Dienstag, 5. Juni 2018
WmDedgT 06/18
In bewährtem 2-Monats-Turnus heute meine Juni-Memoiren zu Frau Brüllens Frage: was machst du eigentlich den ganzen Tag?

Durch die halb runtergelassene Jalousie kann ich sehen: draußen ist es hell und die Vögel zwitschern. Ein Blick auf die Uhr verrät mir: es ist 5 Uhr. Die Katze freut sich und denkt es gibt Futter als ich aufstehe. Aber ich schließe die Fenster in Schlaf- und Wohnzimmer, die über Nacht für Durchzug offen sind. Meistens kann ich dann weiterschlafen, heute nicht, obwohl erst um 1 eingeschlafen und total gerädert. Um 6 Uhr denke ich, scheiß drauf, wander zum Napf und dann unter die Dusche, wähle ein hübsches dunkelblaues Kleid, stecke die Haare im Nacken zusammen, finde mich schön und radel in die Arbeit.

Dort erstmal alle Fenster im Großraumbüro aufreissen. Nur 2 andere KollegInnen sind schon da. Ich checke Mails, denke über das Coaching nach das ausnahmsweise mal ich selbst gestern bei einem externen Trainer hatte, gehe in die Küche und schnippel mir Obst, außerdem gibt’s Frühstücksbrei mit frischen Himbeeren. Als ich zurück an den Platz komme, haben sich die anderen Schreibtische etwas gefüllt. Büro-Schnack.

Grundsätzlich ist es eigentlich seit sehr langer Zeit so, dass ich operativ in Orga- und Koordinationskram absaufe. Das wird aber mit dem Firmenwachstum immer schlimmer. Über 600 Leute werden wir sein ab dem 1.7., und in der PE sind wir immer noch mit 1,20 Personen unterwegs: ich 75% (weil ja Teilzeit), meine Kollegin 20%, mein Chef 25% (arbeitet aber locker 60% für PE). In dieser Mannschaft sollen wir die Führungskräfte- und Mitarbeiterwelt retten, wahnsinns Konzepte und Strategien entwerfen und umsetzen, den dadurch anfallenden Mehraufwand natürlich auch auffangen, eine Governance-Funktion wahrnehmen, Kostencontrolling und natürlich den kompletten operativen Schulungs-, Coaching und Mentoring-Betrieb am Laufen halten, der bei uns echt umfassend ist. Nicht zu vergessen unsere eigene Prozessoptimierung inkl. neuer Tools. A fool with a tool is still a fool. Und der Schuster hat stets.. naja. Was ich damit sagen will: ich arbeite in den 6 Stunden wie ein Duracell-Hase auf Crystal. Dabei heute keine besonderen Vorkommnisse. Mir wird nur durch das gestrige Coaching einmal mehr klar, warum mich mein Job so frustet. Er entspricht mir einfach nicht. Nicht, dass ich das nicht schon wusste. Aber nochmal aus einer anderen Perspektive heraus. Spannend jedenfalls. Zwischendrin diskutieren E. und ich die Immobilienpreisentwicklung in meinem Kietz. Das ist wirklich haarsträubend, aber vermutlich in allen Städten der gleiche Mist.

Mittagessen. Der Dönermann muss mich zweimal zur Bestellung auffordern. Dann denke ich ständig, er würde sagen: ein Dürüm, okay. Nein nein, sag ich ihm an die 3 mal. Döner, Döner. Döner. Dreimal sagt er Ja Ja, Döner! Er lächelt milde. Kennt mich ja gut genug. Kurze Nacht, entschuldige ich mich beschämt. Als ich mit den anderen den Laden verlassen will, meint er: ähmm du musst noch zahlen..?

Um 13 Uhr gehe ich lieber und haue mich eine halbe Stunde zu Hause aufs Ohr, bevor ich in die neue Welt radel. In der neuen Welt ist es noch schwüler als draußen. Keine Klima-Anlage. Ich mag Klima-Anlagen sowieso nicht, aber manchmal, so 5 Minunten… Das tolle ist, dass ich dort unter anderem etwas tue, bei dem es völlig legitim ist wenn ich einschlafe. Und das tue ich auch ordentlich und wache frisch und erholt auf, bereite alles nach, denke schon euphorisch an meinen Sportkurs um 19:45 Uhr… und merke wie beim Hin- und Herwuseln mein Kreislauf schlapp macht und mir kotzübel wird. Blöderweise muss ich ausgerechnet heute länger bleiben, weil die Dinge erledigt werden wollen. So cancel ich den Sportkurs und verlasse gegen 20:15 Uhr die neue Welt.

Auf dem Weg nach Hause rufe ich meinen Vater zurück. Ich hatte ihm eine Frage zu meiner Gehaltsabrechnung gestellt. Er teilt meine Vermutung, dass vergessen wurde mir mit dem April-Gehalt den fälligen Anteil des variablen Anteils für das Jahr 2017 zu überweisen. Eine Summe, über die manch einer lachen mag. Für mich ermöglicht sie einen kleinen Urlaub.

Um 20:30 endlich zu Hause. Die Katze kräht. Wenn sie ihr Mäulchen so aufreisst erinnert sie mich manchmal an einen Clown. Mit ihrer weißen Schnute und der rosa Zunge dazwischen, und dazu die weit aufgerissenen fordernden Augen. Das lässt mich schmunzeln, auch jetzt. Dann gibt’s obligatorische Katzen-Wellness, mit Ganzkörper-Massage. Erst danach erlaube ich mir Tagliatelle mit grünem Spargel, Olivenöl, Zitrone und Pecorino zuzubereiten. Dazu ein gemischter Salat und eine Folge dieser neuen Anwalts-Serie auf ARD. Falk. Ganz nett und vor allem ohne Gehirnschmalzeinsatz meinerseits.

I. schreibt währenddessen, unter anderem dass sie betrunken ist, wofür ich gerade gar keine Nerven habe. Außerdem meldet sich eine Frau, die ich gestern über den Katzenverein kennengelernt habe. Sie wohnt nur zwei drei Häuser weiter und ist sehr sympathisch. Sie fragt, ob wir bald mal was gemeinsam unternehmen wollen. Das machen wir, sage ich, und verspreche ihr mich morgen zu melden, wenn ich mehr Muse für meinen Kalender-Check habe.

In dem Zusammenhang fällt mir siedend heiß das Windows-Update ein. Sonst werde ich irgendwann von unserer IT zwangsmigriert im Lauf der Woche. Wir alle ahnen, dass das sicher im unmöglichsten Moment geschieht. Schnell das WMDEDGT in die Tasten hauen, denk ich mir, das Update anstoßen und nix wie ab auf den Balkon, mit nem Edelhell meiner Lieblings-Biobrauerei.

Prost Leute.

Nachtrag, vom Balkon: ohhh, so schön, zwischen Tomatenstauden, Kräutern, Lavendel und Blumen, im Kerzenlicht. Und weil ich nicht das komische Gemetzel hören will das aus dem Laptop vom Balkon unter mir hochschallt, mit Gabriel Anandas Soulful Techno auf den Ohren. Endlich Zurücklehnen, Füße hoch, Kehle erfrischen, träumen. Gute Nacht.

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Donnerstag, 5. April 2018
WmDedgT 04/18
Sieht ganz so aus als wäre ich ein nur alle zwei Monate WmDedgT Blogger. Hier nun also meine April-Antwort auf Frau Brüllens Frage: was machst du eigentlich den ganzen Tag?

Der Wecker klingelt um 6:50 Uhr. Snoozen bis 7:05 Uhr. Katze füttern. PMR. Duschen. Kein Make-Up. In die Arbeit radeln. Komme heute irgendwie schwer in Schwung. Im Büro erste Mails checken, dann Frühstücksbrei und Obst zubereiten. Der Weg in die Küche und der Rest des Arbeitstages bestehen fast nur aus Gesprächen, hier und dort, mit jenem und jener. Alles in allem sehr aufschlussreich und interessant. Außerdem bringt ein Kollege selbstgebackene Donauwelle mit. Die schmeckt so gut, dass ich gleich zwei Mal Nachschlag hole.

Etliche persönliche Gespräche, Telefonate und Mails später verlasse ich um 13:30 Uhr die Arbeit in Richtung Zuhause mit kurzem Zwischenstopp im Bioladen um ein paar Grundnahrungsmittel einzukaufen. Zwischen 14 und 14:30 Uhr will ich einen ein Maler empfangen, und das kam so:

Am Ostermontag meinte ich mein Wohnzimmer streichen zu müssen. I. half mir tatkräftig. Und doch war es eine einzige Qual, vor allem die Decke. Zwar bekamen wir am Nachmittag moralische Unterstützung durch V., der mal kurz von Island nach Heilbronn musste für einen Übungsflug und das für einen kurzen Besuch nutzte und leckere Teilchen mitbrachte. Doch es blieb einfach ein Übel. Das deprimierendste war dann der Moment am Dienstagmorgen als ich entdeckt, dass vor allem eine Wand und bestimmte Bereiche an der Decke Schatten haben, und die kamen nicht durch die Lichtverhältnisse. Obwohl ich Blasen an den Händen hatte, wollte ich am Dienstagabend mit E.‘s Hilfe einen zweiten Anstrich ranwerfen. E. sagte dann aber kurzfristig ab, und ich war so sauer und gefrustet dass ich einen Malerbetrieb anrief. Dort wollte man per Telefon keine Kosten schätzen, was mir relativ professionell erschien und so kam ich dem Vorschlag des Malers nach, dass er am Donnerstag vorbeischaut und sich ein Bild von der Situation macht.

Um 14:15 Uhr klingelt es. Der Maler begrüßt mich mit feinstem Monnemer Dialekt. Ich muss schmunzeln. Mir fällt eine Situation ein aus der Zeit, als ich ganz frisch hier her gezogen war, im Jahr 2006. Eine Kollegin hatte ich zu sich nach Hause eingeladen. Es kamen Handwerker zu ihr, ich glaube fürs Bad. Als wir wieder unter uns waren fragte ich: „das war jetzt also Schwäbisch, oder?“ Mit großen Augen schaute sie mich an: “Sag niemals nie einem Mannheimer, er würde schwäbisch reden.“ Das war meine erste Sprachlektion.

Der Maler begutachtet den Raum, wiegt den Kopf hin und her, schätzt Kosten. Ich schlucke ein bisschen, weiß aber dass das ein fairer Preis ist und sage das auch. Er nickt: das denke ich auch. Wir geben uns die Hand, morgen um 13 Uhr rücken sie an.

Ich frage I. ob ihr Angebot von gestern noch steht mit mir den notwendigen Pott Farbe im Baumarkt zu holen. Klaro, sie hat gerade Besuch von ihrer Mutter, sie wollen sowieso nach Blumen schauen. Den Rest des Nachmittags verbringe ich mit Rumbuddeln und Lesen, „Die Rivalin“ von Michael Robotham, den ich grundsätzlich gern lese.

Um 17:30 Uhr schreibt I., dass es später wird. Ich frage nach einer groben Zeitangabe und beschließe mir noch Dinkel-Spaghetti zu kochen, mit Scampis, pikantem rotem Pesto mit Schafskäse, halbgetrockneten Tomaten und Parmesan. In der Küche suche ich Paul. Weberknecht Paul lebt seit einem guten Jahr bei mir. Erst in einer Ecke im Fenstererker, dort wurde es ihm im Sommer wohl zu zugig, und er zog um in die linke Zimmerecke an der Decke. Vor dem Streichen wurde er von mir umgesiedelt in ein Glas mit Löchern und in der Küche zwei Tag später (ich hatte ihn vergessen) wieder ausgesetzt. Seitdem ist er verschwunden, und bleibt es anscheinend auch.

Es ist spannend I.‘s Mutter kennenzulernen. Unsere Exkursion ist unkompliziert, schnell und fröhlich, und gegen 19:45 Uhr bin ich auch schon wieder zu Hause. Kuscheln mit der Katze, sie hat einen Leckanfall, ich muss das nochmal angehen, das wird einfach nicht besser. Ansonsten kommt sie mit dem veränderten Revier und der Baustellensituation relativ gut klar.

Den Rest des Abends verbringe ich mit diversen Tätigkeiten. Mache mich über das berufsorientierte Praktikum schlau, das ich im Rahmen des Studiums absolvieren muss, prüfe welche Präsenzseminare nächstes Semester angeboten werden und überlege eines in Berlin zu besuchen. Schaue zum 100sten mal – und einmal mehr vergeblich - ob endlich die Prüfungsergebnisse da sind. Mache mir Gedanken welche Bilder ich eventuell wo in der Wohnung aufhängen möchte und was sonst so als nächste Aktivitäten im Kontext Wohnung anstehen. Esse noch ein paar Tomaten mit Salz. Und schreibe den Blogeintrag.

Jetzt gleich nur noch Bad, Bett, Lesen, Hörbuch, Schlafen, mit einer riesen Vorfreude, dass ich ab Samstag dann endlich wieder das Wohnzimmer nutzen und einräumen kann. Eine Woche Baustellenflair ohne Ess- und Schreibtisch, ohne Sofa, ohne gute Rennmöglichkeit für die Katze, dafür mit vollgestopften anderen Zimmern, hat erstmal gereicht. Künftig werde ich von meinem Wohnzimmer dann noch noch als "Westflügel" sprechen.

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Montag, 5. Februar 2018
WmDedgT 02/18
Nachdem ich den Januar ausgelassen habe, folge ich heute wieder Frau Brüllens Frage: was machst du eigentlich den ganzen Tag?

Nach 5 mal snoozen finde ich gegen 7:15 Uhr den Weg aus dem Bett, dank der Katze sogar in die Küche. Dusche. Leichtes Make-up, da mich eine Leiche aus dem Spiegel anschaut. Bevor ich das Haus verlasse, noch 10 Minuten Spiel mit der Katze.

Auf dem Rad zur Arbeit. Mir friert fast das Gesicht ein. Versorge mich unterwegs mit Obst und Pain-au-chocolat.
Erste Telko um 8:30 Uhr. Noch alles fein. In der Telko um 9:30 Uhr große News. Man versucht Bedauern über zwei Kündigungen zu heucheln, aber die Erleichterung lässt sich nur schwer verstecken. Ich freue mich still. Sieht ja zum Glück keiner mein Gesicht.

Der Vormittag wird hektisch. Habe seit einer Woche eine Praktikantin. Das ist eine willkommene Abwechslung, ich mag sie als Mensch und sie ist auf Zack, aber eben auch ein großer Zeitfaktor. Außerdem fällt die Kollegin, die mir operativ viel abnimmt, aus wegen Krankheit.

In der Mittagspause berichte ich einer Kollegin (eigentlich eher Freundin, sie war auch bei der Weihnachtssause dabei) von meinem Samstags-Date. Es war mit einem Typen (29... we remember... ) das 1. Date, nackt, in der Sauna - was dennoch nicht dazu berechtigt im warmen Außenbecken ungefragt zwischen meine Beine zu fassen und es nach einer Abfuhr 5 Minuten später an der Brust zu versuchen. Die Kollegin flippt dezent aus. Ich denke den ganzen Tag über immer wieder über das nach, was sie gesagt hat. Es erinnert mich an etwas sehr wichtiges. Das ist gut.

Um 12:45 Uhr habe ich einen kurzen Coaching-Workshop. Ich nehme die Praktikantin mit, sie hat das vorbereitet, was wir in dem Workshop mit den Mitarbeitern durchgehen möchten, sie selbst möchte aber keinen aktiven Part übernehmen. Nach der Session frage ich sie nach Feedback. Es deckt sich mit meinem Eindruck: die hatten null Bock, insbesondere 2. Teilweise unmotiviert bis unverschämt passiv. Ich frage sie, was ich anders hätte machen können. Sie ist ratlos, sagt sie fand mich sehr motivierend und hast sich gefragt wie ich so positiv und engagiert bleiben konnte und hat sich z.T. fremdgeschämt für die Teilnehmer. Naja. Muss ich morgen mit dem Chef sprechen. Ich hoffe die Moderatoren nach mir haben die Kolleg*innen noch ordentlich durch die Mangel genommen.

Erst gegen 15 Uhr komme ich los, weil ich ihr noch Aufgaben erklären möchte, die mir das Leben in den nächsten 3 Wochen leichter machen, vor allem wenn die andere Kollegin länger ausfällt.

Ich radel zu einem Kollegen, der derzeit 10 Monate Elternzeit nimmt mit seinem Sohn. Wir unterhalten uns prima, und sein Sohn hat keinerlei Berührungsängste. Später kommt seine Frau von der Arbeit. Wir lachen viel.

Kurz bevor ich gegen 17:30 Uhr nach Hause radel, lese ich die Nachricht vom Sonntags-Date (2. Date mit einem anderen Typen). Er will eine Partnerin die er liebt und will geliebt werden, und deswegen sollen wir uns besser nicht mehr sehen. Er hatte mir gestern im Kino ("3 Billboards outside Ebbing, Missouri" - must watch!) zum Filmstart ins Ohr geflüstert, wie froh er ist dass wir uns kennengelernt haben. Ich wollte zumindest nicht unhöflich sein, lächelte und sagte: "Oh, danke." Kam wohl scheisse, auch dass ich nur widerwillig danach etwas mit ihm essen gegangen bin, weil ich lernen wollte und sehr müde war. Kam wohl suboptimal. 2. Date. Sagte ich?

Ich spiele mit der Katze und schreibe LeSchwe von meinen Tinder-Erfolgen. Sie ruft an. Ich weine ein bisschen ob der Aussichtslosigkeit und koche nebenbei. Dann ist es wieder gut. Ich esse Tagliatelle mit Pesto al basilico con pecorino und frisch angebratenen Tomaten, dazu gemischten Salat. Dann will ich das hier schreiben, aber V. ruft an. Eigentlich möchte ich nicht mehr sprechen, gehe aber trotzdem ran. Zum Glück. Und weil das mein Highlight des Tages war und es auch nicht mehr besser werden kann für heute, gehe ich ins Bett. Gute Nacht, liebe Bloggerinnen und Blogger.

Gelernt hab ich heut übrigens nix, wie gestern. Und in 4 Wochen ist Prüfung. Fazit des Tages: Tinder-Break. Keine Zeit für gequirrlte Scheisse.

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Dienstag, 5. Dezember 2017
WmDedgT 12/17
Jetzt hab ich das schon so oft bei anderen gelesen, da wollt ich das heute auch mal probieren. Frau Brüllen fragt: was machst du eigentlich den ganzen Tag?

Heute Morgen nur einmal gesnoozed. Aufgestanden, Katze gefüttert, 13 Min. PMR geübt, geduscht. Mit Haare waschen. Das ist nicht selbstsverständlich, mit Haaren kommt nur 1-2 mal pro Woche vor. Auch heute Morgen verliere ich ziemlich viele davon, geht nun schon seit zwei drei Wochen so, etwas merkwürdig. Aber keine Zeit zu grübeln. Ohne Frühstück gehts los, mit Schal, Stirnband und Wollkapuze aufs Rad. Schnell noch bei Al*natura ein Pain au Chocolat (darauf schwör ich), dann Büro.

Im Büro geschehen heute die üblichen Dinge. Viele Mails und Telefonate. Blöde Fragen. Lustige Gespräche. An unserem 4er Tisch sind heute gute Kollegen. Wir haben als gemeinsamen Ohrwurm ein Lied, dessen Titel ich leider nicht weiß, und summen geht hier nicht, deswegen bleibt Ihnen der Ohrwurm also erspart.
Mittags speisen I. und ich gemeinsam in der Büroküche. Es gibt Bulgursalat. Anschließend 2 Stunden Meeting mit meiner wunderbaren Unterstützung und meinem neuen Chef. Meine Chefin ist seit gestern in Mutterschutz mit anschließendem Jahr Elternzeit. Das Meeting macht Lust auf das kommende Jahr, es warten spannende Projekte, und ich denke ich kann von dem neuen Chef viel lernen was Personalentwicklungsprojekte angeht.

Um 14:30 Uhr raus aus dem Büro, nach Hause radeln, Rucksäcke tauschen, in die neue Welt radeln. Mein Zimmergenosse dort ist muffelig. Irgendwann fragt er mich etwas, was ich im 1. Semester gelernt habe, aber ich erinner mich nicht. Wir unterhalten uns über meine Lernmethode. Bzw. meint er dann: you've got a lot on your plate. Stimmt halt, deswegen merk ich mir zwar Sachen, aber leider nicht immer so detailliert und lang, wie ich mir das wünschen würde. "I think you are very intelligent. And gaga. So I think you really fit that field. But yeah... you concentrate on passing the exams." Jup, so ist das.

In der neuen Welt tue ich was zu tun ist, dazu kann ich leider auch an WmDedgT-Tagen nichts sagen. Anzumerken bleibt, dass der Obermufti dort meine Projektabsage scheinbar relativ gelassen entgegen genommen hat.

Um 19:15 Uhr verlasse ich die neue Welt und rufe die Tochter von Katinka an, die hat heute nämlich Geburtstag. Ich singe ein Ständchen und unterhalte mich mit ihr über ihren Tag und ihre Geschenke. Dann radel ich in den Sport. Nennen wir es.. sowas wie Pilates. Das Gute ist: heute sind wenig Neue dabei, so dass wir das Glühbirnenlicht aus lassen und nur mit Kerzenlicht turnen können. Wenn mehr Neue da sind, geht das nicht, meint die Vorturnerin, dann muss sie besser sehen können was die so treiben.

Gegen 21:30 Uhr bin ich zu Hause. Schinkennudeln als spätes Abendmahl, und Chinakohl-Salat. Ich hab so Hunger, dass die goldene Regel dass so spät essen keine gute Idee ist, leider unbefolgt bleibt. Während der Zubereitung whatsappe ich mit LeSchwes Freund, denn wir sind bei einem Weihnachtsessen in 1,5 Wochen für die Vorspeise verantwortlich. Wir kommen da noch nicht so ganz auf einen Nenner. Fleisch vor Fleisch finde ich immer suboptimal.
Während meines Abendessens schaue ich dann hin der ARD Mediathek "Trash Detective" zuende, den habe ich am Wochenende angefangen.

Seitdem sitzen die Katze und ich auf dem Sofa, im Kerzenlicht. Sie schläft, ich tippe. Und dabei fallen mir schon so die Augen zu, dass mir nur noch bleibt Ihnen eine gute Nacht zu wünschen.

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