fluchtartig verlassen habe, saß ich eine Stunde heulend in der nächtlichen Christmette einer katholischen Kirche, weil ich auf meinen Schuhen nicht durch den Schnee in Richtung Vater kam. Das schöne ist, das kratzt keinen in der Kirche. Und die Musik war wunderschön. Danach kam mein Vater und holte mich ab.
Heute fragte mich eine Freundin, ob ich Ende März mit ihr ein verlängertes Wochenende zum Skifahren gehe. Manchmal frage ich mich, ob ich zuviel Empathie von meinem Umfeld erwarte. Das Feingefühl für meine Situation schien mir jedenfalls schlichtweg nicht vorhanden.
Oder so fragen wie: weißt du jetzt schon, was du jetzt machst? Nein man. Ich schaff es nicht mir in wenigen Tagen einen neuen Lebensweg zurecht zu legen. Manchmal glaube ich, die Leute leben im Blumenland, wo Ponies Schmetterlinge pupsen und Zuckerstangen an den Bäumen wachsen.
Und letztendlich tue ich mir sehr leid und frage mich, ob ich mal wieder zu der Therapeutin sollte. Ich fühle mich unverstanden, ratlos und heillos überfordert. Es mag sein, dass andere Menschen in solchen Situationen wissen, was zu tun ist, und nicht verzweifeln. Ich gehöre nicht dazu, habe aber das Gefühl, dass das Umfeld es erwartet. Aus Erfahrung weiß ich aber, dass es mich krankt macht, den Erwartungen meines Umfelds gerecht zu werden. Und da bleibt als letzter Platz wie damals einfach nur die Couch.
Das war für 2010. Und letztendlich galt es wohl, diese Lektion zu lernen. Liebe ist das, was mich auffängt, wenn ich den Glauben verliere und die Hoffnung aufgebe. Und das war in 2010 öfters der Fall. Die Liebe kommt von so vielen Seiten, und danke auch euch allen für eure Mails und Kommentare, ich werde mich auf jeden Fall noch bei euch melden.
Mein Sylvester war das unspektakulärste und langweiligste seit einigen Jahren. Aber ich war mit denen, die ich liebe, in Berlin, und deswegen war alles gut.
Als ich vorhin nach Hause kam und auf den Was*serturm zugefahren bin, dachte ich mir: ganz schön bescheuert. Das zweite Jahr in Folge, dass ich nach den Weihnachtsfeiertagen und Sylvester zurückkehre, und nichts ist mehr wie es wenige Tage zuvor war.
Nächstes Jahr fliege ich vielleicht einfach weg. Oder verlasse mein dann-zuhause (wo auch immer es sein mag) gar nicht erst.
Und Weihnachten? 'Mutti' ist unterm Weihnachtsbaum ausgetickt. Mein Bruder und ich vermuten die nächste Einweisung in naher Zukunft. Nachdem ich die Situation fluchtartig verlassen habe, saß ich eine Stunde heulend in der nächtlichen Christmette einer katholischen Kirche, weil ich auf meinen Schuhen nicht durch den Schnee in Richtung Vater kam. Das schöne ist, das kratzt keinen in der Kirche. Und die Musik war wunderschön. Danach kam mein Vater und holte mich ab.
Heute fragte mich eine Freundin, ob ich Ende März mit ihr ein verlängertes Wochenende zum Skifahren gehe. Manchmal frage ich mich, ob ich zuviel Empathie von meinem Umfeld erwarte. Das Feingefühl für meine Situation schien mir jedenfalls schlichtweg nicht vorhanden.
Oder so fragen wie: weißt du jetzt schon, was du jetzt machst? Nein man. Ich schaff es nicht mir in wenigen Tagen einen neuen Lebensweg zurecht zu legen. Manchmal glaube ich, die Leute leben im Blumenland, wo Ponies Schmetterlinge pupsen und Zuckerstangen an den Bäumen wachsen.
Und letztendlich tue ich mir sehr leid und frage mich, ob ich mal wieder zu der Therapeutin sollte. Ich fühle mich unverstanden, ratlos und heillos überfordert. Es mag sein, dass andere Menschen in solchen Situationen wissen, was zu tun ist, und nicht verzweifeln. Ich gehöre nicht dazu, habe aber das Gefühl, dass das Umfeld es erwartet. Aus Erfahrung weiß ich aber, dass es mich krankt macht, den Erwartungen meines Umfelds gerecht zu werden. Und da bleibt als letzter Platz wie damals einfach nur die Couch.
Mittwoch, 29. Dezember 2010
okavanga, 18:24h
Der Anwalt macht mir keine großen Hoffnungen. Im Zweifel läuft es wohl auf ein halbes Monatsgehalt raus.
Arbeitslosengeld bekomme ich keines, weil ich gekündigt habe.
Insofern bleibt mir nichts, außer ganz schnell einen neuen Job zu nehmen. Ohne finanziellen Rahmen ist mir keine einzige Reise möglich, nichtmal der Flug.
Vielleicht dann doch der Job bei meinem Kunden, auch wenn ich auf den überhaupt keine Lust habe: 14-Stunden Tage, 24 Stunden Rufbereitschaft, hoher Druck, hohe Erwartungen, da klopft der Burnout schon beim Gedanken an. Ist ja nicht so, dass ich das Umfeld nicht schon seit 8 Monaten kenne. Fraglich auch, ob er jemanden einstellen würde, der sich bereits gegen ihn entschieden hat. Ich würde es nicht tun. Es schlägt sich nämlich im Engagement nieder.
Und die Wohnung? Meine Möbel? Keine Ahnung.
Wenn das Leben so ist, bin ich einfach zu weich dafür. Ich weiß nicht, warum man sich immer wieder durch die Scheiße kämpft. Nein, es erschließt sich mir nicht. Klar kann man sich jeden Tag aufs neue in die Tasche lügen, dass das alles einen großen tollen Sinn hat, und das Schicksal sich schon was dabei denkt, oder auch nicht, aber letztendlich ist das doch alles ganz prima.
Ist es nicht.
Arbeitslosengeld bekomme ich keines, weil ich gekündigt habe.
Insofern bleibt mir nichts, außer ganz schnell einen neuen Job zu nehmen. Ohne finanziellen Rahmen ist mir keine einzige Reise möglich, nichtmal der Flug.
Vielleicht dann doch der Job bei meinem Kunden, auch wenn ich auf den überhaupt keine Lust habe: 14-Stunden Tage, 24 Stunden Rufbereitschaft, hoher Druck, hohe Erwartungen, da klopft der Burnout schon beim Gedanken an. Ist ja nicht so, dass ich das Umfeld nicht schon seit 8 Monaten kenne. Fraglich auch, ob er jemanden einstellen würde, der sich bereits gegen ihn entschieden hat. Ich würde es nicht tun. Es schlägt sich nämlich im Engagement nieder.
Und die Wohnung? Meine Möbel? Keine Ahnung.
Wenn das Leben so ist, bin ich einfach zu weich dafür. Ich weiß nicht, warum man sich immer wieder durch die Scheiße kämpft. Nein, es erschließt sich mir nicht. Klar kann man sich jeden Tag aufs neue in die Tasche lügen, dass das alles einen großen tollen Sinn hat, und das Schicksal sich schon was dabei denkt, oder auch nicht, aber letztendlich ist das doch alles ganz prima.
Ist es nicht.
Freitag, 24. Dezember 2010
okavanga, 04:51h
„Leben ist das, was passiert,
während du eifrig dabei bist, andere Pläne zu machen.“
John Lennon
Es klingt ausgelutscht, und das weiß ich. Und doch meine ich, das Recht zu haben es sagen zu können. So wie ich meine, mit dem heutigen Tag sämtliche Rechte an allen Sprüche erworben zu haben, die das Leben bisher geschissen hat.
Ich frage Papa, wie seine Geburtstagsfeier gestern war. Er sagt, sie haben sie abgesagt, es gibt keinen Grund zu feiern. Mein Herz gefriert. Mama, denke ich. Wer ist gestorben, frage ich.
Mein Vertrag wurde nicht unterschrieben. Ich komme nach Hause, driving home for Christmas. Freue mich auf die Familie, meinen Vater und seine Frau - meine zukünftige Chefin. Und sie sagen mir in den ersten 5 Minuten, dass mein Vertrag nicht unterschrieben wird. Ein Gesellschafter gibt sein OK nicht. Und das, obwohl ich einen unterschriebenen Vertrag habe. Fassungslosigkeit. Auf allen Seiten.
Ich habe gekündigt. Meine Arbeit. Meine Wohnung. Und bin in 2 Monaten arbeitslos.
Setz dich doch. Sagen sie. Sie weinen beide. Ich auch. Wisst ihr, was das für mich bedeutet? Wisst ihr, was das heißt? Wisst ihr, wie ich mich fühle? Frohe Weihnachten, sage ich, und rufe ein Taxi.
Fahre in meine Heimat-Stammkneipe, treffe einen Kumpel, bestelle einen Schnaps und ein Weizen. Ich kann nicht weinen. Erzähle es ihm kurz, und lass uns über andere Dinge reden. Mein Bruder ruft an. Er kommt. Eine Freundin ruft an. Sie kommt.
Ein Kumpel meines Bruders kommt auch. Klag es ein, sagt er. Sie werden dich freistellen, aber klag wenigstens deine 6 Monate ein. Ja, denke ich, und sage ich. Dieser frauenfeindliche Wichser kriegt mich nicht klein.
Irgendwann gehen mein Bruder und ich zu ihm nach Hause. Er hat sich vor wenigen Tagen von seiner Freundin getrennt. Frohe Weihnachten. Seine ganze Wohnung erinnert ihn an sie. Er hat sich nicht ohne weiteres von ihr getrennt. Und weh tut es, auch wenn es richtig ist. Er erzählt lange über sich und seine Beziehung. Was ist los mit unserer Familie, frage ich ihn, und wir denken an uns, und an unsere Mutter.
Er hält mir einen Work-and-Travel-Prospekt in die Hand. Du musst es antreten, bevor du 31 wirst. Nein, sage ich, ich dachte immer bis 30. Nein sagt er, er hat mit ihnen gesprochen. Wegen sich selbst. Und nun hält er es mir hin. Wenn du klagst, sagt er, dann hast du 6 Monate bezahlte Zeit. Nutz die Chance.
Wir stehen vor seinem Weihnachtsbaum. Seinem ersten Single-Weihnachtsbaum. Er ist wunderschön. Die Lichter gehen nicht, sage ich, und er macht das Deckenlicht aus und die Weihnachtskerzen an. Da stehen wir. Und ich weine. Was soll werden, sage ich. Er nimmt mich fest in den Arm, und sagt: ich bin dein Bruder, und du bist meine Schwester. Ich stehe immer hinter dir, ich bin immer für dich da, wir alle. Wir schaffen das, alles. Und es läuft dieses Lied, your song.
Ich werde diesem Arschloch jeden Tag eine Postkarte aus der Welt schreiben: Danke.
Du hörst so beschissen auf, wie du angefangen hast. Verpiss dich, 2010.
Dienstag, 7. Dezember 2010
Wei(h)nachten
okavanga, 23:47h
Ich bin ja ein sehr rühriger Mensch, im Dezember. Das hält bis zum 2. Januar an, in etwa.
Dieses Jahr ist es besonders schlimm. Es hat weniger etwas zu tun mit dem Weihnachten wie es in den Kaufhäusern, Schaufenstern und Blinkfenstern zelebriert wird. Es ist vielmehr, dass in mir etwas still wird, und dafür etwas anderes sehr laut. Das Leise. Das Leise, Weiche. Eine Einkehr, vielleicht.
Die ganzen Weihnachtslieder, die gehen mir ans Herz. Nicht die englischen. Die deutschen, stinknormalen Weihnachtslieder. Stille Nacht, Heilige Nacht. Leise rieselt der Schnee. Oh du Fröhliche. Es ist ein Ros entsprungen. Ich kann gar nix tun, ich muss einfach weinen.
Es ist immer, als würde ich etwas loslassen. Vielleicht das Jahr. Ich weiß es nicht. Vielleicht erlaube ich meinen Gedanken aber auch einfach dahin zu wandern, wo sie sonst nicht so oft hinkommen. Bewusst wie unbewusst. Auf stille Friedhöfe, wo Gräber unter Schnee so viele Geheimnisse bewahren.
Ich bin nicht gut im Loslassen. Und das war mir noch nie so bewusst wie in diesem Dezember. Das Jahr ließe sich unter "Loslassen" zusammenfassen.
Meinen Job loslassen. Kündigen. Menschen loslassen. Meinen "Ziehvater". Eine Stadt loslassen, und mit ihr mein gesamtes Umfeld. Mein kleines perfektes Privatuniversum. So genial sie war, so traurig war diese letzte Weihnachtsfeier. Kurz saß ich still auf der Toilette, während der übrige harte Kern von 20 Kollegen im Rh*d*s die Puppen tanzen ließ.
Den kleinen Professor loslassen, endlich, endgültig. Und damit auch etwas von mir loslassen.
Die Idee von einer Freundschaft loslassen, um vielleicht Platz für eine andere Art von Beziehung zu schaffen.
Und eine Mutter loslassen, wie ich sie kannte. Das war und ist immer noch sicher das Schwerste.
Ich habe Angst. Vielleicht ist es auch einfach nur das, immer wieder, im Dezember. Angst vor dem Loslassen.
An dieser Stelle habe ich gerade noch viele Sätze getippt, und sie alle wieder gelöscht. Vielleicht muss man manchmal auch einfach nur weinen. Ganz tief drin, da bin ich Kind, im Dezember... nicht irgend eins. Sondern Ich Kind.
Dieses Jahr ist es besonders schlimm. Es hat weniger etwas zu tun mit dem Weihnachten wie es in den Kaufhäusern, Schaufenstern und Blinkfenstern zelebriert wird. Es ist vielmehr, dass in mir etwas still wird, und dafür etwas anderes sehr laut. Das Leise. Das Leise, Weiche. Eine Einkehr, vielleicht.
Die ganzen Weihnachtslieder, die gehen mir ans Herz. Nicht die englischen. Die deutschen, stinknormalen Weihnachtslieder. Stille Nacht, Heilige Nacht. Leise rieselt der Schnee. Oh du Fröhliche. Es ist ein Ros entsprungen. Ich kann gar nix tun, ich muss einfach weinen.
Es ist immer, als würde ich etwas loslassen. Vielleicht das Jahr. Ich weiß es nicht. Vielleicht erlaube ich meinen Gedanken aber auch einfach dahin zu wandern, wo sie sonst nicht so oft hinkommen. Bewusst wie unbewusst. Auf stille Friedhöfe, wo Gräber unter Schnee so viele Geheimnisse bewahren.
Ich bin nicht gut im Loslassen. Und das war mir noch nie so bewusst wie in diesem Dezember. Das Jahr ließe sich unter "Loslassen" zusammenfassen.
Meinen Job loslassen. Kündigen. Menschen loslassen. Meinen "Ziehvater". Eine Stadt loslassen, und mit ihr mein gesamtes Umfeld. Mein kleines perfektes Privatuniversum. So genial sie war, so traurig war diese letzte Weihnachtsfeier. Kurz saß ich still auf der Toilette, während der übrige harte Kern von 20 Kollegen im Rh*d*s die Puppen tanzen ließ.
Den kleinen Professor loslassen, endlich, endgültig. Und damit auch etwas von mir loslassen.
Die Idee von einer Freundschaft loslassen, um vielleicht Platz für eine andere Art von Beziehung zu schaffen.
Und eine Mutter loslassen, wie ich sie kannte. Das war und ist immer noch sicher das Schwerste.
Ich habe Angst. Vielleicht ist es auch einfach nur das, immer wieder, im Dezember. Angst vor dem Loslassen.
An dieser Stelle habe ich gerade noch viele Sätze getippt, und sie alle wieder gelöscht. Vielleicht muss man manchmal auch einfach nur weinen. Ganz tief drin, da bin ich Kind, im Dezember... nicht irgend eins. Sondern Ich Kind.
Mittwoch, 24. November 2010
okavanga, 21:41h
Echt. Sowas kotzt mich an. Immerhin hab ich durch den kleinen Professor gelernt es da abzuladen wo es hingehört, und zwar ohne Maulkorb.
Und jetzt mich als die Böse hinstellen.
Alles Fotzen außer Mutti. Bloß keine Konfrontation. Dann lieber verpissen und Fresse halten. Diese feigen Wichser. So.
Und jetzt mich als die Böse hinstellen.
Alles Fotzen außer Mutti. Bloß keine Konfrontation. Dann lieber verpissen und Fresse halten. Diese feigen Wichser. So.
Dienstag, 16. November 2010
okavanga, 23:43h
Schönes Eigentor. Bravo, Oka. Wie gut, dass du nichts, aber auch gar nichts, aus dem ganzen Scheiss gelernt hast.
Zeit für Winterschlaf. Is mir grad mal wieder alles zuviel.
Zeit für Winterschlaf. Is mir grad mal wieder alles zuviel.
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