Sonntag, 29. März 2026
Zwischen den Welten.
okavanga, 20:28h
Es ist Zeit.
Erst mal die Phase von Anfang bis Ende Dezember 2025. Habe eben angefangen zu tippen, über Zustände, und alles. Aber ich hab nicht viele Worte, die hier her gehören, deswegen bleibt es bei Bildern und Musik. So bleibt es unvollständig, aber in mir ist ja alles, und es fühlt sich sowieso schon sehr intim an.
[Edit] Es wurden doch mehr Worte. Ich glaub, ich hab einfach sehr Angst zu vergessen.
Im Dezember zwischen all dem Leben das Sonderbare. "Sie beschimpft uns gar nicht mehr." Ja, das finden wir auch besorgniserregend.
18.12.25 Abschiedsgeschenk meiner Klinikkolleg:innen an mich
19.12.25 Bevor ich in die Heimat fahre, treffen Rini und ich uns auf eine Glühweinfahrt auf dem Neckar in Heidelberg. Wir lachten so sehr, als uns auffiel, dass man von der Stadt halt nix sieht im dunklen, ausser das beleuchtete Schloss. Glühwein war angemessener Trost. Hier im Hintergrund meine "alte" Masterschmiede. Hallo! :)

22.12.25 In der Heimat. Papas Geburtstag.
22.12.25 Meine Jahreskarte für 2026
23.12.25. Im Lauf des Tages werde ich sie fragen, welche Jahreszeit wohl ist. Und sie wird überlegen, mich ansehen, und voller Überzeugung sagen: Sommer. Ich werde sagen: nicht ganz. Es ist Winter. Kannst du dir vorstellen, dass morgen Weihnachten ist? Sie wird mich sehr verwundert ankucken und, als hätte ich nicht mehr alle Tassen im Schrank, antworten: Weihnachten? Ne!
Irgendwann in all den Tagen werde ich sagen, als sie mal wieder aus dem Fenster starrt als wären da die wundervollsten Dinge, zu denen wir anderen keinen Zugang haben: es ist als wärst du irgendwie schon ein bisschen in der Andernwelt. Und sie wird mich ankucken und nichts sagen, und doch werde ich alles wissen.
Und ich werde ihr davon erzählen, dass ich in der Sauna war, und jedes mal, wenn ich in der Sauna bin, daran denken muss wie sie mir vor vielen Jahren erzählte, dass ihr da ein BH geklaut wurde, und wie sehr sie das belustigt hat, dass Leute sogar BHs klauen. Und sie wird sehr schief grinsen.
24.12. Zu Besuch bei Mama. Innenhof des Seniorenwohnheims
26.12.25 Spaziergang und Schau ins Land in ehemaliger Grenzregion
27.12.25 Ein kleines Fest am See, bei dem ich mich mit lieben Menschen treffen. So schön war das, Balsam für die Seele.
Wir werden uns immer wieder überlegen, was wir tun sollen, uns Überweisungen vom Hausarzt holen, mit den Pflegekräften sprechen, ihrem Betreuer, diskutieren, zweifeln, hadern und am Ende sie dort lassen, wo sie ist.
Irgendwann werde ich zu ihr kommen und total überrascht sein, denn sie sitzt im Speisesaal und das wird das erste mal seit Ende November sein, dass sie ihr Bett verlässt. Wir werden eine Weile dasitzen und ich werde reden und merken, dass sie genervt ist. In der Ecke des Speisesaals sitzt ein Mann, der immer wieder sehr laut stöhnt. "Stört dich etwas", werde ich fragen, und sie wird erst eine ganze Weile still sein, als müsse sie all ihre Kraft sammeln um Worte zu formen, und in ihrer unnachahmlichen Abgenervtheit sagen: "Der Alte da hinten." Ich werde ihr Multivitaminsaft mitgebracht haben, weil sie den am allerliebsten mag, und sie doch endlich wenigstens mal trinken muss. Ich werde ihr eine Schorle mischen in der Schnabeltasse und merken, dass ihr das nicht ganz schmeckt. Ich werde fragen: zuviel Saft Anteil, oder? Und sie wiegt den Kopf hin und her. Ich werde sagen: trink einen ordentlichen Schluck ab, dann gieß ich Wasser auf. Sie wird trinken, und während ich an der Schnabeltasse hantiere, wird sie sagen: Ich bin anstrengend, oder? Und ich werde versuchen nicht komplett zusammenzubrechen und zu weinen, und stattdessen einfach nur fragen: "Das beschäftigt dich?" und sie wird sagen: "Naja schon." Und ich werde ihr versichern: "Wir wollen einfach alles tun, damit es dir irgendwie besser geht." Und sie wird sagen: "Das merke ich."
Ich werde sie soviel streicheln wie seit vielen Jahren nicht mehr, oder wie vielleicht noch nie. Und sie wird sagen: das ist so schön, wie du mich streichelst.
Wir werden sie immer wieder fragen, ob sie denn noch leben möchte, und sie wird jedes einzelne mal sagen: ja.

28.12.25 Der Zettel im Glückskeks, den ich meiner Mutter mitbrachte
Und als ich dann am 29.12. vormittags das letzte mal bei ihr bin, weil V. mich an dem Tag mit nach Berlin nehmen wird, weiß ich gar nicht, ob ich überhaupt fahren sollte. Ich habe so ein schlechtes Gefühl, es gibt außerdem wieder Diskussionen mit dem Umfeld wie und was weiter. Ich gehe weinend nach Hause zu meinem Vater, wo V. schon wartet. Ich werde zu ihm ins Auto steigen und mich die ganze Zeit fragen, was wohl wird.

31.12.25 Bei N. und ihrer Familie, wir bereiten das letzte Abendmahl des Jahres 2025 zu.
31.12.25 Letzte Karte
Ich bin mir sicher, dass das, was wir im Dezember von Mama gesehen haben, ihr Wesenskern war. Das, was hinter der Schizophrenie, hinter der Depression, hinter ihren Kindheitstraumata lag. Verwischt von demenzartigen Zügen und dem bereits tiefen Blick in die Andernwelt. Und ich bin mir sicher, dass sie eine Entscheidung getroffen hatte.
~ Télépopmusik feat. Angela McCluskey - Breathe
~ Air - Alone In Kyoto
Erst mal die Phase von Anfang bis Ende Dezember 2025. Habe eben angefangen zu tippen, über Zustände, und alles. Aber ich hab nicht viele Worte, die hier her gehören, deswegen bleibt es bei Bildern und Musik. So bleibt es unvollständig, aber in mir ist ja alles, und es fühlt sich sowieso schon sehr intim an.
[Edit] Es wurden doch mehr Worte. Ich glaub, ich hab einfach sehr Angst zu vergessen.
Im Dezember zwischen all dem Leben das Sonderbare. "Sie beschimpft uns gar nicht mehr." Ja, das finden wir auch besorgniserregend.
18.12.25 Abschiedsgeschenk meiner Klinikkolleg:innen an mich
19.12.25 Bevor ich in die Heimat fahre, treffen Rini und ich uns auf eine Glühweinfahrt auf dem Neckar in Heidelberg. Wir lachten so sehr, als uns auffiel, dass man von der Stadt halt nix sieht im dunklen, ausser das beleuchtete Schloss. Glühwein war angemessener Trost. Hier im Hintergrund meine "alte" Masterschmiede. Hallo! :)

22.12.25 In der Heimat. Papas Geburtstag.
22.12.25 Meine Jahreskarte für 2026
23.12.25. Im Lauf des Tages werde ich sie fragen, welche Jahreszeit wohl ist. Und sie wird überlegen, mich ansehen, und voller Überzeugung sagen: Sommer. Ich werde sagen: nicht ganz. Es ist Winter. Kannst du dir vorstellen, dass morgen Weihnachten ist? Sie wird mich sehr verwundert ankucken und, als hätte ich nicht mehr alle Tassen im Schrank, antworten: Weihnachten? Ne!
Irgendwann in all den Tagen werde ich sagen, als sie mal wieder aus dem Fenster starrt als wären da die wundervollsten Dinge, zu denen wir anderen keinen Zugang haben: es ist als wärst du irgendwie schon ein bisschen in der Andernwelt. Und sie wird mich ankucken und nichts sagen, und doch werde ich alles wissen.
Und ich werde ihr davon erzählen, dass ich in der Sauna war, und jedes mal, wenn ich in der Sauna bin, daran denken muss wie sie mir vor vielen Jahren erzählte, dass ihr da ein BH geklaut wurde, und wie sehr sie das belustigt hat, dass Leute sogar BHs klauen. Und sie wird sehr schief grinsen.
24.12. Zu Besuch bei Mama. Innenhof des Seniorenwohnheims
26.12.25 Spaziergang und Schau ins Land in ehemaliger Grenzregion
27.12.25 Ein kleines Fest am See, bei dem ich mich mit lieben Menschen treffen. So schön war das, Balsam für die Seele.
Wir werden uns immer wieder überlegen, was wir tun sollen, uns Überweisungen vom Hausarzt holen, mit den Pflegekräften sprechen, ihrem Betreuer, diskutieren, zweifeln, hadern und am Ende sie dort lassen, wo sie ist.
Irgendwann werde ich zu ihr kommen und total überrascht sein, denn sie sitzt im Speisesaal und das wird das erste mal seit Ende November sein, dass sie ihr Bett verlässt. Wir werden eine Weile dasitzen und ich werde reden und merken, dass sie genervt ist. In der Ecke des Speisesaals sitzt ein Mann, der immer wieder sehr laut stöhnt. "Stört dich etwas", werde ich fragen, und sie wird erst eine ganze Weile still sein, als müsse sie all ihre Kraft sammeln um Worte zu formen, und in ihrer unnachahmlichen Abgenervtheit sagen: "Der Alte da hinten." Ich werde ihr Multivitaminsaft mitgebracht haben, weil sie den am allerliebsten mag, und sie doch endlich wenigstens mal trinken muss. Ich werde ihr eine Schorle mischen in der Schnabeltasse und merken, dass ihr das nicht ganz schmeckt. Ich werde fragen: zuviel Saft Anteil, oder? Und sie wiegt den Kopf hin und her. Ich werde sagen: trink einen ordentlichen Schluck ab, dann gieß ich Wasser auf. Sie wird trinken, und während ich an der Schnabeltasse hantiere, wird sie sagen: Ich bin anstrengend, oder? Und ich werde versuchen nicht komplett zusammenzubrechen und zu weinen, und stattdessen einfach nur fragen: "Das beschäftigt dich?" und sie wird sagen: "Naja schon." Und ich werde ihr versichern: "Wir wollen einfach alles tun, damit es dir irgendwie besser geht." Und sie wird sagen: "Das merke ich."
Ich werde sie soviel streicheln wie seit vielen Jahren nicht mehr, oder wie vielleicht noch nie. Und sie wird sagen: das ist so schön, wie du mich streichelst.
Wir werden sie immer wieder fragen, ob sie denn noch leben möchte, und sie wird jedes einzelne mal sagen: ja.

28.12.25 Der Zettel im Glückskeks, den ich meiner Mutter mitbrachte
Und als ich dann am 29.12. vormittags das letzte mal bei ihr bin, weil V. mich an dem Tag mit nach Berlin nehmen wird, weiß ich gar nicht, ob ich überhaupt fahren sollte. Ich habe so ein schlechtes Gefühl, es gibt außerdem wieder Diskussionen mit dem Umfeld wie und was weiter. Ich gehe weinend nach Hause zu meinem Vater, wo V. schon wartet. Ich werde zu ihm ins Auto steigen und mich die ganze Zeit fragen, was wohl wird.

31.12.25 Bei N. und ihrer Familie, wir bereiten das letzte Abendmahl des Jahres 2025 zu.
31.12.25 Letzte Karte
Ich bin mir sicher, dass das, was wir im Dezember von Mama gesehen haben, ihr Wesenskern war. Das, was hinter der Schizophrenie, hinter der Depression, hinter ihren Kindheitstraumata lag. Verwischt von demenzartigen Zügen und dem bereits tiefen Blick in die Andernwelt. Und ich bin mir sicher, dass sie eine Entscheidung getroffen hatte.
~ Télépopmusik feat. Angela McCluskey - Breathe
~ Air - Alone In Kyoto
Freitag, 27. März 2026
No pressure!
okavanga, 18:07h
Bis zum Vorstellungsgespräch habe ich noch eine gute Stunde Zeit. Also setze ich mich in ein Cafe in dem Ort, der zwischen Hügeln im Schwarzwald liegt. Die Zugfahrt hier her führte mich auf den letzten Kilometern durch idyllische Landschaften.
Kaum sitze ich mit meinem Kaffee an der Fensterfront des Bäckers, klingelt mein Handy. Es ist die Personalreferentin von der Favoriten-Klinik. "Frau Oka, ich habe Ihnen gestern das Angebot zugesendet, haben Sie das schon gesehen?" "Ja, vielen Dank, ich war nur etwas verhalten, weil ich ja den Dienstag noch abwarte." "Deswegen rufe ich an. Also es ist schon so, dass wir Sie wirklich haben wollen. Am Dienstag geht es nur noch um das offizielle 1%, aber die Chefperson plant schon mit Ihnen. Sie hat mir gesagt, ich soll Ihnen sagen, dass sie Sie unbedingt möchte, und dass Sie doch auch Ihr anderes Gespräch absagen sollen. [sie lacht] Aber ich hab ihr schon gesagt, ach neiiiiin...." Ich hatte der Personalreferentin am Mittwoch erzählt, dass ich noch ein Gespräch habe, das ich auch wahrnehmen würde, sofern mir keine feste Zusage gegegeben werden kann. "Das ist jetzt auch zu spät..." [ich lache] "Es ist uns nur wichtig dass, wenn Sie wollen, wir das machen."
Was für eine kuriose Situation. Der Wille, mit dem mich diese Chefperson möchte, irritiert mich und löst Druck in mir aus. Welche Erwartungen stehen da wohl im Raum mir gegenüber? Bin ich für die auch ein 6er im Lotto? Aber wie sollte das sein, also ich bin ja fachlich sowas von am Anfang?
Nach dem Kaffee mache ich mich auf zur Klinik, die auf einem der Hügel liegt. Das Gespräch ist kurz. Ich werde gefragt, was ich mir vorstelle. Ihr lägen meine Unterlagen vor, die seien sehr gut, sie habe keine weitere Fragen an mich. Irritierend. Wir klären primär Formalitäten. Auch diese Klinik zahlt sehr gut, und doch nicht so gut wie die Favoritenklinik, aber die sind echt eh jenseits von allem, was ich jemals über PT-Zeiten gehört habe. Dann werde ich durch die Klinik geführt. Wie verbleiben wir, werde ich gefragt. Ich antworte, dass ich es gerne übers Wochenende sacken lassen möchte, und dass mein Gegenüber ja vielleicht auch nachdenken möchte? Nein, für sie ist alles klar und gut. Irritierend. Vermutlich hätte ich auch gleich einen Vertrag unterschreiben können. Vermutlich ist es nicht leicht, gute Bewerber in diesen Ort zu locken. Und was die Chemie zwischen der potenziellen Vorgesetzten und mir angeht, vibed es auch nicht so wie im Favoriten-Gespräch.
Nach 35-40 Minuten mache ich mich wieder auf den Weg zum Bahnhof. Insgesamt ist es mir zu eng dort, die Klinik, der Ort, die Hügel drumrum. Eine leichte Beklemmung auf der Brust. Ohne Auto wäre das nichts für mich. Ich bin froh, dass ich eine so gute Alternative habe. Die scheint gesetzt zu sein. So ganz kann ichs immer noch nicht glauben.

Kaum sitze ich mit meinem Kaffee an der Fensterfront des Bäckers, klingelt mein Handy. Es ist die Personalreferentin von der Favoriten-Klinik. "Frau Oka, ich habe Ihnen gestern das Angebot zugesendet, haben Sie das schon gesehen?" "Ja, vielen Dank, ich war nur etwas verhalten, weil ich ja den Dienstag noch abwarte." "Deswegen rufe ich an. Also es ist schon so, dass wir Sie wirklich haben wollen. Am Dienstag geht es nur noch um das offizielle 1%, aber die Chefperson plant schon mit Ihnen. Sie hat mir gesagt, ich soll Ihnen sagen, dass sie Sie unbedingt möchte, und dass Sie doch auch Ihr anderes Gespräch absagen sollen. [sie lacht] Aber ich hab ihr schon gesagt, ach neiiiiin...." Ich hatte der Personalreferentin am Mittwoch erzählt, dass ich noch ein Gespräch habe, das ich auch wahrnehmen würde, sofern mir keine feste Zusage gegegeben werden kann. "Das ist jetzt auch zu spät..." [ich lache] "Es ist uns nur wichtig dass, wenn Sie wollen, wir das machen."
Was für eine kuriose Situation. Der Wille, mit dem mich diese Chefperson möchte, irritiert mich und löst Druck in mir aus. Welche Erwartungen stehen da wohl im Raum mir gegenüber? Bin ich für die auch ein 6er im Lotto? Aber wie sollte das sein, also ich bin ja fachlich sowas von am Anfang?
Nach dem Kaffee mache ich mich auf zur Klinik, die auf einem der Hügel liegt. Das Gespräch ist kurz. Ich werde gefragt, was ich mir vorstelle. Ihr lägen meine Unterlagen vor, die seien sehr gut, sie habe keine weitere Fragen an mich. Irritierend. Wir klären primär Formalitäten. Auch diese Klinik zahlt sehr gut, und doch nicht so gut wie die Favoritenklinik, aber die sind echt eh jenseits von allem, was ich jemals über PT-Zeiten gehört habe. Dann werde ich durch die Klinik geführt. Wie verbleiben wir, werde ich gefragt. Ich antworte, dass ich es gerne übers Wochenende sacken lassen möchte, und dass mein Gegenüber ja vielleicht auch nachdenken möchte? Nein, für sie ist alles klar und gut. Irritierend. Vermutlich hätte ich auch gleich einen Vertrag unterschreiben können. Vermutlich ist es nicht leicht, gute Bewerber in diesen Ort zu locken. Und was die Chemie zwischen der potenziellen Vorgesetzten und mir angeht, vibed es auch nicht so wie im Favoriten-Gespräch.
Nach 35-40 Minuten mache ich mich wieder auf den Weg zum Bahnhof. Insgesamt ist es mir zu eng dort, die Klinik, der Ort, die Hügel drumrum. Eine leichte Beklemmung auf der Brust. Ohne Auto wäre das nichts für mich. Ich bin froh, dass ich eine so gute Alternative habe. Die scheint gesetzt zu sein. So ganz kann ichs immer noch nicht glauben.

Donnerstag, 26. März 2026
Kalte Füße.
okavanga, 21:01h
Sie haben mir das Angebot gesendet, noch keinen Vertrag, da gilt es deren einen (internen) Termin noch abzuwarten. Aber die Vorstellung beim Betriebsarzt haben sie auch schon terminiert. Ich muss verrückt sein, das zu machen. "Erstmal nur für ein Jahr", das ist mein Mantra. Sonst würde ich den Mut nicht zusammenkratzen können. Alles ist dann neu. Alles. Und in meine geliebte Höhle zieht dann ein fremder Mensch. Habe öfters Herzrasen, nicht nur Aufregungs-mäßig. Das ist Angst. Und der Imposter kickt so krass rein, vor allem nach der Freude der Chefperson, "Ich seh schon, wir haben uns viel zu erzählen Frau Oka, und Sie bringen von <Klinik X> bestimmt ganz viele Ideen mit!" Ähm. Ähäm ja, äham. Ähm Sie erinnern sich, dass ich Berufsanfängerin bin, ja?
Morgen habe ich noch ein Gespräch bei einer anderen Klinik in den südlichen Gefilden Baden-Württembergs. Ich wills mir einfach mal ankucken, am Montag noch ein Online-Gespräch mit einer weiteren Klinik. Wer weiß, wozu es gut ist, und am Ende ist eben immer erst alles safe, wenn der Vertrag von allen Seiten unterschrieben ist.
Morgen habe ich noch ein Gespräch bei einer anderen Klinik in den südlichen Gefilden Baden-Württembergs. Ich wills mir einfach mal ankucken, am Montag noch ein Online-Gespräch mit einer weiteren Klinik. Wer weiß, wozu es gut ist, und am Ende ist eben immer erst alles safe, wenn der Vertrag von allen Seiten unterschrieben ist.
Mittwoch, 25. März 2026
okavanga, 13:49h
Und dann für eine Millisekunde der Gedanke, der sich aus dem Unbewussten nach oben schiebt und da auf die Realität trifft: "Das muss ich Mama erzählen, sie wird sich so mit mir freuen."
okavanga, 11:09h
Inoffiziell scheint es durch zu sein. "Betrachten Sie es als erledigt. Nächste Woche geht es voraussichtlich nur noch darum, WO Sie eingesetzt werden, nicht OB."
Der:die ärztliche:r Direktor:in scheint sehr genau zu wissen, dass er:sie mich will, und wo er:sie mich will und was soll ich sagen. Das wäre für mich die Erfüllung aller Träume, vor allem auch das WO, wenn das so klappt. Könnte heulen vor Glück, heb mir das aber auf für den Moment, wenn echt ein Vertrag da ist.
Ich habe lang darüber nachgedacht, ob ich hier darüber schreibe, was und wo das ist. Aber ich denke, besser nicht. Will mir einen kleinen Spielraum lassen, über Dinge dort zu erzählen, oder anzudeuten, sofern das überhaupt möglich ist. Daher auch gender-neutrale Formulierungen. Aber krass: wenn das nun alles so kommt, krempel ich mein ganzes Leben komplett um.
Universum - danke! Bitte diese Energie aufrecht erhalten, bis ich den Vertrag unterschrieben habe.
Der:die ärztliche:r Direktor:in scheint sehr genau zu wissen, dass er:sie mich will, und wo er:sie mich will und was soll ich sagen. Das wäre für mich die Erfüllung aller Träume, vor allem auch das WO, wenn das so klappt. Könnte heulen vor Glück, heb mir das aber auf für den Moment, wenn echt ein Vertrag da ist.
Ich habe lang darüber nachgedacht, ob ich hier darüber schreibe, was und wo das ist. Aber ich denke, besser nicht. Will mir einen kleinen Spielraum lassen, über Dinge dort zu erzählen, oder anzudeuten, sofern das überhaupt möglich ist. Daher auch gender-neutrale Formulierungen. Aber krass: wenn das nun alles so kommt, krempel ich mein ganzes Leben komplett um.
Universum - danke! Bitte diese Energie aufrecht erhalten, bis ich den Vertrag unterschrieben habe.
Dienstag, 24. März 2026
okavanga, 20:29h
Morgen gilts. Liebes Universum, ich bin bereit, lass es gut werden!
okavanga, 12:59h
Drei Nächte hintereinander geträumt, dass Leute in meinen Raum bzw. meine Wohnung eindringen wollen, manchmal auch, weil mein Schloss irgendwie labil ist. Eine übergriffige Nachbarin, Kinder. Bei dem einen Traum weiß ich es nicht mehr genau.
Letzte Nacht war es meine Wohnung, in der ich momentan lebe. Meine Mutter lebte da irgendwie auch, oder war zu Besuch. Es war, als wäre ein Schatten neben und über ihr. Ich träume die Krankheit oft mit, aber nicht als Schizophrenie, sondern als etwas, das originär nicht zu ihr gehört, aber schon immer da war. Etwas dunkles, furchteinflösendes. Das deckt sich mit meinem ambivalenten Kindheitserleben, und damals hatte sie die Diagnose ja noch nicht, stattdessen schwere Depressionen. Letztendlich hängt das ja auch alles irgendwie zusammen. Wie auch immer. Es ist gruselig, diese Gefühle zu träumen, sie sind teilweise uralt, und wirklich die der kleinen Oka. Spannend, dass in diesem Kontext die hiesigen Nachbarn klingelten, kleine Kinder (aber nicht die wirklichen, irgendwie anders), und ich fühlte mich bedroht von ihnen. Von Kindern! Hatte Angst sie bringen Ungeziefer oder zecken sich fest. Krass eigentlich. Auch dieses Gefühl, dass Menschen in meinen Raum dringen ist heftig. Die übergriffige Nachbarin tauchte in meiner alten WG in G7 auf. Einmal stand sie mitten in der Tür, das nächste mal direkt hinter meiner Küchentür. Ich frage mich, ob es da um Grenzüberschreitungen in meinem Leben geht, oder um eigene innere Anteile/Gefühle/Konflikte?, die ich nicht wahrhaben will. Oder vielleicht all das.
Letzte Nacht war es meine Wohnung, in der ich momentan lebe. Meine Mutter lebte da irgendwie auch, oder war zu Besuch. Es war, als wäre ein Schatten neben und über ihr. Ich träume die Krankheit oft mit, aber nicht als Schizophrenie, sondern als etwas, das originär nicht zu ihr gehört, aber schon immer da war. Etwas dunkles, furchteinflösendes. Das deckt sich mit meinem ambivalenten Kindheitserleben, und damals hatte sie die Diagnose ja noch nicht, stattdessen schwere Depressionen. Letztendlich hängt das ja auch alles irgendwie zusammen. Wie auch immer. Es ist gruselig, diese Gefühle zu träumen, sie sind teilweise uralt, und wirklich die der kleinen Oka. Spannend, dass in diesem Kontext die hiesigen Nachbarn klingelten, kleine Kinder (aber nicht die wirklichen, irgendwie anders), und ich fühlte mich bedroht von ihnen. Von Kindern! Hatte Angst sie bringen Ungeziefer oder zecken sich fest. Krass eigentlich. Auch dieses Gefühl, dass Menschen in meinen Raum dringen ist heftig. Die übergriffige Nachbarin tauchte in meiner alten WG in G7 auf. Einmal stand sie mitten in der Tür, das nächste mal direkt hinter meiner Küchentür. Ich frage mich, ob es da um Grenzüberschreitungen in meinem Leben geht, oder um eigene innere Anteile/Gefühle/Konflikte?, die ich nicht wahrhaben will. Oder vielleicht all das.
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