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Dienstag, 7. September 2010
okavanga, 00:41h
Urlaub gebucht.
Ein unbeschreibliches Gefühl.
Ein unbeschreibliches Gefühl.
Sonntag, 5. September 2010
okavanga, 23:01h
Morgen fängt Mama wieder an zu arbeiten, und heute morgen hat sie eine unserer zwei Katzen überfahren aufgefunden. Das ist doch alles Scheisse, mal echt jetzt.
Samstag, 4. September 2010
Der Terror hat viele Gesichter. Es gibt schließlich viele Menschen.
okavanga, 21:49h
Da der Nachmittag ungeplant vor mir lag und LeSchwe gerne nach FFM zu Hol*lister wollte, sagte ich einfach, ich fahre mit.
Wer jetzt schon lacht, lacht zurecht. Ich hatte ja keine Ahnung, was es bedeutet, sich an einem Samstag Nachmittag in die Innenstadt zu wagen und dann auch noch zu diesem bekloppten Laden.
Erstmal standen wir 1,5 Stunden im Stau und passierten schon einigermaßen entnervt das Frankfurter Ortsschild. Das Parkleitsystem hat uns dann den Rest gegeben. Dabei lag das schlimmste noch vor uns. An der Hauptwache war die Hölle los. Mütter über Mütter mit ihren Bälgern. Hüpfburgen, eine Minderjährigen-Kreischband, Holztürmchenbauen, kurz: eben meine persönliche Hölle. Ich hätte ja nichts besseres zu tun, als mit meinen Kindern am Samstag Nachmittag die Innenstadt zu terrorisieren..
Auf der Zeil wurds nicht besser. Ich stammelte nur noch "Ich will nach Bamberg", während LeSchwe versuchte nicht die Nerven zu verlieren und mich zu einem Pizzastand buxierte.
Nach der Pizza fühlte ich mich immerhin soweit wiederhergestellt, dass ich meinte, MyZ*eil betreten zu können. Fataler Irrtum. Woher kommen die ganzen Menschen? Und woher haben sie soviel Geld für diesen perversen Konsum?? Kein Wunder, dass die Wachstumszahlen nach oben korrigiert werden. Die waren vorher bestimmt in FFM.
Vor dem Hol*lister standen zwei Schlangen: nach rechts und nach links. Dazwischen zwei barbusige vermeintliche Sunnyboys in rotorangen Badeshorts und Sonnenbrillen. Und: weiß angemalten Nasen. "Haben die Angst sich einen Sonnenbrand zu holen?" Das Gift musste raus aus mir. Schnell. Was ist das? Das ist ja wie im Osten! Schlangestehen wegen drecks Klamotten!!! Oh. LeSchwe ist ja Ossi. Naja, aber sie trug es mit Fassung. "Ich will kucken, wann da jemand rein kommt." Ohne mich.
Dem Himmel sei dank hatte auch die LeSchwe ein Einsehen und kam nicht auf die bescheuerte Idee, sich da einreihen zu wollen. Wozu auch??? Es erschließt sich mir einfach nicht.
Kurzum: ein leckeres Eis in uns reingehauen, und zurück auf die Autobahn. Auf dem Weg dahin entdeckten wir ein Plakat: 25 Jahre Spiel*mobile in FFM, am 4.9.10 an der Hauptwache. "Und wir waren dabei!" Ich sollte einen Fond eröffnen. Für vergeudete Lebenszeit.
Wer jetzt schon lacht, lacht zurecht. Ich hatte ja keine Ahnung, was es bedeutet, sich an einem Samstag Nachmittag in die Innenstadt zu wagen und dann auch noch zu diesem bekloppten Laden.
Erstmal standen wir 1,5 Stunden im Stau und passierten schon einigermaßen entnervt das Frankfurter Ortsschild. Das Parkleitsystem hat uns dann den Rest gegeben. Dabei lag das schlimmste noch vor uns. An der Hauptwache war die Hölle los. Mütter über Mütter mit ihren Bälgern. Hüpfburgen, eine Minderjährigen-Kreischband, Holztürmchenbauen, kurz: eben meine persönliche Hölle. Ich hätte ja nichts besseres zu tun, als mit meinen Kindern am Samstag Nachmittag die Innenstadt zu terrorisieren..
Auf der Zeil wurds nicht besser. Ich stammelte nur noch "Ich will nach Bamberg", während LeSchwe versuchte nicht die Nerven zu verlieren und mich zu einem Pizzastand buxierte.
Nach der Pizza fühlte ich mich immerhin soweit wiederhergestellt, dass ich meinte, MyZ*eil betreten zu können. Fataler Irrtum. Woher kommen die ganzen Menschen? Und woher haben sie soviel Geld für diesen perversen Konsum?? Kein Wunder, dass die Wachstumszahlen nach oben korrigiert werden. Die waren vorher bestimmt in FFM.
Vor dem Hol*lister standen zwei Schlangen: nach rechts und nach links. Dazwischen zwei barbusige vermeintliche Sunnyboys in rotorangen Badeshorts und Sonnenbrillen. Und: weiß angemalten Nasen. "Haben die Angst sich einen Sonnenbrand zu holen?" Das Gift musste raus aus mir. Schnell. Was ist das? Das ist ja wie im Osten! Schlangestehen wegen drecks Klamotten!!! Oh. LeSchwe ist ja Ossi. Naja, aber sie trug es mit Fassung. "Ich will kucken, wann da jemand rein kommt." Ohne mich.
Dem Himmel sei dank hatte auch die LeSchwe ein Einsehen und kam nicht auf die bescheuerte Idee, sich da einreihen zu wollen. Wozu auch??? Es erschließt sich mir einfach nicht.
Kurzum: ein leckeres Eis in uns reingehauen, und zurück auf die Autobahn. Auf dem Weg dahin entdeckten wir ein Plakat: 25 Jahre Spiel*mobile in FFM, am 4.9.10 an der Hauptwache. "Und wir waren dabei!" Ich sollte einen Fond eröffnen. Für vergeudete Lebenszeit.
Donnerstag, 2. September 2010
Vielleicht geht da ja noch was mit Recycling...
okavanga, 23:11h
Samstag, 28. August 2010
Never give up.
okavanga, 03:02h
Meine Seele ist krank, und ich weiß, wieso. [Edit: eigentlich wollte ich hier schreiben, ich weiss nicht, wieso. Und ich frag mich, wieso dabei rauskam, dass ich es wüsste.]
Ob es an der Arbeit liegt, den Abwesenheiten von zu Hause unter der Woche. Der zumeist späten Rückkehr am Donnerstag Abend, zu oft um Mitternacht.
Oder an meiner Mama und all den Dingen, die mich im Zuge dessen seit Anfang des Jahres bewegen.
Oder daran, dass ich noch keinen Urlaub hatte dieses Jahr.
Oder daran, dass ich alleine bin.
Ich weiß es nicht. Was ich weiß ist, dass die Zeit mit J. heilt. Dass sie mich so froh macht, dass ich jedes mal traurig bin, wenn er geht, oder wir uns trennen. Ich genieße seine Gesellschaft dermaßen. Er ist wundervoll. Egal ob ernsthafte Gespräche, witzige Exkursionen, kuriose Zustände, entspannte Nachmittage.
Was mich krank macht, sind die Fahrten nach Bonn. Abende ohne Ansprache. Tagsüber Druck im Projekt, das die Aufmerksamkeit dieses Landes auf sich zieht und dementsprechend belastet. Strohhalme wie zwei Kollegen, die nun ebenfalls ab und an in Bonn sind. Vollgestopfte Wochenenden, weil unter der Woche weder Zeit noch Raum sind. Und dass es nach wie vor so aussieht, als wäre eine frühzeitige Rückkehr am Donnerstag unmöglich, so dass eine Selbsthilfegruppe für Angehörige psychisch Kranker, meine letzte Hoffnung, flach fällt. Das Gefühl, dass alle an mir zerren, alle etwas wollen, Erwartungen an mich stellen. Und der PC. Vor allem die PC Arbeit. Die Arbeit die ich tue. Wozu. Zu welchem Preis. Die Arbeit als Konstrukt, das sich der Mensch geschaffen hat, um "vorwärts" zu kommen, während er sich Tag um Tag mehr von sich entfremdet.
Gestern kam ich spät nach Mannheim zurück, betrank mich mit dem Klavierlehrer, und schlief mit ihm. Und es ging mir auf, dass er es genießt mit mir zu schlafen. Der Sex war die Suche nach Nähe und das gierige, verzweifelte Verlangen nach Befriedigung, Erfüllung.
Ich bin ratlos und so müde. Außer in der Zeit mit J.
Verlieb ich mich? Nicht in ihn, bitte.. bitte.
Hurts - Wonderful life
Ob es an der Arbeit liegt, den Abwesenheiten von zu Hause unter der Woche. Der zumeist späten Rückkehr am Donnerstag Abend, zu oft um Mitternacht.
Oder an meiner Mama und all den Dingen, die mich im Zuge dessen seit Anfang des Jahres bewegen.
Oder daran, dass ich noch keinen Urlaub hatte dieses Jahr.
Oder daran, dass ich alleine bin.
Ich weiß es nicht. Was ich weiß ist, dass die Zeit mit J. heilt. Dass sie mich so froh macht, dass ich jedes mal traurig bin, wenn er geht, oder wir uns trennen. Ich genieße seine Gesellschaft dermaßen. Er ist wundervoll. Egal ob ernsthafte Gespräche, witzige Exkursionen, kuriose Zustände, entspannte Nachmittage.
Was mich krank macht, sind die Fahrten nach Bonn. Abende ohne Ansprache. Tagsüber Druck im Projekt, das die Aufmerksamkeit dieses Landes auf sich zieht und dementsprechend belastet. Strohhalme wie zwei Kollegen, die nun ebenfalls ab und an in Bonn sind. Vollgestopfte Wochenenden, weil unter der Woche weder Zeit noch Raum sind. Und dass es nach wie vor so aussieht, als wäre eine frühzeitige Rückkehr am Donnerstag unmöglich, so dass eine Selbsthilfegruppe für Angehörige psychisch Kranker, meine letzte Hoffnung, flach fällt. Das Gefühl, dass alle an mir zerren, alle etwas wollen, Erwartungen an mich stellen. Und der PC. Vor allem die PC Arbeit. Die Arbeit die ich tue. Wozu. Zu welchem Preis. Die Arbeit als Konstrukt, das sich der Mensch geschaffen hat, um "vorwärts" zu kommen, während er sich Tag um Tag mehr von sich entfremdet.
Gestern kam ich spät nach Mannheim zurück, betrank mich mit dem Klavierlehrer, und schlief mit ihm. Und es ging mir auf, dass er es genießt mit mir zu schlafen. Der Sex war die Suche nach Nähe und das gierige, verzweifelte Verlangen nach Befriedigung, Erfüllung.
Ich bin ratlos und so müde. Außer in der Zeit mit J.
Verlieb ich mich? Nicht in ihn, bitte.. bitte.
Hurts - Wonderful life
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