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Freitag, 27. Februar 2009
Vom Altern.
okavanga, 21:09h
"Und überhaupt finde ich, dass es mehr auf die innere Schönheit ankommt. Das Äußere, das ist nicht so wichtig, verstehste? Auf das Innere kommt es an. Werte und Charakter und so..."
Die Stimme sitzt geschätzt 3 Sitzreihen hinter mir. Das Rattern der Straßenbahn lässt mich nicht alle Worte hören, aber diese Stimme, die eindeutig weiblich ist, passt irgendwie nicht zu den Worten. Sie spricht laut, klingt leicht nasal und herablassend, vielleicht ist der Ansprechpartner schwer von Begriff. Vom dem/der jedenfalls hört man gar nichts, entweder weil er/sie nicht zu Wort kommt, oder nicht so von sich überzeugt ist wie "Die Stimme", die ihre Überzeugung in die Bahn posaunt.
"AAAACH, ich hatte ja SO Probleme mit dem Altern! Als ich 30 wurde, das war für mich eine Katastrophe. Mein Gooooott hatte ich eine Angst davor. Für mich war das das Schlimmste, was ich mir vorstellen konnte."
Scheint ja eine ziemlich begrenzte Phantasie zu haben.
"Ich dachte, von da an kann es nur noch bergab gehen, mit dem Aussehen und Allem. Aber dann konnte ich mich damit irgendwie arrangieren, und ich hab gemerkt, dass es eben nich so aufs Äußere ankommt."
Gääähhhn...
"Und dann wurde alles viel viel besser. Es wurde ab da dann eigentlich erst richtig toll, so ab 30. Mit dem Alter. Aaach, ich seh das jetzt alles ganz entspannt. Du, ich muss jetzt aussteigen, war schön dich zu sehen..."
Ich MUSS meinen Kopf drehen, ich kann nicht anders, ich MUSS die Stimme sehen.
Bei dem Versuch nicht laut zu lachen beiß ich mir fast die Zunge ab. Die Stimme sieht dank viel zu regelmäßiger Solariumsbesuche aus wie 40, hat ihre grauenhaft schlecht blondierten Haare zu einem Tussipferdeschwanz mit Fiffi vorne hochgezwirbelt, trägt eine schwarze enge Jeans, die ab dem Knie in schwarzen Stiefeln verschwindet, und: ein Nasenpiercing.
Dem Gegenüber hats bei den Ausführungen wohl einfach nur die Sprache verschlagen.
Die Stimme sitzt geschätzt 3 Sitzreihen hinter mir. Das Rattern der Straßenbahn lässt mich nicht alle Worte hören, aber diese Stimme, die eindeutig weiblich ist, passt irgendwie nicht zu den Worten. Sie spricht laut, klingt leicht nasal und herablassend, vielleicht ist der Ansprechpartner schwer von Begriff. Vom dem/der jedenfalls hört man gar nichts, entweder weil er/sie nicht zu Wort kommt, oder nicht so von sich überzeugt ist wie "Die Stimme", die ihre Überzeugung in die Bahn posaunt.
"AAAACH, ich hatte ja SO Probleme mit dem Altern! Als ich 30 wurde, das war für mich eine Katastrophe. Mein Gooooott hatte ich eine Angst davor. Für mich war das das Schlimmste, was ich mir vorstellen konnte."
Scheint ja eine ziemlich begrenzte Phantasie zu haben.
"Ich dachte, von da an kann es nur noch bergab gehen, mit dem Aussehen und Allem. Aber dann konnte ich mich damit irgendwie arrangieren, und ich hab gemerkt, dass es eben nich so aufs Äußere ankommt."
Gääähhhn...
"Und dann wurde alles viel viel besser. Es wurde ab da dann eigentlich erst richtig toll, so ab 30. Mit dem Alter. Aaach, ich seh das jetzt alles ganz entspannt. Du, ich muss jetzt aussteigen, war schön dich zu sehen..."
Ich MUSS meinen Kopf drehen, ich kann nicht anders, ich MUSS die Stimme sehen.
Bei dem Versuch nicht laut zu lachen beiß ich mir fast die Zunge ab. Die Stimme sieht dank viel zu regelmäßiger Solariumsbesuche aus wie 40, hat ihre grauenhaft schlecht blondierten Haare zu einem Tussipferdeschwanz mit Fiffi vorne hochgezwirbelt, trägt eine schwarze enge Jeans, die ab dem Knie in schwarzen Stiefeln verschwindet, und: ein Nasenpiercing.
Dem Gegenüber hats bei den Ausführungen wohl einfach nur die Sprache verschlagen.
Montag, 23. Februar 2009
okavanga, 20:48h
Nicht hier, sondern andernorts, derzeit, nebenan sozusagen, ihr wisst schon wo.
Mittwoch, 11. Februar 2009
okavanga, 22:45h
Gefahr in Verzug. Fasching. Ich habs verdrängt. Zu spät für weiteres Verdrängen. Arbeit geballt für Rosenmontag und Faschingsdienstag geplant.
Sonntag, 8. Februar 2009
okavanga, 23:03h
Ich liebe diesen Song. Es gab eine Zeit letztes Jahr, da hörte ich ihn sehr oft, und er erschien mir so passend. Einmal lief er zufällig im Auto, als wir bei seinen Eltern im Taunus waren. "Ich liebe diesen Song", sagte ich. Und er war fassungslos. Klar, dachte ich mir mit einem bitteren Geschmack im Mund, da fehlt der Bass. Da fehlt der Abstand. Da ist ein Text, der einem am Ende nahe gehen könnte. Ja, das kann nur scheusslich sein.
Derzeit begegnet mir dieser Song wieder oft, immer wenn ich im Bad bin. Und ich sitze jedes mal wieder in diesem Auto. Es kränkte mich sehr, seine Reaktion. Weil ich fand, dass dieses Lied einen großen Teil von mir preis gab. Und er hörte gar nicht richtig hin. Nie.
Derzeit begegnet mir dieser Song wieder oft, immer wenn ich im Bad bin. Und ich sitze jedes mal wieder in diesem Auto. Es kränkte mich sehr, seine Reaktion. Weil ich fand, dass dieses Lied einen großen Teil von mir preis gab. Und er hörte gar nicht richtig hin. Nie.
Donnerstag, 5. Februar 2009
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okavanga, 21:02h
"Oka, nach was riechst du eigentlich immer?" "Das ist Coco Mademoiselle." "Ah, das hat mir mal jemand geschenkt, und das hat an mir so gestunken, da hab ichs weggeschmissen." Eine Schande. Sowas darf man mir doch nicht sagen. "Aber du riechst immer so lecker." Die Frau von HaGa schnüffelt nochmal an mich ran. Meine Mama möchte mich auch immer fressen weil ich so gut rieche.
Ich gehe auf unsere Dachterrasse rauchen. In den Fenstern spiegeln sich große, weiße Wolken auf blauem Himmel.
Ich fühle mich unvollständig. Habe eine tiefe Sehnsucht, eine so abgrundtiefe und schmerzende, aber wonach, das kann ich nicht sagen. Un.Voll.Ständig.
Als der Kassierer meines Abendessens mir das Wechselgeld zurück gibt, berühren seine Hände die meinen. Seine sind überraschend weich. Ich könnt nur noch heulen.
Ich gehe auf unsere Dachterrasse rauchen. In den Fenstern spiegeln sich große, weiße Wolken auf blauem Himmel.
Ich fühle mich unvollständig. Habe eine tiefe Sehnsucht, eine so abgrundtiefe und schmerzende, aber wonach, das kann ich nicht sagen. Un.Voll.Ständig.
Als der Kassierer meines Abendessens mir das Wechselgeld zurück gibt, berühren seine Hände die meinen. Seine sind überraschend weich. Ich könnt nur noch heulen.
Seelenheil ~
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okavanga, 20:21h
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Es reicht so dermaßen. Er weiß, dass ich viel tue, wenn er mich darum bittet. Und ja, ich bin gut in dem was ich tue. Aber es gibt Grenzen, und er schießt meilenweit darüber hinaus. Ich könnte soviel kotzen, dass ich schon fast am überlegen bin tatsächlich den Finger in den Hals zu stecken. Ich bin so erledigt, so müde. Das Maß ist voll. Es reicht. Punkt. Aus. Ende. Fick dich.
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Es reicht so dermaßen. Er weiß, dass ich viel tue, wenn er mich darum bittet. Und ja, ich bin gut in dem was ich tue. Aber es gibt Grenzen, und er schießt meilenweit darüber hinaus. Ich könnte soviel kotzen, dass ich schon fast am überlegen bin tatsächlich den Finger in den Hals zu stecken. Ich bin so erledigt, so müde. Das Maß ist voll. Es reicht. Punkt. Aus. Ende. Fick dich.
Aus dem Leben ~
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