Dienstag, 15. November 2011
Ich glaub ich werd hysterisch.
okavanga, 00:33h
Gegen 5 Uhr hab ich dann für eine Stunde Schlaf gefunden. Aufgewacht wie fremdgesteuert. Zum Bahnhof und in den Zug Richtung Os*nabr*ück gefahren. Dort geschlafen, so gut das eben ging.
Angekommen. Schlafgewandelt. Termin gehabt. Zurück zum Bahnhof. Die neue Ge*o Wi*ssen gekauft. Wollte eigentlich schlafen im Zug, ging aber nicht. Also gelesen. Da macht man sich noch mehr Sorgen um sich selbst. Aber auch was interessantes zu Schi*zoph*renie und zugehörigen (nachweisbaren) Ge*hirnaktivitäten gelesen.
Vor einer Stunde zu Hause angekommen. Die weisen Worte von Frau Novemberregen und Frau Sturmflut gelesen. Drüber nachgedacht.
Arbeitsmails gecheckt. Entdeckt, dass meine Cheffin einen Termin versendet hat. GF, BR, sie, ich.
Hysterieanfall bekommen.
Aus meiner Sicht wäre sie nicht notwendig, wenn ich das jetzt alles richtig verstehe, also auch die weisen Hinweise von meinen lieben Lesern. Zum einen war sie nicht dabei. Zum anderen ist sie nicht betroffen. Und außerdem brauche ich keinen Fürsprecher. Ich kann und WILL für mich selbst sprechen.
Als ich gestern LeSchwe erzählte, dass Cheffin das Treffen moderieren will und aber auch klare Ansagen zu diesem Verhalten in dem Meeting machen will, hat sie gelacht, und gemeint: welchen Sinn macht das? Zum einen ist sie nicht neutral und nicht in der Lage zwischen den Parteien zu vermitteln. Als Moderator bezieht man keine Stellung bzw. macht keine klaren Ansagen Zum anderen: will sie Moderatorenkarten an Moderationswände heften, oder was?
Tja. Und all diese Aspekte zusammen, möchte ich jetzt gar nicht mehr, dass sie teilnimmt, und wenn, dann nur in der Zuhörerfunktion. Denn wie Frau Novemberregen schon sagt: was soll sie denn beitragen?
Und das krasseste finde ich: Wo bitte ist der J*A*V*-Mann in der Einladung? Cool, machen wir jetzt mit dieser kranken Kommunikation weiter? Ich hoffe jetzt inständig, dass der trotzdem eingeladen ist, aber keine Mail bekommen hat. Manche in der Montage haben keine Mailadresse, auch wenn mich das jetzt bei einem J*A*V*-Mann sehr wundern würde. Aber ich will einfach mal glauben, dass wir jetzt nicht mit der kranken Kommunikation weitermachen und genauso verfahren wie der J*A*V-Mann und der BR, die hinter dem Rücken der eigentlich betroffenen rumlabern.
Ach. Ja. Ein Bier. Das ist gut. Und ich hab zwar keinen Hunger, aber irgendwas muss man ja auch essen, also würg ich mir wohl die Ravioli rein.
Am liebsten würd ich da nich mehr hin. Am liebsten würd ich mich in mein Bett verkriechen. Meldet euch, wenn die Welt sich weitergedreht hat.
Also mir hat das jetzt keine Ruhe gelassen. Klar hat der J*A*V-Mann ne Mailadresse!!!
Ich versteh das alles nicht.
Angekommen. Schlafgewandelt. Termin gehabt. Zurück zum Bahnhof. Die neue Ge*o Wi*ssen gekauft. Wollte eigentlich schlafen im Zug, ging aber nicht. Also gelesen. Da macht man sich noch mehr Sorgen um sich selbst. Aber auch was interessantes zu Schi*zoph*renie und zugehörigen (nachweisbaren) Ge*hirnaktivitäten gelesen.
Vor einer Stunde zu Hause angekommen. Die weisen Worte von Frau Novemberregen und Frau Sturmflut gelesen. Drüber nachgedacht.
Arbeitsmails gecheckt. Entdeckt, dass meine Cheffin einen Termin versendet hat. GF, BR, sie, ich.
Hysterieanfall bekommen.
Aus meiner Sicht wäre sie nicht notwendig, wenn ich das jetzt alles richtig verstehe, also auch die weisen Hinweise von meinen lieben Lesern. Zum einen war sie nicht dabei. Zum anderen ist sie nicht betroffen. Und außerdem brauche ich keinen Fürsprecher. Ich kann und WILL für mich selbst sprechen.
Als ich gestern LeSchwe erzählte, dass Cheffin das Treffen moderieren will und aber auch klare Ansagen zu diesem Verhalten in dem Meeting machen will, hat sie gelacht, und gemeint: welchen Sinn macht das? Zum einen ist sie nicht neutral und nicht in der Lage zwischen den Parteien zu vermitteln. Als Moderator bezieht man keine Stellung bzw. macht keine klaren Ansagen Zum anderen: will sie Moderatorenkarten an Moderationswände heften, oder was?
Tja. Und all diese Aspekte zusammen, möchte ich jetzt gar nicht mehr, dass sie teilnimmt, und wenn, dann nur in der Zuhörerfunktion. Denn wie Frau Novemberregen schon sagt: was soll sie denn beitragen?
Und das krasseste finde ich: Wo bitte ist der J*A*V*-Mann in der Einladung? Cool, machen wir jetzt mit dieser kranken Kommunikation weiter? Ich hoffe jetzt inständig, dass der trotzdem eingeladen ist, aber keine Mail bekommen hat. Manche in der Montage haben keine Mailadresse, auch wenn mich das jetzt bei einem J*A*V*-Mann sehr wundern würde. Aber ich will einfach mal glauben, dass wir jetzt nicht mit der kranken Kommunikation weitermachen und genauso verfahren wie der J*A*V-Mann und der BR, die hinter dem Rücken der eigentlich betroffenen rumlabern.
Ach. Ja. Ein Bier. Das ist gut. Und ich hab zwar keinen Hunger, aber irgendwas muss man ja auch essen, also würg ich mir wohl die Ravioli rein.
Am liebsten würd ich da nich mehr hin. Am liebsten würd ich mich in mein Bett verkriechen. Meldet euch, wenn die Welt sich weitergedreht hat.
Also mir hat das jetzt keine Ruhe gelassen. Klar hat der J*A*V-Mann ne Mailadresse!!!
Ich versteh das alles nicht.
Sonntag, 13. November 2011
Gets even worse. Worst. Way out?!
okavanga, 23:36h
Wie kamen wir dahin? Jetzt muss ich mal ausholen.
In der ersten Novemberwoche hatten unsere Az*ubis ein soz*iales Pr*ojekt in einem Al*tenheim. Bä*nke und einen Pavi*llion für den Garten bauen, wobei letzterer von den Spenden der Az*ubis und des BRs finanziert wurde (der Rest der Firma wurde dazu gar nicht aufgefordert, man "wollte uns nicht belästigen"). Organisiert wurde das ganze von der J*A*V*. Ist ja ansich gut.
Am Freitag am Ende der Woche sollte es einen Pre*ssetermin geben, zu dem unser GF eingeladen war. Der hatte aber keine Zeit und wollte meine Chefin, die, wie ich hier nochmal sagen muss, denn es ist wichtig, ja meine Stiefmutter ist. Die hatte dann aber auch keine Zeit, und hat mich am Donnerstag gefragt, ob ich sie am nächsten Tag dort vertreten kann. Hab ich Zweifel angemeldet und gemeint, ich weiss ja von dem Projekt gar nicht viel, wir waren da als Pe*rsonalabteilung nicht involviert. Macht nichts, du musst uns einfach nur repräsentieren.
Ok, die eine Azu*bine angerufen und sie zu dem Projekt ausgefragt. Budget, Zeitraum, wie es dazu kam, etc. Da ging es mir schon schlecht, erkältungstechnisch, am Freitag war es noch schlimmer, aber ich hab mich da dann hingeschleift. Dummes, dummes ich!!!
Das Ganze fing dann an mit einem Gespräch bzw. Interview durch den Jou*rnalisten mit dem Hei*mleiter und mir. Was für eine Firma wir denn seien, welche Aus*bild*ungsberufe wir anbieten, ob wir sowas schon länger machen, ob wir künftig weiterhin solche Pro*jekte machen wollen, ... Alles nach bestem Wissen und Gewissen beantwortet, wie wir heißen, was wir aus*bilden, dass wir sowas weiterhin machen wollen, dass wir sehr stolz auf unsere Aus*zubildenden sind, etc. Hei*mleiter, wie glücklich er ist, wie sehr er gerade so etwas begrüßt nachdem so viele Zi*vis wegfallen, etc..
Danach folgten der Jou*rnalist und ich dem Hei*mleiter nach draußen, wo unsere 20 Azu*bis sowie der J*A*V-Projektverantwortliche warteten. Der Jou*rnalist erklärte, dass der Ver*lag verlangt, dass Ar*tikel personalisiert werden, deswegen möchte er gerne zwei Az*ubis rausgreifen und daran den Artikel aufhängen. Er wählte zwei Ind*ustriekau*ffrauen, positionierte sie vor einer Bank, und bat den Hei*mleiter und mich, uns jeweils daneben zu stellen. Mir war das sehr unangenehm, was ich auch äußerte, mit dem Zusatz, dass ich mit dem Pr*ojekt ansich ja nichts zu tun hatte, aber sowohl Jou*rnalist als auch Hei*mleiter bestanden darauf (vor der gesamten Truppe), dass ich als Vertreterin der GF mit auf dem Bild bin.
Es folgte ein Gruppenfoto, ein kurzes Interview mit den zwei Indu*striekau*ffrauen und der Jou*rnalist verabschiedete sich.
Unmut machte sich breit. Warum da jetzt zwei rausgegriffen wurden, das sei doch ein Ge*meinschaf*tsprojekt, das sei doch blöd. Also sagte ich: da vorne läuft er noch, also gehen wir doch hin und betonen nochmal, dass uns das wichtig ist. Ich also mit zwei Az*ubis zu dem Typen und alles nochmal betont. Er nochmal Sicht des Ver*lags erläutert, aber versichert, dass auch ein Gruppenfoto erscheinen würde.
Der J*A*V-Mann war die ganze Zeit nicht mit dabei, also schon beim dem Foto und allem, und auch beim laut rumklagen, aber nicht wenn es darum ging, mit dem Jour*nalisten zu reden. Er beschwerte sich aber danach nochmal (bei mir und den Azu*bis), wie scheisse das doch alles sei, und der Typ hätte doch einen Tag früher kommen sollen um Bilder zu machen, und überhaupt, er hätte dem Typen die Bilder angeboten, die er selbst gemacht hat, die wollte der Typ aber nicht, was ihm "voll auf die Nüsse geht". Das kommentierte ich nicht.
Es folgte ein Mittagessen mit Az*ubis, Hei*mleitung und mir. Vor dem Dessert überreichte mir der Hei*mleiter einen Blum*enstrauß mit den Worten, er bedanke sich bei mir als Vertreterin der GF ganz herzlich. Ich sagte: "Oh Gott ist mir das alles peinlich, ich hab damit überhaupt nix zu tun! Aber danke, und es freut uns, wenn wir helfen konnten!"
Dann verabschiedete mich, ich hatte inzwischen Temperatur und wollte nur noch ins Bett.
Montag. Der J*A*V-Mann steht bei mir im Büro. Schon in Angriffshaltung. Ob ich den Artikel erhalten hätte zum Überprüfen. Ich: "Ne. Weiss auch nicht warum er mir den schicken sollte. Ich hab doch damit nix zu tun. Da müsst ihr halt nochmal nachfragen."
Den Rest der Woche war ich dann krankgeschrieben.
Am Freitag quälte mich mich trotzdem in das zweite Mo*dul meines Per*sonalen*twicklerkurses. Gemeinsam mit meiner Chefin.
Am Samstag auch. Gegen späten Nachmittag fragte ich sie: gab es jetzt eigentlich den Artikel? Ja, sagte sie, und druckst rum. Ich: oh Gott. Und sie: ja naja, der ist schlecht. Mir schwante Übles. "Wir reden im Anschluss an den Ku*rs", sagte sie.
Und das taten wir. Dort fand ich durch stetiges Bohren heraus, dass jemand mir schon demonstrativ diesen schlechten Ar*tikel riesig ausgedruckt auf meinen Schreibtisch gelegt hätte. Und dass der BR eine Mail an den GF geschrieben hat, in dem ich unprofessionell und völlig zu unrecht beschuldigt wurde, wie scheisse ich sei, und was ich denn in der Rolle der Per*sonalen*twicklerin zu suchen habe, und dass ich mich bei dem Pre*sseter*min ständig in den Vordergrund gespielt habe.
Der Artikel ansich, ich kenne ihn noch nicht, sei wohl wirklich schlecht, weil weder unsere Firma namentlich genannt würde, noch sei da ein Gruppenfoto, und es steht da auch sonst wohl nicht viel. Aber.. WAS KANN DENN ICH DA DAFÜR?!?
Bis heute kenne ich den genauen Inhalt dieser Mail nicht, doch dazu gleich.
Mir fiel die Kinnlade runter. Der GF muss dem BR gegenüber sehr deutliche Worte gefunden habe, doch welche, das weiss ich auch nicht.
Meine Chefin meinte, sie will ein Gespräch, und ich meinte, ja, ich auch, mit dem GF, dem BR, der Azu*bine, die mit beim Jou*rnalisten war, und dem J*A*V*-Mann, der, ich kenne ihn jetzt lang genug, mit Sicherheit derjenige war, der zum BR gerannt ist mit Fehlinformationen.
Ich war gestern erstmal entsetzt. Konnte ewig nicht einschlafen. Habe mir 20 Fragen notiert für das anstehende Gespräch, weil ich mir dachte: sagen will ich dort erstmal gar nichts. Weder mich rechtfertigen, für was auch, noch beschuldigen. Vielleicht kommen sie mit meinen Fragen selbst dahinter, was für ein Bullshit das ist.
Heute habe ich weiter darüber nachgedacht. Ich bin seit 8 Monaten in dieser Firma. Emotional bin ich dort nie angekommen. Von Anfang an durfte ich mir regelmäßig von irgend jemandem ans Bein pissen lassen. Abgesehen von den zwei Jungs in meiner Fahrgemeinschaft und einem anderen, der seit Februar in der Kon*struktion ist, fühle ich mich mit meiner Art und Weise und meiner Erwartungshaltung an eine Kultur völlig allein auf weiter Ebene. Das nun war das i-Tüpfelchen.
Es geht mir nicht nur um diesen einen Fall. Klar, für das "Klärungsgespräch" schon. Aber für mich persönlich und meine Rolle in diesem Unternehmen geht es um viel mehr. Will ich in so einem Umfeld sein? Will ich ein solches Umfeld entwickeln? Wie kann ich im Kontext Per*sonalmarketing dieses Umfeld verkaufen, ohne mich zu schämen?
Dieser Satz, der mir so wichtig war, "Wir suchen keine Sch*uldigen, sondern Lösungen", der wird mir jetzt ins Gesicht geschlagen. Ich erfahren nun am eigenen Leib, wie es in der Firma wirklich aussieht. Das ist nicht nur in diesem Fall so, sondern bestätigt traurigerweise genau das, was ich seit Monaten beobachte. Es gibt keinen offenen und ehrlichen Umgang. Alle kotzen ab, aber keiner dort, wo es hingehört. Alle lästern hinter dem Rücken derer, denen sie mal direkt konstruktiv Feedback geben sollten.
Alle heulen und jammern darüber, dass es keinen offenen und ehrlichen Umgang gibt, und diejenigen, die sich permanent darüber am lautesten beschweren, nämlich der BR und der J*A*V-Mann, leben Hinterfotzigkeit und Verleumdung in ganzer Größe aus. Sie beschweren sich somit am lautesten über sich selbst, ohne sich dessen bewusst zu sein.
Es gibt meiner Meinung nach ein gravierendes Kulturproblem in dem Laden. Und genau das sagte ich vorhin meiner Chefin am Telefon.
Wie erbost ich sei. Und das mit der Kultur. Dass das Verleumdung und üble Nachrede sind. Und dass das strafbar ist. Dass ich nicht mehr hinter dem ganzen Zeug stehen kann, das wir nach außen verkaufen. Dass ich die Menschen nicht mag, die ich entwickeln soll. Dass ich es widerlich finde, und dass mich so ein Umfeld krank macht. Ich erklärte ihr auch, dass ich ja schonmal so krank und depressiv in einer Firma wurde, da lag das aber am Job und wurde besser, als ich eine andere Tätigkeit hatte. Die Kultur dort war für mich immer DER Grund, zu bleiben. Den Job konnte ich wechseln. Aber eine Firmenkultur, die kann ich nicht mal eben tauschen oder ändern.
Und jetzt kommt das, was mich am meisten enttäuscht. Klar sieht sie diese Situation auch als scheisse, und sagte, sie will dieses Gespräch und will es moderieren und da klare Ansagen machen. Wo ich mir denke: moderieren kann es nur jemand, der neutral ist. Und außerdem kann ich für mich selbst sprechen, und wer hier betroffen ist, bin ich.
Sie sagte, ich würde nun verallgemeinern, und dass sei nicht die Unternehmenskultur. Und ich sagte: doch! Ihr werft immer alle nur mit Wattebällchen. Weil keiner jemals Mumm hat, mal seine Meinung oder sein Feedback diplomatisch und konstruktiv genau dem zu geben, der es hören sollte. Alles läuft hinter dem Rücken. Nie setzen sich die auseinander, die es sollten. Und dann beschweren sich alle, dass sich nichts ändern. Dabei leben sie es alle genau so, wie sie es nicht wollen, und raffen es nicht mal. Für mich ist das ein verlogener Saftladen, voll von Heuchelei und Runterspielen von Angelegenheiten. Dass ich das ja toll finde, dass sie das alles noch so positiv sehen kann.
Dass es mich aber ankotzt, wie sehr sie erwarten, dass ich mich "beruhige". Wäre das bei meiner alten Firma gewesen, hätten sowohl sie als auch mein Vater schon längst laut geschrieen: was willst du da denn noch????
Tja. Und dann kam es. Sie beharrte darauf, dass das nicht die Kultur sei. Und ich beharrte darauf, dass doch. Und dann: LACHTE sie! Und ich sagte: wieso lachst du jetzt, ich finde das nicht lustig. Ich fühle mich nicht ernst genommen.
Schweigen am anderen Ende der Leitung. Ich sagte: ich möchte, dass du mir diese e-Mail weiterleitest. Daraufhin sagte sie: der GF habe ihr am Donnerstag davon berichtet, und am Freitag die Mail weitergeleitet. Darüber habe er geschrieben, sie solle die Mail nicht weiterleiten und sofort löschen.
Mir fiel wieder die Kinnlade runter. Also betreibt in meinen Augen die GF genau das, was der Rest auch tut. Bloß nicht den Betroffenen konfrontieren mit dem, was vorfällt. WAS IST DENN DA LOS ????
Das hat mich nochmal viel tiefer schockiert, nach dem Motto, halten wir das Thema mal low, ich mein, was SOLL DAS DENN? Habe ich denn nicht das Recht zu erfahren, in welcher Tiefe ich da verleumdet wurde? Zu erfahren, wo man das Problem mit mir sieht?
Also sagte ich: ich kann und will das nicht mehr. Da bleibt mir fast nur TSCHÜSS zu sagen. In so einem Umfeld möchte ich nicht arbeiten.
Und sie sagte: ja, liebe Oka, dann überleg dir mal, wie du den PE-*Kurs zahlen willst, wir hatten eine Abmachung (AdV: die da mündlich besagte, wenn ich den Kurs gezahlt bekomme, bleibe ich bis Jahresende 2012). Der Kurs kostet 4.000 Euro.
Das ist Epressung, sagte ich. Und wieso willst du mir die Mail nicht weiterleiten. Und wieso ist das das erste, was dir dazu einfällt??? Und dass diese Firma es nie geschafft hat, mich als neuen Mitarbeiter emotional abzuholen und zu integrieren. Dass bei mir die Integration eines neuen Mitarbeiters zu 100% versagt hat. Dass man das innerliche Kündigung nennen kann. Dass das kein Einzelfall sei, und dass ich mir das Ganze seit 8 Monaten anschaue und das nun wirklich das Fass zum Überlaufen bringt.
Und dann sagte ich: du bist keinen Deut besser als der ganze Rest. Lieber jemanden verleumden lassen, und zwar so, ohne dass derjenige weiß, wie genau das von statten gegangen ist, als sich damit auseinander zu setzen, dass die Kultur im argen liegt! Dass da Scheiße abläuft!
Und dann sagte sie: ich leg jetzt auf, da hab ich keine Lust drauf. Wir reden am Dienstag in Ruhe darüber.
Und ich sagte: genau wegen solcher Führungskräfte habt ihr so eine tolle Kultur. Herzlichen Glückwunsch, <Firma XY!>
Und dann hat sie aufgelegt.
Ich sage es hier nochmal: das ist meine Stiefmutter. Das zieht sich in meine Familie, und die ist schon wirklich belastet genug.
Ich bin außer mir. Geschockt, enttäuscht. Wütend, dass sie mir von einer so tollen Unternehmenskultur erzählt hat. Wütend, dass ich es geglaubt habe. Dass ich da wirklich hin bin.
Und ich denk mir die ganze Zeit einfach nur: ICH WILL ZURÜCK! ICH WILL NACH HAUSE!
In der ersten Novemberwoche hatten unsere Az*ubis ein soz*iales Pr*ojekt in einem Al*tenheim. Bä*nke und einen Pavi*llion für den Garten bauen, wobei letzterer von den Spenden der Az*ubis und des BRs finanziert wurde (der Rest der Firma wurde dazu gar nicht aufgefordert, man "wollte uns nicht belästigen"). Organisiert wurde das ganze von der J*A*V*. Ist ja ansich gut.
Am Freitag am Ende der Woche sollte es einen Pre*ssetermin geben, zu dem unser GF eingeladen war. Der hatte aber keine Zeit und wollte meine Chefin, die, wie ich hier nochmal sagen muss, denn es ist wichtig, ja meine Stiefmutter ist. Die hatte dann aber auch keine Zeit, und hat mich am Donnerstag gefragt, ob ich sie am nächsten Tag dort vertreten kann. Hab ich Zweifel angemeldet und gemeint, ich weiss ja von dem Projekt gar nicht viel, wir waren da als Pe*rsonalabteilung nicht involviert. Macht nichts, du musst uns einfach nur repräsentieren.
Ok, die eine Azu*bine angerufen und sie zu dem Projekt ausgefragt. Budget, Zeitraum, wie es dazu kam, etc. Da ging es mir schon schlecht, erkältungstechnisch, am Freitag war es noch schlimmer, aber ich hab mich da dann hingeschleift. Dummes, dummes ich!!!
Das Ganze fing dann an mit einem Gespräch bzw. Interview durch den Jou*rnalisten mit dem Hei*mleiter und mir. Was für eine Firma wir denn seien, welche Aus*bild*ungsberufe wir anbieten, ob wir sowas schon länger machen, ob wir künftig weiterhin solche Pro*jekte machen wollen, ... Alles nach bestem Wissen und Gewissen beantwortet, wie wir heißen, was wir aus*bilden, dass wir sowas weiterhin machen wollen, dass wir sehr stolz auf unsere Aus*zubildenden sind, etc. Hei*mleiter, wie glücklich er ist, wie sehr er gerade so etwas begrüßt nachdem so viele Zi*vis wegfallen, etc..
Danach folgten der Jou*rnalist und ich dem Hei*mleiter nach draußen, wo unsere 20 Azu*bis sowie der J*A*V-Projektverantwortliche warteten. Der Jou*rnalist erklärte, dass der Ver*lag verlangt, dass Ar*tikel personalisiert werden, deswegen möchte er gerne zwei Az*ubis rausgreifen und daran den Artikel aufhängen. Er wählte zwei Ind*ustriekau*ffrauen, positionierte sie vor einer Bank, und bat den Hei*mleiter und mich, uns jeweils daneben zu stellen. Mir war das sehr unangenehm, was ich auch äußerte, mit dem Zusatz, dass ich mit dem Pr*ojekt ansich ja nichts zu tun hatte, aber sowohl Jou*rnalist als auch Hei*mleiter bestanden darauf (vor der gesamten Truppe), dass ich als Vertreterin der GF mit auf dem Bild bin.
Es folgte ein Gruppenfoto, ein kurzes Interview mit den zwei Indu*striekau*ffrauen und der Jou*rnalist verabschiedete sich.
Unmut machte sich breit. Warum da jetzt zwei rausgegriffen wurden, das sei doch ein Ge*meinschaf*tsprojekt, das sei doch blöd. Also sagte ich: da vorne läuft er noch, also gehen wir doch hin und betonen nochmal, dass uns das wichtig ist. Ich also mit zwei Az*ubis zu dem Typen und alles nochmal betont. Er nochmal Sicht des Ver*lags erläutert, aber versichert, dass auch ein Gruppenfoto erscheinen würde.
Der J*A*V-Mann war die ganze Zeit nicht mit dabei, also schon beim dem Foto und allem, und auch beim laut rumklagen, aber nicht wenn es darum ging, mit dem Jour*nalisten zu reden. Er beschwerte sich aber danach nochmal (bei mir und den Azu*bis), wie scheisse das doch alles sei, und der Typ hätte doch einen Tag früher kommen sollen um Bilder zu machen, und überhaupt, er hätte dem Typen die Bilder angeboten, die er selbst gemacht hat, die wollte der Typ aber nicht, was ihm "voll auf die Nüsse geht". Das kommentierte ich nicht.
Es folgte ein Mittagessen mit Az*ubis, Hei*mleitung und mir. Vor dem Dessert überreichte mir der Hei*mleiter einen Blum*enstrauß mit den Worten, er bedanke sich bei mir als Vertreterin der GF ganz herzlich. Ich sagte: "Oh Gott ist mir das alles peinlich, ich hab damit überhaupt nix zu tun! Aber danke, und es freut uns, wenn wir helfen konnten!"
Dann verabschiedete mich, ich hatte inzwischen Temperatur und wollte nur noch ins Bett.
Montag. Der J*A*V-Mann steht bei mir im Büro. Schon in Angriffshaltung. Ob ich den Artikel erhalten hätte zum Überprüfen. Ich: "Ne. Weiss auch nicht warum er mir den schicken sollte. Ich hab doch damit nix zu tun. Da müsst ihr halt nochmal nachfragen."
Den Rest der Woche war ich dann krankgeschrieben.
Am Freitag quälte mich mich trotzdem in das zweite Mo*dul meines Per*sonalen*twicklerkurses. Gemeinsam mit meiner Chefin.
Am Samstag auch. Gegen späten Nachmittag fragte ich sie: gab es jetzt eigentlich den Artikel? Ja, sagte sie, und druckst rum. Ich: oh Gott. Und sie: ja naja, der ist schlecht. Mir schwante Übles. "Wir reden im Anschluss an den Ku*rs", sagte sie.
Und das taten wir. Dort fand ich durch stetiges Bohren heraus, dass jemand mir schon demonstrativ diesen schlechten Ar*tikel riesig ausgedruckt auf meinen Schreibtisch gelegt hätte. Und dass der BR eine Mail an den GF geschrieben hat, in dem ich unprofessionell und völlig zu unrecht beschuldigt wurde, wie scheisse ich sei, und was ich denn in der Rolle der Per*sonalen*twicklerin zu suchen habe, und dass ich mich bei dem Pre*sseter*min ständig in den Vordergrund gespielt habe.
Der Artikel ansich, ich kenne ihn noch nicht, sei wohl wirklich schlecht, weil weder unsere Firma namentlich genannt würde, noch sei da ein Gruppenfoto, und es steht da auch sonst wohl nicht viel. Aber.. WAS KANN DENN ICH DA DAFÜR?!?
Bis heute kenne ich den genauen Inhalt dieser Mail nicht, doch dazu gleich.
Mir fiel die Kinnlade runter. Der GF muss dem BR gegenüber sehr deutliche Worte gefunden habe, doch welche, das weiss ich auch nicht.
Meine Chefin meinte, sie will ein Gespräch, und ich meinte, ja, ich auch, mit dem GF, dem BR, der Azu*bine, die mit beim Jou*rnalisten war, und dem J*A*V*-Mann, der, ich kenne ihn jetzt lang genug, mit Sicherheit derjenige war, der zum BR gerannt ist mit Fehlinformationen.
Ich war gestern erstmal entsetzt. Konnte ewig nicht einschlafen. Habe mir 20 Fragen notiert für das anstehende Gespräch, weil ich mir dachte: sagen will ich dort erstmal gar nichts. Weder mich rechtfertigen, für was auch, noch beschuldigen. Vielleicht kommen sie mit meinen Fragen selbst dahinter, was für ein Bullshit das ist.
Heute habe ich weiter darüber nachgedacht. Ich bin seit 8 Monaten in dieser Firma. Emotional bin ich dort nie angekommen. Von Anfang an durfte ich mir regelmäßig von irgend jemandem ans Bein pissen lassen. Abgesehen von den zwei Jungs in meiner Fahrgemeinschaft und einem anderen, der seit Februar in der Kon*struktion ist, fühle ich mich mit meiner Art und Weise und meiner Erwartungshaltung an eine Kultur völlig allein auf weiter Ebene. Das nun war das i-Tüpfelchen.
Es geht mir nicht nur um diesen einen Fall. Klar, für das "Klärungsgespräch" schon. Aber für mich persönlich und meine Rolle in diesem Unternehmen geht es um viel mehr. Will ich in so einem Umfeld sein? Will ich ein solches Umfeld entwickeln? Wie kann ich im Kontext Per*sonalmarketing dieses Umfeld verkaufen, ohne mich zu schämen?
Dieser Satz, der mir so wichtig war, "Wir suchen keine Sch*uldigen, sondern Lösungen", der wird mir jetzt ins Gesicht geschlagen. Ich erfahren nun am eigenen Leib, wie es in der Firma wirklich aussieht. Das ist nicht nur in diesem Fall so, sondern bestätigt traurigerweise genau das, was ich seit Monaten beobachte. Es gibt keinen offenen und ehrlichen Umgang. Alle kotzen ab, aber keiner dort, wo es hingehört. Alle lästern hinter dem Rücken derer, denen sie mal direkt konstruktiv Feedback geben sollten.
Alle heulen und jammern darüber, dass es keinen offenen und ehrlichen Umgang gibt, und diejenigen, die sich permanent darüber am lautesten beschweren, nämlich der BR und der J*A*V-Mann, leben Hinterfotzigkeit und Verleumdung in ganzer Größe aus. Sie beschweren sich somit am lautesten über sich selbst, ohne sich dessen bewusst zu sein.
Es gibt meiner Meinung nach ein gravierendes Kulturproblem in dem Laden. Und genau das sagte ich vorhin meiner Chefin am Telefon.
Wie erbost ich sei. Und das mit der Kultur. Dass das Verleumdung und üble Nachrede sind. Und dass das strafbar ist. Dass ich nicht mehr hinter dem ganzen Zeug stehen kann, das wir nach außen verkaufen. Dass ich die Menschen nicht mag, die ich entwickeln soll. Dass ich es widerlich finde, und dass mich so ein Umfeld krank macht. Ich erklärte ihr auch, dass ich ja schonmal so krank und depressiv in einer Firma wurde, da lag das aber am Job und wurde besser, als ich eine andere Tätigkeit hatte. Die Kultur dort war für mich immer DER Grund, zu bleiben. Den Job konnte ich wechseln. Aber eine Firmenkultur, die kann ich nicht mal eben tauschen oder ändern.
Und jetzt kommt das, was mich am meisten enttäuscht. Klar sieht sie diese Situation auch als scheisse, und sagte, sie will dieses Gespräch und will es moderieren und da klare Ansagen machen. Wo ich mir denke: moderieren kann es nur jemand, der neutral ist. Und außerdem kann ich für mich selbst sprechen, und wer hier betroffen ist, bin ich.
Sie sagte, ich würde nun verallgemeinern, und dass sei nicht die Unternehmenskultur. Und ich sagte: doch! Ihr werft immer alle nur mit Wattebällchen. Weil keiner jemals Mumm hat, mal seine Meinung oder sein Feedback diplomatisch und konstruktiv genau dem zu geben, der es hören sollte. Alles läuft hinter dem Rücken. Nie setzen sich die auseinander, die es sollten. Und dann beschweren sich alle, dass sich nichts ändern. Dabei leben sie es alle genau so, wie sie es nicht wollen, und raffen es nicht mal. Für mich ist das ein verlogener Saftladen, voll von Heuchelei und Runterspielen von Angelegenheiten. Dass ich das ja toll finde, dass sie das alles noch so positiv sehen kann.
Dass es mich aber ankotzt, wie sehr sie erwarten, dass ich mich "beruhige". Wäre das bei meiner alten Firma gewesen, hätten sowohl sie als auch mein Vater schon längst laut geschrieen: was willst du da denn noch????
Tja. Und dann kam es. Sie beharrte darauf, dass das nicht die Kultur sei. Und ich beharrte darauf, dass doch. Und dann: LACHTE sie! Und ich sagte: wieso lachst du jetzt, ich finde das nicht lustig. Ich fühle mich nicht ernst genommen.
Schweigen am anderen Ende der Leitung. Ich sagte: ich möchte, dass du mir diese e-Mail weiterleitest. Daraufhin sagte sie: der GF habe ihr am Donnerstag davon berichtet, und am Freitag die Mail weitergeleitet. Darüber habe er geschrieben, sie solle die Mail nicht weiterleiten und sofort löschen.
Mir fiel wieder die Kinnlade runter. Also betreibt in meinen Augen die GF genau das, was der Rest auch tut. Bloß nicht den Betroffenen konfrontieren mit dem, was vorfällt. WAS IST DENN DA LOS ????
Das hat mich nochmal viel tiefer schockiert, nach dem Motto, halten wir das Thema mal low, ich mein, was SOLL DAS DENN? Habe ich denn nicht das Recht zu erfahren, in welcher Tiefe ich da verleumdet wurde? Zu erfahren, wo man das Problem mit mir sieht?
Also sagte ich: ich kann und will das nicht mehr. Da bleibt mir fast nur TSCHÜSS zu sagen. In so einem Umfeld möchte ich nicht arbeiten.
Und sie sagte: ja, liebe Oka, dann überleg dir mal, wie du den PE-*Kurs zahlen willst, wir hatten eine Abmachung (AdV: die da mündlich besagte, wenn ich den Kurs gezahlt bekomme, bleibe ich bis Jahresende 2012). Der Kurs kostet 4.000 Euro.
Das ist Epressung, sagte ich. Und wieso willst du mir die Mail nicht weiterleiten. Und wieso ist das das erste, was dir dazu einfällt??? Und dass diese Firma es nie geschafft hat, mich als neuen Mitarbeiter emotional abzuholen und zu integrieren. Dass bei mir die Integration eines neuen Mitarbeiters zu 100% versagt hat. Dass man das innerliche Kündigung nennen kann. Dass das kein Einzelfall sei, und dass ich mir das Ganze seit 8 Monaten anschaue und das nun wirklich das Fass zum Überlaufen bringt.
Und dann sagte ich: du bist keinen Deut besser als der ganze Rest. Lieber jemanden verleumden lassen, und zwar so, ohne dass derjenige weiß, wie genau das von statten gegangen ist, als sich damit auseinander zu setzen, dass die Kultur im argen liegt! Dass da Scheiße abläuft!
Und dann sagte sie: ich leg jetzt auf, da hab ich keine Lust drauf. Wir reden am Dienstag in Ruhe darüber.
Und ich sagte: genau wegen solcher Führungskräfte habt ihr so eine tolle Kultur. Herzlichen Glückwunsch, <Firma XY!>
Und dann hat sie aufgelegt.
Ich sage es hier nochmal: das ist meine Stiefmutter. Das zieht sich in meine Familie, und die ist schon wirklich belastet genug.
Ich bin außer mir. Geschockt, enttäuscht. Wütend, dass sie mir von einer so tollen Unternehmenskultur erzählt hat. Wütend, dass ich es geglaubt habe. Dass ich da wirklich hin bin.
Und ich denk mir die ganze Zeit einfach nur: ICH WILL ZURÜCK! ICH WILL NACH HAUSE!
Samstag, 12. November 2011
okavanga, 18:59h
Mit jedem Tag mehr wird mir klarer, dass ich mit der neuen Firma in einem echten F*tzenverein gelandet bin. Was für linke, hinterhältige Arschlöcher es dort gibt.
Mail vom BR an den GF, in einer Sache, die ich nicht verkackt habe, jetzt aber in die Schuhe geschoben bekomme (ohne dass ichs mitkriege! erst heute in einem gespräch mit meiner chefin) und dabei werde ich in meiner Position in Frage gestellt. Hinter meinem Rücken, muss eine sehr krasse Mail gewesen sein. Zwar hat der GF sehr krass zurückreagiert, schockiert über diese Art der Kommunikation. Aber...
Ich bin so erschüttert. Ich bin so.. anders. Meine alte Firma war so anders. Die waren wenigstens offen scheisse, wenn sie scheisse waren.
Ekelhaft. Die Unternehmenskultur - so not me!
Mail vom BR an den GF, in einer Sache, die ich nicht verkackt habe, jetzt aber in die Schuhe geschoben bekomme (ohne dass ichs mitkriege! erst heute in einem gespräch mit meiner chefin) und dabei werde ich in meiner Position in Frage gestellt. Hinter meinem Rücken, muss eine sehr krasse Mail gewesen sein. Zwar hat der GF sehr krass zurückreagiert, schockiert über diese Art der Kommunikation. Aber...
Ich bin so erschüttert. Ich bin so.. anders. Meine alte Firma war so anders. Die waren wenigstens offen scheisse, wenn sie scheisse waren.
Ekelhaft. Die Unternehmenskultur - so not me!
Mittwoch, 5. Oktober 2011
Fluchtmittel statt Suchtmittel.
okavanga, 01:15h
Was ich sehr mochte in letzter Zeit: das Hörbuch "Darum" von Glattauer und "Der Dunkle Turm" von King. Beides nich jedermanns Fall. Aber gerade letzteres habe ich verschlungen. Hat mich gnadenlos gefesselt. Sesamina meinte, er muss es auch mal lesen, wenn er dann versteht, warum ich so bin wie ich bin ("ich muss jetzt weiterlesen"... "kann ich jetzt weiterlesen?"... "das Buch macht mich krank"... "ich muss mit M. über das Buch reden"... "noch kurz das Kapitel"... "das Ende.. das Ende.. ich komm nicht drüber hinweg"... "Sesamina. Das Ende! Das Obergeschoss!"). Bin vielleicht einfach gerne woanders. Bloss nicht hier. Danke, King.
Sonntag, 17. Juli 2011
Die Hölle, es gibt sie.
okavanga, 23:34h
Die Menschen, die sich über Ik*ea an einem Samstag Nachmittag beschweren, waren noch nie an einem verregneten Sonntag im Erlebnisbad.
Freitag, 15. Juli 2011
okavanga, 22:44h
Sommerfest der "neuen" Firma. Unter den Führungskräften sind dermaßene Spießer, es ist unglaublich. Mit Scheuklappen ausgestattet, unflexibel, dröge. Meine scherzhaft zu dem besonders schweren Fall, dass ein Prozessoptimierer auch noch drin wäre. Sagt er: verabschiede dich endlich mal von deiner Consulter-Schiene. Sage: mich hätte man auch fast als Consulter gekauft, wenn kein direkter Vertrag zustande gekommen wäre. Sagt er: na Gott sei dank hat das nicht geklappt. Sage ich: dann hätte ich genau das gleiche gemacht wie das, was ich jetzt auch tue. Sagt er: na Gott sei Dank hat das nicht geklappt. Ich verabschiede mich noch vor dem Abendessen. Das ist mir früher nicht passiert. Bin müde und abgeschlagen. Wer sagt überhaupt, dass der Prozessoptimierer ein Consulter sein müsse. Die hängen zum Teil echt auf einer schrägen Denke fest.
Ich hole mir viele blutige Nasen. Ecke an. Nicht bei allen, aber manche sind einfach nicht offen für frischen Wind und neue Ideen.
Ruft eine ehemalige Kollegin, meine liebste M. aus meiner alten Firma gerade an. Fragt: bist du schon in Ma*nnheim? Ich: ne, erst morgen Mittag. Sie: ach schade. Sind gerade im Büro und haben Lan-Abend mit ein paar Leuten. Spielen, Grillen, Saufen, Reden, Musikhören. Dachten du kommst mal vorbei.
Tja. So anders kann das Berufsleben sein. Manchmal tun mir die Leute in meiner neuen Firma einfach nur leid.
Ich hole mir viele blutige Nasen. Ecke an. Nicht bei allen, aber manche sind einfach nicht offen für frischen Wind und neue Ideen.
Ruft eine ehemalige Kollegin, meine liebste M. aus meiner alten Firma gerade an. Fragt: bist du schon in Ma*nnheim? Ich: ne, erst morgen Mittag. Sie: ach schade. Sind gerade im Büro und haben Lan-Abend mit ein paar Leuten. Spielen, Grillen, Saufen, Reden, Musikhören. Dachten du kommst mal vorbei.
Tja. So anders kann das Berufsleben sein. Manchmal tun mir die Leute in meiner neuen Firma einfach nur leid.
Freitag, 15. April 2011
okavanga, 00:14h
Morgen ist der Fritz hier. Mal sehen ob ich mich da allein hintrau. Mag jemand mit? Haha.. ha...
Montag, 28. März 2011
Des Rätsels Lösung.
okavanga, 01:41h
Als ich vor 2,5 Wochen nach der Arbeit nach Hause kam, lag auf meinem Fußabreter vor der Wohnungstür schön an den Kanten ausgerichtet ein i*P*ad. Da kommt man.. naja ich.. dann doch mal ins Grübeln. Der Laptop, den ich habe, seit ich meinen Arbeitslaptop der alten Firma abgeben musste, ist wirklich archaisch und ich persönlich würde mich wahnsinnig über einen so chicken Nachfolger freuen. Aber.. Aber aber.. so wurde ich halt einfach nicht erzogen. Und vor allem: wer, und wie, und warum, und hä?
Also was tun. Ich startete mit etwas - meiner Meinung nach - sehr Banalem, und hängte einen Zettel unten im Hausflur aus: dass ich etwas gefunden hätte vor meiner Tür, das nicht mir gehört, und falls jemand oder dessen Besuch etwas verloren hätte, möge man sich bitte bei mir melden. Ich erwähnte (dummerweise) auch, dass ich bewusst nicht schreiben möchte, um was es sich handelt, da ich will, dass sich der rechtmäßige Besitzer findet. Also hätte ich nämlich im Jung*busch so eine Nachricht ausgehängt mit der Erwähnung des Gegenstands, wäre ich am nächsten Tag nicht mehr zu meiner Tür vorgekommen, weil 100 Leute meinen, sie hätten ein i*P*ad verloren.
Was für eine blöde Idee. Einen Tag später hing neben meiner Notiz der Brief eines anderen Hausbewohners. Er hätte zwar nichts verloren, gerät aber hinsichtlich meines Aushangs in tiefe Bedenken, dass ich doch der Hausgemeinschaft kriminelle Energie unterstellen würde. Und falls ich denn meine, in einem derart kriminellem Umfeld zu leben, dann solle ich den ominösen Gegenstand doch bitte einfach der Polizei übergeben. Mit befremdeten Grüßen, Herr .. nenne wir ihn Bird, denn der Name ist so, nur anders, und er hat wohl echt nen Vogel!
Am Wochenende darauf besuchte mich ein Freund aus Berlin. Wir lästerten lautstark im Hausflur, wonach der Brief von Herrn Bird verschwand, sich aber nach wie vor kein Betroffener fand. Der Berliner nahm das Ding unter die Lupe und stellte einen Namen fest. Dieser Name war auch auf einem der Klingelschilder zu finden. Also klingelten wir. Keiner öffnete. Mein Aushang verschwand (war etwa auch hier Herr Bird aktiv, der anscheinend Tag und Nacht Wache hinter seiner Tür im Erdgeschoss bezieht? Wir werden es nie erfahren!). Und wir schwelgten in den perverstens Verschwörungstheorien.
Es folgte eine Woche, in der ich täglich klingelte (und keiner öffnete). Ein Blick in den Briefkasten des Herren ließ mich vermuten, dass er vielleicht verreist sei. Also warf ich einen Zettel in den Briefkasten.
Eine weitere Woche verging. Nichts geschah, aber der Briefkasten war leer.
Heute Mittag klingelte es. Durch die Lautsprechanlage vernahm ich den Namen des vermeintlichen i*P*ad-Besitzers. "Ach ja, endlich, kommen Sie ruhig hoch". Oben angelangt, stand mir ein älteres Ehepaar um die geschätzt 70 Jahre vor mir. Hä? Den Herren, nennen wir ihn Stone, hatte ich mir wesentlich jünger vorgestellt. So.. Mitte 30.
"Wir sind die Eltern von Herrn Stone". Ach. Meine Kinnlade fiel runter. "Ähm wie genau... was?" "Er hat ihnen das i-P*ad vor die Tür gelegt, nicht wahr?" "Ähm ja, anscheinend, ich wusste nicht, dass er selbst es war, aber wie auch immer, mir hat sich das alles nie erschlossen."
"Er ist psychisch verwirrt, irrte im ganzen Treppenhaus herum, und dann auch vor der Tür, die Polizei hat ihn irgendwann aufgegriffen und in die Bezirksklinik eingewiesen. Dort ist er inzwischen auf der offenen Station, und wir hoffen, in zwei Wochen kann er wieder raus".
Staunen. Bauklötze. Ein tiefes Gefühl der Verbundenheit. Und Bewunderung für diese Offenheit.
"Was hat er denn?" rutscht mir raus... "Er ist extrem überarbeitet.." Ja und hat vermutlich ein bisschen nachgeholfen, vermute ich. Nur von Bu*rnout bekommt man das glaub ich nich in dieser Form. Wenn da mal nich mehr im Spiel war, aber wer weiß.
"Vielen Dank jedenfalls, dass Sie sich gemeldet haben. Unser Sohn wird sicher selbst noch bei Ihnen vorbeikommen und Ihnen etwas dafür geben." Also das wäre ja noch schöner, meine ich, und: richten Sie ihm viele Grüße aus, und er soll jetzt erstmal schauen, dass er wieder auf die Beine kommt.
"Ja.. das braucht Geduld", meinen die Eltern. Ich glaube, es sind tolle Eltern. Sie wohnen eigentlich nicht hier, sondern 100 km weg, aber sie kommen zweimal in der Woche, um den Briefkasten zu leeren udn ihn zu besuchen.
Ich überreiche Ihnen das i*P*ad, und bin gespannt, wer Herr Stone wohl ist. Ich bin mir sicher, dass wir uns irgendwann begegnen, und vielleicht auch etwas zu sagen haben...
Also was tun. Ich startete mit etwas - meiner Meinung nach - sehr Banalem, und hängte einen Zettel unten im Hausflur aus: dass ich etwas gefunden hätte vor meiner Tür, das nicht mir gehört, und falls jemand oder dessen Besuch etwas verloren hätte, möge man sich bitte bei mir melden. Ich erwähnte (dummerweise) auch, dass ich bewusst nicht schreiben möchte, um was es sich handelt, da ich will, dass sich der rechtmäßige Besitzer findet. Also hätte ich nämlich im Jung*busch so eine Nachricht ausgehängt mit der Erwähnung des Gegenstands, wäre ich am nächsten Tag nicht mehr zu meiner Tür vorgekommen, weil 100 Leute meinen, sie hätten ein i*P*ad verloren.
Was für eine blöde Idee. Einen Tag später hing neben meiner Notiz der Brief eines anderen Hausbewohners. Er hätte zwar nichts verloren, gerät aber hinsichtlich meines Aushangs in tiefe Bedenken, dass ich doch der Hausgemeinschaft kriminelle Energie unterstellen würde. Und falls ich denn meine, in einem derart kriminellem Umfeld zu leben, dann solle ich den ominösen Gegenstand doch bitte einfach der Polizei übergeben. Mit befremdeten Grüßen, Herr .. nenne wir ihn Bird, denn der Name ist so, nur anders, und er hat wohl echt nen Vogel!
Am Wochenende darauf besuchte mich ein Freund aus Berlin. Wir lästerten lautstark im Hausflur, wonach der Brief von Herrn Bird verschwand, sich aber nach wie vor kein Betroffener fand. Der Berliner nahm das Ding unter die Lupe und stellte einen Namen fest. Dieser Name war auch auf einem der Klingelschilder zu finden. Also klingelten wir. Keiner öffnete. Mein Aushang verschwand (war etwa auch hier Herr Bird aktiv, der anscheinend Tag und Nacht Wache hinter seiner Tür im Erdgeschoss bezieht? Wir werden es nie erfahren!). Und wir schwelgten in den perverstens Verschwörungstheorien.
Es folgte eine Woche, in der ich täglich klingelte (und keiner öffnete). Ein Blick in den Briefkasten des Herren ließ mich vermuten, dass er vielleicht verreist sei. Also warf ich einen Zettel in den Briefkasten.
Eine weitere Woche verging. Nichts geschah, aber der Briefkasten war leer.
Heute Mittag klingelte es. Durch die Lautsprechanlage vernahm ich den Namen des vermeintlichen i*P*ad-Besitzers. "Ach ja, endlich, kommen Sie ruhig hoch". Oben angelangt, stand mir ein älteres Ehepaar um die geschätzt 70 Jahre vor mir. Hä? Den Herren, nennen wir ihn Stone, hatte ich mir wesentlich jünger vorgestellt. So.. Mitte 30.
"Wir sind die Eltern von Herrn Stone". Ach. Meine Kinnlade fiel runter. "Ähm wie genau... was?" "Er hat ihnen das i-P*ad vor die Tür gelegt, nicht wahr?" "Ähm ja, anscheinend, ich wusste nicht, dass er selbst es war, aber wie auch immer, mir hat sich das alles nie erschlossen."
"Er ist psychisch verwirrt, irrte im ganzen Treppenhaus herum, und dann auch vor der Tür, die Polizei hat ihn irgendwann aufgegriffen und in die Bezirksklinik eingewiesen. Dort ist er inzwischen auf der offenen Station, und wir hoffen, in zwei Wochen kann er wieder raus".
Staunen. Bauklötze. Ein tiefes Gefühl der Verbundenheit. Und Bewunderung für diese Offenheit.
"Was hat er denn?" rutscht mir raus... "Er ist extrem überarbeitet.." Ja und hat vermutlich ein bisschen nachgeholfen, vermute ich. Nur von Bu*rnout bekommt man das glaub ich nich in dieser Form. Wenn da mal nich mehr im Spiel war, aber wer weiß.
"Vielen Dank jedenfalls, dass Sie sich gemeldet haben. Unser Sohn wird sicher selbst noch bei Ihnen vorbeikommen und Ihnen etwas dafür geben." Also das wäre ja noch schöner, meine ich, und: richten Sie ihm viele Grüße aus, und er soll jetzt erstmal schauen, dass er wieder auf die Beine kommt.
"Ja.. das braucht Geduld", meinen die Eltern. Ich glaube, es sind tolle Eltern. Sie wohnen eigentlich nicht hier, sondern 100 km weg, aber sie kommen zweimal in der Woche, um den Briefkasten zu leeren udn ihn zu besuchen.
Ich überreiche Ihnen das i*P*ad, und bin gespannt, wer Herr Stone wohl ist. Ich bin mir sicher, dass wir uns irgendwann begegnen, und vielleicht auch etwas zu sagen haben...
Mittwoch, 9. Februar 2011
Geschenke.
okavanga, 23:44h
Ich glaube, ich habe es in den letzten 4,5 Jahren, in denen ich nun bei meiner Firma bin, versäumt, über meinen Lieblingskollegen T. zu schreiben. Sehr schade. Andererseits hat dieses Arschloch auch wirklich nicht allzu viele Worte verdient.
T. ist Anfang 30, der kleine Professor behauptete immer, er sei deswegen so ekelhaft zu mir, weil er mit mir vögeln wolle. Ob das so ist, weiß ich nicht, aber die Vorstellung finde ich extrem abstoßend.
T. hat mich in den letzten Jahren öfters hintergangen, ist mit Fehlinformationen über meine vermeintliche Inkompetenz zu meinem Chef (Geschäftsführer 1) und nach Diskussionen mit mir zu seinem 'Daddy' (Geschäftsführer 2) petzen gerannt, weil er wohl nicht in der Lage ist, die Auseinandersetzung mit mir selbst zu klären. Unerklärlicherweise genießt T. den uneingeschränkten Rückhalt von GF 2, was nicht nur mir ein Rätsel ist. Wie schön, dass ich die Dinge dank meiner Dokumentationen immer klarstellen konnte, aber es blieb jedes mal ein hässlicher Geschmack auf der Zunge.
T. ist leider sehr kurz mit einem Klischee zu beschreiben: großes Auto -kleiner Schwanz kleines Ego. Also immer schön aufplustern.
Jetzt hat T. mir nach all den Jahren das schönste Abschiedsgeschenk gemacht, das ich mir nicht mal hätte erträumen können. Und das kam so:
Kollege M. leitete mir eine Mail weiter mit einem Angebot, das an den Kunden ging, und schrieb mir: seit wann unterschreibst du T.'s Angebote? Pulsbeschleuniger. Ruhig, dachte ich mir, ruhig. Ich machte das Angebot auf, und tatsächlich hatte dieser Vollhorst meine digitale Signatur unter sein Angebot gepackt als Zweitunterschrift. So etwas unterliegt bei uns strengen Regeln:
1. So etwas geschieht nie ohne Rücksprache mit dem Betroffenen
2. Liest der Zweitunterschreiber QS.
Ich war in der glücklichen Lage, dass weder 1 noch 2 erfolgt waren, also tat ich folgendes: ich las das Angebot QS. Und es war verheerend. Für T.!
Noch nie habe ich eine Mail mit soviel Genuss geschrieben. Ich bedauerte die fehlende Rücksprache, dokumentierte mit Screenshots die gravierenden Fehler (angefangen damit, dass die Angebotsnummer doppelt vergeben war, was zu riesen Problemen bei der Abrechnung führen wird, über eine komplett falsche Angebotsvorlage mit falscher Kundennummer, bis dahin, dass er sogar seine eigene Handynummer falsch in das Angebot geschrieben hatte. Weitere Details erspare ich Ihnen an dieser Stelle). Abschließend wies ich in meiner Rolle als Account Assistenz auf die Notwendigkeit der Verwendung von korrekten Vorlagen hin, und erbat mir persönlich, dass niemals meine Unterschrift ohne Rücksprache verwendet wird, auch nach meinem Ausscheiden aus der Firma nicht.
Ich versendete diese liebevoll ausformulierte e-Mail an T., GF 1 und GF 2, und wartete.
Es war ein Fest. Können Sie sich vorstellen, dass ich auch heute, nach einer Woche, immer noch feier? T. hat dermaßen eine eingeschenkt bekommen, dass ihm wohl heute noch der Schädel dröhnt.
Das zweite Geschenk mach ich mir dann selbst, zum Valentinstag: den letzten Arbeitstag. Ich zähle die Stunden.
T. ist Anfang 30, der kleine Professor behauptete immer, er sei deswegen so ekelhaft zu mir, weil er mit mir vögeln wolle. Ob das so ist, weiß ich nicht, aber die Vorstellung finde ich extrem abstoßend.
T. hat mich in den letzten Jahren öfters hintergangen, ist mit Fehlinformationen über meine vermeintliche Inkompetenz zu meinem Chef (Geschäftsführer 1) und nach Diskussionen mit mir zu seinem 'Daddy' (Geschäftsführer 2) petzen gerannt, weil er wohl nicht in der Lage ist, die Auseinandersetzung mit mir selbst zu klären. Unerklärlicherweise genießt T. den uneingeschränkten Rückhalt von GF 2, was nicht nur mir ein Rätsel ist. Wie schön, dass ich die Dinge dank meiner Dokumentationen immer klarstellen konnte, aber es blieb jedes mal ein hässlicher Geschmack auf der Zunge.
T. ist leider sehr kurz mit einem Klischee zu beschreiben: großes Auto -
Jetzt hat T. mir nach all den Jahren das schönste Abschiedsgeschenk gemacht, das ich mir nicht mal hätte erträumen können. Und das kam so:
Kollege M. leitete mir eine Mail weiter mit einem Angebot, das an den Kunden ging, und schrieb mir: seit wann unterschreibst du T.'s Angebote? Pulsbeschleuniger. Ruhig, dachte ich mir, ruhig. Ich machte das Angebot auf, und tatsächlich hatte dieser Vollhorst meine digitale Signatur unter sein Angebot gepackt als Zweitunterschrift. So etwas unterliegt bei uns strengen Regeln:
1. So etwas geschieht nie ohne Rücksprache mit dem Betroffenen
2. Liest der Zweitunterschreiber QS.
Ich war in der glücklichen Lage, dass weder 1 noch 2 erfolgt waren, also tat ich folgendes: ich las das Angebot QS. Und es war verheerend. Für T.!
Noch nie habe ich eine Mail mit soviel Genuss geschrieben. Ich bedauerte die fehlende Rücksprache, dokumentierte mit Screenshots die gravierenden Fehler (angefangen damit, dass die Angebotsnummer doppelt vergeben war, was zu riesen Problemen bei der Abrechnung führen wird, über eine komplett falsche Angebotsvorlage mit falscher Kundennummer, bis dahin, dass er sogar seine eigene Handynummer falsch in das Angebot geschrieben hatte. Weitere Details erspare ich Ihnen an dieser Stelle). Abschließend wies ich in meiner Rolle als Account Assistenz auf die Notwendigkeit der Verwendung von korrekten Vorlagen hin, und erbat mir persönlich, dass niemals meine Unterschrift ohne Rücksprache verwendet wird, auch nach meinem Ausscheiden aus der Firma nicht.
Ich versendete diese liebevoll ausformulierte e-Mail an T., GF 1 und GF 2, und wartete.
Es war ein Fest. Können Sie sich vorstellen, dass ich auch heute, nach einer Woche, immer noch feier? T. hat dermaßen eine eingeschenkt bekommen, dass ihm wohl heute noch der Schädel dröhnt.
Das zweite Geschenk mach ich mir dann selbst, zum Valentinstag: den letzten Arbeitstag. Ich zähle die Stunden.
Donnerstag, 3. Februar 2011
Zermürbend.
okavanga, 01:22h
So eine Wohnungssuche. Und das in Franken. Ich hätts nie für möglich gehalten. Wohnung in spe, zeig dich endlich! Ich hab keinen Bock mehr!
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