Samstag, 28. Februar 2009
Manchmal kommt es mir so unwirklich vor, als wäre das alles nie gewesen, ich bekomme den Mann, den ich sehe, nicht mehr in Einklang mit der Vorstellung, dass wir mal zusammen waren. Ich habe mal alles zurückgelesen, bis zum Juni.

Surety und Pandora, ich weiß nicht, ob euch klar ist, wieviel Halt und Zuversicht mir eure Kommentare gegeben haben. Danke dafür. Euch muss der Himmel geschickt haben.

[Edit] Ok ich habe ein bisschen geflunkert. Ich habe auch den Anfang gelesen, ab dem Fucked up. Es tut mir weh zu lesen, dass ich keine drei Wochen nach "Beziehungsstart" das Ganze als aussichtslos empfand. Man vergisst ja mit der Zeit. Mir war nicht mehr so wirklich klar, wie verzweifelt das Ganze schon von Anfang an war. Es tut mir weh, dass ich es trotzdem weiter gemacht habe. Ich frag mich, wie lange diese Wunden noch zum Heilen brauchen. Es ist gefühlt ein halbes Leben her, und trotzdem fühlen sich Schmerz, Wut, Enttäuschung und Scham manchmal an, als sei es erst gestern gewesen.






Freitag, 27. Februar 2009
Vom Altern.
"Und überhaupt finde ich, dass es mehr auf die innere Schönheit ankommt. Das Äußere, das ist nicht so wichtig, verstehste? Auf das Innere kommt es an. Werte und Charakter und so..."

Die Stimme sitzt geschätzt 3 Sitzreihen hinter mir. Das Rattern der Straßenbahn lässt mich nicht alle Worte hören, aber diese Stimme, die eindeutig weiblich ist, passt irgendwie nicht zu den Worten. Sie spricht laut, klingt leicht nasal und herablassend, vielleicht ist der Ansprechpartner schwer von Begriff. Vom dem/der jedenfalls hört man gar nichts, entweder weil er/sie nicht zu Wort kommt, oder nicht so von sich überzeugt ist wie "Die Stimme", die ihre Überzeugung in die Bahn posaunt.

"AAAACH, ich hatte ja SO Probleme mit dem Altern! Als ich 30 wurde, das war für mich eine Katastrophe. Mein Gooooott hatte ich eine Angst davor. Für mich war das das Schlimmste, was ich mir vorstellen konnte."

Scheint ja eine ziemlich begrenzte Phantasie zu haben.

"Ich dachte, von da an kann es nur noch bergab gehen, mit dem Aussehen und Allem. Aber dann konnte ich mich damit irgendwie arrangieren, und ich hab gemerkt, dass es eben nich so aufs Äußere ankommt."

Gääähhhn...

"Und dann wurde alles viel viel besser. Es wurde ab da dann eigentlich erst richtig toll, so ab 30. Mit dem Alter. Aaach, ich seh das jetzt alles ganz entspannt. Du, ich muss jetzt aussteigen, war schön dich zu sehen..."

Ich MUSS meinen Kopf drehen, ich kann nicht anders, ich MUSS die Stimme sehen.

Bei dem Versuch nicht laut zu lachen beiß ich mir fast die Zunge ab. Die Stimme sieht dank viel zu regelmäßiger Solariumsbesuche aus wie 40, hat ihre grauenhaft schlecht blondierten Haare zu einem Tussipferdeschwanz mit Fiffi vorne hochgezwirbelt, trägt eine schwarze enge Jeans, die ab dem Knie in schwarzen Stiefeln verschwindet, und: ein Nasenpiercing.

Dem Gegenüber hats bei den Ausführungen wohl einfach nur die Sprache verschlagen.

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Montag, 23. Februar 2009
Nicht hier, sondern andernorts, derzeit, nebenan sozusagen, ihr wisst schon wo.

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Mittwoch, 11. Februar 2009
Gefahr in Verzug. Fasching. Ich habs verdrängt. Zu spät für weiteres Verdrängen. Arbeit geballt für Rosenmontag und Faschingsdienstag geplant.






Sonntag, 8. Februar 2009
Ich liebe diesen Song. Es gab eine Zeit letztes Jahr, da hörte ich ihn sehr oft, und er erschien mir so passend. Einmal lief er zufällig im Auto, als wir bei seinen Eltern im Taunus waren. "Ich liebe diesen Song", sagte ich. Und er war fassungslos. Klar, dachte ich mir mit einem bitteren Geschmack im Mund, da fehlt der Bass. Da fehlt der Abstand. Da ist ein Text, der einem am Ende nahe gehen könnte. Ja, das kann nur scheusslich sein.

Derzeit begegnet mir dieser Song wieder oft, immer wenn ich im Bad bin. Und ich sitze jedes mal wieder in diesem Auto. Es kränkte mich sehr, seine Reaktion. Weil ich fand, dass dieses Lied einen großen Teil von mir preis gab. Und er hörte gar nicht richtig hin. Nie.