Donnerstag, 6. Oktober 2022
Hörnum und Hörnum-Odde.
Hörnum also. Ich glaube, ich war schon länger nicht mehr an der Odde. Die klarsten Erinnerungen daran habe ich aus den Jahren 1986 und 1992. Vor allem bei Ebbe. Ich weiß, dass ich dort 1992 Sonnenuntergangsfotos geschossen habe, mit meiner ersten analogen Kamera, mein Vater hatte sie mir geschenkt. Keine Ahnung, ob ich das Foto noch irgendwo habe. Es waren endlos breite Sandstrände, gewellte Sandverläufe, dazwischen Meerespfützen, alles eingetaucht in orange, rosa, blau. Alles war weit und breit.

Von dieser Erinnerung ist im wahrsten Sinne des Wortes nicht mehr viel übrig. Zeit und Meer fressen an der ganzen Insel. Vor allem die Westküste leidet darunter, das fiel mir auch bei den letzten Besuchen auf. Ganz besonders aber die Hörnum-Odde. Wie sähe die Insel wohl ohne die permanenten Sandaufspülungen aus? Wäre sie noch da, in welcher Form? Wie lange ist sie noch da?

Erst dachte ich, dass mich vielleicht meine Erinnerung trügt und habe nach Fotos von früher gesucht. In diesem Spiegel-Artikel ist die Situation beschrieben, und Fotos zeigen die Landverluste der letzten Jahre und Jahrzehnte.

Ein Besuch bei Niedrigwasser. Ich fuhr mit dem Bus zum Hörnumer Hafen, wanderte durch den kleinen Ortskern und das Grüne Tal



und nach einem kleinen Kaffee-Einkehrschlenker in der Strandwirtschaft zur Westküste.



Vorbei an den Tetrapoden



immer weiter Richtung Südspitze, zwischen Dünen



und Leuchtturm auf der linken



und Meer auf der rechten Seite.



Unten am Zipfelchen, schon mehr östlich als westlich ein Blick in Richtung nördlicher Dünenlandschaft



und Leuchtturm.



Kurz vorm Hafen.



Im Hafen.



Dann mit dem Bus zurück nach Westerland. Schlendern durch die Fußgängerzone, Postkarten kaufen, Einkehr für ein frühes Abendessen mit Steinbeißerfilet in Sesamknusperhülle auf Spinat, dazu ein weißer Merlot. Über den Weststrand gen Süden, zurück nach Hause.










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