Donnerstag, 5. September 2019
Es ist eine schöne Nacht hier heute. Angenehm lau. Den Abend verbringe ich auf dem Filmfest auf der anderen Rheinseite. Bei gutem Wetter ist es zauberhaft dort. Direkt am Rheinufer, ein tolles Ambiente. Ich fühle mich allein und das ist in Ordnung. Auf dem Heimweg bestaune ich von der Rheinbrücke aus Mond und Wasserstrudel. Lichter spiegeln sich im Wasser. Über mir kreischen Möwen, hinter mir rattert immer mal wieder ein Zug über den Fluss. Die Strömung rauscht. Lange stehe ich einfach nur dort, schaue und höre, innen, außen, nehme wahr.

Später sitze ich auf dem Balkon und lausche den Stadtgrillen.

Manchmal ist es die Schönheit solcher Details oder Momente, die es wieder ganz OK macht für mich.

Für so ein weites Herz zu üben ist ganz schön anstrengend und überfordert mich derzeit auf ganzer Linie. Und gleichzeitig merke ich, dass es viel einfacher wird wenn ich es öffne und zulasse.

Lieben. Darauf wurde ich nicht vorbereitet.

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Dienstag, 3. September 2019
Musste mich sehr durchringen eben in seiner Telefonsprechstunde nochmal nach einer Sitzung zu fragen. Eigentlich sind wir fertig. Gerade gemerkt dass ich mir erst mit dem Anruf eingestehen konnte, wie schwer mir das momentan alles fällt, was um mich passiert und was das mit mir macht. Und wie ich mich verhalte oder auch nicht verhalte. Und dafür schäme ich mich. Weil ich es nicht hinbekomme konstruktiv damit umzugehen. Immer noch nicht. Das Ausmaß meiner Bindungsthemen erschreckt mich immer wieder. Das große schwarze Loch in mir. Die Verlustängste. Existenziell fühlt sich das an, wenngleich der Kopf es besser weiß. Aber das reicht nicht.

Diese Scham ist vermutlich auch der Grund, warum ich hier dazu nichts mehr persönliches schreiben kann. Es fühlt sich infantil an, unreif, albern. Sicher auch weil es uralte Gefühle und Ängste sind. Keine erwachsenen. Und ich schäme mich, dass ich mich zum Teil auch heute noch so davon überwältigen lasse. Dass mich das heute in bestimmten Situationen noch so im Griff hat und mir Leid bringt.

~ Antony and the Johnsons Playlist

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Montag, 2. September 2019
To N.
Mhmmmmhmhmhmhmhm.
Gnihihihi.
Hahahhaaaaaaaaaaa!
MUAAHAHAHAHAHAAAAAAAAAAAAAA!

Mhmmmm.

Hihihihihihihi.
:-)

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Dienstag, 27. August 2019
Merke: es ist NICHT sozial akzeptiert wenn man offen kundtut, dass man zu der Sorte Mensch gehört die es wertschätzt von Fäkaldetails des Nachwuchses verschont zu werden.

Wäre vermutlich eine Übung für das große weite Herz gewesen. Das hat aber eh schon Muskelkater und Wachstumsschmerzen aus Gründen. Kann nicht alles gleichzeitig machen.

Außerdem: besser vorbeugen. Finde es nun mal eklig. Mag natürlich sein wie es will. Wie mein Stuhlgang sich während meiner Periode verhält, wollte auch noch nie jemand wissen, und zwar völlig zurecht.

Beim ersten mal habe ich noch schön sozial erwünscht reagiert. Aber beim zweiten mal dachte ich nun: besser mal was sagen, sonst hört das vielleicht nicht mehr auf. Dachte auch, ich hätte es nett gesagt. Aber vielleicht kann man das gar nicht nett sagen, weil eben nicht sozial erwünscht. Das beißt sich allerdings mit dem was ich für mich als erwünscht empfinde.

Naja. Jetzt ist da jemand beleidigt. Sollet.






Sonntag, 25. August 2019
Ich wünsche mir ein großes weites Herz. Ohne mich dabei selbst zu verlieren. Das will ich üben.

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