Sonntag, 29. November 2015
Aufgewärmt.
Zu Hause minimalistisch für die Adeventszeit dekoriert. Warmes Licht, warme Farben. Voller Vorfreude auf die stade Zeit.

Es ist merkwürdig. So sehr ich dieses Vertrauensproblem ihr gegenüber habe. So sehr ich auch immer wieder enttäuscht war/ bin. Wenige Menschen zaubern mir so eine Wärme ins Herz wie LeSchwe wenn wir eine gute Zeit zusammen haben. Immer wieder. Vielleicht ist es so viel leichter von ihr enttäuscht zu sein als von anderen, weil sie mir so nahme kommt und auch so ein gutes Gefühl geben kann.

Auf dem Weihnachtsmarkt nach F. gesehen, ob er arbeitet für seinen Freund. Heute wohl nicht. Er fehlt mir. Immer noch. Immer wieder. Wie auch immer.




Liest neous hier noch?

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Donnerstag, 26. November 2015
Heute ist es in der Arbeit, als ob jemand alle Luft aus mir rausgelassen hätte. Bin schon seit Wochen in mir krawallig, tobe, schlucke den Großteil meiner durchaus auch berechtigten Verärgerung (den Rest dürfen sich andere anhören, immerhin die richtigen). Hab mich so knapp unterhalb meiner Toleranzgrenze eingependelt, dass die Zündschnur echt kurz ist bis zur Explosion.

Doch langsam schlagen Genervtheit und Wut um. Müde. Lustlos. Ohne jede Energie und ohne jedes Interesse. Jeder Mensch ist einer zu viel, jeder getippte oder gelesene Buchstabe sowieso. Ich will hier weg. Es ist schwer mich in die Arbeit zu schleppen, obwohl ich doch sowieso schon reduziert habe. Würde lieber zu Hause bleiben. Mich um Dinge kümmern die mich interessieren, selbst wenn die auch nicht einfach sind. Zerbreche mir den Kopf wie ich ohne Arbeit auskommen könnte.

Statt auf die nächste ppt starre ich aus dem Fenster. Würde das am liebsten den ganzen Tag tun und meine Gedanken mit den dunklen Wolken über den Himmel ziehen lassen. Gabriel Ananda hören und in einer Welt ertrinken, in der ich nichts sein muss, nichts tun und nicht ansprechbar sein muss. In der ich einfach nur dasitzen, aus dem Fenster starren und Musik hören kann.

Und dann würde ich Plätzchen backen. Adventsgeschichten lesen. Kerzen anzünden. Tee trinken und was Leckeres kochen. Lernen. Und dann wieder mit der Katze auf dem Schoss aus dem Fenster starren, und mich auflösen.

Vielleicht krieg ich aber auch einfach nur Grippe.


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Montag, 23. November 2015
Stacheldrahtkloß
"Ich muss das endlich klären, sonst ersticke ich bald an meiner Wut!!" Mit viel Puls und lauter Stimme ereifer ich mich.
N. schweigt am anderen Ende der Leitung. Dann sagt sie: "Mich würde ja mal interessieren, woher da deine ganze Wut kommt."
"Naja, von dieser Art und Weise, wie er Schluss gemacht hat. Wie kann er das einfach so machen? Am Telefon, in 10 Minuten? Nach dem Jahr? Und nach all dem, was wir zusammen erlebt haben? Und nach all dem, was er immer gesagt, versprochen hat? Da ist ganz viel verletztes Ego, verletzter Stolz. Enttäuschung. Und eben Wut."

"Versuch sachlich zu bleiben. Er muss nicht mit dir reden. Wenn du ihn so wütend konfrontierst und Vorwürfe machst, wirst du vermutlich nicht weit kommen.. oder ihr schmeisst euch gegenseitig an den Kopf wie scheiße ihr seid."
"Ich habe aber das Gefühl, dass er mich um genau diesen Streit betrogen hat. Mir fehlt so eine Eskalation. So hat er das einfach heimlich still und leise für sich entschieden, mir sozusagen in den Flur gekotzt, und dann ist er gegangen. Und seitdem hat keiner mehr in den Flur geschaut, weil die Kotze echt stinkt."

Natürlich weiß ich, dass N. recht hat. Also schreibe ich ganz höflich eine Nachricht, beziehe mich auf sein Gesprächsangebot von vor zwei Monaten, dass ich so unmittelbar nach dieser ultrabeschissenen Trennungsaktion wirklich nicht annehmen konnte. Vor allem weil ich davon ausgehe, dass er es primär führen wollte, um sein schlechtes Gewissen reinzuwaschen weil er genau weiß dass er seinem eigenen Anspruch nicht gerecht geworden ist. Darauf hatte ich keinen Bock. Und ich wusste auch einfach nicht, was ich reden soll. Weiß es eigentlich bis heute nicht. Er antwortet, dass er sich freut von mir zu hören, und dass er ab 19:30 Uhr erreichbar ist.

Damit habe ich nicht wirklich gerechnet. Mir wird schlecht und panisch packe ich meine Sportsachen obwohl ich längst beschlossen habe nicht in Sport zu gehen, da im Haus Warmwasser und Heizung ausgefallen sind, und ich keine Lust habe danach kalt zu duschen. Aber das ist mir alles egal, wenn ich mich nur irgendwie sinnvoll betätigen kann.

Zu Beginn der Stunde sagt die Trainerin, wir können gerne einen Gedanken fassen, was unser Ziel ist. Ich formuliere einen sehr klaren Satz: ich möchte bitte meine Wut loslassen. Die Stunde ist schweißtreibend. Am Ende liege ich schwer atmend auf dem Boden, ausgepowert, leer.

Auf dem Fahrrad nach Hause fällt mir auf, dass die Wut wirklich weg ist. Und mir fällt auch auf, was da ist. Ein riesen großer Stacheldrahtkloß. Der brennt und beißt, und als ich ihn loslasse sehen die, die mir entgegen kommen, eine weinende Frau auf dem Rad.

Zu Hause dusche ich kalt, fütter die Brüllkatze, wappne mich, atme tief ein... und aus... und ein..

.. und jetzt.. ruf ich da an.

Der Mann ~ ... link (14 Kommentare)   ... comment





Sonntag, 22. November 2015
Zum Teil klinge ich derzeit so verbittert, hätt ich mich selbst am Telefon, ich würd auflegen.

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Samstag, 21. November 2015
Und nach jedem Tutorium einmal mehr die Frage: echt jetzt?

Schnell in den Taunus und Frust vergessen.

Aus dem Leben ~ ... link (0 Kommentare)   ... comment