Samstag, 14. August 2021
Schlendrian, den ganzen Tag. Morgens Markt und Stadt, mit ausgiebigem Cafébesuch in der Sonne. Nachmittags zu einem kleinen, ruhigen Badesee mit der A., anschießend erkunden wir die Sommer-Gaudi hier, die nicht Volksfest heißen darf, weil sie sonst nicht stattfinden kann. Die Besucher verteilen sich großzügig auf das Gelände. Man kann, so man möchte, stets Minimum 5 Meter Platz um sich haben, meistens eher 10 oder 20 Meter. Ich hatte es mir viel voller vorgestellt. So aber fühlt es sich völlig ok an. Da dürfte in den meisten Städten mehr Betrieb herrschen als auf dem Areal. Im winzigen Biergarten-Eck nehmen die Leute viel Rücksicht, an jeder Biergarnitur sitzt nur ein Haushalt. Besonders lange verweilen wir vor dem Kinderkettenkarussel. So viele strahlende Gesichter, so viele stolze Eltern, insbesondere auch stolze Väter. Überhaupt ist es das, was am schönsten zu beobachten ist: so viele glückliche Menschen auf einem Platz. Abends noch ein Absackerwein bei meinem Vater und G. Sehr zufrieden fahre ich nach Hause. Die Katze maunzt ungeduldig hinter der Tür, als ich die Treppen zur Wohnungstür hochsteige. Klangvolles Grillenkonzert vor den Fenstern. Ach. Sommer!

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Sternschnuppen - Grillenzirpen - Schwalbentanz - Radeln über die gemähten Wiesen - reifes Korn - würzige Luft - Badesee - kühles seidiges Wasser auf sonnengewärmter Haut - Sommerhimmel - Johannisbeerschorle - Anahata - LeSchwe - Verabredung mit einem Franken - Sommerregen - Grillenzirpen, auch jetzt noch, bei offenem Schlafzimmerfenster.

Und etwas das hier gerade gar nicht reinpasst: wie ein Wildschweingrunzen??? Der Babyhund, der seit kurzem hier neu auf dem Hof ist, bellt wie irre im Vorzimmer des Haupthauses. Besser schnell schlafen.

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Montag, 9. August 2021
Ein Abend in Mannheim. Morgen einige Termine hier. Morgen Abend gehts zurück nach Franken. Stelle mir vor, dass ich irgendwann, so wie jetzt, ohne die Katze hier sitze, dann endgültig ohne Fellgefährtin. Höre auch direkt wieder auf mir das vorzustellen.

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Die Wolken am Himmel während der Fahrt nach Mannheim. Zauberhaft. Dazu das Gabriel Ananda Set mit Ana. Set 55 war das. Immer noch mein Lieblingsset. Ich erinner mich, wie der F. und ich in Thailand auf den Himmelbettliegen mit Blick auf Meer und Sonnenuntergang rumfletzten, er hatte seine Box dabei und machte dieses Set an. Ich lachte und fragte: wie schön, wieso ausgerechnet dieses Set? Weil ich es sehr mag, antwortete er. Er wusste nicht, dass es mein Lieblingsset ist, und ich wusste nicht, dass es eines seiner Lieblingssets ist. Der F. hört nicht gerne Sets ein zweites mal. Dazu gibt es viel zu viel neue gute Musik, meint er.

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Ansich finde ich Konsumgüter nicht wirklich geeignet für Glück g'habt sind. Doch diese Sneaker aus Merinowolle sind so bequem. Und da ich mir nur alle heilige Jahre Schuhe kaufe (erwähnte ich schon mal, dass ich einkaufen/ shoppen ziemlich ätzend finde? meine letzten Sneaker, ein Klassiker aus Leder, gekauft 2012, sind nun doch ziemlich runtergerobbt), ist das etwas besonderes für mich. Wie schön, dass ich mir die leisten konnte und nun mit federnden Schritten durchs Leben strawenzeln kann.

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Ein weiterer Tag mit der Katze, auch wenn sie gerade weit weg ist.

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Sonntag, 8. August 2021
Nochmal Kino. Der Rausch. Das Thema Alkohol fasziniert mich, als Konsumentin und als kleine Forscherin. Dankbar für meine Erfahrungen damals in der neuen Welt.

Nochmal Kaffee in der Sonne, in guter Gesellschaft. Es ist schön, dass G. als Frau meines Vaters Teil meines Lebens ist. Ich mag und schätze sie sehr.

Froh, die F. und den F. in meinem Leben zu haben. Gerade ein Telefonat mit der F. gehabt. Sie fehlt mir, würde sie gerne mal wieder drücken. Spanien ist eben nicht um die Ecke, vor allem während einer Pandemie. Auch der F. hat sich heute gemeldet, mit einer Nachricht die mir mein Herzlein ein gewärmt hat.

Ein weiterer Tag mit der Katze. Momentan sieht sie so aus, als würde sie alle Diagnosen und Prognosen Lügen strafen. Um nicht doch überrascht zu sein, sage ich mir wieder und wieder: vielleicht ist es das letzte Aufbäumen, es ist absehbar. Carpe diem, kuschel die Katz.

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Freitag, 6. August 2021
Sehr fauler Tag. Dankbar, dass ich an einem Freitag nur im Bett rumliegen kann. Dabei unter anderem "Der Fall Collini" geschaut.

Der Iced Café Latte in der Stadt, mit Blick auf dunkle Sturmwolken, während der Wind auffrischt und meine Haare durchwirbelt.

Kino mit Katinka. Mein Vater und seine Frau waren auch dabei. Dankbar für Filme wie Nomadland. Dankbar für die Gesellschaft.

Köstliches Essen beim Inder. Unschlagbare Kombi: Korma und Naan. Indisch erinnert mich immer auch an meine Zeit in England. Meine Arbeitskollegin Kate hat mich damals mit Korma bekannt gemacht. Eine nicht enden wollende Liebe. Wir haben damals regelmäßig unserer Korma und Naan Leidenschaft gefrönt.

Es geht uns so gut!

Das nächtliche Grillenkonzert vor dem Schlafzimmerfenster.

Ein weiterer Tag mit der Katze inklusive ausgiebigem Vormittagskraulen, sie war natürlich mit im Bett. Sie liebt es ihre Nase gegen meine Finger zu pressen, reibt sich an ihnen und bleibt dann so liegen. Wenn ich versuche die Hand wegzuziehen, hält sie sie mit ihren Pfoten fest.



Ohrwurm des Tages: Om Mani Padme Hum


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Katinka und ich haben inzwischen ein Donnerstags-Ritual. Erst gemeinsam in einen geisteskranken Sportkurs. Danach fühlen wir uns wie neu geboren und feiern dieses Gefühl mit anschließendem Essengehen oder Kneipenbesuch. Die eine Kneipe wird wie ein zweites Wohnzimmer. Heute sitzen wir bis zur bayerischen Sperrstunde im Biergarten, auch wenn es etwas frisch ist. Es ist viel los, die Werschtlamänner feiern ein bisschen. Da der Betreiber öfters Besuch vom Ordnungsamt bekam, die Nachbarn sind da schwierig (oh Gott, und als Jungbuschbewohnerin kann ich sagen, der Lärmpegel ist weit entfernt von problematisch, aber gut, es ist wie es ist), werden wir um 22 Uhr in die Kneipe verbannt. Wir trinken noch einen Schnitt und reden und reden. Wir genießen es sehr, nach vielen Jahren in unterschiedlichen Städten endlich wieder regelmäßig gemeinsam Zeit verbringen zu können. Es ist heilsam. Seelenfutter. Wunderschön. Überhaupt. Es lässt sich aushalten hier. Jetzt, so ohne Bachelorarbeit. Die Tage liegen vor mir zwischen Langeweile und Verheißung.

Auf dem Heimweg im Radio auf Bayern 2 das Corona Loungekonzert mit Jeb Loy Nichols.

Gesunder Körper, der sich fit anfühlt. Fühle mich wohl in meiner Haut.

Ein weiterer Tag mit der Katze.

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Mittwoch, 4. August 2021
Das Grün vor der Tür. Abendspaziergang in der durchfeuchteten Natur.

Danach bei einer Klangentspannung gewesen. Mein Favorit ist die Zungentrommel. Zum Wegträumen.

Ein weiterer Tag mit der Katze.

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Dienstag, 3. August 2021
Die Unterstützung meiner Familie. Unglaublich, dass ich das schreiben kann. Unglaublich, dass ich manchmal auf einem Auge aber auch echt sehr blind bin.

Die Kollegin, die mir sagt, dass ich ihr fehle und dass ich doch bitte beizeiten wieder zurück nach MA kommen soll. Das unerwartet persönliche Gespräch mit ihr über das Sterben und Loslassen. <3

Wunderschöne Yoga-Stunde. Fühlte sich heilsam für das Herz an.

Ein weiterer Tag mit der Katze.

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Sonntag, 11. Oktober 2020
Zum Frühstück im Bett mit Katze alte Folgen B*byl*n B. angesehen.

Frische Herbstluft, kurz durch die Gegend geradelt um Bilder im Büro einzuscannen.

Mit der N. telefoniert, später kommen ihre wilden Kinder dazu, sie erzählen mir was sie erlebt und gemacht haben. mein Patenkind berichtet stolz vom eben gebauten Leg*-Auto. Ein solches Telefonat wärmt wie heißer Tee mit Honig.

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Sonntag, 4. Oktober 2020
Für 11 Uhr sind die L. und ich zu einem späten Frühstück verabredet. Nach zwei wunderbaren Stunden lädt sie mich auf ihren Balkon ein zu Aperol-Spritz bei Herbstsonne. Wir verbringen eine heitere Zeit, bis ich mich um 15 Uhr verarbschiede um den Kollega zu treffen, der mich aufgefordert hatte mit ihm das schöne Wetter bei einem Kaffee zu genießen. Es wird dann länger als geplant, und mit der Zeit auch wesentlich kühler, doch nach diesem Tag radel ich abends ordentlich aufgewärmt nach Hause. Die F. und ich telefonieren, ich erzähle ihr von der gestrigen Podiumsdiskussion zu der Ausstellung "Gegen das Vergessen" in Wien, die dort von Rechtsradikalen angegriffen wurde. Es war ein spannender Austausch der Teilnehmenden, Fotograf sowie Aktivistinnen waren vor Ort, eine aus Wien zugeschalten. Es beeindruckt mich, wie aus diesem hässlichen Geschehen ein so positiver Akt der intersektionalen Solidarität entstehen konnte.

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Neulich musste ich daran denken, wie wie ich deiner Einladung gefolgt bin bei dir zu Hause gemeinsam nackt zu kochen. Ich erinner ich nicht, was wir kochten ich glaube, es war Pasta, aber was ich weiß ist, wie du an mich von hinten herangetreten bist.

An dem Tag, an dem ich von deinem Tod erfuhr, war ich mit I. fürs Kino verabredet, B*hemi*n R*ps*dy. Sie fragte mich damals, ob ich es vertagen möchte. Nein, sagte ich, dem Meister würde es gefallen wenn ich ihn mit diesem Film feier, und dazu gibts Prosecco. Beim Abspann lief "The Sh*w must g* on". Ich hätte mir keinen besseren Abschied von dir wünschen können.

Manchmal höre ich, wie du mir ins Ohr flüsterst: "Dinge die nur uns angehen" Glück war es, dich zu kennen.