Dienstag, 25. November 2008
"Scheiß der Hund drauf"... Ich mach die DVD Box zu und nochmal auf. Die DVD heißt immer noch so. Was ist das denn? Ich wollte doch "Herr Lehmann" leihen.

Scheiß drauf.


[Edit] Achso. Naja. Für Leute wie mich haben die sowas wohl gemacht. Peinlich.

[Edit2] Stark, gefällt mir. Aber was für ein Dilemma, wenn man ihn mit Antibiotikum und Nikotinpflaster kuckt - ich hab jetzt eine wahnsinns Lust auf Bier und Zigaretten!




Meine Seuche ist hartnäckig und bösartig. Schon wieder für die komplette Woche krankgeschrieben. Mir ist soooo öde. 2 Stunden Arbeit am Tag gönn ich mir. Auch krank, irgendwie.

Dafür kann ich endlich meine Bildungslücken auf dem Film-Sektor schließen:

- Happy Feet
- Horton hört ein Hu
- König der Löwen I + II
- Big Fish
- Der menschliche Makel

To come:
- Pippi Langstrumpf
- Kitchen Stories
- Gegen die Wand
- Walk the Line
- Mystic River

Die letzte männliche Jungfrau hab ich leider nicht bekommen.

Weitere Ideen, irgendwer? Auch gerne unanstrengende Ideen ohne Film ;-)






Montag, 24. November 2008
Enttäuscht.
Ja. Die Zeit wirds richten. Ich hasse Menschen immer mehr. Man kann nichts auf ihr Wort geben. Einen feuchten Scheissdreck. Ich mag nicht mehr vertrauen. Alle unehrlich. Unaufrichtig. Unentschlossen.

Ich kotze, echt. Bei einem Mann erwartet man sowas ja fast noch. Bei einer Freundin finde ich es unfassbar.

[Edit] Phu. Nein nein nein, Oka. Das ist deine alte Denke. Ruhig durchatmen. Alles gar nicht so schwarz. Schlaf eine Nacht drüber. Alles wird gut. Weißt du doch.

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Sonntag, 23. November 2008
Viele Grüße vom Flughafen, sky*ped mein Bruder mich gerade an. Er war nun vier Wochen geschäftlich in Du*bai und steht kurz vor dem Rückflug. Wo bist du, frage ich ihn, wo sitzt du gerade, beschreib es mir. Er erzählt mir vom Duty Free, von seinem Co*sta Kaffee, den er gerade trinkt, um wieder nüchtern zu werden, von Indern, Cowboys, noch mehr Indern, und seinem Übergepäck, und davon, dass er unserem Vater arabische Musik mitbringt.

Ich weiß, es ist Alltag, für jeden von uns, diese Nähe über Wellen. Oder über was auch immer. Wenn ich versuche, das rational wirklich zu begreifen, dass er da gerade tatsächlich tausende von Kilometern weit weg sitzt und mit mir spricht. Für mich ist das jedes mal ein kleines Wunder.

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Mir ist grad eingefallen, dass wir ja vor Wochen ausgemacht hatten, Sylvester zu dritt zu feiern. Das ist.. ungünstig. Aber. Wen soll die LeSchwe allein feiern lassen? Vor die Entscheidung möcht ich sie gar nicht erst stellen. Und wie sagt das Volk hier: bis dahin fließt ja auch noch viel Wasser den Rhein runter.

Ich pfleg jetzt wieder meine Seuche. Versuche übrigens seit geschlagenen 24 Stunden, die letzten 30 Minuten von "König der Löwen" zu sehen. Dieser blöde Live-Stream hört nach Minute 58 einfach immer auf. Auch wärmstens zu empfehlen: "Happy Feet".

Allerlei Brei ~ ... link (0 Kommentare)   ... comment





Sonntag, 23. November 2008
Ich habe jemanden kennengelernt. Und das kam so:

Bei einer unserer feucht-fröhlichen Youtube-Karaoke-Nächte in meiner Küche überredete ich die LeSchwe, mit mir zu einem Konzert der To*ten Ho*sen zu gehen. Das erzählte sie einem Freund, und sie fragte mich, ob es ok wäre, wenn der auch mitkommt. Klar, sagte ich. Sie hatte mir schon viel von ihm erzählt, und er klang sympathisch verrückt.

So begannen wir uns zu dritt zu mailen. Dieser Mann also war in diesen Mails schlagfertig, intelligent und humorvoll. Ich mochte ihn.

Neulich saßen LeSchwe und ich mal wieder in meiner Küche. Diesmal um zu essen. "Er hat ein Date. Das find ich doof. Das ist doch dein Freund. Also in spé." Ach daher weht der Wind! Doch doch, meinte sie, bisher hätten all ihre Verkupplungsversuche immer funktioniert, kein halbes Jahr später seien diese Leute immer zusammengezogen. So sei das. Und so könne das also auch mit ihm und mir sein. Sie hätte ein Händchen dafür. Ich dachte mir, lass ihr den Spaß.


Gestern hab ich ihn kennengelernt. Und ich bin so erschrocken, dass ich mich gnadenlos betrunken und mir beim Konzert die Seele aus dem Leib gebrüllt habe. Er übrigens auch.

Also... ja, ich bin erschrocken. Das ist ein Mann, in den ich mich verlieben könnte. Er ist größer als ich (das ist nicht leicht), und das sogar, obwohl ich Minimum 8 cm Absatzstiefel trug. Er mag die Hosen, ist so witzig, locker, zwanglos, verrückt und doch bodenständig. Und drogenfrei.

Wir tanzten auf unseren Plätzen, und ich sah ihn von der Seite an, und dachte mir: ich würde dich jetzt so gerne küssen. Und dann musste ich weinen, weil. Ich kann das noch nicht. Und ich habe panische Angst bekommen, und von da an war ich distanziert.
Auf der Heimfahrt dann still, patzig, und verheult. Die zwei waren so irritiert. Und ich erst.

Heute habe ich den Weihnachtsmarktbummel mit LeSchwe und dem Mann abgesagt.

Ich will ihn nicht wiedersehen.

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Donnerstag, 13. November 2008
Der Kneipe schräg gegenüber liegt im 2. Stock des Wohnhauses seine alte WG. Und das einzige was mir dazu einfällt ist die Szene, wie wir beide vor der Tür sitzen, rauchen und zu der Kneipe rübersehen, während er versucht mich davon zu überzeugen, dass der BH nichts zu bedeuten hat.

Kollege A. fragte mich heute, ob denn die Traurigkeit echt noch so tief sitze. Ja, sage ich. Aber nicht nur, weil er mir fehlt. [Edit: er fehlt mir nicht. Es fehlt mir der Schmerz, den ich mir mit ihm zugefügt habe.] Sondern vor allem wegen dem, was mir diese ganze Geschichte über mich selber erzählt.

Eine Woche lang hatte ich nach dem Co*coon damit zu kämpfen (wenn auch nicht sehr, aber dennoch), nicht der Versuchung nachzugeben, ein solches Leben wie er zu führen. Es ist eindimensional. Ein Scheuklappenblick. Eintönig. Minimal, nicht nur die Musik.

Und wenn ich dann ein paar Tage mehr vergehen lasse, und mir nochmal den Track anhöre, auf den ich vor zwei Wochen noch so abgefahren bin, dann denk ich mir: hm. Langweilig, irgendwie. Das hast du drauf ganz anders erfahren. Aber wenn du ganz bei dir bist, bleibt nur noch: das Leben bietet soviel mehr.

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