Dienstag, 22. September 2020
Seit einiger Zeit träume ich davon, dass ich meinem Bruder oder einem seiner Freunde oder einem Menschen, der irgendwas von meinem Bruder repräsentiert massiv Gewalt antue, dass ich ihn anschreie, Vorwürfe mache wie dass er noch nie Partei ergreifen konnte, nie Stellung bezieht, ihn schlage, in blindem Hass. Ich glaube das härteste war, ein abgebrochenes Glas in sein Gesicht zu drücken.

Wenn ich aufwache, bin ich sehr erschöpft und zwischen Scham und Entsetzen. Und doch weiß ich, dass diese Träume wichtig sind, weil sie etwas zulassen, was ich bei Bewusstsein nicht zulassen kann. Jahrelang habe ich Gefühle unterdrückt, die nicht gefühlt werden durften.

Es war wie es war. Es ist wie es ist.

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Freitag, 3. Juli 2020
Heute Nacht war seit langem mal wieder der kleine Herr Professor zu Gast.

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Mittwoch, 27. Mai 2020
Heute Nacht.
Jemand und ich versuchen uns in einem hohen verwinkelten Gebäude zu verstecken und gleichzeitig dort rauszukommen. Als wir in Richtung Dach gelangt sind wissen wir, dass aus der einen Luke gleich sehr viel Wasser auf uns herabrauschen wird. Wir müssen warten, bis alles Wasser reingelaufen ist und wir fast absaufen, und uns dann durch die Luke pressen, sagt der jemand. Wir probieren das, aber das Wasser von oben prasselt mit einer solchen Wucht, dass wir darunter nicht stehenbleiben können. Irgendwie kommen wir schon aufs Dach, es ist ein Flachdach. Es ist dunkel. Von irgendwo scheint ein kleines Außenlicht. Schon die ganze Zeit fühlen wir uns verfolgt, bedroht. Da passt irgendwas überhaupt nicht, sagt der jemand, während wir draußen erschöpft versuchen Luft zu holen. Und da spüre ich es auch, den Luftwechsel. Es ist außen viel wärmer als es sein dürfte, und drinnen wurde es immer kälter. Die Gefahr ist so greifbar und todesnah, dass ich aufwache.

Als ich endlich wieder einschlafe: die Berliner Oper, wie sie aber überhaupt nicht aussieht. Ich bestaune Prunk und Pomp, bin beeindruckt von dem Saal und einer sehr unkonventionellen Bestuhlungsaufstellung. Musiker eilen durch den Raum in Richtung Foyer, als ich auch dorthin will. Ein sehr attraktiver großer Mann of Color eilt an mir vorbei, einen Kasten mit Blasinstrument um sich geschnallt. Macht es große Freude in einem solchen Saal zu spielen, frage ich? Der Mann lächelt höflich und sagt: natürlich. Was für eine blöde Frage, sage ich, entschuldige, ja. Wir eilen gemeinsam durch das Foyer. Er bleibt bei einem anderen Mann, der dort wartet, stehen, und überreicht diesem dann einen Brief. In seiner Hand hält er plötzlich ein kleines Stofftier. Der Mann läuft weiter, ich gehe mit. Was war das eben, frage ich. Das war gerade eine sehr schnelle Trennung, sagt der Mann, etwas wehmütig. Warum hast du das Stofftier behalten? Ich möchte nicht, dass er Schmerz empfindet wenn er es ansieht, deswegen nehme ich es mit. Wir eilen weiter, sind nun vor der Tür. Dort muss der große Mann weinen. Ich möchte ihn so gerne umarmen, aber es ist C*r*n*. Hilflos stammel ich: vielleicht umarmst du jemanden aus deinem inner circle? Ein Fremder huscht vorbei. Diesen umarmt er. Das finde ich merkwürdig, aber bin froh, dass der Mann kurz Trost findet.

Ich selbst schlender in eine Laden-Passage. Dort arbeitet N. in einem Blumengeschäft. Ich warte bis sie fertig ist, wir gehen gemeinsam in ein kleines Café. Sie bestellt Café Macchiato und möchte 2 Peanut Butter Crunch. Aber als sie diese in der Hand hält, möchte sie sie doch nicht, sie findet sie unappetltlich, nicht per se, aber etwas an genau diesen stört sie. Ich selbst bestelle irgendwas, ich glaube auch Macchiato, und die Peanut Teile, und finde sie köstlich. N. kostet auch davon. Als ich mit Kreditkarte bezahle, habe ich Angst dass es hunderte an Euros kosten wird. Aber es sind nur knapp über 20. Erleichtert und doch besorgt um den Kontostand.

Mein Vater, seine Frau G. und ich fahren in den Urlaub. Wir wollen noch Tatjana mitnehmen, eine Bekannte von mir. Wirr holen Tatjana vor einem Haus an einer Kreuzung nahe des Hauses in dem ich aufgewachsen bin ab. Ihr Gepäck verstaue ich im Kofferraum. Als ich mich ins Auto setze, höre ich gerade noch, wie Tatjana zu G. sagt: ok gut, also du ziehst sofort aus dann, ok? Tu mir den Gefallen, tu dir den Gefallen. Total erschüttert und ratlos, warum Tatjana von G. so etwas verlangt, sage ich erst mal nix und wir fahren los. Irgendwann kommen wir an. G. macht sich auf eine neue Bleibe zu suchen. Das finde ich furchtbar falsch. Als Tatjana und ich allein im Raum sind, frage ich sie. Das kann ich dir nicht sagen, meint sie. Du könntest sonst nachts kein Auge zu tun. Mein Kopf rattert? Bist du ein Vampir? Tatjana sieht plötzlich anders aus und ihre Augen leuchten, ja, sagt sie, und ich möchte G. schützen, es ist besser wenn sie weg von hier ist, denn sie riecht so gut, ich müsste sie beißen. Und ich frage: aber wieso ist es dann kein Problem, dass wir in einem Zimmer schlafen? Weil du nicht so gut riechst, um offen zu sein, stößt du mich gerade etwas ab,, meint sie. Tatjana schnüffelt an mir. Aber je länger sie schnüffelt, desto größer werden ihre Augen. Ich fange an zu schwitzen, bin aber noch belustigt. Eigentlich riechst du immer besser, sagt Tatjana. Vielleicht ist es mein leichter Angstschweiß? Ich frage mich, ob der F. auch in Tatjanas Beuteschema passt, der soll eigentlich auch noch zu uns stoßen. Aber erfahren werde ich es nicht mehr.

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Montag, 3. Februar 2020
Gestern bin ich nach Thailand geflogen, auf diese Insel. Sie sah völlig anders aus, aber trotzdem wunderschön. Ich flog in dem völligen Bewusstsein, dass er dort mit ihr ist, und was ich mir davon versprach - ich glaube, ich wollte es einfach aushalten. Wollte, dass so etwas möglich ist. Dass ich dort bin, und die beiden auch, und dass ich das nicht nur aushalte, sondern ja. Liebe, das Universum, und so. Panta rhei.

Die Begrüßung seinerseits fiel sehr frostig aus. Er kam mir direkt entgegen, als würde er mich von ihr abschirmen wollen. Keine Umarmung wie sonst immer. Stattdessen verschränkte Arme. Er höre nicht auf zu betonen, dass er mit ihr dort sei, dass ich das verstehen müsse. Ich hörte nicht auf zu beteuern, dass ich in diesem Bewusstsein gekommen wäre, und dass es ok sei. Aber während ich dort stand merkte ich, dass es überhaupt nicht okay war, auch für mich nicht, und dass er mich weghaben wollte, also ging ich, die Verabschiedung fiel wie die Begrüßung aus. Eisig. Als hätten wir uns nie gekannt. Jede Nähe fort.

Als ich ging wusste ich nicht, wohin. Wenn ich jetzt schon mal da war, irgendwo anders auf der Insel bleiben? Nein, auf keinen Fall. Weiter durchs Land reisen? Oder in ein ganz anderes Land? Ich wusste es nicht, startete eine Odyssee mit Busverbindungen und falschen Busfahrplänen, Durchqueren des Dschungels, Hostels... eine fließend Thai sprechende Busfahrerin, die aber Deutsche war und mir das System erklären konnte. Mit den Plänen, und den Fähren, den Ablegestellen. Ich fühlte mich grauen voll. Orientierungslos. Einsam. Und ganz selten doch auch frei und neugierig. Aber es überwog eindeutig Traurigkeit, Verletztheit, Wut und Orientierungslosigkeit.

Ich wachte kurz auf, und schlief dann wieder ein. Träumte, dass ich wieder auf der Insel sei, bei ihrer Unterkunft. Diesmal stand sie da mit gepackten Koffern. Wollte weg. Wieso, fragte ich, es war doch alles so wundervoll. Alt sah sie aus, viel älter als auf dem Foto, das ich kenne. Tiefe Krähenfüße unter müden Augen. Die Drogen, sagte sie. Ich halte seine Abhängigkeit nicht aus. Und so verließen wir beide diesen Ort.






Samstag, 15. Juni 2019
Die Nächste sind bunt und wild. Würde mich mal interessieren wovon das abhängt, dass ich phasenweise so intensiv und viel träume. Heute Nacht von der Eule, es war ein verletzender Traum. Und von dem Haus in dem ich zwischen 11 und 19 aufgewachsen bin, dort wohnten wir im 3. Stock. Im echten Leben war vor der Tür ein großes Feld und wir hatten Blick auf die Stadt. Im Traum war es finster, wir schauten aus dem Fenster. Alles war komplett unter Wasser. Meer. Man konnte in der Dunkelheit die Schaumkronen erkennen. Es war wütendes, aufgewühltes Meer. Von der Haustür bis zum Horizont. Der Wind zerrte an den Fenstern. Mein Bruder war auch da, und meine Mutter.

Und so weiter und so fort.
Morgens bin ich immer gerädert. Geht jetzt schon seit einer Woche so. Sehr viele unterschiedliche Träume jede Nacht. Ich bin süchtig nach diesen Nächten, auch wenn sie nicht immer nur positiv sind. Sie sind sehr lebendig.






Donnerstag, 13. Juni 2019
Intensiv von dir geträumt. Es war schön dich zu sehen.

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Freitag, 17. Mai 2019
Zu sehr lebhaften Träumen tendiere ich ja schon immer. Seit ich krank bin, ist es richtig heftig. Vielleicht liegt es am Antibiotikum. Es ist wie ein Parallelleben. Vorletzte Nacht z.B. lebte ich in den Bergen in der Schweiz, in einem winzigen Kaff. Es hatte frisch geschneit, alles war weiß, in einer sternenklaren Nacht. Und weil V. sowieso in der Gegend fliegen musste, besuchte er mich. Wir erlebten dann allerhand Buddy-Abenteuer.

Oder in der Nacht davor, da war ich auf einer Exkursion in München, und traf allerhand Menschen, die ich kenne, von früher kenne, oder die ich auch noch nicht kenne.

Oft bleibt ein ganz bestimmtes Gefühl zurück. Ein ähnliches, das ich habe wenn ich an vergangene wilde Zeiten denke. Eine Mischung aus Wehmut, Melancholie, Euphorie, aber auch Schmerz. Es ist intensiv. Ich glaube, ich müsste ab und an wieder ein bisschen unvernünftiger sein. Und vielleicht auch mal wieder Männerbegegnungen wagen.

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Dienstag, 15. Mai 2018
Heute Nacht war ich involviert in den illegalen Handel mit giftigen Substanzen eines Chemiekonzerns, der hier auf der anderen Seite der Brücke steht. Hatte was mit Menschenverseuchen zu tun, Millionen Geldern und Lebensgefahr. Scheisse dass wir das beobachtet hatten und irgendjemand hatte das spitzgekriegt. Das erste mal klatschnass aufgewacht und anscheinend doch weitergeträumt, denn irgendwann ein zweites mal klatschnass aufgewacht.

Des einen Adventure. Des anderen Albtraum.






Mittwoch, 3. Januar 2018
Vorstellungsgespräch
Haben Sie Angst vor Bergen?
Sie meinen vor der Höhe auf Bergen?
Nein, nein, Bergbau.
Also Sie meinen im Berg, wie in einem Stollen?
Ja genau. Haben Sie Angst tief in einem Berg drin?

Wie hieß der Friseur, von dem wir vorhin kurz gesprochen haben? (in einem Bus, der Kamikaze fuhr über wilden Wellen hinweg, weil es eine Überschwemmung gab, also eigentlich wurde er eher von den Wellen getragen und auch immer wieder überrollt, aber irgendwie konnte er weiterfahren und wir kamen alle wohlbehalten an)

Dazwischen gab es noch zwei andere Fragen. Leider vergessen. Man fand mich und meine Antworten zwar "klasse", aber nicht passend zum Anforderungsprofil für diese konkrete Stelle. Auf was ich mich beworben hatte, weiß ich nicht. Ich weiß gar nicht ob mir während des Gesprächs bewusst war, für was ich mich da eigentlich vorstelle.

Naja. Das nächste mal dann.

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Montag, 16. Mai 2016
Wieder ein Traum mit F. Der Großteil löst sich nach dem Aufwachen schnell in unbenennbare Kleinteile auf. Was bleibt ist das Bild, wie ich auf seinem Schoß sitze, so dass wir uns gegenseitig umarmen können. Er wieder in einem Tanktop, diesmal weiß. Ich träume ihn immer in Tanktops. Wir umarmen uns so fest. Ich rieche an seinem Hals, streichel seinen Rücken. Er ist so sehr zu Hause für mich.

Wann hört er auf mir zu fehlen, frag ich mich, und das Herz antwortet: du Dummerchen...

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