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Sonntag, 17. Juli 2011
Die Hölle, es gibt sie.
okavanga, 23:34h
Die Menschen, die sich über Ik*ea an einem Samstag Nachmittag beschweren, waren noch nie an einem verregneten Sonntag im Erlebnisbad.
Freitag, 15. Juli 2011
okavanga, 22:44h
Sommerfest der "neuen" Firma. Unter den Führungskräften sind dermaßene Spießer, es ist unglaublich. Mit Scheuklappen ausgestattet, unflexibel, dröge. Meine scherzhaft zu dem besonders schweren Fall, dass ein Prozessoptimierer auch noch drin wäre. Sagt er: verabschiede dich endlich mal von deiner Consulter-Schiene. Sage: mich hätte man auch fast als Consulter gekauft, wenn kein direkter Vertrag zustande gekommen wäre. Sagt er: na Gott sei dank hat das nicht geklappt. Sage ich: dann hätte ich genau das gleiche gemacht wie das, was ich jetzt auch tue. Sagt er: na Gott sei Dank hat das nicht geklappt. Ich verabschiede mich noch vor dem Abendessen. Das ist mir früher nicht passiert. Bin müde und abgeschlagen. Wer sagt überhaupt, dass der Prozessoptimierer ein Consulter sein müsse. Die hängen zum Teil echt auf einer schrägen Denke fest.
Ich hole mir viele blutige Nasen. Ecke an. Nicht bei allen, aber manche sind einfach nicht offen für frischen Wind und neue Ideen.
Ruft eine ehemalige Kollegin, meine liebste M. aus meiner alten Firma gerade an. Fragt: bist du schon in Ma*nnheim? Ich: ne, erst morgen Mittag. Sie: ach schade. Sind gerade im Büro und haben Lan-Abend mit ein paar Leuten. Spielen, Grillen, Saufen, Reden, Musikhören. Dachten du kommst mal vorbei.
Tja. So anders kann das Berufsleben sein. Manchmal tun mir die Leute in meiner neuen Firma einfach nur leid.
Ich hole mir viele blutige Nasen. Ecke an. Nicht bei allen, aber manche sind einfach nicht offen für frischen Wind und neue Ideen.
Ruft eine ehemalige Kollegin, meine liebste M. aus meiner alten Firma gerade an. Fragt: bist du schon in Ma*nnheim? Ich: ne, erst morgen Mittag. Sie: ach schade. Sind gerade im Büro und haben Lan-Abend mit ein paar Leuten. Spielen, Grillen, Saufen, Reden, Musikhören. Dachten du kommst mal vorbei.
Tja. So anders kann das Berufsleben sein. Manchmal tun mir die Leute in meiner neuen Firma einfach nur leid.
Donnerstag, 14. Juli 2011
Ca*ntucci und Socken.
okavanga, 23:28h
Ich liebe diesen Mann, und verdamme mich dafür, dass ich über all das, was passiert, nicht schreibe. Irgendwann werde ich das bereuen, es ist als würde ich aus einem Konkon schlüpfen, langsam vorwärtskriechen und inzwischen vorsichtig die Flügel strecken. Aber vielleicht fühlt sich auch alles viel zu zauberhaft an, um es mit meinen Worten zu verdellen.
Samstag, 9. Juli 2011
Brief an Frau W. III
okavanga, 01:16h
Liebe Frau W.,
ich höre gerade Deep Mix Moscow Radio und frage mich, wie das denn alles weitergehen soll. Mit mir, mit der Arbeit, mit Sesamina.
Darüber mache ich mir so viele Gedanken, dass ich letztendlich keinen einzigen klaren mehr fassen kann und somit in Unklarheit versinke. Darauf könnte ich dann allerdings glatt einen Klaren trinken. Belasse es dann aber doch bei Weißwein. Wobei mir heute bei sO*liver so ein Alk-Getränk mitgegeben wurde, mit Caipi-Geschmack. Fand ich ja irgendwie schon befremdend. Hab mich auch noch nicht dran getraut.
Das mit dem Job. Das ist. Ich bin zu schwach dafür. Zu ungeduldig, zu emotional, zu undiplomatisch. Zu unkonventionell. Zu... zu sehr mein alter Arbeitgeber.
Ich weiß nicht wie sehr das alles (die neue Firma) für mich passt. Wie sehr ich zu denen passe, und wie sehr die zu mir. Mir fehlt mein HaGa und meine alte Firmenfamilie, meine Kollegen und all die Späße wie Streitigkeiten, die wir dort hatten. Mir fehlt das Unkonventionelle bei aller Professionalität, mir fehlt es die Arbeit auch mal als Spiel zu betrachten. Mir fehlt das Bier ab Vier. Mir fehlt das "Topf hat Deckel gefunden"-Gefühl.
Und dann ist da Sesamina, dieser Sack, der mir lang und breit erzählt, wie toll es da ist, und wie entspannt er ist, während ich hier sitze und nicht weiß wohin mit meinem Frust. Er lässt mich so sehr teilhaben, unaufgefordert, mit Bildern, Mails, SMS, dass ich ihm gern eins in die Fresse schlagen würde dafür, andererseits liebe ich ihn so sehr dafür, dass ich es niemals würde missen wollen. Bei ihm habe ich das "Topf hat Deckel gefunden"-Gefühl.
Wenn wir telefonieren, läuft dann alles schräg. Da sagt er angetüddelt irgendwelche Sachen, die er vielleicht wirklich gar nicht so meint, aber damit reaktiviert er sofort das Programm (von dem er weiß, ich habe ihm mindestens so offen wie im letzten Blogeintrag von meinen Gedanken und Gefühlen berichtet). Und dann geht gar nix mehr, und jeder geht mit einem Scheiß Gefühl aus dem Telefonat. Er hat da jetzt natürlich nen super Joker in der Hand und kann alles auf meine Instabilität und mein Programm schieben. Hätte ich mal die Klappe gehalten. Hab ich ihm auch gesagt. So leicht kommt er damit jetzt nicht davon, das kann ja wohl nicht die Entschuldigung für alles sein, was vielleicht von ihm auch merkwürdig kommuniziert wird.
Was tun. Mit all dem. Die Arschbacken zusammenkneifen und rational mindestens ein Jahr vollmachen beim neuen Arbeitgeber, um wenigstens ein Jahr Berufserfahrung in dem Bereich vorweisen zu können, den ich wirklich spannend finde und den ich weiter verfolgen will. Oder... dem Bauch folgen, und somit den Bedürfnissen der "new economy" oder "generation y", oder wie diese neuen beschissenen Wörter für Leute wie mich sind, folgen, und somit auch die Gelegenheit nutzen, näher wenn nicht gar ganz räumlich zu Sesamina zu ziehen (aber bitte nicht in die gleiche Wohnung). Das klingt überstürzt... ist es vielleicht auch... vielleicht aber auch nicht.
Wenn er meine "liebevolle" Art die nächsten zwei Wochen übersteht.. und ich mich.
Ich liebe diesen Radiosender.
Frau W... nächste Woche könnte ich schon Freitag in Mannheim sein, wenn nicht das blöde Sommerfest der Firma wäre. Spätestens am Samstag, da bin ich sowieso dort. Aber ich überlege ernsthaft, das Sommerfest sausen zu lassen, um Sie persönlich zu konsultieren. Denn bei allem Respekt, aber diese Monologe bringen mich nicht annähernd so weit wie eine dreiviertel Stunde mit Ihnen.
ich höre gerade Deep Mix Moscow Radio und frage mich, wie das denn alles weitergehen soll. Mit mir, mit der Arbeit, mit Sesamina.
Darüber mache ich mir so viele Gedanken, dass ich letztendlich keinen einzigen klaren mehr fassen kann und somit in Unklarheit versinke. Darauf könnte ich dann allerdings glatt einen Klaren trinken. Belasse es dann aber doch bei Weißwein. Wobei mir heute bei sO*liver so ein Alk-Getränk mitgegeben wurde, mit Caipi-Geschmack. Fand ich ja irgendwie schon befremdend. Hab mich auch noch nicht dran getraut.
Das mit dem Job. Das ist. Ich bin zu schwach dafür. Zu ungeduldig, zu emotional, zu undiplomatisch. Zu unkonventionell. Zu... zu sehr mein alter Arbeitgeber.
Ich weiß nicht wie sehr das alles (die neue Firma) für mich passt. Wie sehr ich zu denen passe, und wie sehr die zu mir. Mir fehlt mein HaGa und meine alte Firmenfamilie, meine Kollegen und all die Späße wie Streitigkeiten, die wir dort hatten. Mir fehlt das Unkonventionelle bei aller Professionalität, mir fehlt es die Arbeit auch mal als Spiel zu betrachten. Mir fehlt das Bier ab Vier. Mir fehlt das "Topf hat Deckel gefunden"-Gefühl.
Und dann ist da Sesamina, dieser Sack, der mir lang und breit erzählt, wie toll es da ist, und wie entspannt er ist, während ich hier sitze und nicht weiß wohin mit meinem Frust. Er lässt mich so sehr teilhaben, unaufgefordert, mit Bildern, Mails, SMS, dass ich ihm gern eins in die Fresse schlagen würde dafür, andererseits liebe ich ihn so sehr dafür, dass ich es niemals würde missen wollen. Bei ihm habe ich das "Topf hat Deckel gefunden"-Gefühl.
Wenn wir telefonieren, läuft dann alles schräg. Da sagt er angetüddelt irgendwelche Sachen, die er vielleicht wirklich gar nicht so meint, aber damit reaktiviert er sofort das Programm (von dem er weiß, ich habe ihm mindestens so offen wie im letzten Blogeintrag von meinen Gedanken und Gefühlen berichtet). Und dann geht gar nix mehr, und jeder geht mit einem Scheiß Gefühl aus dem Telefonat. Er hat da jetzt natürlich nen super Joker in der Hand und kann alles auf meine Instabilität und mein Programm schieben. Hätte ich mal die Klappe gehalten. Hab ich ihm auch gesagt. So leicht kommt er damit jetzt nicht davon, das kann ja wohl nicht die Entschuldigung für alles sein, was vielleicht von ihm auch merkwürdig kommuniziert wird.
Was tun. Mit all dem. Die Arschbacken zusammenkneifen und rational mindestens ein Jahr vollmachen beim neuen Arbeitgeber, um wenigstens ein Jahr Berufserfahrung in dem Bereich vorweisen zu können, den ich wirklich spannend finde und den ich weiter verfolgen will. Oder... dem Bauch folgen, und somit den Bedürfnissen der "new economy" oder "generation y", oder wie diese neuen beschissenen Wörter für Leute wie mich sind, folgen, und somit auch die Gelegenheit nutzen, näher wenn nicht gar ganz räumlich zu Sesamina zu ziehen (aber bitte nicht in die gleiche Wohnung). Das klingt überstürzt... ist es vielleicht auch... vielleicht aber auch nicht.
Wenn er meine "liebevolle" Art die nächsten zwei Wochen übersteht.. und ich mich.
Ich liebe diesen Radiosender.
Frau W... nächste Woche könnte ich schon Freitag in Mannheim sein, wenn nicht das blöde Sommerfest der Firma wäre. Spätestens am Samstag, da bin ich sowieso dort. Aber ich überlege ernsthaft, das Sommerfest sausen zu lassen, um Sie persönlich zu konsultieren. Denn bei allem Respekt, aber diese Monologe bringen mich nicht annähernd so weit wie eine dreiviertel Stunde mit Ihnen.
Mittwoch, 6. Juli 2011
Brief an Frau W. II
okavanga, 01:08h
Liebe Frau W.,
die vor langer Zeit programmierte und über die ganzen Jahre hinweg absolut optimierte Software auf der meiner Seele eigenen Festplatte wurde aktiviert.
Es ist wieder der Automatismus. Sobald der Knopf gedrückt wird. "Bindung" --> Verlustängste/ Angst vor Verletzung --> Stufe 1: Mauer hochfahren --> Stufe 2: Eisblock werden --> Stufe 3: präventives Partnerverletzen --> Stufe 4: Exit.
Noch konnte ich mich eben zurückhalten, so dass er es nicht gemerkt hat. Aber ich spüre es in mir. Viel zu deutlich. Und ich habe Angst. Ganz viel Angst.
Ich dachte ja immer, ich habe das nur bei Männern, die "schlecht" für mich sind. Bzw. habe ich das Programm deswegen geschrieben. Aber der kann nicht schlecht sein. Wirklich nicht. Umso schlimmer wird die Angst.
Frau W. Das wäre jetzt wirklich ein guter Zeitpunkt für eine Sitzung. Ich will es nicht wieder verkacken. Ich will nicht länger vor der Möglichkeit verletzt zu werden davon laufen und deswegen jemanden verlieren, den ich liebe.
Wie geht man damit um? Wie gehe ich damit um als jemand, der es hasst sich zu öffnen, der vielleicht gar nicht vertrauen kann, der aus Angst vor Ablehnung vor der Liebe wegrennt?
In den nächsten zwei Wochen ist er im Urlaub, weil er kurz vorm Zusammenbruch steht, und er hat ihn extra so gelegt, dass er nur die zwei Wochenenden in Anspruch nimmt, an denen ich eh keine Zeit hätte, weil ich an einem Wochenende arbeiten muss und am anderen in Ma*nnheim bin. Kein Zufall, sagt er. Er wollte den Urlaub auf gar keinen Fall auf das mir nächstmögliche Wochenende buchen. Dafür will er lieber nochmal mit mir gemeinsam in den Urlaub fahren, irgendwann in diesem Sommer oder Herbst.
Und trotzdem sterbe ich vor Angst. Wovor ich Angst habe? Dass er es sich anders überlegt. Dass dort lauter tolle Frauen sind, die auch ganz toll Ki*tesu*rfen können. Dass er zurückkommt und mir sagt, dass wir das lieber lassen sollten. Dass er mich fallen lässt.
Alles sagt, dass das niemals so sein wird. Und doch weiß mein Programm so sicher, dass es so sein wird, dass ich es glaube. Und dass mein Herz es glaubt, und dass es sich verschließen und all die Öffnung rückgängig machen will, die ich - wie auch immer, es grenzt an ein Wunder! - in den letzten Wochen so dermaßen vollzogen habe.
Ich habe das Gefühl, ich stehe nackt und mit hängenden Armen auf einem offenen Platz und warte nur darauf, dass jemand einen Pflock in mein Herz rammt. Das Programm will mich darauf vorbereiten, und es ist wie gesagt schon angelaufen. Nur für mich spürbar. Aber ich weiß, morgen spürt er es auch.
Was soll ich machen. Bitte. Frau W. Wissen Sie noch, wie Sie mit mir die Situationen beim kleinen Professor durchgesprochen haben? Wie ich mich da beruhigt habe? Das schlimme ist, dass ich damals recht hatte. Auch mit meinem Misstrauen. Das schlimme ist, dass ich meistens recht habe. Zum einen mag die sich selbst bewahrheitende Prophezeiung da eine Rolle spielen (weil ich mir immer nur solche Männer suche und das Programm ja auch nicht wirklich konstruktiv ist). Zum anderen - wenn ich mir nur immer solche Männer suche, wer sagt mir, dass es jetzt wirklich anders ist?
Die Zweifel nagen an mir, sie tropfen in mein Herz und bringen es zum wanken. Ich will nicht schon wieder alles mit Zweifeln und Angst kaputt machen. Und meine Erfahrung sagt mir, dass man da nicht drüber redet mit dem Betroffenen, weil er sonst nämlich ganz schnell weg ist.
Ich mein, ich selbst würd mich auch nicht als Partnerin haben wollen. Da sind Kilometer über Kilometer an neuem Weg mit mir zu gehen. Mir beim Laufen lernen helfen. Zusehen wie ich stolper, Verständnis haben, mir die Hand reichen. Geduldig sein. Und dabei nicht die Liebe verlieren, und das obwohl ich beständig daran zweifelt. Wie soll so etwas denn gehen?
Angst fressen Seele auf. Immer und immer wieder in einer Beziehung. Und das anscheinend auch, wenn weit und breit keine Bedrohung sichtbar ist.
Das alles ist Neuland für mich. Und ich komm nicht damit klar. Denn was ist, wenn ich einfach wieder recht habe. Oder ich es so lange mit Füßen trete, bis ich recht habe.
die vor langer Zeit programmierte und über die ganzen Jahre hinweg absolut optimierte Software auf der meiner Seele eigenen Festplatte wurde aktiviert.
Es ist wieder der Automatismus. Sobald der Knopf gedrückt wird. "Bindung" --> Verlustängste/ Angst vor Verletzung --> Stufe 1: Mauer hochfahren --> Stufe 2: Eisblock werden --> Stufe 3: präventives Partnerverletzen --> Stufe 4: Exit.
Noch konnte ich mich eben zurückhalten, so dass er es nicht gemerkt hat. Aber ich spüre es in mir. Viel zu deutlich. Und ich habe Angst. Ganz viel Angst.
Ich dachte ja immer, ich habe das nur bei Männern, die "schlecht" für mich sind. Bzw. habe ich das Programm deswegen geschrieben. Aber der kann nicht schlecht sein. Wirklich nicht. Umso schlimmer wird die Angst.
Frau W. Das wäre jetzt wirklich ein guter Zeitpunkt für eine Sitzung. Ich will es nicht wieder verkacken. Ich will nicht länger vor der Möglichkeit verletzt zu werden davon laufen und deswegen jemanden verlieren, den ich liebe.
Wie geht man damit um? Wie gehe ich damit um als jemand, der es hasst sich zu öffnen, der vielleicht gar nicht vertrauen kann, der aus Angst vor Ablehnung vor der Liebe wegrennt?
In den nächsten zwei Wochen ist er im Urlaub, weil er kurz vorm Zusammenbruch steht, und er hat ihn extra so gelegt, dass er nur die zwei Wochenenden in Anspruch nimmt, an denen ich eh keine Zeit hätte, weil ich an einem Wochenende arbeiten muss und am anderen in Ma*nnheim bin. Kein Zufall, sagt er. Er wollte den Urlaub auf gar keinen Fall auf das mir nächstmögliche Wochenende buchen. Dafür will er lieber nochmal mit mir gemeinsam in den Urlaub fahren, irgendwann in diesem Sommer oder Herbst.
Und trotzdem sterbe ich vor Angst. Wovor ich Angst habe? Dass er es sich anders überlegt. Dass dort lauter tolle Frauen sind, die auch ganz toll Ki*tesu*rfen können. Dass er zurückkommt und mir sagt, dass wir das lieber lassen sollten. Dass er mich fallen lässt.
Alles sagt, dass das niemals so sein wird. Und doch weiß mein Programm so sicher, dass es so sein wird, dass ich es glaube. Und dass mein Herz es glaubt, und dass es sich verschließen und all die Öffnung rückgängig machen will, die ich - wie auch immer, es grenzt an ein Wunder! - in den letzten Wochen so dermaßen vollzogen habe.
Ich habe das Gefühl, ich stehe nackt und mit hängenden Armen auf einem offenen Platz und warte nur darauf, dass jemand einen Pflock in mein Herz rammt. Das Programm will mich darauf vorbereiten, und es ist wie gesagt schon angelaufen. Nur für mich spürbar. Aber ich weiß, morgen spürt er es auch.
Was soll ich machen. Bitte. Frau W. Wissen Sie noch, wie Sie mit mir die Situationen beim kleinen Professor durchgesprochen haben? Wie ich mich da beruhigt habe? Das schlimme ist, dass ich damals recht hatte. Auch mit meinem Misstrauen. Das schlimme ist, dass ich meistens recht habe. Zum einen mag die sich selbst bewahrheitende Prophezeiung da eine Rolle spielen (weil ich mir immer nur solche Männer suche und das Programm ja auch nicht wirklich konstruktiv ist). Zum anderen - wenn ich mir nur immer solche Männer suche, wer sagt mir, dass es jetzt wirklich anders ist?
Die Zweifel nagen an mir, sie tropfen in mein Herz und bringen es zum wanken. Ich will nicht schon wieder alles mit Zweifeln und Angst kaputt machen. Und meine Erfahrung sagt mir, dass man da nicht drüber redet mit dem Betroffenen, weil er sonst nämlich ganz schnell weg ist.
Ich mein, ich selbst würd mich auch nicht als Partnerin haben wollen. Da sind Kilometer über Kilometer an neuem Weg mit mir zu gehen. Mir beim Laufen lernen helfen. Zusehen wie ich stolper, Verständnis haben, mir die Hand reichen. Geduldig sein. Und dabei nicht die Liebe verlieren, und das obwohl ich beständig daran zweifelt. Wie soll so etwas denn gehen?
Angst fressen Seele auf. Immer und immer wieder in einer Beziehung. Und das anscheinend auch, wenn weit und breit keine Bedrohung sichtbar ist.
Das alles ist Neuland für mich. Und ich komm nicht damit klar. Denn was ist, wenn ich einfach wieder recht habe. Oder ich es so lange mit Füßen trete, bis ich recht habe.
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