Dienstag, 31. März 2009
Laura.
Auf der Suche nach einer Pille (irgendwo muss doch noch eine sein. Nur eine..) wühle ich mich durch meine Sammelsurium-Tüte im Badezimmer. Ganz unten angelangt fällt mir Laura in die Hände. Dass ich davon noch eine habe. Laura war mir eine sehr treue Begleiterin in den Jahren zwischen 16 und 20. Danach eher sporadisch.

Ich ziehe den Verschluss ab und schnupper am Vaporasiteur. Es ist phänomenal, wie eng Erinnerungen mit diesem Duft verbunden sind. Bilder einer ganzen Ära fliegen wie Schmetterlinge, und Motten, ja, manchmal auch Motten, vor meinen Augen vorbei. Sie flattern, hüpfen, springen, tanzen. Trauriges, Lustiges, Erschütterndes, Aufregendes, Spannendes, Interessantes, Neues, Erotisches, Schreckliches, Schmerzhaftes, Lustvolles, Verbotenes.

Wenn ich Laura rieche weiß ich, dass ich nichts, absolut gar nichts ungeschehen machen würde. Alle Abzweigungen hatten ihren Sinn. Waren für mich richtig. Perfekt mit ihren Ecken, Kanten und Rundungen.

Ich bin sehr froh, dass ich niemals nie so viele und so treffende Worte für diese Zeit finden werde. So voll war sie. So voller Fülle, auch mit ihrer Leere.

Irgendwann werde ich an Coco riechen, und mir das gleiche denken, wenn auch mit ganz anderen Erinnerungen. Es mag ein harter Weg sein, aber ein guter, und das Beste ist, dass ich das inzwischen weiß während ich ihn gehe.






Donnerstag, 26. März 2009
Was ist da los. Das mit den Männern wird mir ja bald unheimlich. Aber schön ists. Schön. Ich habe mich lange nicht mehr so sehr als Frau gefühlt. Das kommt nicht durch die Männer. Ich denke, es ist umgekehrt. Dadurch, dass ich mich endlich wieder so weiblich und lebendig fühle, spüren das die Männer auch. Und es tut gut. Es macht mich nicht verlegen, ich genieße es, die Augen auf mir zu spüren, und zurück zu lächeln.

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Dienstag, 24. März 2009
Ich hege die Vermutung, dass mich mein Layout depremiert. Zeit für Veränderung. Ein bisschen Frische. Soweits eben mal schnell geht. Obwohl ich schon an dem FKK Schild hänge. Egal. Zeit für Veränderung.

[Edit] So. Das ist es jetzt. Frühlingsheader hier "reingeklatscht", wie Herr Erik, phü, meint. Ich finds prima. Ich fühl mich wie der Header. Zart, sanft, erblühend, restrahlen, erwachend. Jetzt fehlt nur noch der Frühling. Also bei mir hat der sich noch nicht blicken lassen. Auch wenn ich mir einbilde, dass der Regen wenigstens nicht mehr nach Winter, sondern nach Frühling riecht.

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Montag, 23. März 2009
Begrenzt - eingegrenzt - ausgegrenzt - grenzenlos
"Frau Oka, was ist los, sehen wir uns dann?"

Seine Stimme hat mit den Monaten nichts an Erotik eingebüßt. Unwiderruflich ist sie mit heißen südafrikanischen Nächten verbunden. Leiber, die sich reiben, die sich schwitzend dem anderen hingeben, Lockrufe unter Sternenhimmel, rauher Samt, samtiger Rotwein, rote Leidenschaft, in meiner Erinnerung.

30 ist er geworden. Kann es denn wirklich 6 Jahre her sein. Zum letzten mal haben wir uns von 1,5 Jahren gesehen. Ein Mann, dessen Phantasie keine Grenzen gesetzt ist, und dessen Phantasie ich einst teilen konnte. Doch meiner sind inzwischen Grenzen gesetzt, sie ist vergraben unter dem Professor, unter T., unter den Erfahrungen, die zwischen den wundervollen Nächten und dem Jetzt liegen. Grenzen die so eng gesteckt sind, dass es mich einengt.

Mit ihm könnte ich mich trauen, ich weiß es. Nichts empfände er als peinlich, nichts als Tabu, nichts als unangenehm. Er wäre offen und würde alles bedingungslos annehmen. Es gäbe klare Spielregeln, keine Liebe, aber aufrichtige Zuneigung. Und nackte, pure Lust.

Ich will. So sehr. Dieser ausgegrenzte Teil. Er will.

"Nicht heute, aber nächste Woche, ich würde mich freuen."

Auch wenn mich alle Grenzen empört anstarren. Ich will mich darauf einlassen. Unbedingt. Einmal wieder grenzenlos sein. Wenn ich es bei ihm nicht wieder kann, bei wem dann. Es gibt kein Risiko.

Kiss me...






Mittwoch, 18. März 2009
Kurz und bündig.
Mit Kollegen im Stu*baital gewesen. Niemals für möglich gehalten, wie...
1. albern die alle werden können
2. wenig über Arbeit geredet werden kann
3. phänomenal lustig das Unterfangen werden könnte
4. wunderschön ein Gletscher unter dem Schnee aussieht
5. extrem meine Haut auf Kälte und Sonne reagiert
6. süchtig Germknödel machen können.

Ich habe mein Team gewechselt und hänge nun direkt unter HaGa, und das ist auch gut so. Eine riesen Last fällt von mir ab. Ich freu mich, und ich glaube er sich auch.

Ich bin Mentorin einer neuen Mitarbeiterin, die mit HaGa und mir unser kleines neues Team wundervoll ergänzt. Es macht Spaß.

Mann(s) umwirbt mich, und ich kann es in vollen Zügen genießen. Ich bin neugierig.

Die Professor-Wunde ist zur Narbe geworden. Jeden Abend ärger ich mich, dass er nach mir das Büro verlässt. Ich würde so gern mal Tschüss sagen.

Der Frühling ist da.

Soundtrack:
Razorlight – Wire To Wire
Mando Diao – Dance With Somebody
The Killers – Mr. Brightside
Die Ärzte – Der Graf
Pearl Jam – I Am Mine
Und so leid es mir tut: Die jungen Zillertaler – So a schöner Tag