Donnerstag, 5. Februar 2009
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"Oka, nach was riechst du eigentlich immer?" "Das ist Coco Mademoiselle." "Ah, das hat mir mal jemand geschenkt, und das hat an mir so gestunken, da hab ichs weggeschmissen." Eine Schande. Sowas darf man mir doch nicht sagen. "Aber du riechst immer so lecker." Die Frau von HaGa schnüffelt nochmal an mich ran. Meine Mama möchte mich auch immer fressen weil ich so gut rieche.

Ich gehe auf unsere Dachterrasse rauchen. In den Fenstern spiegeln sich große, weiße Wolken auf blauem Himmel.

Ich fühle mich unvollständig. Habe eine tiefe Sehnsucht, eine so abgrundtiefe und schmerzende, aber wonach, das kann ich nicht sagen. Un.Voll.Ständig.

Als der Kassierer meines Abendessens mir das Wechselgeld zurück gibt, berühren seine Hände die meinen. Seine sind überraschend weich. Ich könnt nur noch heulen.

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Mittwoch, 4. Februar 2009
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Ich werde weich.
Mir entgegengebrachte Wärme und Dankbarkeit, Komplimente, Lob, das löst in mir Tränen aus.

In mir gehen seltsame Dinge vor.

Manchmal glaub ich, ich werd verrückt.
Aber vielleicht werd ich einfach nur lebendig.

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Donnerstag, 22. Januar 2009
Musen-Zeit.
Schon letztes Jahr hatten wir unser Team-Event im Pala*zzo. Heute wieder. Zwar waren die Akteure wundervoll, aber nicht ganz so überwältigend wie beim letzten mal. Das Essen war dafür umso besser. Der Batzen Geld lohnt sich einfach immer wieder (wir müssen es ja auch nicht zahlen, harhar). Wir hatten einen herrlich ausgelassenen Mädels-Abend.

Der Januar gehört der Muse. Der Seele. Ach was. 2009. Ich glaub immer noch fest daran.

Es ging mir schon Ewigkeiten nicht mehr so lange am Stück gut. Über 6 Wochen. Es ist fast ungewohnt, nicht mehr soviel zu weinen.

Vorsichtig wage ich langsam meine Gefühlslage zu definieren: ankommend (angekommen?). Glücklich.

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Samstag, 10. Januar 2009
Pünktlich zu Jahresbeginn kündigt mir meine Therapeutin unsere letzten 3 gemeinsamen Stunden an. Sie ist unentschlossen, ob sie Verlängerung beantragen soll, oder mir eine "Pause" gibt. Sie fragt mich, wie ich das sehe. Ich rede sehr lange. Sie meint, dass sie das ähnlich sieht. Und schließt mit: "Die Kasse hätte kein Problem damit, eine Verlängerung in Ihrem derzeitigen Zustand abzulehnen." Sie will nachdenken, bis zum nächsten mal.

Es erinnert mich an die Situationen, wie ich Fahrradfahren gelernt habe. Die Stützräder kamen weg, und der Papa hielt mich hinten am Gepäckträger, während ich vorwärts strampelte. Irgendwann drehte ich mich um, und merkte, dass er weit hinter mir stand und längst losgelassen hatte. Dass ich fuhr. Alleine. Und prompt fiel ich um. Ja, ich weiß, gelernt hab ich es trotzdem irgendwann.

Aber ich hab echt Angst. Die starke Zeit ist erst so kurz.

[Edit] Und auch wenn das akute Problem "kleiner Professor" gelöst ist - die eigentliche Problematik ist nicht vom Tisch. Angegangen - auf jeden Fall. Wie weit, vermag ich nicht zu beurteilen. Die Aussicht auf ein Leben ohne die Frau W. bringt mich wirklich zum Weinen.

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Mittwoch, 7. Januar 2009
Es fehlt mir so sehr. Dass sich jemand von hinten an mich rankuschelt, seinen Arm um mich legt, seinen Kopf an meinen Hals schmiegt, meinen Haaransatz im Nacken küsst, und zärtlich in mein Ohr flüstert: schlaf gut. Es fehlt mir gerade so sehr, dass es weh tut und mir Tränen in die Augen treibt.

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