Sonntag, 21. Juli 2013
vom sammeln.
Ich berausche mich weiterhin an diesem Sommer, mit Herzklopfen und funkelnden Augen. Blinzel in die Sonne, sauge Hitze ein mit Leib und Seele, Haut und Haar und Herz. Wunder mich über die Feuer im Kietz und meinen Mut. Erfreue mich am Tanz der Mauersegler vor tiefblauem Himmel, am Duft meiner Balkonblumen, an Kerzenlicht und kühlem Weißwein, tollen Gesprächen, gebräunter Haut und zarten Küssen. Sehnsucht in graugrünen Augen. Auf dem Rücken liegend treiben im Mondlicht, das sich auf dem See spiegelt, über mir eine schwarze Decke mit kleinen Diamanten, unter mir samtenes Wasser, vom Ufer weht leises Lachen und Grillenzirpen, und neben mir ist alles gut.

~ MATZINGHA - die blaue tür
~ MARC DEPULSE FEAT. BOE VAN BERG - NACHTMENSCH talul rmx
~ BLACK BIRDZ - Sometimes



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Mittwoch, 17. Juli 2013
Mitte Juli.
Das erste mal seit langem - wenn auch nur kurz - das absolut intensive Gefühl gehabt, hier, in diesem Blog, zu Hause zu sein. Worte fallen mir trotzdem nicht ein, bzw. sind es zu viele um sie zu tippen.

In der Kürze: bisher keine Chemie. Es klingt glaub ich immer so, als würde ich mich ständig vollstopfen, dabei ist das echt nur drei-, viermal im Jahr. Alles fordert mich heraus. Die Arbeit. Die Männer. Mein Therapeut. Ich mich selbst. Bin wie auf Dauerdroge. Mit Schlafstörungen. Rausch. Sommer. Gräser. Wasser. Bier. Winziger Wientrip mit sehr vielen Gedanken an Amy. Smashing Pumpkins. Katinka. Mama. Blumen. Musik Musik Musik, und immer wieder Musik. So wundervolle Musik. Badetage. Sonne im Gesicht. Blaugraugrüne Glitzeraugen. Wärme auf Herz und Haut. F. und B. Auf und ab. Freud und Leid. Dann und wann. Hier und jetzt. Adieu.

Lieblinge des Monats: andhim. Unfuckingfassbar!
~Hausch
~The Wizard Of Us




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Samstag, 6. Juli 2013
Wie fasst man das zusammen?
Nach so ein paar Tagen ohne Kontakt, da weiß ich dann auch nicht, warum ich überhaupt über ihn nachdenke. Und ich denke oft an ihn. Morgens. Und Abends. Und dazwischen. Aber es ist okay. Und doch mit ein bisschen Sehnsucht.

Die depressive Episode hat nun von Sonntag bis zum gestrigen Donnerstag angehalten. Das war wirklich eine scheiße, wie wieder mitten in der Depression. Körper und Seele fühlen sich wund, bloß und entzündet an. Müdigkeit in allen Gliedern. Unproduktiv, unmotiviert, irgendwie durch den Tag kommen. Ausgelöst vom kleinen Ben. Weiß doch der verfickte Teufel. Ich kann nicht genug fluchen um diesen abartigen und absolut nicht wünschenswerten Zustand zu beschreiben. Zum kotzen.

Allein G. und T. in der Arbeit verdanke ich es, dass es mir langsam besser geht. Die zwei haben mich gestern zufällig und ganz ohne es zu wissen langsam und allmählich zurück ins Leben gespackt. Und mit G. reifte die Aussicht auf einen chemie- und tanzlastigen Juli. Ich freue mich, scheiß drauf. Ich brauchs grad. Vielleicht wirds dann gar heil, vorläufig. Ohne scheints jedenfalls auch nicht besser.

Der gemeinsame Bekannte, über den B. und ich uns kennengelernt haben, erzählt mir (völlig ahnungslos, er weiß anscheinend wirklich gar nichts von B. und mir - auch ein scheiß Spiel) gerade am Telefon davon, wie sie gemeinsam joggen, und dass sie heute lange telefoniert haben, wie B. erzählt hat, dass morgen die Party seiner Frau ist, die 40 wird, und sie haben sich darüber unterhalten welche Leute kommen und [bla bla waber waber bla bla blub waber waber]

"Oka? Oka? Du schläfst doch gleich ein!"
"Nein nein... ich höre dir nur zu und lache". Ich wische mir die Tränen aus den Augenwinkeln.
"Oka, du bist jetzt irgendwie so anders. Was ist denn los?"
"Nichts nichts, alles ok, ist auch schon halb eins."
"Hm das mag sein. Hm. Was hat dich denn jetzt so komisch drauf gebracht?"
"Alles ok, ehrlich." Ich lächel, und höre, dass er glaubt, dass ich wirklich lächel.
"Wir sollten einfach schlafen..."
"Ja, das sollten wir."
"Gute Nacht, und schlaf gut und bis ganz bald!!!
"Gute Nacht..."
Wie soll das gehen.



~Alanis Morissette - Uninvited // Hands Clean

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Montag, 1. Juli 2013
Scherbenpark.


"Letztendlich
geht es doch darum:
dass wir
so viele schöne Momente
wie möglich
sammeln
bis wir sterben."

~ Theraonkel

Am Freitag fahre ich mit der Gewissheit zu meinem Theraonkel, dass ich B. nie wieder sehen und ganz schnell vergessen möchte. Alles in allem ist es eine irgendwie denkwürdige Stunde beim Theraonkel. An dieser Stelle möchte ich abgesehen von obigem Zitat nicht viel mehr dazu sagen. Nur, dass ich daraufhin zu ihm schmunzelnd meinte: "Sie sind aber schon so ein kleiner Hippie." "Nein gar nicht, eigentlich bin ich ein sehr konservativer Mensch", antwortet er, und ich weiß, dass er das schon einmal erwähnt hat, als es um Alkohol und Drogen ging. Beides lehnt er vollkommen ab, findet es bei mir aber gar nicht so schlimm, jedenfalls die gelegentlichen Eskapaden mit Chemie. Und er sagt auch, dass ihm klar ist, dass er das nun nicht zu mir sagen sollte. Manchmal frage ich mich, wie sehr ich wohl für meinen Therapeuten die Sicht auf die Welt verändert habe.

Am Freitag fahre ich mit der Gewissheit von meinem Theraonkel weg, dass ich B. auf jeden Fall sagen will, wie sehr er wieder nachschwingt. Denn: wenn Dinge weh tun könnten, dann könnte man sie natürlich immer vermeiden. Das führt aber dazu, dass man nicht einmal die schönen Momente hat, nach denen es vielleicht (!) weh tut. Und wohin hat mich mein Vermeidungsverhalten, meine destruktiven Gedankenkreise und meine permanenten Unterstellungen gegenüber anderen Menschen bisher gebracht?

B.'s Antwort überrascht mich. Auch das möchte ich gerne für mich behalten, weil es so wunderschön ist. Das, was er schreibt, fühlt sich so intensiv und nahe an, dass mir warme Schauer über das Herz laufen. Es bleibt dabei, dass ich nichts erwarte, und viel bekomme, für den Moment. Und vielleicht geht es ja wirklich nur um eben diesen.

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Samstag. Karo*tte wird auf Sonntag verschoben. "Soll ich heute Abend trotzdem zu dir kommen?" fragt der kleine Benjamin. "Hm was machen wir denn da dann?", entgegne ich. Der kleine Ben schreibt: "Wie meinstn du das?" Und ich beeile mich zu sagen: ja ne, haste recht, war ne blöde Frage. Es ist und bleibt eben nur das eine.

Am Abend hole ich ihn ab, zum ersten mal dort wo er wohnt. Im Odenwald. Mein Vater sang meinem Bruder und mir, als wir ca. 7 und 6 waren, vor: "Im Odenwald im Odenwald, da wurden ihm die Hoden kalt." Diesmal wurden erst mir die Hoden kalt. Es ist nämlich das erste mal, dass wir uns treffen, wenn ich vollkommen nüchtern bin. Und so stelle ich mich auch an. Schüchtern. So schüchtern. Es ist aber auch komisch. Da steigt jemand bei Ihnen ins Auto, und Sie fühlen sich wie so ein kleiner Freier. Fahren mit diesem jemand zu sich nach Hause, und Sie wissen genau - der jemand wills jetzt aber auch wissen. Sehr gewöhnungsbedürftig für mich, ganz nüchtern, und in dieser Konsequenz.

Als ich endlich in Fahrt bin und auf ihm sitze, dauert es keine 2 Minuten. Dann ist es vorbei. Ich schaue blöd. Denke mir: wars das jetzt? Dafür bin ich in den Odenwald gefahren??? Er spürt mein Entsetzen Erstaunen. Das ist aber auch neu. Bisher war es immer so, dass ich mich fragte, warum er denn so ewig nicht kommt. Er ist müde, das sehe ich, und ich bin es ja auch, also schlafen wir.

Am nächsten morgen kassiert der kleine Pascha noch ein Frühstück bei seiner Freierin. Ja, es schmeckt. Na das freut mich. Ich bin leicht pissed. Und ziehe ihn deswegen heran zu Schadensersatz für die letzte Nacht. Das gleiche Szenario. Ich bin fassungslos und versuche es mir nicht zu sehr anmerken zu lassen, weil ich merke, dass es Ben wirklich peinlich ist und er gerne im Erdboden versinken möchte. Er will nach Hause. Hm. Ich fahre ihn. Wir haben uns nie viel zu sagen, so ist das auch im Auto, schon beim Holen. Wir sind einfach null auf einer Wellenlänge - außer im Bett, und da hats diesmal echt... -
Witzig war, als er mir eine Abkürzung zeigen wollte und meinte: "Ich zeig dir wie es schneller geht"... es hat mich zerrissen. Ihn dann auch.

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Auf dem Heimweg kommt die Einsamkeit. Der wunderschöne Odenwald zieht an mir vorbei, soviel Grün, so schöne Hügel, eine Idylle mit Pferden und Wäldern. Und mittendrin mein kleiner Druffi Benjamin. Der nicht versteht, warum ich nicht RTL2 auf Favoritenplatz 1 habe, sondern ZDF Doku, Einsfestival und Co. Der nicht versteht wenn ich versuche etwas Privates zu erfahren, und der kaum versteht, wenn ich Privates erzähle. An einer Baustelle meinte er, als der vor uns eine komplette Grünphase verpasst: "Ich hasse dumme Menschen!" Ich versuche nicht gemein zu sein, lache nicht und spare mir die Frage: "Das sagst du?!" Die Arroganz würde mir sowieso im Hals stecken bleiben. Vermutlich tue ich ihm unrecht. Er kann ja auch so unglaublich süß sein, und doch...

... wäre er nie ein Mann für mich. Deswegen verstehe ich nicht, wieso die Einsamkeit ihre Krallen nach mir ausstreckt und über das Herz kratzt. Warum ich mir wünsche, er würde sich mehr für mich - also MICH - interessieren. Fragen stellen. Mich mehr umwerben. Sich in mich verlieben.

Ich versuche, wie schon öfters in den letzten 12 Stunden, an die Worte meines Therapeuten zu denken, um nicht wieder in einen Gedankenkreisel zu geraten. .. Schön... Moment... Was höre ich... was sehe ich... der Moment... Da ist jemand der mich begehrt... Ich will doch selbst auch nicht mehr... alles ist gut... genieße den Moment...

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Freunde gehen nicht ans Telefon oder haben keine Lust. Ich habe allerdings noch zwei Freikarten mit freier Filmauswahl für das Festival des Deutschen Films, das mit diesem Wochenende enden soll. Ich fühle mich einsam... Mag mich denn keiner..



Moment... Schön... Wetter Sonne..

Vom Hafenstrand wehen Kar*ottes Klänge... Wegbeamen? Aber allein? Allein...

Mit wehem Herzen fahre ich um halb fünf zum Filmfestival. Weil ich weiß (und fühle!), dass das besser für mich ist. Die Frau an der Kasse rät mir von allen für den heutigen Tag anstehenden Filmen zu Scherbenpark. Ich mag Ulrich Noethen, und den Film letztendlich auch.

Er entbehrt nicht einer gewissen Komik. Leider bekomme ich den Original Dialog nicht mehr hin. Sinngemäß: Das Mädchen Sascha entjungfert den Sohn des Redakteurs. Er kommt noch schneller als Ben. Sie kuckt enttäuscht. "Wie, schon vorbei?" Er: "Na.. wielang sollte sowas denn dauern?" Sie: "Naja.. irgendwie länger." Dabei schmecke ich Ben in meinem Mund und rieche ihn an meinen Fingern, ich lache und mein Herz auch ein bisschen, und ich freue mich, dass ich alleine zum Filmfestival und in genau diesen Film gegangen bin.

Moment... schön... Zufrieden.. Sonne... Wasser... Alles gut...

Weil ich ja nun noch eine Karte übrig habe, hat mir die Kassenfrau für morgen einen weiteren Film empfohlen. Morgen weil: LU war dieses Jahr etwas vom Unglück verfolgt. Erst das Hochwasser, das Umsiedeln des Festivals, dann der Lagerbrand. So wird ein Montag rangehängt und es werden die Filme von vor einer Woche, dem Brandsamstag, wiederholt.

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Zu Hause. Die Sonne schein. Und Kar*otte klingt so gut. Ich nehme mir ein Bier aus dem Kühlschrank und setze mich an den Kanal um mein Gesicht in die Sonne zu halten und zumindest so den Sound zu genießen. Telefoniere mit J., der mir von seiner neuen Beziehung erzählt.



Alles gut... soll doch... Kanal.. Sonne... Gräser im Wind... gute Musik.... Wegbeamen wär schön.

Plötzlich steht F. vor mir. Drauf wie Lotte, und mit einem mir völlig unsympathischen Kumpel. Deswegen beschließe ich, mich den beiden nicht für ein aktives Abzappeln mit allem drum und dran für die letzten zwei Stunden Hafen anzuschließen, sondern gehe nach Hause und koche. Auch, weil F. extrem kurz angebunden ist. Neulich habe ich ihm von Ben erzählt. Und auch, dass er bedeutungslos für mein Leben ist. F. war ganz sprachlos: "Warum schläfst du mit jemandem, der für dich bedeutungslos ist, aber nicht mit jemandem, der dich mag, und den du magst? Warum schläfst du nicht mit mir? Warum lehnst du das so sehr ab?" "Weil wir uns endlich gut verstehen, mit Sex würde wieder alles ganz komisch und wir würden uns zerstreiten und Monate nicht miteinander reden... alles von vorne..." Aber seine Worte klingen nach. Auch heute noch. Es gibt immer wieder kleine Momente, in denen sie hochpoppen. Danach hat F. das erste mal nicht mit mir in einem Bett geschlafen, obwohl ich es frisch beziehen wollte. Er hat alleine auf dem Sofa im Wohnzimmer geschlafen. Mir hat das wehgetan. Aber das Drumherum ihm vermutlich noch mehr, deswegen schluckte ich meine Verletztheit. Es ist komisch mit uns.

Im hier und jetzt.... Wegbeamen wär so schön... Sonne... Hach legt der gut auf... Moment.... muss doch alles irgendwie gut sein......

Beim Kochen spüre ich den Kloß im Hals. Papa ruft an. Und alle Dämme brechen. Ich erzähle ihm von B. und Ben und meinen Gefühlen und dass ich so bin wie ich bin und warum ich da nicht rauskomme aus dieser Traurigkeit, von der ich gar nicht weiß warum sie da ist. Und dass ich doch schon versuche, dann mir Gutes zu tun. Mit Film. Und Hafen. Denn es geht nicht um Ben, auch wenn er das nun erstaunlicherweise ausgelöst hat. Und auch nicht um B. Es ist etwas in mir, ganz tief und allumfassend und alt und völlig unabhängig von Ort, Zeit und Mann.

Dann bin ich ruhiger. Und ich schreibe das hier. Im Herz ein kleiner Scherbenpark, einen, wie ich ihn schon oft gespürt habe, von dem ich aber weiß, dass er mit heute und gestern nichts zu tun hat, sondern dass er ein Teil von mir ist. Wenn ich nur wüsste, wie ich ihn loskriege. Oder endlich annehme. Ben rieche ich immer noch.


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Freitag, 28. Juni 2013
Applaus Applaus.
Das mit den verheirateten Männern scheint mir eher etwas für die Hartgesottenen unter uns zu sein. Und nein, damit meine ich nicht mich.

Es hätte heute alles passieren können, ich hatte allerdings zwei Vorsätze: keinerlei körperlicher Kontakt, und keine Übernachtung.

Gleich vorweg: ich habe mich an meine Vorsätze gehalten, auch wenn es ist mir unglaublich schwer gefallen ist. Ihm wohl auch, ich denke, er hätte gerne hier geschlafen, er hat das auch so durchklingen lassen als er schon von seiner Parkplatzsuche erzählt hatte.

Ich hatte gehofft, dass ich ihn sehe und mir denke: igitt. Ich hatte gehofft, dass wir uns nichts zu sagen haben. Ich hatte gehofft, dass er arrogant oder widerlich ist, oder vielleicht herrisch oder dumm. Ich hatte gehofft, dass ich ihn unsympathisch finde und nie wieder sehen will.

Aber er ist keine 5 Minuten aus der Tür, und ich möchte am liebsten anrufen und sagen: ich will dich sehen. Ich möchte wieder in seine grünen Augen kucken und seine Lachfältchen anhimmeln. Möchte seinen schmalen athletischen Körper, der sich durch das weiße T-Shirt und die Jeans abzeichnet, bewundern. Und sein schönes gesundes Gesicht mit dem schönen Mund und den weißen Zähnen. Möchte seiner Stimme lauschen, wie sie mir aus seinem Leben erzähl. Wir haben so viele ähnliche Ansichten und Gedanken, Vorlieben und Ängste. Ich falle fast in Ohnmacht wie er mir vom Holzhacken erzählt, davon wie er Natur betrachtet, von Grüntönen, von Zweigen, von Flugangst, von der Liebe zu Büchern statt eBooks, davon, dass ich irgendwelche richtigen Knöpfe gedrückt hätte, so dass er nicht mehr rauchen und noch mehr Sport machen mag, und ...

... wie er jeden morgen die gleiche Platte "steht auf und zieht euch an" für seine Kinder auflegt. Wie er das erzählt... mein Herz geht auf - und schreit. Er berichtet von seiner Ehe und den Kindern. Ich fühle mich schlecht, und es tut weh. Ja, scheiße, ich weiß auch nicht warum, aber es tut tatsächlich weh, und das ist wohl auch der Grund, warum ich an meinen Vorsätzen festhalte.

So deutlich tue ich meine Gefühle nicht kund, aber ich wachse insofern über mich hinaus als dass ich ihm sage, dass ich einfach auf mich selbst aufpassen muss und dass ich nicht glaube, dass es so gut ist wenn ich mich öfters mit verheirateten Männern treffe. Er meint zuerst, ich hätte ein schlechtes Gewissen und dass das ja für meinen Charakter sprechen würde. "Nein", antworte ich, für mich ungewöhnlich klar und offen, "das ist reiner Selbstschutz." Er nickt. "Deswegen hast du auch nicht auf die SMS mit der Schnurrkatze geantwortet?" Er nickt weiter vor sich hin. " Du hättest es nach dem Samstag wirklich ausschleichen lassen, oder?" "Ja, das hätte ich.." sage ich leise. "Ich finde es trotzdem sehr nett hier heute Abend mit dir", meint er, "es klingt komisch weil ich dich kaum kenne, aber du hast mich irgenwie besonders beeindruckt."

Irgendwann geht er. Es zerreisst mich fast. Bravo, denk ich mir, Bravo, Oka. Was für eine Scheiße. Ich habe keine Ahnung wie er mich so schnell mitten im Herz treffen konnte. Ich habs schon längst verloren, so unfassbar es auch klingt, und so wie es sich anfühlt kann ich kaum glauben, dass Vorsätze und Grundregeln so gute Ideen sind.


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