Montag, 9. Januar 2017
Mal die Blogroll aktualisiert und sehr erschrocken, wie viele der Blogs, die ich in den letzten Jahren doch sehr lieb gewonnen habe, nicht mehr aktiv sind, aus welchen Gründen auch immer. Und dabei sind in den "aktiven" noch etliche, bei denen kaum mehr geschrieben wird.

Wie im echten Leben, ein Kommen und Gehen. Schade, aber der Lauf der Dinge.

Falls jemand Hinweise darauf hat, wo der ein oder andere vielleicht hingezogen ist (s. linke Navigation unter "in guter Erinnerung") - dann freue ich mich sehr, bei Bedarf auch gerne als PN an benannte Mailadresse.






Sonntag, 8. Januar 2017
Was ich mag:
Neue Menschen auf einem Geburtstag kennenlernen, die ich wirklich absolut fabelhaft finde. In diesem Fall vor allem eine Frau.

Was ich nicht mag:
Wenn ihr Freund dann später neben mir sitzt und in irgend einem Kontext mit seiner Hand über meinen Oberschenkel streichelt. Sie hat das sofort registriert. Ich kenne sie nicht so gut, dass ich einschätzen könnte, wie sie so etwas einordnet. Mir war das unangenehm. Nicht wegen dem Mann und dem Akt ansich (wobei ich schon etwas erstaunt war, kenne ich ihn ja solang wie die Frau, nämlich gerade mal 3 Stunden), sondern weil ich diese Frau sehr sympathisch finde, keine negativen Gefühle in ihr wecken will und es schön fände, sie irgendwann wiederzusehen und mit ihr eine gute Zeit zu haben.

Was ich mag:
Dass es hier endlich mal kalt ist. Kalt. Nicht, dass ich direkt Schnee erwarte (aber es wäre so wunderbar), aber immerhin haben wir sowas wie Eisregen. Sogar der Kanal ist an einigen Stellen an der Oberfläche leicht angefroren. Das ist ... Wow!

Was ich nicht mag:
Bei Eisregen Fahrradfahren. ;-)

Was ich mag:
Schon auch Menschen. Manchmal. Ein bisschen. ;-)

~ Henry Saiz - Not Last Words (Guy J Remix)

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Freitag, 6. Januar 2017
Mein T. meinte mal, wenn ich betrunken bin, sei ich, wie ich bin. Ganz schön wilde Brummsel, würd ich mal sagen, die sich gern am Leben betrinkt, und alle Worte einfach auf der Zunge hat. Take it. Or leave it.

~ Röyksopp - Sordid Affair (Maceo Plex Remix)

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Donnerstag, 5. Januar 2017
Die eigenen Bedürfnisse und Grenzen erkennen - und akzeptieren.

Hmpf. Immer wieder ... schwierig.

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Mittwoch, 4. Januar 2017
Was bleibt ist Kleinholz.
Ich sags mal so. Tief Axel macht einem Namensvetter alle Ehre.






Dienstag, 3. Januar 2017
TV Tipp: "Chasing Ice", heute auf Arte um 20:15 Uhr.
Mal im Kino gesehen, tolle Doku mit wahnsinns Bildern (und bedrückender Botschaft).

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Sonntag, 1. Januar 2017
Doch 1:30 Uhr. 1a Start mit Feuerwerk live und in Farbe von einem Neuköllner Balkon. So langsam in den letzten Zügen mutet das an wie eine kleine Nachtmusik und wird mich jetzt sanft in den Schlaf begleiten.

Ich hoffe auch Sie konnten heute genau dort sein, wo sie wollten. Ein frohes buntes schillerndes Neues!






Dienstag, 27. Dezember 2016
Morgen dann ab in die Bundeshauptstadt. Vermutlich bin ich die einzige die über Sylvester dorthin fährt, um sich im Kreis einer Familie bis 23 Uhr vollzufressen und dann ins Bett zu gehen. Ich freu mich wahnsinnig! (keine Ironie. Wirklich.)

Falls wir uns nicht mehr lesen: kommen Sie gut rüber!






Samstag, 24. Dezember 2016
Nun ein kurzer Weihnachtsgruß, um dem Untergang unserer Kultur zu trotzen *hüstel*. Oh, fast hätte ich mein Mittagessen wieder hochgeholt.

Dementsprechend verbringe ich Weihnachten dieses Jahr gnadenlos unchristlich zum ersten mal seit ich lebe nicht in meiner Heimat und ohne meine Blutsverwandten. Das heißt, dass meine Mutter jetzt vermutlich alleine zu Hause sitzt und weiter schmollt, seit sie vor einigen Wochen beleidigt den virtuellen Hörer aufgelegt hat. Aus andereren Gründen. Dass ich Weihnachten nicht komme, habe ich ihr bereits Ende Oktober gesagt. Sie hat sehr geweint. Es tut mir ein bisschen leid um sie. Ihre Familie, sprich mein Bruder und ich, sind alles was sie hat.
Für meinen Vater ist es sicher auch traurig, aber ich denke nicht so sehr. Er wünscht sich einfach, dass wir bald wieder normal miteinander umgehen können. Sowas kann ich derzeit nicht versprechen, und auch wenn ich weiß, dass er das nicht böse meint, so möchte ich trotzdem mit so einem Wunsch (löst bei mir gleich sowas wie Druck aus) derzeit nicht konfrontiert sein.
Wer sich an das Weihnachts-Desaster vom letzten Jahr erinnert, mag verstehen, wieso ich mir das dieses Jahr nicht mehr antun kann.

Ich habe ihr angeboten hier her zu kommen, auch die Zugfahrten inklusive begleitetes Umsteigen zu organisieren - sie wollte nicht. So, dass ich mich frage, worum es ihr eigentlich wirklich geht, wenn sie so sehr betont wie wichtig ihr das ist. Auf mein Päckchen hat sie bisher nicht reagiert, anrufen werde ich sie später trotzdem mal. Einmal mehr wird mir klar, wie sehr ich unter ihrer bedingten Liebe und den subtilen Bedingungen gelitten habe.

Mein Bruder tummelt sich derweil auf seinen Flitterwochen irgendwo in Asien. Recht hat er.

Und ich? F. kommt gleich. Wir machen Entenbrust mit Karotten, Softpflaumen, Ricottaklößchen und Teriyaki Soße. Vielleicht gehen wir spazieren. Vielleicht kommt er mit in die Nachtmesse. Ich will auf jeden Fall gehen, schon immer möchte ich in die Nachtmesse, konnte aber nie, weil es immer ein Standardprogramm gab.

Für F. ist es auch sein erstes Weihnachten ohne Familie. Seine Mama ist vor wenigen Jahren gestorben. Das Verhältnis zu seinem Vater ist schwierig und derzeit sind sie völlig überworfen.#

F. und ich sind kein Paar, aber vielleicht einander mehr Familie als die Blutsverwandten.

"Mach dich doch mal frei,", meinte F. neulich, und bezog sich damit nicht auf meine Klamotten.

Ich wünsche Ihnen, uns allen, ein freies Fest.






Donnerstag, 22. Dezember 2016
Ich sitze in der Straßenbahn von LU nach MA. Wir waren in der verbotenen Stadt auf dem Weihnachtsmarkt. Dort war kaum was los, vielleicht aufgrund der Vorfälle, nicht nur in Berlin, sondern eben auch hier. Aber irgendwie will die Angst nicht Einzug halten meiner, in unserer Seele. Das freut mich.

Wie ich da so in der Straßenbahn sitze, kann ich riechen wie Haare und Jacke nach Rauch stinken. Wir waren noch in einer dubiosen Spelunke. F. und ein befreundetes Pärchen, LeSchwe, und ich. Hat aufgewärmt, in vielerlei Hinsicht.

Auf der Brücke gehts über den Rhein. Er hat wenig Wasser derzeit, bleibt aber beeindruckend. Im Scheinwerferlicht über den unzähligen Frachtcontainern im Hafen sieht man, wie feucht die Luft ist.

Heimat bist du geworden.