Dienstag, 31. Januar 2017
So schöne Fliegen!
Im Bad empfange ich leider nur sehr wenige Radiosender, weswegen ich dann manchmal bei bigFM hängenbleibe, wenn ein einigermaßen gutes Lied kommt. Bis heute jedenfalls. Künftig dann vielleicht doch lieber der türkische Sender, auch wenn der Gesang am frühen Morgen einfach zu viel Dramatik für mich beinhaltet.

Heute morgen jedenfalls. Da stellte die Moderatorin im Kontext des Trumpschen Einreiseverbots die Frage an die Hörerschaft, ob das denn nicht vielleicht auch etwas Gutes hätte, wenn man es denn im Namen der Terrorbekämpfung tun würde.

Auf die Frage hin wurde eine Hörerantwort reingeschnitten, dass, so es denn wirklich für die Terrorbekämpfung ist, schon OK sein kann, aber sonst eben nicht.

Bis jetzt kann ich mich nicht entscheiden, über was ich mich mehr aufrege. Es ist einfach so viel. Dass diese Frage auf so eine merkwürdige Art und Weise gestellt wird. Warum danach nur diese eine Hörerantwort reingeschnitten wird. Was an einem vermeintlich durch Angst motivierten Einreiseverbot nicht rassistisch sein soll. Wieso, so man denn weiß, dass es rassistisch ist, darin etwas Gutes sehen kann. Wieso die Menschen so sehr an eine Sicherheit glauben, die es nicht gibt. Warum sie sich mit Angst jeden Scheiß verkaufen lassen.

Ehrlich gesagt. Ich verstehe das alles nicht mehr. Ist schon länger so, bzgl. des allgemeinen Weltgeschehens, aber das pervertiert ja ins absolut Unglaubliche. Die Perversion karikiert sich selbst. Ich verstehe nicht, wieso das alles geschehen kann. Warum versucht wird darin gute Aspekte zu suchen. Warum immer noch relativiert wird.

Muss dieser Tage oft an LeSchwes Spruch im Kontext kleiner Professor denken, den ich hier schon mal irgendwo zitiert hab: "Da liegt vor dir ein riesen Haufen Scheiße, und du siehst immer noch die schönen bunten Fliegen darauf."

Hoffung, war das. Aber Leute, ich sags euch, es war am Ende halt echt nur ein Haufen Scheiße. Und man - hat der gestunken.






Samstag, 28. Januar 2017
Wie konnte ich bei der Bastenfasten-Bestandsaufnahme denn in der Kategorie "Dinge, die ich neu für mich entdeckt habe" das Mandelmus vergessen. Das MANDELMUS!

Nach anfänglicher Verstörung (erst Preisschild; dann ersten Löffel wie Nutella mal eben rein in den Mund - und Zähne nicht mehr auseinander gekriegt weil alles verklebt war wie mit Patex) entwickelte sich eine tiefe Leidenschaft.

Das Mandelmus und ich. Im Love Boat in den Sonnenuntergang. Arrivederci, liebe Freunde.

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Freitag, 27. Januar 2017
Gerade ist mir wieder eingefallen, dass ich ja gestern spät Abends sehr spontan sehr günstige Spartickets zu einem Urlaubsdomizil gekauft habe.

Vielleicht sollte ich doch wieder öfters nach 23 Uhr ins Bett gehen. Da kommen mir die besten Ideen. Dachte ich grad erst.

Doch dann ist mir eingefallen, dass ja die Grundschuldbestellung ansteht, und das Eigenkapital.

Äh. Ja.

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Donnerstag, 26. Januar 2017
7. und letzter Basenfastentag.

Heute hatte ich mich eingegroovt. Trotzdem freu ich mich auf Brot, Pasta und Schokolade.

Highlights dieser Zeit:
- die Blicke der Katze, jedes mal wenn sie mich auf dem Badezimmerboden liegend mit Schlauch im Hintern entdeckt hat.
- derzeitige Vitalität
- dass ich Dinge neu für mich entdeckt habe: Kurkuma, Gomasio, Gemüsepfannen, Erdmandelflocken, Sprossen

Was ich beibehalten möchte:
- nicht mehr so spät abends essen. Wird schwierig, vor allem an Dienstagen. Aber mal mehr darauf achten
- Vor 23 Uhr ins Bett gehen unter der Woche
- Mehr Gemüse - weniger Fleisch und Industriezucker

Fazit: war eine interessante Erfahrung und freu mich, dass ichs gemacht hab. Werde in Zukunft öfters mal Basentage einlegen, und evtl. alle halbe Jahre eine Basenwoche.

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Mittwoch, 25. Januar 2017
6. Fastentag. Morgen ist der letzte.

Gestern war ich zu lange in der ganz neuen Welt, weswegen ich nicht mehr einkaufen konnte (was aber dringend gewesen wäre). Das war dumm. Denn nach 18 Uhr soll man nichts mehr essen. Da ich zwischen alter Arbeit und ganz neuer Welt ein winziges Zeitfenster habe, war ich bereits ab 14 Uhr ohne feste Nahrung. Und bei mir hat es nach 5 Tagen rein basischer Ernährung fatale Auswirkungen, wenn ich an Tag 6 sehr hungrig aufwache und erst mal einkaufen muss.

Es war wie auf Nikotinentzug, mit ein paar Lines Speed. Kombiniert mit anbahnenden Kreislaufproblemen. Die erste Eskalation drohte, als ich von der Wohnung im 3. Stock in den Keller rannte um das Fahrrad zu holen, und dann feststellte, dass ich meine Handschuhe oben vergessen hatte. Hungrig. Schwächlich. Ich wurde sehr wütend und brüllte kurz die Kellertür an. Dann wieder rauf in die Wohung. Handschuhe holen. Schnell wieder runter. Zum Bioladen. Essen in den Korb schmeißen, zur Kasse, ins Büro rasen. Mit zitternden Händen Obst schnippeln, gefühlte 48 Stunden. Dabei immer wieder Kollegen, die sich um die Kaffeemaschine drängen und dabei ernste arbeitsbezogene Gespräche führen wollen - ich habe keine Ahnung mehr, wer und was, so sehr war ich damit beschäftigt endlich essen zu können.

Und dann. Essen.

Damit hörte ich dann auch nicht auf bis ich um 14:30 das Büro verließ. Obst. Walnüsse. Getrocknete Aprikosen! Salat! Und doch schien mein Körper immer wieder deutlich zu fragen: willst du mich eigentlich verarschen?

Tja. Ich steh einfach auf Kohlenhydrate.
Trotzdem muss ich sagen, dass ich mich in Summe wesentlich fitter fühle, wacher, morgens auch von alleine aufwache, nicht wie erschlagen, sondern einigermaßen fit.

So ein paar Dinge werde ich aus diesen Fastentagen mitnehmen. Aber ich freu mich geradezu hysterisch auf einen Kakao mit Sahne.

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