Mittwoch, 1. April 2009
So ein Tag war das heute, an dem ich sage: "Ja" und mir gedanklich noch ein Ja hinterher denke. Leckt mich am Arsch. Das schaukelt sich dann schön hoch zu einer ausgewachsenen Aggression und auch auf dem Nachhauseweg kann das Ersetzen der Straßenbahn duch die eigenen Beine das nicht runterkochen. Ich bin ein Vulkan. Und den scheiss Trolly, den ich hinter mir herschleppen muss, ramm ich euch irgendwann in den Arsch. So! Jetzt wisst ihrs!

Als Rini anruft und mir von ihrer Kleinen erzählt, werd ich stumm. Sie hat ein Loch im Herz, das nicht so recht verwachsen will. Nun kenne ich mich ja nicht wirklich mit Kindern und Kindersorgen aus, aber mir schwant, dass das ein etwas anderes Loch ist als das in meinem Herz, und dass der Heilungsprozess sich weitaus schwieriger gestalten wird. Da drücke ich die kleine Familie gedanklich und all meine Daumen. Stimmt halt auch nicht immer, das mit den kleinen Kindern und den kleinen Sorgen. Meine Großkindersorgen schieb ich für heute getrost unters Bett.






Dienstag, 31. März 2009
Laura.
Auf der Suche nach einer Pille (irgendwo muss doch noch eine sein. Nur eine..) wühle ich mich durch meine Sammelsurium-Tüte im Badezimmer. Ganz unten angelangt fällt mir Laura in die Hände. Dass ich davon noch eine habe. Laura war mir eine sehr treue Begleiterin in den Jahren zwischen 16 und 20. Danach eher sporadisch.

Ich ziehe den Verschluss ab und schnupper am Vaporasiteur. Es ist phänomenal, wie eng Erinnerungen mit diesem Duft verbunden sind. Bilder einer ganzen Ära fliegen wie Schmetterlinge, und Motten, ja, manchmal auch Motten, vor meinen Augen vorbei. Sie flattern, hüpfen, springen, tanzen. Trauriges, Lustiges, Erschütterndes, Aufregendes, Spannendes, Interessantes, Neues, Erotisches, Schreckliches, Schmerzhaftes, Lustvolles, Verbotenes.

Wenn ich Laura rieche weiß ich, dass ich nichts, absolut gar nichts ungeschehen machen würde. Alle Abzweigungen hatten ihren Sinn. Waren für mich richtig. Perfekt mit ihren Ecken, Kanten und Rundungen.

Ich bin sehr froh, dass ich niemals nie so viele und so treffende Worte für diese Zeit finden werde. So voll war sie. So voller Fülle, auch mit ihrer Leere.

Irgendwann werde ich an Coco riechen, und mir das gleiche denken, wenn auch mit ganz anderen Erinnerungen. Es mag ein harter Weg sein, aber ein guter, und das Beste ist, dass ich das inzwischen weiß während ich ihn gehe.






Donnerstag, 26. März 2009
Was ist da los. Das mit den Männern wird mir ja bald unheimlich. Aber schön ists. Schön. Ich habe mich lange nicht mehr so sehr als Frau gefühlt. Das kommt nicht durch die Männer. Ich denke, es ist umgekehrt. Dadurch, dass ich mich endlich wieder so weiblich und lebendig fühle, spüren das die Männer auch. Und es tut gut. Es macht mich nicht verlegen, ich genieße es, die Augen auf mir zu spüren, und zurück zu lächeln.

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Dienstag, 24. März 2009
Ich hege die Vermutung, dass mich mein Layout depremiert. Zeit für Veränderung. Ein bisschen Frische. Soweits eben mal schnell geht. Obwohl ich schon an dem FKK Schild hänge. Egal. Zeit für Veränderung.

[Edit] So. Das ist es jetzt. Frühlingsheader hier "reingeklatscht", wie Herr Erik, phü, meint. Ich finds prima. Ich fühl mich wie der Header. Zart, sanft, erblühend, restrahlen, erwachend. Jetzt fehlt nur noch der Frühling. Also bei mir hat der sich noch nicht blicken lassen. Auch wenn ich mir einbilde, dass der Regen wenigstens nicht mehr nach Winter, sondern nach Frühling riecht.

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Montag, 23. März 2009
Begrenzt - eingegrenzt - ausgegrenzt - grenzenlos
"Frau Oka, was ist los, sehen wir uns dann?"

Seine Stimme hat mit den Monaten nichts an Erotik eingebüßt. Unwiderruflich ist sie mit heißen südafrikanischen Nächten verbunden. Leiber, die sich reiben, die sich schwitzend dem anderen hingeben, Lockrufe unter Sternenhimmel, rauher Samt, samtiger Rotwein, rote Leidenschaft, in meiner Erinnerung.

30 ist er geworden. Kann es denn wirklich 6 Jahre her sein. Zum letzten mal haben wir uns von 1,5 Jahren gesehen. Ein Mann, dessen Phantasie keine Grenzen gesetzt ist, und dessen Phantasie ich einst teilen konnte. Doch meiner sind inzwischen Grenzen gesetzt, sie ist vergraben unter dem Professor, unter T., unter den Erfahrungen, die zwischen den wundervollen Nächten und dem Jetzt liegen. Grenzen die so eng gesteckt sind, dass es mich einengt.

Mit ihm könnte ich mich trauen, ich weiß es. Nichts empfände er als peinlich, nichts als Tabu, nichts als unangenehm. Er wäre offen und würde alles bedingungslos annehmen. Es gäbe klare Spielregeln, keine Liebe, aber aufrichtige Zuneigung. Und nackte, pure Lust.

Ich will. So sehr. Dieser ausgegrenzte Teil. Er will.

"Nicht heute, aber nächste Woche, ich würde mich freuen."

Auch wenn mich alle Grenzen empört anstarren. Ich will mich darauf einlassen. Unbedingt. Einmal wieder grenzenlos sein. Wenn ich es bei ihm nicht wieder kann, bei wem dann. Es gibt kein Risiko.

Kiss me...