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Mittwoch, 9. November 2016
okavanga, 09:40h
Phu. Buh!
Fun fact: 9-11
Fun fact: 9-11
Dienstag, 8. November 2016
Filmtage 2016
okavanga, 21:28h
Die Filmtage gehören zu meinem Leben seit ich denken kann. Schon in den Anfängen, weit vor meiner Zeit, war mein Vater am Start, es kam und kommt nach wie vor ein großer Cineast zu Besuch, Jahr für Jahr (er brachte uns Kindern immer tolle Geschenke mit, z.B. das Brettspiel Hugo das Schlossgespenst. Jahrelang die No. 1 unserer Spieleabende).
Meine Mutter war früher, also vor ihrer Krankheit, genauso begeistert. Und ich selbst war mit 10 auf dem ersten Kinderfilmfestival. In der Pubertät war ich dann mit beim regulären Festival dabei. Ich glaube einer meiner ersten Filme war 1994 „L’eau froid“ – bitte fragen Sie mich nicht, um was es ging, ich habe keine Ahnung und war wohl primär verwirrt (französisch mit englischem Untertitel, wenn ich mich recht entsinne).
Ich würde lügen wenn ich behaupten würde, die Filmtage hätten noch die gleiche Atmosphäre wie vor 20 Jahren. Die Parties damals waren legendär, die Stimmung berauschend, lebendig, locker, lustig. Dennoch, nach wie vor ist es ein tolles Festival, bodenständig, ohne Glamour, mit einer guten Filmauswahl und einer für die Stadt einmaligen Stimmung – zumindest einmal im Jahr. ;-)
Gesehen habe ich:
Dokus:
- Desert Kids (Michael Pfeifenberger; Kurzbeschreibung hier). Beeindruckend. Ich mag die Kinder in dem Film, und ihren Optimismus, ihren Humor, ihre Gedanken, ihre Zukunftspläne, Hoffnungen, und ihre Stärke.
- Last Fisherman (James Stier). Toller Typ. Ich bin sofort seinem Charme verfallen. Schöne Geschichte.
- Die Farbe der Sehnsucht (Thomas Riedelsheimer). Leider – so finde ich – gibt der Trailer keinen wirklich guten Einblick in das, was da kommt. Der Film ist vielseitiger und phasenweise auch wesentlich munterer. Nichtsdestotrotz eher einer der leiseren Filme, mit wirklich ganz wunderbaren Bildern.
Spielfilme:
- Therapie (Felix Charin). Lustig, unterhaltsam, das Ende ein bisschen sehr konstruiert. Das allerbeste: die Hauptdarstellerin. Bombe.
- Mal de Pierre/ Die Frau im Mond – Erinnerung an die Liebe (Nicole Garcia). Tragisch. Überraschend. Tolle Hauptdarstellerin. Überhaupt muss man sagen. Die Frauen in den Filmen, die ich dieses Jahr gesehen habe, haben mich sehr beeindruckt.
- Die Blumen von gestern (Chris Kraus). Ich wiederhole mich.. tolle Hauptdarstellerin. Und Lars Eidinger. Manche fanden den Film super, andere total scheisse. Ich fand den Ansatz an das Thema zu gehen spannend, und war gut unterhalten.
- I, Daniel Blake (Ken Loach). Für mich der beste Film den ich gesehen habe. Ein überragender Dave Johns, und auch Hayley Squires (spielt Katie) einfach nur klasse. Ein Drama, ganz schlicht. Ganz krass.
- Am Abend aller Tage (Dominik Graf). Vielleicht lag es daran, dass ich vorher an dem Tag schon drei Filme hatte. Ich fand ihn ab-so-lut... langweilig und habe leider die Hälfte verschlafen. Weiß nicht was das sollte. Vielleicht fehlt mir aber auch der intellektuelle Zugang dazu...
- Paula (Christian Schwochow). Sie ahnen es... die Hauptdarstellerin... Ich hätte Paula sofort geheiratet. Nach der Vorführung war unter anderem Albrecht Abraham Schuch zum Gespräch geladen. Der Moderator fragte ihn wie er sich in die Rolle des Machos eingefunden hätte. Albrecht zeigte ich dezent verwirrt, während sich das Publikum lautstark wunderte. Als Macho hatte die Figur des Otto keiner der Zuschauer empfunden, im Gegenteil. Ein für seine Zeit sehr progressiver Mann. Ich hätte gern einen Otto. In Summe: Daumen hoch für Paula!
Kurzfilme:
- Abseits (Cosima Frei). Gut. Mehr hab ich da nicht zu sagen.
- Bon voyage von Marc Wilkins. Der war heftig. Sehr heftig. Man stellt sich selbst viele Fragen. Das Thema macht betroffen, immer noch, immer wieder, auch wenn es ständig in den Schlagzeilen ist. Das auf so einer riesen Projektionsfläche zu sehen... ja. Beklommenheit.
- Sjecam se – Amarcord (Wolf Gaudlitz). Sehr interessanter Typ, der Maler Milan. Haben ihn danach auch auf einer Party getroffen. Er trinkt gern. :-) Fröhlicher, humorvoller Mensch mit einer sehr eigenen Sicht auf die Welt.
Tipps von anderen:
Spielfilme:
Die Überglücklichen, Paterson, Neither Wolf nor Dog, Freddy/Eddy, Familie Lotzmann auf den Barrikaden, Dans les forêts de Sibérie / In the Forest of Sibiria, Egon Schiele – Tod und Mädchen
Dokus:
Safari (Achtung Tierfreunde.. starker Tobak à la Ulrich Seidl, ich hab nur den Trailer gesehen und muss schon heulen vor Wut über diese Ignoranz, Ungerechtigkeit und.. mir fehlen da echt die Worte, im Gegensatz zu den Emotionen...), A Story of Sahel Sounds, und Schultersieg (Ausgezeichnet mit Doku-Preis 2016)
Daneben gab es sicher weitere tolle Filme, zu denen ich nichts gehört oder manchmal nur die Kritik gelesen habe.
Meine persönliche Bilanz: ich kann nur Gutes berichten und würde jeden Film wieder ansehen. Vielleicht sogar den Graf-Film - evtl. hab ich einfach das ganze Spektakel verpennt.
Enttäuschend laut Hören-Sagen sowohl für das Publikum wie auch für einige Kritiker der Spielfilm „Salt & Fire“ von Werner Herzog, sowie der Wenders-Film „Les beaux jours d’Aranjuez“.
Promi des Festivals: ich steh ja auf Lars Eidinger..
In diesem Sinne – hoffentlich bis nächstes Jahr.
Meine Mutter war früher, also vor ihrer Krankheit, genauso begeistert. Und ich selbst war mit 10 auf dem ersten Kinderfilmfestival. In der Pubertät war ich dann mit beim regulären Festival dabei. Ich glaube einer meiner ersten Filme war 1994 „L’eau froid“ – bitte fragen Sie mich nicht, um was es ging, ich habe keine Ahnung und war wohl primär verwirrt (französisch mit englischem Untertitel, wenn ich mich recht entsinne).
Ich würde lügen wenn ich behaupten würde, die Filmtage hätten noch die gleiche Atmosphäre wie vor 20 Jahren. Die Parties damals waren legendär, die Stimmung berauschend, lebendig, locker, lustig. Dennoch, nach wie vor ist es ein tolles Festival, bodenständig, ohne Glamour, mit einer guten Filmauswahl und einer für die Stadt einmaligen Stimmung – zumindest einmal im Jahr. ;-)
Gesehen habe ich:
Dokus:
- Desert Kids (Michael Pfeifenberger; Kurzbeschreibung hier). Beeindruckend. Ich mag die Kinder in dem Film, und ihren Optimismus, ihren Humor, ihre Gedanken, ihre Zukunftspläne, Hoffnungen, und ihre Stärke.
- Last Fisherman (James Stier). Toller Typ. Ich bin sofort seinem Charme verfallen. Schöne Geschichte.
- Die Farbe der Sehnsucht (Thomas Riedelsheimer). Leider – so finde ich – gibt der Trailer keinen wirklich guten Einblick in das, was da kommt. Der Film ist vielseitiger und phasenweise auch wesentlich munterer. Nichtsdestotrotz eher einer der leiseren Filme, mit wirklich ganz wunderbaren Bildern.
Spielfilme:
- Therapie (Felix Charin). Lustig, unterhaltsam, das Ende ein bisschen sehr konstruiert. Das allerbeste: die Hauptdarstellerin. Bombe.
- Mal de Pierre/ Die Frau im Mond – Erinnerung an die Liebe (Nicole Garcia). Tragisch. Überraschend. Tolle Hauptdarstellerin. Überhaupt muss man sagen. Die Frauen in den Filmen, die ich dieses Jahr gesehen habe, haben mich sehr beeindruckt.
- Die Blumen von gestern (Chris Kraus). Ich wiederhole mich.. tolle Hauptdarstellerin. Und Lars Eidinger. Manche fanden den Film super, andere total scheisse. Ich fand den Ansatz an das Thema zu gehen spannend, und war gut unterhalten.
- I, Daniel Blake (Ken Loach). Für mich der beste Film den ich gesehen habe. Ein überragender Dave Johns, und auch Hayley Squires (spielt Katie) einfach nur klasse. Ein Drama, ganz schlicht. Ganz krass.
- Am Abend aller Tage (Dominik Graf). Vielleicht lag es daran, dass ich vorher an dem Tag schon drei Filme hatte. Ich fand ihn ab-so-lut... langweilig und habe leider die Hälfte verschlafen. Weiß nicht was das sollte. Vielleicht fehlt mir aber auch der intellektuelle Zugang dazu...
- Paula (Christian Schwochow). Sie ahnen es... die Hauptdarstellerin... Ich hätte Paula sofort geheiratet. Nach der Vorführung war unter anderem Albrecht Abraham Schuch zum Gespräch geladen. Der Moderator fragte ihn wie er sich in die Rolle des Machos eingefunden hätte. Albrecht zeigte ich dezent verwirrt, während sich das Publikum lautstark wunderte. Als Macho hatte die Figur des Otto keiner der Zuschauer empfunden, im Gegenteil. Ein für seine Zeit sehr progressiver Mann. Ich hätte gern einen Otto. In Summe: Daumen hoch für Paula!
Kurzfilme:
- Abseits (Cosima Frei). Gut. Mehr hab ich da nicht zu sagen.
- Bon voyage von Marc Wilkins. Der war heftig. Sehr heftig. Man stellt sich selbst viele Fragen. Das Thema macht betroffen, immer noch, immer wieder, auch wenn es ständig in den Schlagzeilen ist. Das auf so einer riesen Projektionsfläche zu sehen... ja. Beklommenheit.
- Sjecam se – Amarcord (Wolf Gaudlitz). Sehr interessanter Typ, der Maler Milan. Haben ihn danach auch auf einer Party getroffen. Er trinkt gern. :-) Fröhlicher, humorvoller Mensch mit einer sehr eigenen Sicht auf die Welt.
Tipps von anderen:
Spielfilme:
Die Überglücklichen, Paterson, Neither Wolf nor Dog, Freddy/Eddy, Familie Lotzmann auf den Barrikaden, Dans les forêts de Sibérie / In the Forest of Sibiria, Egon Schiele – Tod und Mädchen
Dokus:
Safari (Achtung Tierfreunde.. starker Tobak à la Ulrich Seidl, ich hab nur den Trailer gesehen und muss schon heulen vor Wut über diese Ignoranz, Ungerechtigkeit und.. mir fehlen da echt die Worte, im Gegensatz zu den Emotionen...), A Story of Sahel Sounds, und Schultersieg (Ausgezeichnet mit Doku-Preis 2016)
Daneben gab es sicher weitere tolle Filme, zu denen ich nichts gehört oder manchmal nur die Kritik gelesen habe.
Meine persönliche Bilanz: ich kann nur Gutes berichten und würde jeden Film wieder ansehen. Vielleicht sogar den Graf-Film - evtl. hab ich einfach das ganze Spektakel verpennt.
Enttäuschend laut Hören-Sagen sowohl für das Publikum wie auch für einige Kritiker der Spielfilm „Salt & Fire“ von Werner Herzog, sowie der Wenders-Film „Les beaux jours d’Aranjuez“.
Promi des Festivals: ich steh ja auf Lars Eidinger..
In diesem Sinne – hoffentlich bis nächstes Jahr.
Mittwoch, 2. November 2016
okavanga, 19:51h
Nach einer langen Schimpftirade auf den kack Lernstoff und dass ich ihn seit einer Woche nicht mehr anschaue weil ich wie blockiert bin: "Das heißt aber, das ist Lernstoff den Sie benötigen um auch die Klausur zu schreiben?"
"Ja, leider"
"Ja dann... einfach machen."
+++
"Letzte Woche habe ich mich an den Tisch gesetzt und überlegt, ob ich jetzt einen Nervenzusammenbruch kriegen soll. Aber dann hab ich mir gedacht: ne, keine Zeit."
"Wenn mal der Sensemann kommt... merken Sie sich diesen Satz dafür."
+++
"Sie müssen nicht leisten, Frau Oka, um ein gutes Leben zu haben. Machen Sie sich doch einfach mal Gedanken darüber, was bisher Ihr Leben lebenswert gemacht hat."
Na, was ist das bei Ihnen?
Und einfach weil es sich so wundebar angehört hat: "Es ist als würden Sie immer hören wollen dass Sie gestört sind. Aber das sind Sie überhaupt nicht. Ich kann Ihnen das nicht sagen. Denn Sie sind einfach fantastisch."
Diese hier ist bei lebenswert (und liebenswert :-)) ganz vorne mit dabei:

"Ja, leider"
"Ja dann... einfach machen."
+++
"Letzte Woche habe ich mich an den Tisch gesetzt und überlegt, ob ich jetzt einen Nervenzusammenbruch kriegen soll. Aber dann hab ich mir gedacht: ne, keine Zeit."
"Wenn mal der Sensemann kommt... merken Sie sich diesen Satz dafür."
+++
"Sie müssen nicht leisten, Frau Oka, um ein gutes Leben zu haben. Machen Sie sich doch einfach mal Gedanken darüber, was bisher Ihr Leben lebenswert gemacht hat."
Na, was ist das bei Ihnen?
Und einfach weil es sich so wundebar angehört hat: "Es ist als würden Sie immer hören wollen dass Sie gestört sind. Aber das sind Sie überhaupt nicht. Ich kann Ihnen das nicht sagen. Denn Sie sind einfach fantastisch."
Diese hier ist bei lebenswert (und liebenswert :-)) ganz vorne mit dabei:

Montag, 31. Oktober 2016
Demaskierung.
okavanga, 23:34h
Puzzleteile, die mich anschreien, und sich immer mehr zu einem Bild formen, das sich abgrundtief anfühlt, dabei habe ich nicht mal den Rand, nur ein paar in der Mitte.
Diese Worte, von denen er behauptet, er hätte das noch nie zu mir gesagt, und wie ich so tief und fest in mir weiß, dass ich das so oft gehört habe, dass ich es irgendwann geglaubt habe.
Wie ich irgendwann für meinen eigenen Frieden zu jemandem wurde, der das alles aber nicht mehr wissen wollte. Der wollte dass es anders ist. Der glauben wollte, dass wir eine harmonische Familie sind mit starkem Zusammenhalt und deswegen aufgehört hat zu erinnern, was eigentlich sein Problem ist.
Wieviel hab ich weggedrückt. Ich könnte stolz auf mich sein, wenn es nicht so furchtbar wäre.
Wie doch jeder seine ganz eigene soziale Realität konstruiert. Auch sie haben irgendwann aufgehört zu erinnern, und dann ist es, als hätte es nicht stattgefunden. Stattdessen liegt alles nur an mir, und dass ich mir die Dinge so bastel, damit sie in mein Weltbild passen.
"Schwierig bist du momentan. Bastelst es dir so, wie du es gerade brauchst. Mach dich nicht zum Opfer, du bist nämlich keins." Als du das gerade gesagt hast, war das wie ein Flashback. Das habt ihr mir jahrelang erzählt. So lange, bis ich es irgendwann geglaubt habe. Bis ich mit jeder Faser meines Körpers wusste: ich bin das Problem, es liegt an mir, ich bin falsch, kaputt. Ich bin nicht das Opfer.
Nicht ihr wart es, in dieser dysfunktionalen Familie, die damals auf die Couch mussten. Mit eurem Heile-Welt-Spielen vor abartigen Streitigkeiten, die ich nur spüren konnte, weil ihr sie versteckt habt.
Ihr habt mich dahin geschickt, mit 5 oder 6 Jahren. Als Symptomträger. Als die, die schwierig war. Kompliziert. Anstrengend. Krankhaft schüchtern. Verhaltensauffällig halt. Als wäre ich das Problem. Klar, denn offen gabs ja keins. So dass ich gedachte habe: irgendwas passt mich, aber es muss wohl an mir liegen, denn das war dann die Konsequenz die ich sehen konnte, meine regelmäßigen Besuche bei dem lieben alten Mann.
Aber face it: ich war euer Opfer, und zwar viel zu lang. Nicht nur wegen eurer Scheidungskrise. Wegen dem ganzen anderen Scheiss, den ich hier nicht hinpacke und der nur mit euch und eurer Vergangenheit und mit dem zu tun hat, was ihr in mir gesehen oder auch nicht gesehen habt. Und ich hasse euch, und wohl, leider, leider leider auch mich, dafür, dass ich euch immer noch nicht abschütteln konnte. Ihr kotzt mich an und seid abartige überflüssige Ballast.
Diese Worte, von denen er behauptet, er hätte das noch nie zu mir gesagt, und wie ich so tief und fest in mir weiß, dass ich das so oft gehört habe, dass ich es irgendwann geglaubt habe.
Wie ich irgendwann für meinen eigenen Frieden zu jemandem wurde, der das alles aber nicht mehr wissen wollte. Der wollte dass es anders ist. Der glauben wollte, dass wir eine harmonische Familie sind mit starkem Zusammenhalt und deswegen aufgehört hat zu erinnern, was eigentlich sein Problem ist.
Wieviel hab ich weggedrückt. Ich könnte stolz auf mich sein, wenn es nicht so furchtbar wäre.
Wie doch jeder seine ganz eigene soziale Realität konstruiert. Auch sie haben irgendwann aufgehört zu erinnern, und dann ist es, als hätte es nicht stattgefunden. Stattdessen liegt alles nur an mir, und dass ich mir die Dinge so bastel, damit sie in mein Weltbild passen.
"Schwierig bist du momentan. Bastelst es dir so, wie du es gerade brauchst. Mach dich nicht zum Opfer, du bist nämlich keins." Als du das gerade gesagt hast, war das wie ein Flashback. Das habt ihr mir jahrelang erzählt. So lange, bis ich es irgendwann geglaubt habe. Bis ich mit jeder Faser meines Körpers wusste: ich bin das Problem, es liegt an mir, ich bin falsch, kaputt. Ich bin nicht das Opfer.
Nicht ihr wart es, in dieser dysfunktionalen Familie, die damals auf die Couch mussten. Mit eurem Heile-Welt-Spielen vor abartigen Streitigkeiten, die ich nur spüren konnte, weil ihr sie versteckt habt.
Ihr habt mich dahin geschickt, mit 5 oder 6 Jahren. Als Symptomträger. Als die, die schwierig war. Kompliziert. Anstrengend. Krankhaft schüchtern. Verhaltensauffällig halt. Als wäre ich das Problem. Klar, denn offen gabs ja keins. So dass ich gedachte habe: irgendwas passt mich, aber es muss wohl an mir liegen, denn das war dann die Konsequenz die ich sehen konnte, meine regelmäßigen Besuche bei dem lieben alten Mann.
Aber face it: ich war euer Opfer, und zwar viel zu lang. Nicht nur wegen eurer Scheidungskrise. Wegen dem ganzen anderen Scheiss, den ich hier nicht hinpacke und der nur mit euch und eurer Vergangenheit und mit dem zu tun hat, was ihr in mir gesehen oder auch nicht gesehen habt. Und ich hasse euch, und wohl, leider, leider leider auch mich, dafür, dass ich euch immer noch nicht abschütteln konnte. Ihr kotzt mich an und seid abartige überflüssige Ballast.
okavanga, 19:27h
Vermieterin hat mir meine Wohnung zum Kauf angeboten. Denke es ist ein fairer Preis, ändert aber nichts daran, dass ich vermutlich kein Darlehen bekomme und eigentlich in den nächsten 10 Jahren nochmal in etwas anderes einen richtigen Batzen Geld investieren will, so denn alles sich so entwickelt wie ich mir das wünsche.
Auf meine Frage, ob sie denn genauere Unterlagen hat, meint sie nur: "Welche Unterlagen? Notartermin, fertig." Sehr gelacht.
+++
Zum ersten mal Gehalt aus der neuen Welt bekommen. Yo Baby.
+++
Auf den Ho*fer Filmtagen gewesen. Mehr dazu dann bald.
Auf meine Frage, ob sie denn genauere Unterlagen hat, meint sie nur: "Welche Unterlagen? Notartermin, fertig." Sehr gelacht.
+++
Zum ersten mal Gehalt aus der neuen Welt bekommen. Yo Baby.
+++
Auf den Ho*fer Filmtagen gewesen. Mehr dazu dann bald.
Sonntag, 30. Oktober 2016
okavanga, 00:49h
Scheisse. Raff einfach noch nicht welche Situationen und Konstellationen Gift für mich sind im Heimatkontext. Oder vielleicht bin ich einfach zu optimistisch.
Jetzt sitz ich da. Werde zahlen und den Wein nicht trinken. Schmeckt sauer.
Jetzt sitz ich da. Werde zahlen und den Wein nicht trinken. Schmeckt sauer.
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