Montag, 9. Oktober 2017
- Schönes Telefonat mit Katinka in der Heimat. Überlegungen, ob ich nicht doch zu den Filmtagen zu ihr fahre.
- Kino "Walk with me"
- Herbstspaziergang in der Pfalz mit LeSchwe und ihrem Freund: die Gesellschaft, Humor auf einer Wellenlänge, der Blick von der Burg über die Ebene in Richtung LU und MA (immer wieder unbezahlbar); noch relativ viel Grün an Bäumen und Weinreben, nur erste Verfärbngen. Dennoch Duft von Herbstlaub und Waldboden. Wohltat für Augen, Nase, Seele. Natur heilt.

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Scheisse.
Alles ganz ganz anders. Das Telefonat war, als würde ich in einen Spiegel der eigenen Unsicherheiten und Gedankenkinos schauen. Gruselig.

Ich muss eine Nacht darüber schlafen.

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Notiz an mich selbst.
Will die Tage was zu dem Film "Walk with me" und der Meditationserfahrung im Urlaub schreiben.

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Samstag, 7. Oktober 2017
- Tag mit I. in der Bib und mit Belohnungsessen zwischendrin. Was haben wir gelacht. Ich hatte ganz vergessen wie gut es tut Zeit mit ihr zu verbringen. Es war wunderbar. Und dabei war ich trotzdem produktiv.
- Der Duft von Herbstlaub
- Die Katze auch heute wieder ein Quell der Freude. Vor allem wenn sie so vergnügt fröhlich kräht.
- Erinnerung an Donnerstag Abend, das hatte ich glaube ich gar nicht geschrieben. V. war da, und hat übernachtet, auf der Durchreise. Ich sehe ihn so selten. Es war sehr schön ihn zu sehen. Und er meinte: "Oka, du siehst so gut aus! So frisch und erholt!" Das stimmt ja auch. Also mein Gesicht ist echt gut derzeit.
- Der Kollege, der so besorgt meine Figur kommentiert hat, meldet sich, fragt wie es mir geht, was ich treibe.
- Fühle mich heute in Summe endlich mal wieder einigermaßen aufgehoben und geborgen in meinem Leben. Das macht mich sehr froh.

~ Schmidbauer & Kälberer - Glück ghabt
(P.S.: es lohnt sich dem Gespräch vor dem Liedbeginn zu lauschen, dafür fehlen am Ende leider zwei Verse)


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Status.
Heute Mittag hat er geschrieben, da war ich gerade in der Bib. Ob er später anrufen kann. Und ja, Mittwoch sei gut.

Das mit dem Mittwoch fand ich schräg. Denn ich geh davon aus, dass wir uns nach dem Telefonat nicht mehr sehen wollen. Habe nichts geantwortet, weil ich nicht wollte.

Am frühen Nachmittag ruft er an. Da war ich mit I. gerade essen. I. sagt, geh ran. Ich: ne ey. Sie: doch! Ich gehe ran und erkläre ihm, dass es gerade schlecht ist, ich noch in der Stadt unterwegs bin und danach noch in die Bib will. Er sagt, er probiert es dann später nochmal.

wie war der Vibe, fragt I.
Angespannt, meine ich, beidseitig.

Der Lauch hat bisher natürlich nicht mehr angerufen. Der geht mir so auf die Nerven. Aber es stresst mich grad zum Glück nicht SO sehr. Natürlich stresst es mich. Aber verglichen mit den letzten Tagen im Rahmen. Mein Tag war gut.

Werde morgen Abend einfach mal anrufen, wenn er sich bis dahin nicht meldet. Einfach, weil ich scheisse neugierig bin, was er zu sagen hat.

[Edit] Ok es nervt mich doch wie sau. Was soll das. Echt. Ätzend.

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Samstag, 7. Oktober 2017
Phu also..
- die Lustigen Kollegen waren heute unverhofft da.
- die Katze
- dass ich es irgendwie schaffe mich nicht völlig selbst zu zerfleischen. Nur ein bisschen. Nur ein bisschen... aber immerhin hab ich so richtig keine Lust mich derb schlecht und klein zu reden. Es passiert. Aber der Widerwille wächst.

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Schwieriger Tag. Vorhin hat er die Nachricht gelesen. Keine Reaktion. Nehme mir vor endlich mal wütend zu werden. Morgen werd ich sagen dass jetzt mal genug ist, warum das hier so komisch ist, was los ist.

Du meintest doch schon vor deinem Urlaub dass du denkst, er ist nicht in dich verliebt. Wieso willst du da grad noch so viel reininvestieren, fragt N. vorhin.

Keine. Ahnung. Aber mein unverständnis möcht ich da echt noch gern platzieren.

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"Vergiss das bitte nicht: du hast nichts falsch gemacht! Wir sind gut wie wir sind, auch wenn sich nicht jeder in uns verliebt, von dem wir uns das wünschen würden. Auch wenn es furchtbar weh tut."

Es ist skurril plötzlich in der Rolle des Trösters zu sein, für jemanden, dem gerade ähnliches widerfährt. Und doch merke ich, wie die Worte auch gleichzeitig mich selbst trösten, weil ich glauben will dass es stimmt was ich sage, weil ein Teil von mir es weiß. Während ein kleiner Teufel flüstert: wenn du doch so gut bist, warum hat er sich denn dann nicht in dich verliebt?

Die 3 Wochen haben also bei der F. und bei mir wohl das zerschossen, was da so am rumwachsen war. Oder: war es das überhaupt? Ich mag nicht so recht glauben, dass die drei Wochen etwas kaputt gemacht haben. Es war vorher schon schwierig, und doch, wenn ich über die letzten Treffen nachdenke, so völlig unbegreiflich, dass es jetzt ist wie es ist.

Er ist nach wie vor nicht online. Nie. Meine Nachricht von gestern nach wie vor ungelesen. Als wären er und sein Handy an unterschiedlichen Orten. Vielleicht ist das auch so. Das Kopfkino auf Hochtouren. Doch auch ein lauter werdendes Stimmchen, das sagt: ganz unabhängig von dem, was von ihm noch kommt oder nicht kommt: du solltest anfangen es loszulassen.

Heute hat mich in der Arbeit der Kollege, mit dem ich diesen Sommer mal ganz kurz was hatte, aus seiner Sorge heraus angesprochen (wir verstehen uns noch sehr gut und sprechen auch relativ persönlich über Dinge): "du bist so dünn geworden, Oka. Es war so komisch vorhin dich von hinten gehen zu sehen. Du bist so zusammengeschmolzen." Er fasst um mein Oberärmchen. Ich weiß dass er es nicht böse meint, und aufrichtig besorgt ist, und doch grätscht er so krass in meine Achillesferse rein, dass ich sofort anfange zu weinen.

Ja, es ist egal was Quinten wirklich fühlt, was er denkt, wo er ist, und ob er sich nochmal meldet. Dort wo ich stehe, geht es mir nicht gut. Ich muss anfangen mich wieder um mich zu kümmern, und um das immense Loch, dass mir durch Quinten wieder einmal mehr bewusst geworden ist. Er kann nicht Teil der Lösung sein. Das hat mit mir zu tun. Es fällt mir schwer zu differenzieren welcher Teil meiner Traurigkeit durch was bedingt ist, aber letztendlich spielt es auch keine Rolle. Es fühlt sich grauenhaft an, und es wird dauern. Aber irgendwann wird es besser.

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Donnerstag, 5. Oktober 2017
Es ist höchste Zeit mit NoNix weiterzumachen.

- heute zwei tolle Telefonate mit tollen Freundinnen. Wie dankbar ich für sie bin.

- über meinen Schatten gesprungen und gesagt was ich will, mit dem Risiko dass der andere das nicht will.

- einen Anruf meiner Chefin aus der neuen Welt erhalten. Gedacht: oh oh, sicher ist sie sauer weil ich mich jetzt noch gar nicht wirklich gemeldet hab nach dem Urlaub. Aber sie war ganz entspannt und hat gefragt ob ich nächsten Dienstag einfach ein bisschen früher kommen kann, damit wir den Status der Projekt besprechen können und überlegen, ob und wie wir noch rekrutieren müssen etc.

Und dann kam sie mit einer Frage um die Ecke. Ob ich mir vorstellen könnte meine HiWi Tätigkeiten auszuweiten um ein paar Stunden im Monat. Es wird eine Arbeitsgruppe geben zu einem echt spannenden Thema, geleitet von dem obersten Chef des einen großen Bereichs. Berichtet wird direkt an den Vorstand

"Zum einen", sagt die Chefin, "ist das inhaltlich natürlich interessant für dich. Zum anderen wäre das für deine Connections echt.. ich sag mal nicht ganz schlecht. Seit ich wieder hier bin [sie war ja die ganze Zeit in Elternzeit und ich hab das alles allein gewuppt] habe ich mich auch ein bisschen umgehört. Alle sind total happy mit dir und finden, du arbeitest extrem eigenständig und gut. Da wurde auch der oberste Chef hellhörig und jedenfalls finden wir alle, du wärst genau die richtige für die Rolle in dieser Gruppe. Ich kann dich da mit bestem Wissen und Gewissen weiterempfehlen."

Bäm! Inhaltlich hat die Rolle auch eher Orga/ Management-Aufgaben, aber in einem Umfeld das mich brennend interessiert, und perspektivisch das das natürlich der Wahnsinn, wenn ich mir dort einen guten Ruf erarbeite.

"Das ist das schönste Kompliment, das ich da jetzt bekommen konnte!" sage ich ihr, und meine das auch genau so. Jetzt muss ich mal tüfteln, wie ich das unterbringe.
Ich würde soooo gern mehr über diese Welt sagen, mache mich damit aber so identifizierbar. Es ist ein Jammer, weil es einfach so sehr mein Ding ist. Aber tja. So ist das halt.

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Mittwoch, 4. Oktober 2017
Katzenjammer.
Heute Nachmittag. Ich liege nach dem Essen auf dem Sofa. Das Küchenfenster ist ganz geöffnet, es gab Rosenkohl. Ich internette durch die Gegend. Dämmer dann so ein bisschen vor mich hin. Irgendwann denke ich: wo ist eigentlich die Katze? Die kommt sonst immer zum Kuscheln aufs Sofa. Hm. Erstmal nichts dabei gedacht.

Nach einer ganzen Weile dann... immer noch keine Katze. Ich wunder mich. Suche die Wohnung ab. Alle Verstecke. Keine Katze. Mein Herz rutscht in die Hose. Das Küchenfenster. Auf dem äußeren Fensterbrett saß sie schon öfters, wenn ich es vergessen und sie unbeobachtet gelassen hatte. Die Katze hat einen scheiss Gleichgewichtssinn. Sie ist ein Stolpervogel. Ich beuge mich hinaus. Unten keine Katze. Aus der Höhe würde sie es wohl überleben, ggf. angeschlagen. Sie würde sich irgendwo hinschleppen.

Nochmal durchsuche ich die komplette Wohnung. Klapper mit Futter, fülle den Napf. Keine Katze. Ich ziehe in Erwägung, was ich nicht in Erwägung ziehen möchte. Nach einer weiteren Runde durch die Wohnung, inkl. spähen in die Waschmaschine, hinterm Duschvorhang, ins Katzenklo, hinter die Bücher, im Zwiebelschrank, ihr Depressionstunnel... alles, alles alles abgeklappert. Da kann ich nicht mehr an mich halten. Eine Gewissheit reift in mir, die ich nicht aushalte. Ich fange hemmungslos an zu schluchzen und rufe LeSchwe an. LeSchwe will dann kommen.

Ich gehe runter, schaue unter jedes geparkte Auto. In die Tiefgarage nebenan. Überlege, wohin sie wohl laufen würde. Während meine Augen durch die nähere Umgebung scheifen wird mir klar, dass es hier einfach unendlich viele Möglichkeiten gibt. Die vielen Straßen. Die Autos. Die Baustelle. Das Ufer, die Gebüsche. So viele Möglichkeiten. Hoffnungslos. Ich fühle mich ohnmächtig und völlig hilflos. Laufe los. Rufe ihren Namen. Frage jeden den ich treffe ob er eine graue Tigerkatze gesehen hat. Die Taxifahrer gegenüber. Die Skater am Ufer. Ein Pärchen auf einer Bank. Die Penner auf dem Platz. Meine Augen völlig verquollen. Eine Frau ist so gerührt und hilfsbereit, dass ich gleich wieder losheulen muss. Sie läuft mit mir die Straße ab.

Ich frage in der Tankstelle, sage bescheid falls jemand dort nach möglichen Besitzern fragt. Wir schauen weiter unter Autos. Ich rufe und rufe.

Es ist kaum auszuhalten. In mir ist so eine tiefe Traurigkeit und Verzweiflung, wie ich sie lange lange nicht mehr gespürt habe. Und das, obwohl ich sowieso in den letzten Tagen so viel geweint habe und Liebeskummer in mir trage. Die Angst sie nie wiederzusehen. Nicht auch noch das, schreit es in mir. Nicht auch noch das. Das halte ich nicht aus. Ich bin am Rande der Hysterie. Nein eigentlich wohl mittendrin. Die Vorwürfe an mich selbst so nachlässig gewesen zu sein. Das verzeihe ich mir nie.

Nach einer halben Stunde verzweifelten Suche beschließe ich hochzugehen und nochmal die Wohnung durchzusehen. Dann Tasso informieren. Die Tierheime. Vielleicht Plakate malen. Auf LeSchwe warten.

Als ich heulend die Wohnungstür aufsperre, sitzt die Katze im Flur als hätte sie nur auf mich gewartet und schaut mich mit großen ruhigen Augen an.

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