Mittwoch, 11. November 2009
Wie soll das gehen, frag ich mich. Ich möcht ihn jedes mal küssen, wenn ich aus dem Auto steige. Oder von mir aus auch schon im Whirlpool. Spüre nur ich die Spannung? Frau O. hat eine gute Zeit.

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Ich habe eine neue Wohnung, alleine. Fast alle Zimmer sind noch leer, nur das Schlafzimmer hat schon ein bisschen gestalt, zum Teil, weil es schon vorher so war. Die Wände sind vom Boden bis zur halben Höhe in hellgrün gestrichen, und mit traditionellen Ornamenten verstehen, etwas, das ich nie tun würde, aber es sieht wirklich gut aus. In der Mitte des Raumes steht ein dunkelgrünes altes Holzbauernbett. Es sieht bequem aus, aber ich hab Angst, das Spinnen sich unter der Matratze verstecken.

Überall in der Wohnung stehen Kartons und liegt Zeitungspapier. Ich höre die Sp*ort*freunde und renne von einem Zimmer zum nächsten, weil ich nicht weiß, wo ich anfangen bzw. weitermachen soll mit all den zu tuenden Sachen. Aber ich freue mich.

Gleicher Traum.
Ein großes Haus, von unten sehe ich viele fröhliche Menschen. Ich gehe hinein. Anscheinend kennen wir uns alle. Rini und ihr Mann sind da, sehen aber ganz anders aus. Er stopft dem Kind die Flasche so grob in den Mund. Das Baby wehrt sich und sagt: "ich will das delikater." Ich muss lachen und sage der Kleinen, den Satz muss sie sich merken für den Rest ihres Lebens, das wird sie noch öfter sagen müssen...

Ebenfalls in diesem Haus ist ein groooßer Mann, er ist sicher 2,20 Meter. Er hat eine Latexmaske über dem Gesicht. Irgendwie geht jeder in dem Haus einem geheimen Fetisch nach. Er ist Bankdirektor, und verheiratet mit Charlotte aus Se*x & the Ci*ty. Er liebt seine Frau, weiß aber, dass sie den Fetisch nie teilen würde, deswegen geht er lieber in das große Haus. Ich sage ihm, dass er wirklich alle Klischees erfüllt. Wir lachen, denn wir kennen und mögen uns. Er ist irgendwann im Bad. Ich umarme ihn, weil es sich so toll anfühlt, wie groß und gut gebaut er ist.

Parallelhandlung: ich trage ein weißes Schiesserunterhemd, mein Bauch ist wie gebläht, es fühlt sich so schwanger an, aber ich weiß, dass das nicht sein kann. <traum_off>Liegt vielleicht daran, dass wir gestern Teamevent mit unseren Cheffes im Le Co*range hatten.</traum_off>

Der Bankdirektor sieht gut aus, und ich denke mir, warum der denn schon vergeben sein muss. Während er sich die Haare vor dem Spiegel fönt, sehen wir uns über den Spiegel an, und er fragt, ob ich denn noch nie meinen Freundeskreis gefragt habe, ob sie einen Mann für mich finden können. Nein, sage ich ihm. Bisher hab ich das nie als notwendig erachtet.
Mir fällt auf, dass ich mein Bild im Spiegel mag.

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Samstag, 7. November 2009
Manchmal geht es schneller. Und nun bin ich wieder solo. Und was soll ich sagen. Es geht mir gut. Das erschreckt mich einerseits, weil ich mir denke, wie konnte das plötzlich so schnell gehen, und wie kann es sein, dass du zwar traurig bist, aber dass das große Drama, und der ganze andere Kram, ausbleiben.

Und andererseits weiß ich einfach, dass Kopf, Bauch und Herz sich einfach einig sind. Einig einig.

Und er? Ich glaube, er ist geschockt. Und das geht mir dann doch nahe.

Just in dem Moment, das Statement aus dem Radio:

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Donnerstag, 5. November 2009
Ad absurdum.
Mit der Bewegung löst sich die Anspannung. Was den Klavierlehrer und mich die Geräte und Crosstrainer überleben lässt, ist immer der Ausblick auf Whirlpool und Sauna im Anschluss an die körperliche Ertüchtigung.

Nach dem ersten Saunagang liege ich im schummrig beleuchteten Whirlpool. Wenn ich mich nur auf das Jetzt und Hier konzentriere, fühlen sich die abermillionen Blubberbläschen an wie trilliarden, die meiner Haut und den geschundenen Knochen schmeicheln. Langsam kann ich wieder lächeln. Ich denke über die Tage auf Rügen nach, und die letzten Wochen. Und über das erhellende Gespräch, das ich kurz vor dem Fiti mit meiner "Tante" hatte. Es gibt keine Wahl, es ist nur eine Frage der Zeit. Aber die Bläschen sind so schön, und eigentlich bin ich verliebt in das Detail, und nicht mehr so sehr in den kleinen Professor. Und ich will jetzt lieber nicht so sehr darüber nachdenken.

Der Klavierlehrer steigt in den Pool, nackt wie Gott ihn schuf. Mit geschlossenen Augen liegen wir eine Weile da und lassen mit unseren Körpern auch unsere Gedanken treiben, jeder für sich. Dann rückt er näher. "War es denn nun so schön oder so schlimm auf Rügen?" Um nicht zu weinen, schließe ich schnell die Augen, lege den Kopf in den Nacken und ignoriere ihn, wie schon auf dem Crosstrainer, als er danach fragte.

Bei unserem obligatorischen Weizen nach all den Gesundheitsaktivitäten spricht er von Lofts und Kindern, und dass sich beides ausschließt. Und wir reden von Trennungen, und sind plötzlich genau beim Thema. "Sag mir, wenn du weißt wie so eine Trennung geht", sagt er. Und ich beichte, dass ich an einer arbeite.

Da sitzen zwei, die ihre Partner miteinander betrogen haben. Sie reden von Trennungen, die sie brauchen, aber (noch) nicht umsetzen können. "Genau das ist es", meint er, "es gibt keine Wahl, es ist nur eine Frage der Zeit." Ich wusste nicht, dass er schon seit März über eine Trennung von seiner Freundin nachdenkt, und ich wusste nicht, dass wir beide unser wiederholtes Fremdgehen als Indikator dafür sehen, dass in unseren Beziehungen einfach nichts mehr passt. Ich dachte, nur ich grübel.

So werden die Dinge ad absurdum geführt. Beziehungen, Gefühle, Situationen. Ich möchte nicht, dass das so bleibt. Ich werde es durchziehen. Fragt nicht wann und wie. Die Antwort auf die Frage der Zeit sagt mir mein Bauch noch. Ich weiß es. Und vielleicht kann ich irgendwann erzählen, was eigentlich war.

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Mittwoch, 28. Oktober 2009
Ich könnte soviel schreiben, aber wer weiss, vielleicht hat er es doch gefunden, das Blog hier.






Montag, 26. Oktober 2009
Ich habe plötzlich Verlustängste, was meine Eltern angeht. Es schleicht sich das Gefühl ein, dass, egal wann, wir zu wenig Zeit miteinander gehabt haben werden.