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Mittwoch, 12. August 2026
okavanga, 12:21h
Den einen sind die Ausbildungswochen zuviel, die anderen sind nicht sinnvoll pendelbar, die nächsten bitten weiter um Geduld. Nach Gehalt frag ich schon gar nicht mehr, ich nehm alles, auch für 1000 Euro. Diese PT1 Stellensituation ist einfach nur noch der blanke Hass. Wir befinden uns in einem Ausbildungssystem, das krank macht, sollen dabei dann aber Kranken helfen. Völlig grotesk. Mimi ist bereits auch seit mehreren Wochen krank. Die Klinik meinte daraufhin, sie solle für ihre PT1 drei Monate nacharbeiten. Umsonst. Also dann nicht mal für 1000 Euro. Sondern für gar nichts. Kannste dir alles nicht ausdenken.
Samstag, 8. August 2026
okavanga, 00:27h
~ Lady Gaga - Abracadabra
Dienstag, 21. Juli 2026
Absagen.
okavanga, 14:52h
Absagen, Absagen, Absagen. Warteschleifen. Absagen. Vielleicht soll es einfach nicht sein und es ist Zeit diese beschissene Ausbildung aufzugeben.
Montag, 20. Juli 2026
Türkis.
okavanga, 21:40h
Manchmal sind es ganz alltägliche Tätigkeiten. Fusspflege zum Beispiel. Wenn ich ein Fußbad mache um die Füße anschließend zu bearbeiten, dann sehe ich sie in unserem alten Wohnzimmer auf dem Sofa. Ihre Füße in einer Plastikschüssel. Voller Freude und irgendwie auch mit einem gewissen Stolz widmet sie sich ihren Füßen. Bearbeitet sie mit dem Bimsstein. Cremt. Lackiert die Nägel. Rot, immer klassiches Rot. Sehe ihr konzentriertes und fröhliches Gesicht dabei und wie sie mir als ich klein war erklärt, was sie da macht. Dieses Jahr gibt es für mich nur Türkis.
Donnerstag, 16. Juli 2026
okavanga, 22:23h
Große Überwindung, aber mit zwei Menschen gesprochen, geweint und gehalten worden.
Das dunkle auszusprechen nimmt ihm die Macht. Dankbar für die Erinnerung an die Klinik und dass ichs irgendwie geschafft hab das umzusetzen, allen inneren Widerständen zum Trotz.
Was bleibt, ist eine so unbändige Wut. Auf mich, Gott und die Welt und alles und jeden. Vielleicht gehört sie zum Trauerprozess. Vielleicht zu den anderen Widrigkeiten des Jahres, vielleicht beides. Die Wut will raus. Da muss ich was machen.
Das dunkle auszusprechen nimmt ihm die Macht. Dankbar für die Erinnerung an die Klinik und dass ichs irgendwie geschafft hab das umzusetzen, allen inneren Widerständen zum Trotz.
Was bleibt, ist eine so unbändige Wut. Auf mich, Gott und die Welt und alles und jeden. Vielleicht gehört sie zum Trauerprozess. Vielleicht zu den anderen Widrigkeiten des Jahres, vielleicht beides. Die Wut will raus. Da muss ich was machen.
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