Donnerstag, 4. Februar 2016
Wir sind bei mir in der Küche und kochen, G. und F. F. hat ein taubengraues ärmelloses Tanktop an und trägt seine mir immer so peinliche Väth-Frise.

F. und ich versuchen uns nicht zu berühren. Wir nehmen uns zwar wahr, aber es ist förmlich zwischen uns. Irgendwann kann ich nicht anders. "Nur einmal, bitte! Nur einmal!" Er will nicht recht. Dann "Na gut". Unsere Körper packen sich wie Magnete. Wir umarmen uns. Fest und lang. Und länger. Ich rieche ihn, fühle ihn, seine Arme, seinen Hals, seine weiche Haut. Dann geht er aus der Umarmung, sagt: "eigentlich wünsche ich mir zur Zeit etwas anderes". Und ich weiß, was er damit meint, nämlich: nicht mich.
"Ja, ja ich auch", sage ich ganz schnell und tue so als wäre dieser nahe Moment nur aus der Sentimentalität heraus entstanden. Natürlich wünsche ich mir tatsächlich etwas anderes als die Realität, die es mit ihm gäbe.

Aber er fehlt mir als ich aufwache. Jeden Tag.






Mittwoch, 3. Februar 2016
Bin schwer versucht die Flinte ins Korn zu schmeißen. Akuter Selbsthass aufgrund völliger Blockade oder absoluter Blödheit, man weiß es nicht.

Nur noch 1 Monat. Horror.

Seelenheil ~ ... link (6 Kommentare)   ... comment





Sonntag, 31. Januar 2016
Kopf aus - Herz auf - Tanzen.



~ Dominik Eulberg - Meerjungfrauenportemonnaie (Traum V188)






Mittwoch, 13. Januar 2016
Mein Lieblingskommentar zum Thema ist einer von G.

G. ist klein, drahtig, quirrlig, hat lange dunkle Haare bis zum Po. Halbitalienerin. Und hüpft während sie mir diesen Kommentar unterbreitet wie ein kleiner Springteufel aus seiner Box auf und ab freut sich diebisch: "Mach doch einfach mal ein halbstündiges Video von deiner Katze in ihrem Rascheltunnel, zeig das den Eltern und weise immer wieder hin auf sowas wie: und jetzt, kuck mal, ihr Schwanz, da! Und schau, wie sie kuckt! Ist das nicht toll?' Und bitte bitte, film die Gesichter!"

Aus dem Leben ~ ... link (0 Kommentare)   ... comment





Montag, 11. Januar 2016
es fühlt sich weniger bitter an als vielmehr traurig, desillusioniert, wenn ich sage: es ist schon eine herausforderung zu lernen, dass freunde eben nicht mehr so da sind. wenn ich gerade der engsten, mir nähesten erzähle was zwischen den jahren war und weine, und dann weint auf der anderen seite das kind, und die freundin verspricht in 10 minuten wieder anzurufen und es gehen 1,5 stunden ins land, und ich geh jetzt ins bett, denn ich mag nicht mehr warten und bin müde.

liebe mütter. ja, ich hab verständnis. aber schön ist es halt einfach nicht. ich lerne nichts mehr in der tiefe zu erzählen, denn ich will dann nicht einfach so sitzengelassen werden mit meinem kummer. das tut weh. vielleicht versteht ihr das ja auch.

ach ja und die m., die meldet sich gar nicht mehr seit wochen. ich mich jetzt auch nicht mehr, ist mir zu doof.