Samstag, 14. November 2009
Any other name.
Die Nacht wickelt das Auto in schwarzes Gewand. Auf der Brücke, die Ludwigshafen und Mannheim verbindet. Der Rhein liegt wie schwarzer Samt unter uns. Auf ihm Frachtschiffe mit Scheinwerfern, auf ihrem Weg zu fremden Häfen. Die Lichter der Städte wie einsame Sterne. Alles ist langsamer. Ist zur Ruhe gekommen. Ein Abend mit der Theatergruppe, ein sehr schöner, mit Aufführung, Essen, Trinken, und ihm. Dem Klavierengel. Und ich spüre Eifersucht.

In diesem Moment nun, das Poster der Theateraufführung meines Mitbewohners liegt auf dem Küchentisch, an dem ich sitze. "Für Axel", steht darauf.

Alles ist Zeitlupe.

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Mittwoch, 11. November 2009
Wie soll das gehen, frag ich mich. Ich möcht ihn jedes mal küssen, wenn ich aus dem Auto steige. Oder von mir aus auch schon im Whirlpool. Spüre nur ich die Spannung? Frau O. hat eine gute Zeit.

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Samstag, 7. November 2009
Manchmal geht es schneller. Und nun bin ich wieder solo. Und was soll ich sagen. Es geht mir gut. Das erschreckt mich einerseits, weil ich mir denke, wie konnte das plötzlich so schnell gehen, und wie kann es sein, dass du zwar traurig bist, aber dass das große Drama, und der ganze andere Kram, ausbleiben.

Und andererseits weiß ich einfach, dass Kopf, Bauch und Herz sich einfach einig sind. Einig einig.

Und er? Ich glaube, er ist geschockt. Und das geht mir dann doch nahe.

Just in dem Moment, das Statement aus dem Radio:

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Donnerstag, 5. November 2009
Ad absurdum.
Mit der Bewegung löst sich die Anspannung. Was den Klavierlehrer und mich die Geräte und Crosstrainer überleben lässt, ist immer der Ausblick auf Whirlpool und Sauna im Anschluss an die körperliche Ertüchtigung.

Nach dem ersten Saunagang liege ich im schummrig beleuchteten Whirlpool. Wenn ich mich nur auf das Jetzt und Hier konzentriere, fühlen sich die abermillionen Blubberbläschen an wie trilliarden, die meiner Haut und den geschundenen Knochen schmeicheln. Langsam kann ich wieder lächeln. Ich denke über die Tage auf Rügen nach, und die letzten Wochen. Und über das erhellende Gespräch, das ich kurz vor dem Fiti mit meiner "Tante" hatte. Es gibt keine Wahl, es ist nur eine Frage der Zeit. Aber die Bläschen sind so schön, und eigentlich bin ich verliebt in das Detail, und nicht mehr so sehr in den kleinen Professor. Und ich will jetzt lieber nicht so sehr darüber nachdenken.

Der Klavierlehrer steigt in den Pool, nackt wie Gott ihn schuf. Mit geschlossenen Augen liegen wir eine Weile da und lassen mit unseren Körpern auch unsere Gedanken treiben, jeder für sich. Dann rückt er näher. "War es denn nun so schön oder so schlimm auf Rügen?" Um nicht zu weinen, schließe ich schnell die Augen, lege den Kopf in den Nacken und ignoriere ihn, wie schon auf dem Crosstrainer, als er danach fragte.

Bei unserem obligatorischen Weizen nach all den Gesundheitsaktivitäten spricht er von Lofts und Kindern, und dass sich beides ausschließt. Und wir reden von Trennungen, und sind plötzlich genau beim Thema. "Sag mir, wenn du weißt wie so eine Trennung geht", sagt er. Und ich beichte, dass ich an einer arbeite.

Da sitzen zwei, die ihre Partner miteinander betrogen haben. Sie reden von Trennungen, die sie brauchen, aber (noch) nicht umsetzen können. "Genau das ist es", meint er, "es gibt keine Wahl, es ist nur eine Frage der Zeit." Ich wusste nicht, dass er schon seit März über eine Trennung von seiner Freundin nachdenkt, und ich wusste nicht, dass wir beide unser wiederholtes Fremdgehen als Indikator dafür sehen, dass in unseren Beziehungen einfach nichts mehr passt. Ich dachte, nur ich grübel.

So werden die Dinge ad absurdum geführt. Beziehungen, Gefühle, Situationen. Ich möchte nicht, dass das so bleibt. Ich werde es durchziehen. Fragt nicht wann und wie. Die Antwort auf die Frage der Zeit sagt mir mein Bauch noch. Ich weiß es. Und vielleicht kann ich irgendwann erzählen, was eigentlich war.

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Samstag, 3. Oktober 2009
Fast Vollmond. Viele Reisen. Nach FFM, meistens, und heute in die Heimat.

Things are fine just the way they are.

~Miles Davis - Just squeeze me

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Freitag, 14. August 2009
Ängste
sitzen tief.

Was für ein . Traum

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Donnerstag, 6. August 2009
Zur Zeit lieg ich jede Nacht für längere Zeit, Minimum eine Stunde wach. Inzwischen auch, wenn das Kind nicht schreit.
Ich bin derartig müde. Das schlimmste ist, dass ich nachts dann irgendwie anfang Filme zu fahren und mich total in etwas reinstresse.

Heute morgen mit einem beschissenen Gefühl aufgewacht, wie... "es ist irgendwas passiert". Gefühl geht nicht weg.

Noch 7 Tage arbeiten.


[Edit] das beschissene Gefühl hat mich den ganzen Tag nicht losgelassen. Bin angespannt, unruhig, Bauchschmerzen.

Schiss ins Bett zu gehen.

Ich glaub, eigentlich bin ich total ausser mir.

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Donnerstag, 6. August 2009
Die Skepsis
bleibt. Nicht wahr.

Aber mir gehts prima, soweit.

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Freitag, 31. Juli 2009
Selig entspannt.
Schwimmen und Saunieren mit der Leschwe. Dazu Currywurst, Pommes und Bier.
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J. zieht hier her. Er wird mein Nachbar. Alles ungeplant. Ich freu mich wahnsinnig. Er sich noch nicht. Ging mir aber auch so bevor ich her kam.
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Morgen sehen wir uns wieder, und ich freu mich auf ihn.
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Was soll ich sagen. Bleibt nur noch:

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Freitag, 24. Juli 2009
Es gibt da so viele unverheilte Wunden. Und ein Gespräch mit meinem Mitbewohner und dem kleinen Professor über Kindheit & Co, das reisst sie wieder auf. Einfach so. Hinter mir lassen, das würd ich gerne.

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