Mittwoch, 28. Oktober 2020
Bei allem Verständnis, ich kotze.

(also ich gehe davon aus, dass es nicht bei 4 Wochen bleibt. aber wer will jetzt schon kommunizieren, dass das schwierig wieder zu lockern ist über den gesamten Winter? schwer vorstellbar, dass in 4 Wochen die Maßnahmen rückgängig gemacht werden)

Kultur: nö. Kirche: ja

Hauptsache ora et labora, wa.

Ich kotze. Sagte ich das schon.

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Es erstaunt mich selbst, was das alles in mir auslöst. Bisher fühlte ich eine große Solidarität und den Willen dazu beizutragen, dass wir gut durch die Zeit kommen. Erst durch die erneute Verschärfung wird mir bewusst, wie belastet ich aus den ersten Monaten raus bin. Ich freue mich für alle, die sich psychisch dazu in der Lage sehen, mit der Situation umzugehen. Für mich ist es schwierig alleinstehend und mit Tendenz zu Depressionen auf Kontakte in Arbeit, Sport und Freizeit zu verzichten, insbesondere, da es aus meiner Sicht nicht absehbar ist. Und in der Arbeit war ich sowieos nur einmal in der Woche (jetzt soll es wieder ganz gestrichen werden). Dazu kommt die Dunkelheit der Jahrezeit. Ich wünschte, ich könnte daran glauben, dass es bei 4 Wochen bleibt. Das wäre OK. Aber vor meinem inneren Auge liegen 4-5 lange Monate.

Ich verstehe nicht, wieso Gottesdienste kein Problem sind, Kulturveranstaltungen hingegen schon. Es mag sein, dass inzwischen nicht mehr nachvollziehbar ist bei einer großen Menge an Infektionen, woher sie kommen. Zu Beginn war jedoch nie von Infektionen in Kino & Co zu hören, durchaus aber von Gottesdiensten. Bei den Hofer Filmtagen beispielsweise wurde so hart auf das Einhalten sämtlicher Maßnahmen geachtet, inklusive der Maskenpflicht am Platz, Turbo Lüftungsanlage, allgegenwärtiges Desinfektionsmittel, riesig viel Platz um die reservierten Plätze (weit mehr als 1,5 Meter). Es fällt mir schwer zu glauben, dass hier das Infektionsrisiko höher ist als in der Kirche. Oder bei Ausstellungen, im Rahmen der einander-Aktionstage in Mannheim fanden tolle Veranstaltungen statt, bei denen so wenige Leute waren mit so riesigem Abstand und ständigem Tragen der Maske - es fällt mir auch hier schwer.

Wieso sind Kantinen weiterhin möglich, weitere Gastronomie aber nicht.

Es schreit für mich so sehr danach, dass wir hauptsache alle bitte schön leitungsfähig bleiben (was aus psychischen Gründen allerdings fraglich bleibgt) und leisten, aber mehr bitte auch nicht. Und das macht mich wütend.

Mir blutet das Herz, für alle Kulturschaffenden, für Gastronomen und Clubbetreiber. Mir blutet das Herz.

Ich will keine Corona-Demo-Frau werden, wirklich nicht. Aber es fällt mir gerade wirklich schwer mich völlig zu den Maßnahmen zu committen, bei aller Solidarität, und ja, ich halte mich für einen solidarischen Menschen.

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Mittwoch, 2. September 2020
Kann Scheuer jetzt bitte endlich seines Amtes enthoben werden. Danke.

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Donnerstag, 30. Juli 2020
Am Dienstag war ein Schreiben im Briefkasten. Nachbarbeteiligung, so der Betreff. Nettes Täuschungsmanöver. Die Bekanntmachung neuer Baupläne. Diesmal betrifft es vermutlich den Innenhof. Wer hats geplant? Na klar. Der Investor dem inzwischen so gut wie der ganze Kiez gehört. Der, der auf dem Quartiersplatz einen Kiosk bauen möchte. Der, der die Luxuslofts und -appartments hier gebaut hat. Der, der den Hals nicht voll kriegt.

Das wird mir die Sicht vom Balkon verbauen, vermutlich, und das wars dann mit mir und dem Kiez. Keinen Bock auf noch mehr verbaute Fläche, noch mehr Menschen. Wir haben hier so wenig Fläche, aber die wird ausgepresst über jede Schmerzgrenze hinweg.

Naja, abwarten, könnte man sagen, aber ja, um diese Fläche wird es gehen, da wette ich drauf.

Meine Bude werde ich dann zu monströsen Preisen an Hipster-Arschlöcher vermieten. Warum? Hild*ebrandt & He*es machts möglich - und anders kann ich mir mit meinem Gehalt nirgendwo ne Miete in dieser Stadt in einer Wohnung ohne Löcher im Boden leisten.

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Sonntag, 28. Juni 2020
Es mag naiv gewesen sein vor 8 Jahren nicht zu sehen, wohin sich dieser Kiez entwickeln wird. Vermeintliches post-C*r*n* macht es nun gar unerträglich, es platzt aus allen Nähten, wir leben in ständiger Beschallung, entweder durch Nachbarn hinten, oder die Bar und Party People vorne, oder die Techno Mukke vom Geldwäschecafe an der Ecke, oder von der Mischmaschmukke auf dem Trinkerplatz. Ganz zu schweigen von den Poser Autos.

ich wünschte, ich wäre einfach nur woanders. Keine Ahnung wielang ich das noch aushalte. Für den Master hoffe ich in einem Jahr umziehen zu können. Davor habe ich eigentlich keine Ambotionen für einen Umzug, ist jedes mal ein Akt und teuer. Aber inzwischen habe ich so etwas wie Schlafstörungen entwickelt.Obwohl ich fast nur noch mit Ohrenstöpseln schlafe (hilft manchmal aber nicht immer, es ist einfach LAUT). Ich. Ich konnte früher im Club schlafen, und es war nie ein Problem 9 Stunden plus durchzuschlafen. Vorbei vorbei, und ich wünschte, es läge an seniler Bettflucht.

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Mittwoch, 8. Mai 2019
Siechtum reloaded.

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Dienstag, 6. November 2018
Ein Tag, an dem die Profession als Amokläufer wieder ein ganz kleines bisschen attraktiver wird.

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Dienstag, 30. Januar 2018
"Ja leck mich am Arsch!"

- ich, bei jeder Frage der Altklausuren.

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Samstag, 6. Januar 2018
Da könnt ich heulen vor Wut.

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Montag, 1. Januar 2018
Warum müssen Menschen am 1.1. um 23:41 Uhr immer noch rumböllern? Ich bin mir sicher, alle bösen Geister sind längst weg. Die guten wurden inzwischen sicher direkt mit in die Flucht geschlagen.

Der Hund nebenan dreht wieder völlig durch, Katze hockt seit gestern eigentlich ununterbrochen hinter der Waschmaschine, im Zwiebelschrank, unterm Bett oder im Depressionstunnel. In letzteren würd ich mich grad auch gern quetschen. Hm ne eigentlich lieber die BöllererInnen. Hmpf.

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Montag, 6. Februar 2017
Klausuraufgaben geübt. Da hats mir jetzt den Vogel rausgehaun. Scheisse. Mir läuft echt die Zeit weg. Und jeden Tag könnt ich heulen über die vergeudete Zeit in der Arbeit.

Hm ich glaub das Highlight an Wertschätzung habe ich hier noch gar nicht dokumentiert. In meinem letzten Mitarbeitergespräch, Ende November. Diskussion über Gehaltserhöhung. Dem ging voran, dass ich nun, nach 2 Jahren hartem Kämpfen und Dokumentieren meiner Tätigkeiten (Absaufen in operativem Wahnsinn, einzige Personalentwicklungstante in Teilzeit für über 500 Leute - und wir machen echt viel in dem Kontext) endlich die ausgelernte Azubi zur Seite gestellt bekomme. Viel zu spät, wie ich jetzt im Januar gemerkt habe. Denn es kostet natürlich Zeit jemanden sauber einzuarbeiten. Und da ich eh schon Land unter war, ist die Zeit nicht da. Also fallen jetzt halt Dinge runter. Ist aber einfach so. Vor dem Hintergrund des Kompliments macht das auch gar nichts.

Denn. Absolut klar ist mir - und laut eigener Aussage auch der Chefin - dass ich da in den letzten zwei Jahren natürlich gar keine Zeit für strategische Aufgaben hatte. Davon stand auch nix in meinen Zielen. Es hat aber schon einiges an Kraft, Nerven, Koordnations- und Organisationstalent gekostet, das alles überhaupt noch so sauber am Laufen zu halten, dass wir super Feedback bekommen. Auf gut Deutsch könnte man auch einfach sagen: ich hab mir den Arsch aufgerissen, und das mit Erfolg.

Die Antwort auf meine (nach 4 Jahren erstmalig gewagte) Anfrage nach etwas mehr Geld war dann: wenn wir uns anschauen, was du da im letzten Jahr an Tätigkeiten hattest, müssten wir aber sogar in die andere Richtung gehen.

Ich mein. Was will man da von mir eigentlich noch erwarten?

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