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Donnerstag, 8. Dezember 2011
okavanga, 23:14h
Heute wird sie 59. "Ich hätte dich heute gerne in den Arm genommen", sage ich. Sie weint, über ihre Hölle.
Ich telefoniere mit Freunden. Gehts dir gut. Wie war das, als es einem gut ging? Ich will schon gar nicht mehr erzählen wie es mir wirklich geht, sonst glaubt noch jeder ich ertrink im Selbstmitleid.
Nach den Telefonaten bin ich noch einsamer als vorher. Stehe auf einer Insel, und irgendwie kommt kaum etwas von außen an mich ran. Außer Wasser. Einfach weiter funktionieren.
Ich telefoniere mit Freunden. Gehts dir gut. Wie war das, als es einem gut ging? Ich will schon gar nicht mehr erzählen wie es mir wirklich geht, sonst glaubt noch jeder ich ertrink im Selbstmitleid.
Nach den Telefonaten bin ich noch einsamer als vorher. Stehe auf einer Insel, und irgendwie kommt kaum etwas von außen an mich ran. Außer Wasser. Einfach weiter funktionieren.
Mittwoch, 7. Dezember 2011
Mar*tinshorn.
okavanga, 21:47h
Ich habe mich nun die ganzen Wochen nicht getraut das zu g**geln, weil ich Schiss hatte zu lesen, dass das auch so ein Schizo-Ding ist. Heute hab ich mich getraut, und anscheinend ist es gar nicht so selten. Mit den Nerven hat es wohl trotzdem was zu tun, und wenn man den Suchergebnissen Glauben schenken kann (und irgendwie ist es recht schlüssig für meine Situation), dann ist das schlichtweg eben "alarmierend".
Ich höre seit wenigen Wochen ein Mar*tinshorn. Nicht laut, und auch nicht ständig. Und selten wenn es ganz still ist. Aber zum Beispiel beim Autofahren, so dass ich denke, weit hinter mir kommt ein Krankenwagen. Oder wenn ich Kopfhörer in den Ohren habe. Es kommt aber nie ein Krankenwagen. Es ist ein Ma*rtinshorn-Tin*nitus.
Bin wohl ständig in Alarmbereitschaft. Muss mal irgendwie mit den Nerven hoch kommen. Runter sind sie ja anscheinend schon.
Ich höre seit wenigen Wochen ein Mar*tinshorn. Nicht laut, und auch nicht ständig. Und selten wenn es ganz still ist. Aber zum Beispiel beim Autofahren, so dass ich denke, weit hinter mir kommt ein Krankenwagen. Oder wenn ich Kopfhörer in den Ohren habe. Es kommt aber nie ein Krankenwagen. Es ist ein Ma*rtinshorn-Tin*nitus.
Bin wohl ständig in Alarmbereitschaft. Muss mal irgendwie mit den Nerven hoch kommen. Runter sind sie ja anscheinend schon.
Dienstag, 6. Dezember 2011
Nikolaus.
okavanga, 23:00h
Und was hat Mama Nikolaus gebracht hat? Einen Link zu einem zweistündigen Film, der sicher mein Leben nachhaltigst beeinflussen, ja, revolutionieren wird!
http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=Dh1q2ZiiVMw
Zitat aus der Mail, die sie mir mit dem Link weitergeleitet hat: "Der Film spricht alles an, egal ob es um das Universum geht, über verfügbare freie Energie, über UF*Os, Ko*rnkreise oder Gesundheit, alles wird gezielt gesteuert . Dieser Film klärt aber nicht nur über die derzeitigen irdischen Maf*iastrukturen auf, er zeigt auch im letzten Teil, was wir und wie wir es tun können, um das geplante Szenario doch noch abzuwenden um endlich als freie Menschen zu leben."
Dieses phänomenale Wissen, diese Weisheit, ha, ja, Wahrheit, teile ich doch gerne mit Ihnen allen.
In diesem Sinne: alles Gute zum Nikolaus.
http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=Dh1q2ZiiVMw
Zitat aus der Mail, die sie mir mit dem Link weitergeleitet hat: "Der Film spricht alles an, egal ob es um das Universum geht, über verfügbare freie Energie, über UF*Os, Ko*rnkreise oder Gesundheit, alles wird gezielt gesteuert . Dieser Film klärt aber nicht nur über die derzeitigen irdischen Maf*iastrukturen auf, er zeigt auch im letzten Teil, was wir und wie wir es tun können, um das geplante Szenario doch noch abzuwenden um endlich als freie Menschen zu leben."
Dieses phänomenale Wissen, diese Weisheit, ha, ja, Wahrheit, teile ich doch gerne mit Ihnen allen.
In diesem Sinne: alles Gute zum Nikolaus.
Ich selbst.
okavanga, 01:08h
Ich selbst begreife mit dem Kopf, die ganze Zeit.
Aber mit dem Herzen kommt das Begreifen immer nur mit dem Alkoholkonsum, als könnte ich es nüchtern nicht aushalten.
Wir haben da nun diesen Plan, für Freitag, und Papa ist im Boot. Also habe ich ihm 4 Mails weitergeleitet, mit einem "Anschreiben" von mir, die er morgen ausdrucken und dem Hausarzt geben wird.
Und ich schreibe also dieses Anschreiben über die erste Mail, klicke auf senden, trinke einen Schluck, suche die nächsten Mails aus einer Masse an Mails, klicke auf senden, trinke noch einen Schluck, und schreibe über die letzte der Mails, ob ihm bekannt sei, dass sie bereits Kontakt zu Di*gni*tas aufgenommen hat. Dann sind alle Mails weg.
Und ich bin so blöd, und lese die nochmal, nicht nur mein Anschreiben, sondern auch die Mails von ihr. Und dann stürzt eine Tsunami-Welle über mein Gehirn. So ist es jedes mal. Dieses urplötzliche Begreifen im Tiefen. Das ist jedes mal eine Tsunami-Welle. Etwas, von dem man weiß, dass es da ist, und dass es auf einen zurollt. Es lauert vor der Küste und darf nur an Land, wenn der Pegel entsprechend ist. Und dann rollt es.
Oft geht dem ein lautes Selbstgespräch mit mir voran, das habe ich schon öfters beobachtet: "das macht doch alles keinen Sinn". Und damit meine ich nicht das Leben. Sondern alles. Und habe das Gefühl kurz davor zu sein den Verstand zu verlieren. Ich weiß nicht wie ich es erklären soll.
Ich lese mir diese Mails durch und habe plötzlich das Gefühl in einem schlechten Horrorfilm zu sein. Denke mir, wenn ich das von jemand anderem lesen würde, vielleicht von King, oder Elizabeth Ge*orge, oder von dem Freund eines Freundes, würde ich ihn abschreiben für den Rest seines Lebens. Fände es bestürzend, bemitleidenswert, und überhaupt völlig nicht erstrebenswert. Und dann denke ich mir, scheiße, dass ist meine Mutter. Meine Mutter, die sich als Versuch*sra*tte bezeichnet und, im o-ton, verrecken will. Meine Mutter, die all das schreibt, die all das erlebt, und all das mit uns teilt.
"Das macht doch alles keinen Sinn?!"
Es sind glasklare, eisige Momente, und mein Herz fühlt sich an, als hätte der Tsunami es in ein Fangeisen gequetscht. Je höher der Pegel, desto tiefer die Zähne.
Ich selbst. Manchmal weiß ich gar nicht, wie es mir selbst damit geht. Manchmal habe ich die Ahnung, ich kann das überhaupt nicht erfassen. Nicht einmal ansatzweise.
Aber mit dem Herzen kommt das Begreifen immer nur mit dem Alkoholkonsum, als könnte ich es nüchtern nicht aushalten.
Wir haben da nun diesen Plan, für Freitag, und Papa ist im Boot. Also habe ich ihm 4 Mails weitergeleitet, mit einem "Anschreiben" von mir, die er morgen ausdrucken und dem Hausarzt geben wird.
Und ich schreibe also dieses Anschreiben über die erste Mail, klicke auf senden, trinke einen Schluck, suche die nächsten Mails aus einer Masse an Mails, klicke auf senden, trinke noch einen Schluck, und schreibe über die letzte der Mails, ob ihm bekannt sei, dass sie bereits Kontakt zu Di*gni*tas aufgenommen hat. Dann sind alle Mails weg.
Und ich bin so blöd, und lese die nochmal, nicht nur mein Anschreiben, sondern auch die Mails von ihr. Und dann stürzt eine Tsunami-Welle über mein Gehirn. So ist es jedes mal. Dieses urplötzliche Begreifen im Tiefen. Das ist jedes mal eine Tsunami-Welle. Etwas, von dem man weiß, dass es da ist, und dass es auf einen zurollt. Es lauert vor der Küste und darf nur an Land, wenn der Pegel entsprechend ist. Und dann rollt es.
Oft geht dem ein lautes Selbstgespräch mit mir voran, das habe ich schon öfters beobachtet: "das macht doch alles keinen Sinn". Und damit meine ich nicht das Leben. Sondern alles. Und habe das Gefühl kurz davor zu sein den Verstand zu verlieren. Ich weiß nicht wie ich es erklären soll.
Ich lese mir diese Mails durch und habe plötzlich das Gefühl in einem schlechten Horrorfilm zu sein. Denke mir, wenn ich das von jemand anderem lesen würde, vielleicht von King, oder Elizabeth Ge*orge, oder von dem Freund eines Freundes, würde ich ihn abschreiben für den Rest seines Lebens. Fände es bestürzend, bemitleidenswert, und überhaupt völlig nicht erstrebenswert. Und dann denke ich mir, scheiße, dass ist meine Mutter. Meine Mutter, die sich als Versuch*sra*tte bezeichnet und, im o-ton, verrecken will. Meine Mutter, die all das schreibt, die all das erlebt, und all das mit uns teilt.
"Das macht doch alles keinen Sinn?!"
Es sind glasklare, eisige Momente, und mein Herz fühlt sich an, als hätte der Tsunami es in ein Fangeisen gequetscht. Je höher der Pegel, desto tiefer die Zähne.
Ich selbst. Manchmal weiß ich gar nicht, wie es mir selbst damit geht. Manchmal habe ich die Ahnung, ich kann das überhaupt nicht erfassen. Nicht einmal ansatzweise.
Die Spieluhr in ihr ~
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Sonntag, 4. Dezember 2011
Lieber Weihnachtsmann.
okavanga, 15:25h
Mein Vater schenkt mir seit Jahren einen Adventskalender. Nicht einfach irgenwelche mit Schokolade drin, sondern ich merke jedes mal, dass er sich große Mühe in der Auswahl gibt. Sie sind meistens wunderschön, erinnern an "früher", wecken das Gefühl von Kindheit und einer Sehnsucht nach Geborgenheit, und bergen kleine Sprüche. Der diesjährige birgt alles mögliche, Anleitungen für Kinderpunsch, zum Basteln von Weihnachtsketten, Wunschzettel von Kindern, ... (so viel kenn ich ja noch nicht ;-))
Im gestrigen "Türchen" steckte der Zettel von einem Klaus, der da schrieb: "Lieber Weihnachtsmann, ich wünsche mir ein knallrotes Fahrrad und eine Bastelanleitung für eine Zimmeraufräummaschine (wenn möglich). Dein Klaus"
Lieber Weihnachtsmann. Klaus hat mich auf eine tolle Idee gebracht. Ich hätte gerne eine Bastelanleitung für eine Lebenaufräummaschine (wenn möglich). Oder so etwas wie Veritas-Serum für meine Mutter. Oder auch für mich, ich kapier nämlich auch nichts mehr. Wenn nicht, schließe ich mich Klaus an. Das wär dann aber das mindeste. Deine Oka.
Im gestrigen "Türchen" steckte der Zettel von einem Klaus, der da schrieb: "Lieber Weihnachtsmann, ich wünsche mir ein knallrotes Fahrrad und eine Bastelanleitung für eine Zimmeraufräummaschine (wenn möglich). Dein Klaus"
Lieber Weihnachtsmann. Klaus hat mich auf eine tolle Idee gebracht. Ich hätte gerne eine Bastelanleitung für eine Lebenaufräummaschine (wenn möglich). Oder so etwas wie Veritas-Serum für meine Mutter. Oder auch für mich, ich kapier nämlich auch nichts mehr. Wenn nicht, schließe ich mich Klaus an. Das wär dann aber das mindeste. Deine Oka.
okavanga, 11:52h
Magen-Darm seit Freitag Mittag. Jaja, mag psychosomatisch sein, mir auch scheissegal.
Bruder gerade geschrieben dass ich heute einweisen will. Ich weiß nicht worauf wir noch warten. Und es kotzt mich an, wie sehr sich immer wieder sowohl die Therapeutenfotze als auch der Hausarzt ihrer Verantwortung entziehen und sich in irgendwelchem Geseier ergehen. Buäh! Buäh! BUÄH!!!
Bin außerdem dafür, mich gleich mit einzuweisen. Ich hab nämlich so überhaupt gar keinen Bock mehr auf irgendwas. Wär ich ritzer, würd ich mir den Arm einfach mal durchritzen.
Bruder gerade geschrieben dass ich heute einweisen will. Ich weiß nicht worauf wir noch warten. Und es kotzt mich an, wie sehr sich immer wieder sowohl die Therapeutenfotze als auch der Hausarzt ihrer Verantwortung entziehen und sich in irgendwelchem Geseier ergehen. Buäh! Buäh! BUÄH!!!
Bin außerdem dafür, mich gleich mit einzuweisen. Ich hab nämlich so überhaupt gar keinen Bock mehr auf irgendwas. Wär ich ritzer, würd ich mir den Arm einfach mal durchritzen.
Die Spieluhr in ihr ~
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Freitag, 2. Dezember 2011
Mailgefecht.
okavanga, 00:18h
Mutter. An Bruder, mich und ihre beschissene Pseudoth*erapeutin. Mail von Bruder. Noch ne Mail von Bruder. Mail von mir. Es eskaliert alles. Mein Bruder und ich sind die Samthandschuhe leid.
Ich zähle die Sekunden.
Ich weiß nur nicht so genau, was dann passiert. Suizid oder eine noch rechtzeitige Einweisung. Einsicht auf Mutterseite wird es nicht sein.
Ich zähle die Sekunden.
Ich weiß nur nicht so genau, was dann passiert. Suizid oder eine noch rechtzeitige Einweisung. Einsicht auf Mutterseite wird es nicht sein.
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