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Montag, 1. März 2010
Satt.
okavanga, 23:37h
Gerade von Fiti und Sauna zurück, gut gelaunt und mit einem ich-könnte-ganze-Rinder-verschlingen-Appetit. Taue das Fleisch auf und setze mich an den Rechner.
Merke: lese abends einfach nie wieder Arbeitsmails.
Die Mail auf meinen Termin zu einem zweiten Mitarbeitergespräch (aufgrund der ganzen Scheisse in der letzten Zeit) hat mir echt den Appetit verdorben.
Ich bins satt. Schnauze voll, sozusagen. Da haben die jetzt echt ne Wurst zuviel reingeschoben.
Was mach ich jetzt mit der Pute?
Merke: lese abends einfach nie wieder Arbeitsmails.
Die Mail auf meinen Termin zu einem zweiten Mitarbeitergespräch (aufgrund der ganzen Scheisse in der letzten Zeit) hat mir echt den Appetit verdorben.
Ich bins satt. Schnauze voll, sozusagen. Da haben die jetzt echt ne Wurst zuviel reingeschoben.
Was mach ich jetzt mit der Pute?
Sonntag, 28. Februar 2010
Close to 30.
okavanga, 04:19h
Also ich weiß schon, wie man das Wort Torschlusspanik buchstabiert.
Samstag, 27. Februar 2010
Der kleine Professor und so viele Vollmondreisen.
okavanga, 00:24h
Die Telefonate mit ihm sind merkwürdig. Wie wir uns so vertraut sein können, jetzt, wo wir nicht mehr zusammen sind. Reden darüber, warum das jetzt möglich ist. Dass alles andere unmöglich ist. Dass wir trotzdem gern beieinander wären. Jetzt, in diesem Moment. Und ansonsten, mal sehen. Aber.. Kein Schritt zurück, nein, nicht mehr. Die zwei Königskinder. Die wissen, dass sie nicht zueinander können. Restgefühle? Alte Gewohntheit? Vertrautheit? Kompensation der Leere? Wir begleiten einander auf welche Art und Weise auch immer seit fast auf den Tag genau 3,5 Jahren.
Es tut soviel besser als das monatelange Schweigen im letzten und vorletzten Jahr. Alte Schmerzen und Zweifel thematisieren, statt sie zu schlucken und dem Blick des anderen permanent ausweichen zu müssen.
Die Funkstille direkt nach der Trennung im November hat nicht lange angehalten. Wir reden öfters. Ich rufe ihn an, heule und schluchze, über die Arbeit, meine Mutter, die verzweifelte Sehnsucht nach Liebe. Und er hört zu. So, wie er eben zuhören kann.
Ich rechne es ihm hoch an. Zum anderen muss ich das wohl gar nicht. Was will ich mir selbst eigentlich sagen, mit diesem Text.
Dass er mir fehlt, so sehr, als Mensch, als Charakter, als unkonventioneller Freigeist, als Rebell, als ein Mann, der mich furchtbar zum Lachen bringen kann, aber genauso zum Weinen.
Dass mir die Liebe fehlt, mein Leben erfüllt ist, aber soviel leerer Platz in mir für Liebe. Hängt man dann immer dem alten nach, auch wenn das nicht gereicht hat, solang nichts neues diesen Platz einnimmt? Kann etwas neues überhaupt diesen Platz einnehmen?
Es ist soviel besser, dass ich mich in all diesen Fragen aktiv im Dialog mit ihm auseinandersetze, als sie zu verdrängen. Sie auszublenden, unbeantwortet, unausgesprochen zu lassen.
Frau W. Es ist wirklich sehr sehr schwierig ohne Sie. Ich trau mich kaum, vorwärts zu gehen.
Es tut soviel besser als das monatelange Schweigen im letzten und vorletzten Jahr. Alte Schmerzen und Zweifel thematisieren, statt sie zu schlucken und dem Blick des anderen permanent ausweichen zu müssen.
Die Funkstille direkt nach der Trennung im November hat nicht lange angehalten. Wir reden öfters. Ich rufe ihn an, heule und schluchze, über die Arbeit, meine Mutter, die verzweifelte Sehnsucht nach Liebe. Und er hört zu. So, wie er eben zuhören kann.
Ich rechne es ihm hoch an. Zum anderen muss ich das wohl gar nicht. Was will ich mir selbst eigentlich sagen, mit diesem Text.
Dass er mir fehlt, so sehr, als Mensch, als Charakter, als unkonventioneller Freigeist, als Rebell, als ein Mann, der mich furchtbar zum Lachen bringen kann, aber genauso zum Weinen.
Dass mir die Liebe fehlt, mein Leben erfüllt ist, aber soviel leerer Platz in mir für Liebe. Hängt man dann immer dem alten nach, auch wenn das nicht gereicht hat, solang nichts neues diesen Platz einnimmt? Kann etwas neues überhaupt diesen Platz einnehmen?
Es ist soviel besser, dass ich mich in all diesen Fragen aktiv im Dialog mit ihm auseinandersetze, als sie zu verdrängen. Sie auszublenden, unbeantwortet, unausgesprochen zu lassen.
Frau W. Es ist wirklich sehr sehr schwierig ohne Sie. Ich trau mich kaum, vorwärts zu gehen.
Sonntag, 21. Februar 2010
okavanga, 21:39h
Heute umarme ich die geistige Leere, die der Nacht folgte. Eigentlich traurig, aber wunderschön.
Freitag, 19. Februar 2010
Nein, ich vertrau euch nicht.
okavanga, 01:30h
"Vertraust du mir nicht?"
"Tja was soll ich da sagen. Wenn ihr sagt dass ihr mir nicht glaubt. Nein, ich vertraue euch nicht. Und dein Bruder, der weiß auf jeden Fall etwas. "
"Mama.. nein, ich lege meine Hand dafür ins Feuer, dass der A. nichts damit zu tun hat."
"Da verbrennst du dir zu 100%-iger Sicherheit die Finger."
[... es folgt viel Dialog...]
Sie erzählt Pointen aus ihrem Leben, die lustig sind. Ich lache, während ich stumm verzweifelt vor mich hinweine. Am liebsten möchte ich schreien. Schreien vor Weinen. Weil ich nicht weiß, wohin mit all dem Schmerz. Es ist grauenhaft. Manchmal wünschte ich mir, meine Mutter wäre einfach nur tot, damit ich abschließen könnte. Aber sie ist es nicht. Sie ist Ende 50. Wie lange und wohin soll das alles laufen? Ich kann nicht mehr.
Telefoniere danach lang mit meinem Vater. Schreie, schluchze ins Telefon. Versuche, meinem Schmerz einen Kanal zu geben.
Scheiß auf zerbrochene oder unerwiderte Liebe. Scheiss auf alles, was ich jemals hatte. Kein Gefühl war jemals so schlimm wie dsa, was ich nun empfinde. Ich erwarte nicht, dass es jemand versteht. Ich erwarte nichmal Verständnis.
Aber bitte, seid doch zum Teufel einfach nur da!
"Tja was soll ich da sagen. Wenn ihr sagt dass ihr mir nicht glaubt. Nein, ich vertraue euch nicht. Und dein Bruder, der weiß auf jeden Fall etwas. "
"Mama.. nein, ich lege meine Hand dafür ins Feuer, dass der A. nichts damit zu tun hat."
"Da verbrennst du dir zu 100%-iger Sicherheit die Finger."
[... es folgt viel Dialog...]
Sie erzählt Pointen aus ihrem Leben, die lustig sind. Ich lache, während ich stumm verzweifelt vor mich hinweine. Am liebsten möchte ich schreien. Schreien vor Weinen. Weil ich nicht weiß, wohin mit all dem Schmerz. Es ist grauenhaft. Manchmal wünschte ich mir, meine Mutter wäre einfach nur tot, damit ich abschließen könnte. Aber sie ist es nicht. Sie ist Ende 50. Wie lange und wohin soll das alles laufen? Ich kann nicht mehr.
Telefoniere danach lang mit meinem Vater. Schreie, schluchze ins Telefon. Versuche, meinem Schmerz einen Kanal zu geben.
Scheiß auf zerbrochene oder unerwiderte Liebe. Scheiss auf alles, was ich jemals hatte. Kein Gefühl war jemals so schlimm wie dsa, was ich nun empfinde. Ich erwarte nicht, dass es jemand versteht. Ich erwarte nichmal Verständnis.
Aber bitte, seid doch zum Teufel einfach nur da!
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