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Dienstag, 15. November 2011
Ich glaub ich werd hysterisch.
okavanga, 00:33h
Gegen 5 Uhr hab ich dann für eine Stunde Schlaf gefunden. Aufgewacht wie fremdgesteuert. Zum Bahnhof und in den Zug Richtung Os*nabr*ück gefahren. Dort geschlafen, so gut das eben ging.
Angekommen. Schlafgewandelt. Termin gehabt. Zurück zum Bahnhof. Die neue Ge*o Wi*ssen gekauft. Wollte eigentlich schlafen im Zug, ging aber nicht. Also gelesen. Da macht man sich noch mehr Sorgen um sich selbst. Aber auch was interessantes zu Schi*zoph*renie und zugehörigen (nachweisbaren) Ge*hirnaktivitäten gelesen.
Vor einer Stunde zu Hause angekommen. Die weisen Worte von Frau Novemberregen und Frau Sturmflut gelesen. Drüber nachgedacht.
Arbeitsmails gecheckt. Entdeckt, dass meine Cheffin einen Termin versendet hat. GF, BR, sie, ich.
Hysterieanfall bekommen.
Aus meiner Sicht wäre sie nicht notwendig, wenn ich das jetzt alles richtig verstehe, also auch die weisen Hinweise von meinen lieben Lesern. Zum einen war sie nicht dabei. Zum anderen ist sie nicht betroffen. Und außerdem brauche ich keinen Fürsprecher. Ich kann und WILL für mich selbst sprechen.
Als ich gestern LeSchwe erzählte, dass Cheffin das Treffen moderieren will und aber auch klare Ansagen zu diesem Verhalten in dem Meeting machen will, hat sie gelacht, und gemeint: welchen Sinn macht das? Zum einen ist sie nicht neutral und nicht in der Lage zwischen den Parteien zu vermitteln. Als Moderator bezieht man keine Stellung bzw. macht keine klaren Ansagen Zum anderen: will sie Moderatorenkarten an Moderationswände heften, oder was?
Tja. Und all diese Aspekte zusammen, möchte ich jetzt gar nicht mehr, dass sie teilnimmt, und wenn, dann nur in der Zuhörerfunktion. Denn wie Frau Novemberregen schon sagt: was soll sie denn beitragen?
Und das krasseste finde ich: Wo bitte ist der J*A*V*-Mann in der Einladung? Cool, machen wir jetzt mit dieser kranken Kommunikation weiter? Ich hoffe jetzt inständig, dass der trotzdem eingeladen ist, aber keine Mail bekommen hat. Manche in der Montage haben keine Mailadresse, auch wenn mich das jetzt bei einem J*A*V*-Mann sehr wundern würde. Aber ich will einfach mal glauben, dass wir jetzt nicht mit der kranken Kommunikation weitermachen und genauso verfahren wie der J*A*V-Mann und der BR, die hinter dem Rücken der eigentlich betroffenen rumlabern.
Ach. Ja. Ein Bier. Das ist gut. Und ich hab zwar keinen Hunger, aber irgendwas muss man ja auch essen, also würg ich mir wohl die Ravioli rein.
Am liebsten würd ich da nich mehr hin. Am liebsten würd ich mich in mein Bett verkriechen. Meldet euch, wenn die Welt sich weitergedreht hat.
Also mir hat das jetzt keine Ruhe gelassen. Klar hat der J*A*V-Mann ne Mailadresse!!!
Ich versteh das alles nicht.
Angekommen. Schlafgewandelt. Termin gehabt. Zurück zum Bahnhof. Die neue Ge*o Wi*ssen gekauft. Wollte eigentlich schlafen im Zug, ging aber nicht. Also gelesen. Da macht man sich noch mehr Sorgen um sich selbst. Aber auch was interessantes zu Schi*zoph*renie und zugehörigen (nachweisbaren) Ge*hirnaktivitäten gelesen.
Vor einer Stunde zu Hause angekommen. Die weisen Worte von Frau Novemberregen und Frau Sturmflut gelesen. Drüber nachgedacht.
Arbeitsmails gecheckt. Entdeckt, dass meine Cheffin einen Termin versendet hat. GF, BR, sie, ich.
Hysterieanfall bekommen.
Aus meiner Sicht wäre sie nicht notwendig, wenn ich das jetzt alles richtig verstehe, also auch die weisen Hinweise von meinen lieben Lesern. Zum einen war sie nicht dabei. Zum anderen ist sie nicht betroffen. Und außerdem brauche ich keinen Fürsprecher. Ich kann und WILL für mich selbst sprechen.
Als ich gestern LeSchwe erzählte, dass Cheffin das Treffen moderieren will und aber auch klare Ansagen zu diesem Verhalten in dem Meeting machen will, hat sie gelacht, und gemeint: welchen Sinn macht das? Zum einen ist sie nicht neutral und nicht in der Lage zwischen den Parteien zu vermitteln. Als Moderator bezieht man keine Stellung bzw. macht keine klaren Ansagen Zum anderen: will sie Moderatorenkarten an Moderationswände heften, oder was?
Tja. Und all diese Aspekte zusammen, möchte ich jetzt gar nicht mehr, dass sie teilnimmt, und wenn, dann nur in der Zuhörerfunktion. Denn wie Frau Novemberregen schon sagt: was soll sie denn beitragen?
Und das krasseste finde ich: Wo bitte ist der J*A*V*-Mann in der Einladung? Cool, machen wir jetzt mit dieser kranken Kommunikation weiter? Ich hoffe jetzt inständig, dass der trotzdem eingeladen ist, aber keine Mail bekommen hat. Manche in der Montage haben keine Mailadresse, auch wenn mich das jetzt bei einem J*A*V*-Mann sehr wundern würde. Aber ich will einfach mal glauben, dass wir jetzt nicht mit der kranken Kommunikation weitermachen und genauso verfahren wie der J*A*V-Mann und der BR, die hinter dem Rücken der eigentlich betroffenen rumlabern.
Ach. Ja. Ein Bier. Das ist gut. Und ich hab zwar keinen Hunger, aber irgendwas muss man ja auch essen, also würg ich mir wohl die Ravioli rein.
Am liebsten würd ich da nich mehr hin. Am liebsten würd ich mich in mein Bett verkriechen. Meldet euch, wenn die Welt sich weitergedreht hat.
Also mir hat das jetzt keine Ruhe gelassen. Klar hat der J*A*V-Mann ne Mailadresse!!!
Ich versteh das alles nicht.
Sonntag, 13. November 2011
Gets even worse. Worst. Way out?!
okavanga, 23:36h
Wie kamen wir dahin? Jetzt muss ich mal ausholen.
In der ersten Novemberwoche hatten unsere Az*ubis ein soz*iales Pr*ojekt in einem Al*tenheim. Bä*nke und einen Pavi*llion für den Garten bauen, wobei letzterer von den Spenden der Az*ubis und des BRs finanziert wurde (der Rest der Firma wurde dazu gar nicht aufgefordert, man "wollte uns nicht belästigen"). Organisiert wurde das ganze von der J*A*V*. Ist ja ansich gut.
Am Freitag am Ende der Woche sollte es einen Pre*ssetermin geben, zu dem unser GF eingeladen war. Der hatte aber keine Zeit und wollte meine Chefin, die, wie ich hier nochmal sagen muss, denn es ist wichtig, ja meine Stiefmutter ist. Die hatte dann aber auch keine Zeit, und hat mich am Donnerstag gefragt, ob ich sie am nächsten Tag dort vertreten kann. Hab ich Zweifel angemeldet und gemeint, ich weiss ja von dem Projekt gar nicht viel, wir waren da als Pe*rsonalabteilung nicht involviert. Macht nichts, du musst uns einfach nur repräsentieren.
Ok, die eine Azu*bine angerufen und sie zu dem Projekt ausgefragt. Budget, Zeitraum, wie es dazu kam, etc. Da ging es mir schon schlecht, erkältungstechnisch, am Freitag war es noch schlimmer, aber ich hab mich da dann hingeschleift. Dummes, dummes ich!!!
Das Ganze fing dann an mit einem Gespräch bzw. Interview durch den Jou*rnalisten mit dem Hei*mleiter und mir. Was für eine Firma wir denn seien, welche Aus*bild*ungsberufe wir anbieten, ob wir sowas schon länger machen, ob wir künftig weiterhin solche Pro*jekte machen wollen, ... Alles nach bestem Wissen und Gewissen beantwortet, wie wir heißen, was wir aus*bilden, dass wir sowas weiterhin machen wollen, dass wir sehr stolz auf unsere Aus*zubildenden sind, etc. Hei*mleiter, wie glücklich er ist, wie sehr er gerade so etwas begrüßt nachdem so viele Zi*vis wegfallen, etc..
Danach folgten der Jou*rnalist und ich dem Hei*mleiter nach draußen, wo unsere 20 Azu*bis sowie der J*A*V-Projektverantwortliche warteten. Der Jou*rnalist erklärte, dass der Ver*lag verlangt, dass Ar*tikel personalisiert werden, deswegen möchte er gerne zwei Az*ubis rausgreifen und daran den Artikel aufhängen. Er wählte zwei Ind*ustriekau*ffrauen, positionierte sie vor einer Bank, und bat den Hei*mleiter und mich, uns jeweils daneben zu stellen. Mir war das sehr unangenehm, was ich auch äußerte, mit dem Zusatz, dass ich mit dem Pr*ojekt ansich ja nichts zu tun hatte, aber sowohl Jou*rnalist als auch Hei*mleiter bestanden darauf (vor der gesamten Truppe), dass ich als Vertreterin der GF mit auf dem Bild bin.
Es folgte ein Gruppenfoto, ein kurzes Interview mit den zwei Indu*striekau*ffrauen und der Jou*rnalist verabschiedete sich.
Unmut machte sich breit. Warum da jetzt zwei rausgegriffen wurden, das sei doch ein Ge*meinschaf*tsprojekt, das sei doch blöd. Also sagte ich: da vorne läuft er noch, also gehen wir doch hin und betonen nochmal, dass uns das wichtig ist. Ich also mit zwei Az*ubis zu dem Typen und alles nochmal betont. Er nochmal Sicht des Ver*lags erläutert, aber versichert, dass auch ein Gruppenfoto erscheinen würde.
Der J*A*V-Mann war die ganze Zeit nicht mit dabei, also schon beim dem Foto und allem, und auch beim laut rumklagen, aber nicht wenn es darum ging, mit dem Jour*nalisten zu reden. Er beschwerte sich aber danach nochmal (bei mir und den Azu*bis), wie scheisse das doch alles sei, und der Typ hätte doch einen Tag früher kommen sollen um Bilder zu machen, und überhaupt, er hätte dem Typen die Bilder angeboten, die er selbst gemacht hat, die wollte der Typ aber nicht, was ihm "voll auf die Nüsse geht". Das kommentierte ich nicht.
Es folgte ein Mittagessen mit Az*ubis, Hei*mleitung und mir. Vor dem Dessert überreichte mir der Hei*mleiter einen Blum*enstrauß mit den Worten, er bedanke sich bei mir als Vertreterin der GF ganz herzlich. Ich sagte: "Oh Gott ist mir das alles peinlich, ich hab damit überhaupt nix zu tun! Aber danke, und es freut uns, wenn wir helfen konnten!"
Dann verabschiedete mich, ich hatte inzwischen Temperatur und wollte nur noch ins Bett.
Montag. Der J*A*V-Mann steht bei mir im Büro. Schon in Angriffshaltung. Ob ich den Artikel erhalten hätte zum Überprüfen. Ich: "Ne. Weiss auch nicht warum er mir den schicken sollte. Ich hab doch damit nix zu tun. Da müsst ihr halt nochmal nachfragen."
Den Rest der Woche war ich dann krankgeschrieben.
Am Freitag quälte mich mich trotzdem in das zweite Mo*dul meines Per*sonalen*twicklerkurses. Gemeinsam mit meiner Chefin.
Am Samstag auch. Gegen späten Nachmittag fragte ich sie: gab es jetzt eigentlich den Artikel? Ja, sagte sie, und druckst rum. Ich: oh Gott. Und sie: ja naja, der ist schlecht. Mir schwante Übles. "Wir reden im Anschluss an den Ku*rs", sagte sie.
Und das taten wir. Dort fand ich durch stetiges Bohren heraus, dass jemand mir schon demonstrativ diesen schlechten Ar*tikel riesig ausgedruckt auf meinen Schreibtisch gelegt hätte. Und dass der BR eine Mail an den GF geschrieben hat, in dem ich unprofessionell und völlig zu unrecht beschuldigt wurde, wie scheisse ich sei, und was ich denn in der Rolle der Per*sonalen*twicklerin zu suchen habe, und dass ich mich bei dem Pre*sseter*min ständig in den Vordergrund gespielt habe.
Der Artikel ansich, ich kenne ihn noch nicht, sei wohl wirklich schlecht, weil weder unsere Firma namentlich genannt würde, noch sei da ein Gruppenfoto, und es steht da auch sonst wohl nicht viel. Aber.. WAS KANN DENN ICH DA DAFÜR?!?
Bis heute kenne ich den genauen Inhalt dieser Mail nicht, doch dazu gleich.
Mir fiel die Kinnlade runter. Der GF muss dem BR gegenüber sehr deutliche Worte gefunden habe, doch welche, das weiss ich auch nicht.
Meine Chefin meinte, sie will ein Gespräch, und ich meinte, ja, ich auch, mit dem GF, dem BR, der Azu*bine, die mit beim Jou*rnalisten war, und dem J*A*V*-Mann, der, ich kenne ihn jetzt lang genug, mit Sicherheit derjenige war, der zum BR gerannt ist mit Fehlinformationen.
Ich war gestern erstmal entsetzt. Konnte ewig nicht einschlafen. Habe mir 20 Fragen notiert für das anstehende Gespräch, weil ich mir dachte: sagen will ich dort erstmal gar nichts. Weder mich rechtfertigen, für was auch, noch beschuldigen. Vielleicht kommen sie mit meinen Fragen selbst dahinter, was für ein Bullshit das ist.
Heute habe ich weiter darüber nachgedacht. Ich bin seit 8 Monaten in dieser Firma. Emotional bin ich dort nie angekommen. Von Anfang an durfte ich mir regelmäßig von irgend jemandem ans Bein pissen lassen. Abgesehen von den zwei Jungs in meiner Fahrgemeinschaft und einem anderen, der seit Februar in der Kon*struktion ist, fühle ich mich mit meiner Art und Weise und meiner Erwartungshaltung an eine Kultur völlig allein auf weiter Ebene. Das nun war das i-Tüpfelchen.
Es geht mir nicht nur um diesen einen Fall. Klar, für das "Klärungsgespräch" schon. Aber für mich persönlich und meine Rolle in diesem Unternehmen geht es um viel mehr. Will ich in so einem Umfeld sein? Will ich ein solches Umfeld entwickeln? Wie kann ich im Kontext Per*sonalmarketing dieses Umfeld verkaufen, ohne mich zu schämen?
Dieser Satz, der mir so wichtig war, "Wir suchen keine Sch*uldigen, sondern Lösungen", der wird mir jetzt ins Gesicht geschlagen. Ich erfahren nun am eigenen Leib, wie es in der Firma wirklich aussieht. Das ist nicht nur in diesem Fall so, sondern bestätigt traurigerweise genau das, was ich seit Monaten beobachte. Es gibt keinen offenen und ehrlichen Umgang. Alle kotzen ab, aber keiner dort, wo es hingehört. Alle lästern hinter dem Rücken derer, denen sie mal direkt konstruktiv Feedback geben sollten.
Alle heulen und jammern darüber, dass es keinen offenen und ehrlichen Umgang gibt, und diejenigen, die sich permanent darüber am lautesten beschweren, nämlich der BR und der J*A*V-Mann, leben Hinterfotzigkeit und Verleumdung in ganzer Größe aus. Sie beschweren sich somit am lautesten über sich selbst, ohne sich dessen bewusst zu sein.
Es gibt meiner Meinung nach ein gravierendes Kulturproblem in dem Laden. Und genau das sagte ich vorhin meiner Chefin am Telefon.
Wie erbost ich sei. Und das mit der Kultur. Dass das Verleumdung und üble Nachrede sind. Und dass das strafbar ist. Dass ich nicht mehr hinter dem ganzen Zeug stehen kann, das wir nach außen verkaufen. Dass ich die Menschen nicht mag, die ich entwickeln soll. Dass ich es widerlich finde, und dass mich so ein Umfeld krank macht. Ich erklärte ihr auch, dass ich ja schonmal so krank und depressiv in einer Firma wurde, da lag das aber am Job und wurde besser, als ich eine andere Tätigkeit hatte. Die Kultur dort war für mich immer DER Grund, zu bleiben. Den Job konnte ich wechseln. Aber eine Firmenkultur, die kann ich nicht mal eben tauschen oder ändern.
Und jetzt kommt das, was mich am meisten enttäuscht. Klar sieht sie diese Situation auch als scheisse, und sagte, sie will dieses Gespräch und will es moderieren und da klare Ansagen machen. Wo ich mir denke: moderieren kann es nur jemand, der neutral ist. Und außerdem kann ich für mich selbst sprechen, und wer hier betroffen ist, bin ich.
Sie sagte, ich würde nun verallgemeinern, und dass sei nicht die Unternehmenskultur. Und ich sagte: doch! Ihr werft immer alle nur mit Wattebällchen. Weil keiner jemals Mumm hat, mal seine Meinung oder sein Feedback diplomatisch und konstruktiv genau dem zu geben, der es hören sollte. Alles läuft hinter dem Rücken. Nie setzen sich die auseinander, die es sollten. Und dann beschweren sich alle, dass sich nichts ändern. Dabei leben sie es alle genau so, wie sie es nicht wollen, und raffen es nicht mal. Für mich ist das ein verlogener Saftladen, voll von Heuchelei und Runterspielen von Angelegenheiten. Dass ich das ja toll finde, dass sie das alles noch so positiv sehen kann.
Dass es mich aber ankotzt, wie sehr sie erwarten, dass ich mich "beruhige". Wäre das bei meiner alten Firma gewesen, hätten sowohl sie als auch mein Vater schon längst laut geschrieen: was willst du da denn noch????
Tja. Und dann kam es. Sie beharrte darauf, dass das nicht die Kultur sei. Und ich beharrte darauf, dass doch. Und dann: LACHTE sie! Und ich sagte: wieso lachst du jetzt, ich finde das nicht lustig. Ich fühle mich nicht ernst genommen.
Schweigen am anderen Ende der Leitung. Ich sagte: ich möchte, dass du mir diese e-Mail weiterleitest. Daraufhin sagte sie: der GF habe ihr am Donnerstag davon berichtet, und am Freitag die Mail weitergeleitet. Darüber habe er geschrieben, sie solle die Mail nicht weiterleiten und sofort löschen.
Mir fiel wieder die Kinnlade runter. Also betreibt in meinen Augen die GF genau das, was der Rest auch tut. Bloß nicht den Betroffenen konfrontieren mit dem, was vorfällt. WAS IST DENN DA LOS ????
Das hat mich nochmal viel tiefer schockiert, nach dem Motto, halten wir das Thema mal low, ich mein, was SOLL DAS DENN? Habe ich denn nicht das Recht zu erfahren, in welcher Tiefe ich da verleumdet wurde? Zu erfahren, wo man das Problem mit mir sieht?
Also sagte ich: ich kann und will das nicht mehr. Da bleibt mir fast nur TSCHÜSS zu sagen. In so einem Umfeld möchte ich nicht arbeiten.
Und sie sagte: ja, liebe Oka, dann überleg dir mal, wie du den PE-*Kurs zahlen willst, wir hatten eine Abmachung (AdV: die da mündlich besagte, wenn ich den Kurs gezahlt bekomme, bleibe ich bis Jahresende 2012). Der Kurs kostet 4.000 Euro.
Das ist Epressung, sagte ich. Und wieso willst du mir die Mail nicht weiterleiten. Und wieso ist das das erste, was dir dazu einfällt??? Und dass diese Firma es nie geschafft hat, mich als neuen Mitarbeiter emotional abzuholen und zu integrieren. Dass bei mir die Integration eines neuen Mitarbeiters zu 100% versagt hat. Dass man das innerliche Kündigung nennen kann. Dass das kein Einzelfall sei, und dass ich mir das Ganze seit 8 Monaten anschaue und das nun wirklich das Fass zum Überlaufen bringt.
Und dann sagte ich: du bist keinen Deut besser als der ganze Rest. Lieber jemanden verleumden lassen, und zwar so, ohne dass derjenige weiß, wie genau das von statten gegangen ist, als sich damit auseinander zu setzen, dass die Kultur im argen liegt! Dass da Scheiße abläuft!
Und dann sagte sie: ich leg jetzt auf, da hab ich keine Lust drauf. Wir reden am Dienstag in Ruhe darüber.
Und ich sagte: genau wegen solcher Führungskräfte habt ihr so eine tolle Kultur. Herzlichen Glückwunsch, <Firma XY!>
Und dann hat sie aufgelegt.
Ich sage es hier nochmal: das ist meine Stiefmutter. Das zieht sich in meine Familie, und die ist schon wirklich belastet genug.
Ich bin außer mir. Geschockt, enttäuscht. Wütend, dass sie mir von einer so tollen Unternehmenskultur erzählt hat. Wütend, dass ich es geglaubt habe. Dass ich da wirklich hin bin.
Und ich denk mir die ganze Zeit einfach nur: ICH WILL ZURÜCK! ICH WILL NACH HAUSE!
In der ersten Novemberwoche hatten unsere Az*ubis ein soz*iales Pr*ojekt in einem Al*tenheim. Bä*nke und einen Pavi*llion für den Garten bauen, wobei letzterer von den Spenden der Az*ubis und des BRs finanziert wurde (der Rest der Firma wurde dazu gar nicht aufgefordert, man "wollte uns nicht belästigen"). Organisiert wurde das ganze von der J*A*V*. Ist ja ansich gut.
Am Freitag am Ende der Woche sollte es einen Pre*ssetermin geben, zu dem unser GF eingeladen war. Der hatte aber keine Zeit und wollte meine Chefin, die, wie ich hier nochmal sagen muss, denn es ist wichtig, ja meine Stiefmutter ist. Die hatte dann aber auch keine Zeit, und hat mich am Donnerstag gefragt, ob ich sie am nächsten Tag dort vertreten kann. Hab ich Zweifel angemeldet und gemeint, ich weiss ja von dem Projekt gar nicht viel, wir waren da als Pe*rsonalabteilung nicht involviert. Macht nichts, du musst uns einfach nur repräsentieren.
Ok, die eine Azu*bine angerufen und sie zu dem Projekt ausgefragt. Budget, Zeitraum, wie es dazu kam, etc. Da ging es mir schon schlecht, erkältungstechnisch, am Freitag war es noch schlimmer, aber ich hab mich da dann hingeschleift. Dummes, dummes ich!!!
Das Ganze fing dann an mit einem Gespräch bzw. Interview durch den Jou*rnalisten mit dem Hei*mleiter und mir. Was für eine Firma wir denn seien, welche Aus*bild*ungsberufe wir anbieten, ob wir sowas schon länger machen, ob wir künftig weiterhin solche Pro*jekte machen wollen, ... Alles nach bestem Wissen und Gewissen beantwortet, wie wir heißen, was wir aus*bilden, dass wir sowas weiterhin machen wollen, dass wir sehr stolz auf unsere Aus*zubildenden sind, etc. Hei*mleiter, wie glücklich er ist, wie sehr er gerade so etwas begrüßt nachdem so viele Zi*vis wegfallen, etc..
Danach folgten der Jou*rnalist und ich dem Hei*mleiter nach draußen, wo unsere 20 Azu*bis sowie der J*A*V-Projektverantwortliche warteten. Der Jou*rnalist erklärte, dass der Ver*lag verlangt, dass Ar*tikel personalisiert werden, deswegen möchte er gerne zwei Az*ubis rausgreifen und daran den Artikel aufhängen. Er wählte zwei Ind*ustriekau*ffrauen, positionierte sie vor einer Bank, und bat den Hei*mleiter und mich, uns jeweils daneben zu stellen. Mir war das sehr unangenehm, was ich auch äußerte, mit dem Zusatz, dass ich mit dem Pr*ojekt ansich ja nichts zu tun hatte, aber sowohl Jou*rnalist als auch Hei*mleiter bestanden darauf (vor der gesamten Truppe), dass ich als Vertreterin der GF mit auf dem Bild bin.
Es folgte ein Gruppenfoto, ein kurzes Interview mit den zwei Indu*striekau*ffrauen und der Jou*rnalist verabschiedete sich.
Unmut machte sich breit. Warum da jetzt zwei rausgegriffen wurden, das sei doch ein Ge*meinschaf*tsprojekt, das sei doch blöd. Also sagte ich: da vorne läuft er noch, also gehen wir doch hin und betonen nochmal, dass uns das wichtig ist. Ich also mit zwei Az*ubis zu dem Typen und alles nochmal betont. Er nochmal Sicht des Ver*lags erläutert, aber versichert, dass auch ein Gruppenfoto erscheinen würde.
Der J*A*V-Mann war die ganze Zeit nicht mit dabei, also schon beim dem Foto und allem, und auch beim laut rumklagen, aber nicht wenn es darum ging, mit dem Jour*nalisten zu reden. Er beschwerte sich aber danach nochmal (bei mir und den Azu*bis), wie scheisse das doch alles sei, und der Typ hätte doch einen Tag früher kommen sollen um Bilder zu machen, und überhaupt, er hätte dem Typen die Bilder angeboten, die er selbst gemacht hat, die wollte der Typ aber nicht, was ihm "voll auf die Nüsse geht". Das kommentierte ich nicht.
Es folgte ein Mittagessen mit Az*ubis, Hei*mleitung und mir. Vor dem Dessert überreichte mir der Hei*mleiter einen Blum*enstrauß mit den Worten, er bedanke sich bei mir als Vertreterin der GF ganz herzlich. Ich sagte: "Oh Gott ist mir das alles peinlich, ich hab damit überhaupt nix zu tun! Aber danke, und es freut uns, wenn wir helfen konnten!"
Dann verabschiedete mich, ich hatte inzwischen Temperatur und wollte nur noch ins Bett.
Montag. Der J*A*V-Mann steht bei mir im Büro. Schon in Angriffshaltung. Ob ich den Artikel erhalten hätte zum Überprüfen. Ich: "Ne. Weiss auch nicht warum er mir den schicken sollte. Ich hab doch damit nix zu tun. Da müsst ihr halt nochmal nachfragen."
Den Rest der Woche war ich dann krankgeschrieben.
Am Freitag quälte mich mich trotzdem in das zweite Mo*dul meines Per*sonalen*twicklerkurses. Gemeinsam mit meiner Chefin.
Am Samstag auch. Gegen späten Nachmittag fragte ich sie: gab es jetzt eigentlich den Artikel? Ja, sagte sie, und druckst rum. Ich: oh Gott. Und sie: ja naja, der ist schlecht. Mir schwante Übles. "Wir reden im Anschluss an den Ku*rs", sagte sie.
Und das taten wir. Dort fand ich durch stetiges Bohren heraus, dass jemand mir schon demonstrativ diesen schlechten Ar*tikel riesig ausgedruckt auf meinen Schreibtisch gelegt hätte. Und dass der BR eine Mail an den GF geschrieben hat, in dem ich unprofessionell und völlig zu unrecht beschuldigt wurde, wie scheisse ich sei, und was ich denn in der Rolle der Per*sonalen*twicklerin zu suchen habe, und dass ich mich bei dem Pre*sseter*min ständig in den Vordergrund gespielt habe.
Der Artikel ansich, ich kenne ihn noch nicht, sei wohl wirklich schlecht, weil weder unsere Firma namentlich genannt würde, noch sei da ein Gruppenfoto, und es steht da auch sonst wohl nicht viel. Aber.. WAS KANN DENN ICH DA DAFÜR?!?
Bis heute kenne ich den genauen Inhalt dieser Mail nicht, doch dazu gleich.
Mir fiel die Kinnlade runter. Der GF muss dem BR gegenüber sehr deutliche Worte gefunden habe, doch welche, das weiss ich auch nicht.
Meine Chefin meinte, sie will ein Gespräch, und ich meinte, ja, ich auch, mit dem GF, dem BR, der Azu*bine, die mit beim Jou*rnalisten war, und dem J*A*V*-Mann, der, ich kenne ihn jetzt lang genug, mit Sicherheit derjenige war, der zum BR gerannt ist mit Fehlinformationen.
Ich war gestern erstmal entsetzt. Konnte ewig nicht einschlafen. Habe mir 20 Fragen notiert für das anstehende Gespräch, weil ich mir dachte: sagen will ich dort erstmal gar nichts. Weder mich rechtfertigen, für was auch, noch beschuldigen. Vielleicht kommen sie mit meinen Fragen selbst dahinter, was für ein Bullshit das ist.
Heute habe ich weiter darüber nachgedacht. Ich bin seit 8 Monaten in dieser Firma. Emotional bin ich dort nie angekommen. Von Anfang an durfte ich mir regelmäßig von irgend jemandem ans Bein pissen lassen. Abgesehen von den zwei Jungs in meiner Fahrgemeinschaft und einem anderen, der seit Februar in der Kon*struktion ist, fühle ich mich mit meiner Art und Weise und meiner Erwartungshaltung an eine Kultur völlig allein auf weiter Ebene. Das nun war das i-Tüpfelchen.
Es geht mir nicht nur um diesen einen Fall. Klar, für das "Klärungsgespräch" schon. Aber für mich persönlich und meine Rolle in diesem Unternehmen geht es um viel mehr. Will ich in so einem Umfeld sein? Will ich ein solches Umfeld entwickeln? Wie kann ich im Kontext Per*sonalmarketing dieses Umfeld verkaufen, ohne mich zu schämen?
Dieser Satz, der mir so wichtig war, "Wir suchen keine Sch*uldigen, sondern Lösungen", der wird mir jetzt ins Gesicht geschlagen. Ich erfahren nun am eigenen Leib, wie es in der Firma wirklich aussieht. Das ist nicht nur in diesem Fall so, sondern bestätigt traurigerweise genau das, was ich seit Monaten beobachte. Es gibt keinen offenen und ehrlichen Umgang. Alle kotzen ab, aber keiner dort, wo es hingehört. Alle lästern hinter dem Rücken derer, denen sie mal direkt konstruktiv Feedback geben sollten.
Alle heulen und jammern darüber, dass es keinen offenen und ehrlichen Umgang gibt, und diejenigen, die sich permanent darüber am lautesten beschweren, nämlich der BR und der J*A*V-Mann, leben Hinterfotzigkeit und Verleumdung in ganzer Größe aus. Sie beschweren sich somit am lautesten über sich selbst, ohne sich dessen bewusst zu sein.
Es gibt meiner Meinung nach ein gravierendes Kulturproblem in dem Laden. Und genau das sagte ich vorhin meiner Chefin am Telefon.
Wie erbost ich sei. Und das mit der Kultur. Dass das Verleumdung und üble Nachrede sind. Und dass das strafbar ist. Dass ich nicht mehr hinter dem ganzen Zeug stehen kann, das wir nach außen verkaufen. Dass ich die Menschen nicht mag, die ich entwickeln soll. Dass ich es widerlich finde, und dass mich so ein Umfeld krank macht. Ich erklärte ihr auch, dass ich ja schonmal so krank und depressiv in einer Firma wurde, da lag das aber am Job und wurde besser, als ich eine andere Tätigkeit hatte. Die Kultur dort war für mich immer DER Grund, zu bleiben. Den Job konnte ich wechseln. Aber eine Firmenkultur, die kann ich nicht mal eben tauschen oder ändern.
Und jetzt kommt das, was mich am meisten enttäuscht. Klar sieht sie diese Situation auch als scheisse, und sagte, sie will dieses Gespräch und will es moderieren und da klare Ansagen machen. Wo ich mir denke: moderieren kann es nur jemand, der neutral ist. Und außerdem kann ich für mich selbst sprechen, und wer hier betroffen ist, bin ich.
Sie sagte, ich würde nun verallgemeinern, und dass sei nicht die Unternehmenskultur. Und ich sagte: doch! Ihr werft immer alle nur mit Wattebällchen. Weil keiner jemals Mumm hat, mal seine Meinung oder sein Feedback diplomatisch und konstruktiv genau dem zu geben, der es hören sollte. Alles läuft hinter dem Rücken. Nie setzen sich die auseinander, die es sollten. Und dann beschweren sich alle, dass sich nichts ändern. Dabei leben sie es alle genau so, wie sie es nicht wollen, und raffen es nicht mal. Für mich ist das ein verlogener Saftladen, voll von Heuchelei und Runterspielen von Angelegenheiten. Dass ich das ja toll finde, dass sie das alles noch so positiv sehen kann.
Dass es mich aber ankotzt, wie sehr sie erwarten, dass ich mich "beruhige". Wäre das bei meiner alten Firma gewesen, hätten sowohl sie als auch mein Vater schon längst laut geschrieen: was willst du da denn noch????
Tja. Und dann kam es. Sie beharrte darauf, dass das nicht die Kultur sei. Und ich beharrte darauf, dass doch. Und dann: LACHTE sie! Und ich sagte: wieso lachst du jetzt, ich finde das nicht lustig. Ich fühle mich nicht ernst genommen.
Schweigen am anderen Ende der Leitung. Ich sagte: ich möchte, dass du mir diese e-Mail weiterleitest. Daraufhin sagte sie: der GF habe ihr am Donnerstag davon berichtet, und am Freitag die Mail weitergeleitet. Darüber habe er geschrieben, sie solle die Mail nicht weiterleiten und sofort löschen.
Mir fiel wieder die Kinnlade runter. Also betreibt in meinen Augen die GF genau das, was der Rest auch tut. Bloß nicht den Betroffenen konfrontieren mit dem, was vorfällt. WAS IST DENN DA LOS ????
Das hat mich nochmal viel tiefer schockiert, nach dem Motto, halten wir das Thema mal low, ich mein, was SOLL DAS DENN? Habe ich denn nicht das Recht zu erfahren, in welcher Tiefe ich da verleumdet wurde? Zu erfahren, wo man das Problem mit mir sieht?
Also sagte ich: ich kann und will das nicht mehr. Da bleibt mir fast nur TSCHÜSS zu sagen. In so einem Umfeld möchte ich nicht arbeiten.
Und sie sagte: ja, liebe Oka, dann überleg dir mal, wie du den PE-*Kurs zahlen willst, wir hatten eine Abmachung (AdV: die da mündlich besagte, wenn ich den Kurs gezahlt bekomme, bleibe ich bis Jahresende 2012). Der Kurs kostet 4.000 Euro.
Das ist Epressung, sagte ich. Und wieso willst du mir die Mail nicht weiterleiten. Und wieso ist das das erste, was dir dazu einfällt??? Und dass diese Firma es nie geschafft hat, mich als neuen Mitarbeiter emotional abzuholen und zu integrieren. Dass bei mir die Integration eines neuen Mitarbeiters zu 100% versagt hat. Dass man das innerliche Kündigung nennen kann. Dass das kein Einzelfall sei, und dass ich mir das Ganze seit 8 Monaten anschaue und das nun wirklich das Fass zum Überlaufen bringt.
Und dann sagte ich: du bist keinen Deut besser als der ganze Rest. Lieber jemanden verleumden lassen, und zwar so, ohne dass derjenige weiß, wie genau das von statten gegangen ist, als sich damit auseinander zu setzen, dass die Kultur im argen liegt! Dass da Scheiße abläuft!
Und dann sagte sie: ich leg jetzt auf, da hab ich keine Lust drauf. Wir reden am Dienstag in Ruhe darüber.
Und ich sagte: genau wegen solcher Führungskräfte habt ihr so eine tolle Kultur. Herzlichen Glückwunsch, <Firma XY!>
Und dann hat sie aufgelegt.
Ich sage es hier nochmal: das ist meine Stiefmutter. Das zieht sich in meine Familie, und die ist schon wirklich belastet genug.
Ich bin außer mir. Geschockt, enttäuscht. Wütend, dass sie mir von einer so tollen Unternehmenskultur erzählt hat. Wütend, dass ich es geglaubt habe. Dass ich da wirklich hin bin.
Und ich denk mir die ganze Zeit einfach nur: ICH WILL ZURÜCK! ICH WILL NACH HAUSE!
Samstag, 12. November 2011
okavanga, 18:59h
Mit jedem Tag mehr wird mir klarer, dass ich mit der neuen Firma in einem echten F*tzenverein gelandet bin. Was für linke, hinterhältige Arschlöcher es dort gibt.
Mail vom BR an den GF, in einer Sache, die ich nicht verkackt habe, jetzt aber in die Schuhe geschoben bekomme (ohne dass ichs mitkriege! erst heute in einem gespräch mit meiner chefin) und dabei werde ich in meiner Position in Frage gestellt. Hinter meinem Rücken, muss eine sehr krasse Mail gewesen sein. Zwar hat der GF sehr krass zurückreagiert, schockiert über diese Art der Kommunikation. Aber...
Ich bin so erschüttert. Ich bin so.. anders. Meine alte Firma war so anders. Die waren wenigstens offen scheisse, wenn sie scheisse waren.
Ekelhaft. Die Unternehmenskultur - so not me!
Mail vom BR an den GF, in einer Sache, die ich nicht verkackt habe, jetzt aber in die Schuhe geschoben bekomme (ohne dass ichs mitkriege! erst heute in einem gespräch mit meiner chefin) und dabei werde ich in meiner Position in Frage gestellt. Hinter meinem Rücken, muss eine sehr krasse Mail gewesen sein. Zwar hat der GF sehr krass zurückreagiert, schockiert über diese Art der Kommunikation. Aber...
Ich bin so erschüttert. Ich bin so.. anders. Meine alte Firma war so anders. Die waren wenigstens offen scheisse, wenn sie scheisse waren.
Ekelhaft. Die Unternehmenskultur - so not me!
Dienstag, 8. November 2011
Situationskomik.
okavanga, 20:21h
Gerade endlich bei dem The*rap*iezentrum durchgekommen. Der Herr am anderen Ende der Leitung klingt etwas schnodderig, aber nicht gleichgültig. Er fragt die Grunddaten ab, Anlass meines Anrufs bzw. Themen. Ich spreche über Mama, meine letzte Beziehung, die alte Beziehung, gelegentlichen Dro*genkonsum, erkläre ich hier nicht ankomme, Schwierigkeiten mit zuviel Veränderung auf einmal habe, dass der Jobwechsel unglücklich gelaufen ist, mir meine Freunde fehlen, mein Soziales Netz, und dass ich oft nicht so wirklich gut sein kann zu mir. Und dass ich gerne eine Frau als Ther*apeutin hätte. Er fragt nach Größe und Gewicht. Und dann, ob ich Medikamente nehme. "Nein, gar nichts", sage ich.
Er: "Achso ok, also außer Sp*eed nichts."
Ich bin verdattert.
"Kleiner Scherz am Rande. Sie sind dann also unter Selbstmedikation bei uns im Haus."
Und dann muss ich herzlich lachen. So einen Humor mag ich. Ich bin gespannt, wann sie sich melden, und wem ich dann gegenüber sitze.
Er: "Achso ok, also außer Sp*eed nichts."
Ich bin verdattert.
"Kleiner Scherz am Rande. Sie sind dann also unter Selbstmedikation bei uns im Haus."
Und dann muss ich herzlich lachen. So einen Humor mag ich. Ich bin gespannt, wann sie sich melden, und wem ich dann gegenüber sitze.
Montag, 7. November 2011
Milchglas.
okavanga, 20:58h
That´s me in the corner,
that´s me in the spot-light,
losing my religion.
Trying to keep - up - you
and I don´t know if I can do it.
Oh no ,I´ve said too much,
I haven´t said enough.
Die Sonne scheint in das Sprechzimmer, ein milchiges Licht, es gleicht der kühlen Blonden mit Ra*y Ba*n Hornbrille, die uns dort empfängt. Wir sitzen in der H*N*O-Klinik Wü*rzburg, die nächste Klinik, in der Mama sich den oder die vermeintlichen Mi*kroch*ips, die da angeblich jeweils in ihren Ohren verbaut sind, entfernen lassen will.
Der Fußboden ist hässlich, alter Linoleum der sich vom Wartesaal bis durch alle Sprechzimmer zieht. Es gibt mehrere Sprechzimmer, 9 in etwa. Es hat über eine Stunde gedauert, bis unsere Nummer auf der Anzeige im Wartesaal geblinkt hat und wir zu der kühlen Blonden durften.
Sie ist jung, hat aber einen Dr., ich weiß nicht, ist sie die Assistenzärztin? Meine Mama erzählt ihr eine wilde Story von einem Klinikaufenthalt in Po*len, bei dem es Ärger gab, und seitdem "läuft das Spektakel". Sie erklärte mir vorher, dass sie das sagen würde, weil man ihr geraten habe, nicht zu erwähnen dass sie sich mit Ärzt*en in Deutsc*hland angelegt hat (was sie hat, ging ja bis vors Gericht, aber so ganz hab ichs nie verstanden). Ich schäme mich für ihre Lügen, denke mir aber, dass es auch schon egal ist, denn WODURCH das alles so ist wie sie sagt, wird für die Ärzte keine Rolle spielen.
Die Skepsis ist der kühlen Blonden ins Gesicht geschrieben. Sie sieht mich an: "Haben Sie dem etwas hinzuzufügen?" Ich lächel traurig und schüttel den Kopf. Die Unterlagen samt Dün*nschicht-C*T wird sie dem Oberarzt geben. Ich hege den Verdacht, dass sie ihm noch mehr sagen wird. Ich würde das auch.
Dann warten wir. Ich bin müde und fühle mich fiebrig. Verlebe den Tag hinter einer Milchglasscheibe, habe das Gefühl ich bin in einem Traum. Als ich das Handy aus dem entfernt geparkten Auto holen will, spüre ich, wie schwer mir das Laufen fällt. Wie schwer mir alles fällt. Wie schwer ich mich fühle.
Ich erinner mich an die Worte von Frau W. Sie meinte immer, sie kann schon daran, wie ich die Treppen zu ihr hochsteige, erkennen wie es mir geht. Sie würde jetzt wohl schon die Taschentücher richten, denke ich mir, und waber weiter hinter der Milchglasscheibe zum Parkplatz. Der Akku ist leer. Jeder.
Zurück im Wartesaal schlafe ich neben Mama ein.
Zweieinhalb Stunden später blinkt unsere Nummer erneut auf der Anzeigetafel. Wir gehen in ein neues Sprechzimmer, das genauso aussieht wie das alte.
Es sind immer alle Türen offen. Sämtliche Besprechungen und Untersuchungen mit Patienten finden bei geöffneten Türen statt. Auf dem Flur ist die Hölle los, Schwestern und Ärzte laufen umher. Irgendwo brüllt ein Kind. Gegenüber befasst sich ein Arzt umringt von 3 Arzt-/Schwesternfrauen mit den Nasennebenhöhlen eines Mannes.
"Das befremdet mich", sage ich Mama. Sie auch, sagt sie. Bisher wollte kein Arzt sich an die gewünschte OP machen. Es sei zu riskant, sagen sie.
Wir sollten hier nicht sitzen, denke ich mir. Immer wieder. Wir sollten hier einfach nicht sitzen. Wie konnte das alles passieren. Wer bin ich, und was passiert da mit meinem, unserem Leben.
Es kommt ein relativ junger Arzt zu uns ins Zimmer, gefolgt von der kühlen Blonden. Der Arzt ist attraktiv, ebenfalls mit Brille, und sehr direkt.
Er höhrt sich die Geschichte eine Weile an. Und sieht immer zu mir. Und ich kenne diesen Blick, und erwider einen, von dem ich genau weiß, dass auch er ihn erkennen wird. In stillem Einvernehmen, der Blickkontakt von zwei Menschen, die sich mit einem Schi*zophre*nen unterhalten. Mein Herz zittert, und meine Augen auch.
Er wird nicht operieren, sagt er. Das wäre Kör*perverletzung, und es wird Ihnen nicht helfen. Er schaut immer wieder zu mir, will in meinen Augen lesen, wie offen und direkt er sein darf, und ich lächel so gut es geht ermutigend.
Er sagt auch: "Sie sind krank. Aber ich kann Ihnen nicht helfen. Ihre Symptome weisen zum Teil auf eine Aut*oimm*unerkrankung hin. Und zum anderen rate ich Ihnen dringend einen Ps*ychia*ter. Die Hilfe, die Sie von mir wollen, wird Ihnen nicht helfen. Egal welches Risiko mit der OP ansich einhergeht. Es wäre ein sinnloser Eingriff und somit Kör*perverletzung."
Für den Bericht an den Hausarzt befiehlt er irgendwelche Tests (im Kontext Au*toimm*un..).
"Sie will diese Hilfe nicht", sage ich ihm. Mama schaut mich an. "Das kann ich mir vorstellen", sagt er. "Weil es sinnlos ist", sagt sie.
"Ich spreche nun vor allem zu Ihnen als Tochter", sagt er, während er mir die Hand gibt, "es ist die falsche Hilfe." Ich lächel traurig. "Alles Gute", sagt mir die kühle Blonde.
Mama weint. Sie weint und sagt, dass sie so verzweifelt ist. Und ich sage: warum bist du auch so stur. Warum probierst du nicht wenigstens für ein zwei Jahre eine medikamentöse Behandlung. Weil es sinnlos ist, sagt sie wieder, aber ich beharre. Was hsat du zu verlieren, frage ich sie. Aber es ist sinnlos, sagt sie, und ich sage: wir geben die Hoffnung nicht auf, dass du irgendwann verstehst. Erwarte nicht, dass mein Bruder und ich zuschauen, wie du dir lieber das Leben nimmst, als diese eine Möglichkeit zu probieren, die einzige die dir WIRKLICH helfen kann. Was hast du zu verlieren. Was haben wir zu verlieren.
Im Auto zurück. Sie weint wieder. Im Radio läuft "Lo*sing my reli*gion". Ich fühle ihre zerbrochene Hoffnung und muss mich zusammenreissen. "Dass ihr mir nicht glaubt, macht alles noch schlimmer", sagt sie mit einem Blick wie ein verzweifelter Hund, dem man seit Jahren in den Bauch tritt.
"Das lässt mich kalt, Mama", sage ich ihr. "Du hast mir schon soviel an den Kopf geworfen."
Ich streichel ihren Oberschenkel, während ich fahre. Drücke ihre Hand. Ich fühle mich so wund. Und wünsche mir nichts mehr als endlich aufzuwachen.
[Edit] Der Arzt war Leiter eines re*nomm*ierten Im*lantatzentrums, und zeigte ihr auf seinem Monitor das Bild eines im K*opf implemen*tierten Chi*ps, das Taube wieder zum Hören bringt. Der Ch*ip war so groß wie ein Euro.
that´s me in the spot-light,
losing my religion.
Trying to keep - up - you
and I don´t know if I can do it.
Oh no ,I´ve said too much,
I haven´t said enough.
Die Sonne scheint in das Sprechzimmer, ein milchiges Licht, es gleicht der kühlen Blonden mit Ra*y Ba*n Hornbrille, die uns dort empfängt. Wir sitzen in der H*N*O-Klinik Wü*rzburg, die nächste Klinik, in der Mama sich den oder die vermeintlichen Mi*kroch*ips, die da angeblich jeweils in ihren Ohren verbaut sind, entfernen lassen will.
Der Fußboden ist hässlich, alter Linoleum der sich vom Wartesaal bis durch alle Sprechzimmer zieht. Es gibt mehrere Sprechzimmer, 9 in etwa. Es hat über eine Stunde gedauert, bis unsere Nummer auf der Anzeige im Wartesaal geblinkt hat und wir zu der kühlen Blonden durften.
Sie ist jung, hat aber einen Dr., ich weiß nicht, ist sie die Assistenzärztin? Meine Mama erzählt ihr eine wilde Story von einem Klinikaufenthalt in Po*len, bei dem es Ärger gab, und seitdem "läuft das Spektakel". Sie erklärte mir vorher, dass sie das sagen würde, weil man ihr geraten habe, nicht zu erwähnen dass sie sich mit Ärzt*en in Deutsc*hland angelegt hat (was sie hat, ging ja bis vors Gericht, aber so ganz hab ichs nie verstanden). Ich schäme mich für ihre Lügen, denke mir aber, dass es auch schon egal ist, denn WODURCH das alles so ist wie sie sagt, wird für die Ärzte keine Rolle spielen.
Die Skepsis ist der kühlen Blonden ins Gesicht geschrieben. Sie sieht mich an: "Haben Sie dem etwas hinzuzufügen?" Ich lächel traurig und schüttel den Kopf. Die Unterlagen samt Dün*nschicht-C*T wird sie dem Oberarzt geben. Ich hege den Verdacht, dass sie ihm noch mehr sagen wird. Ich würde das auch.
Dann warten wir. Ich bin müde und fühle mich fiebrig. Verlebe den Tag hinter einer Milchglasscheibe, habe das Gefühl ich bin in einem Traum. Als ich das Handy aus dem entfernt geparkten Auto holen will, spüre ich, wie schwer mir das Laufen fällt. Wie schwer mir alles fällt. Wie schwer ich mich fühle.
Ich erinner mich an die Worte von Frau W. Sie meinte immer, sie kann schon daran, wie ich die Treppen zu ihr hochsteige, erkennen wie es mir geht. Sie würde jetzt wohl schon die Taschentücher richten, denke ich mir, und waber weiter hinter der Milchglasscheibe zum Parkplatz. Der Akku ist leer. Jeder.
Zurück im Wartesaal schlafe ich neben Mama ein.
Zweieinhalb Stunden später blinkt unsere Nummer erneut auf der Anzeigetafel. Wir gehen in ein neues Sprechzimmer, das genauso aussieht wie das alte.
Es sind immer alle Türen offen. Sämtliche Besprechungen und Untersuchungen mit Patienten finden bei geöffneten Türen statt. Auf dem Flur ist die Hölle los, Schwestern und Ärzte laufen umher. Irgendwo brüllt ein Kind. Gegenüber befasst sich ein Arzt umringt von 3 Arzt-/Schwesternfrauen mit den Nasennebenhöhlen eines Mannes.
"Das befremdet mich", sage ich Mama. Sie auch, sagt sie. Bisher wollte kein Arzt sich an die gewünschte OP machen. Es sei zu riskant, sagen sie.
Wir sollten hier nicht sitzen, denke ich mir. Immer wieder. Wir sollten hier einfach nicht sitzen. Wie konnte das alles passieren. Wer bin ich, und was passiert da mit meinem, unserem Leben.
Es kommt ein relativ junger Arzt zu uns ins Zimmer, gefolgt von der kühlen Blonden. Der Arzt ist attraktiv, ebenfalls mit Brille, und sehr direkt.
Er höhrt sich die Geschichte eine Weile an. Und sieht immer zu mir. Und ich kenne diesen Blick, und erwider einen, von dem ich genau weiß, dass auch er ihn erkennen wird. In stillem Einvernehmen, der Blickkontakt von zwei Menschen, die sich mit einem Schi*zophre*nen unterhalten. Mein Herz zittert, und meine Augen auch.
Er wird nicht operieren, sagt er. Das wäre Kör*perverletzung, und es wird Ihnen nicht helfen. Er schaut immer wieder zu mir, will in meinen Augen lesen, wie offen und direkt er sein darf, und ich lächel so gut es geht ermutigend.
Er sagt auch: "Sie sind krank. Aber ich kann Ihnen nicht helfen. Ihre Symptome weisen zum Teil auf eine Aut*oimm*unerkrankung hin. Und zum anderen rate ich Ihnen dringend einen Ps*ychia*ter. Die Hilfe, die Sie von mir wollen, wird Ihnen nicht helfen. Egal welches Risiko mit der OP ansich einhergeht. Es wäre ein sinnloser Eingriff und somit Kör*perverletzung."
Für den Bericht an den Hausarzt befiehlt er irgendwelche Tests (im Kontext Au*toimm*un..).
"Sie will diese Hilfe nicht", sage ich ihm. Mama schaut mich an. "Das kann ich mir vorstellen", sagt er. "Weil es sinnlos ist", sagt sie.
"Ich spreche nun vor allem zu Ihnen als Tochter", sagt er, während er mir die Hand gibt, "es ist die falsche Hilfe." Ich lächel traurig. "Alles Gute", sagt mir die kühle Blonde.
Mama weint. Sie weint und sagt, dass sie so verzweifelt ist. Und ich sage: warum bist du auch so stur. Warum probierst du nicht wenigstens für ein zwei Jahre eine medikamentöse Behandlung. Weil es sinnlos ist, sagt sie wieder, aber ich beharre. Was hsat du zu verlieren, frage ich sie. Aber es ist sinnlos, sagt sie, und ich sage: wir geben die Hoffnung nicht auf, dass du irgendwann verstehst. Erwarte nicht, dass mein Bruder und ich zuschauen, wie du dir lieber das Leben nimmst, als diese eine Möglichkeit zu probieren, die einzige die dir WIRKLICH helfen kann. Was hast du zu verlieren. Was haben wir zu verlieren.
Im Auto zurück. Sie weint wieder. Im Radio läuft "Lo*sing my reli*gion". Ich fühle ihre zerbrochene Hoffnung und muss mich zusammenreissen. "Dass ihr mir nicht glaubt, macht alles noch schlimmer", sagt sie mit einem Blick wie ein verzweifelter Hund, dem man seit Jahren in den Bauch tritt.
"Das lässt mich kalt, Mama", sage ich ihr. "Du hast mir schon soviel an den Kopf geworfen."
Ich streichel ihren Oberschenkel, während ich fahre. Drücke ihre Hand. Ich fühle mich so wund. Und wünsche mir nichts mehr als endlich aufzuwachen.
[Edit] Der Arzt war Leiter eines re*nomm*ierten Im*lantatzentrums, und zeigte ihr auf seinem Monitor das Bild eines im K*opf implemen*tierten Chi*ps, das Taube wieder zum Hören bringt. Der Ch*ip war so groß wie ein Euro.
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